Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  5. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  8. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  9. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  10. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung

„Erledigt Netanjahu das Terrorregime im Iran, geht er als großer Staatsmann in die Geschichte ein“

7. Oktober 2024 in Chronik, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Welt“-Chefredakteur Ulf Poschardt: „Die Hamas gibt es so nicht mehr, die Hisbollah hat ihre gesamte Führung verloren. Unbeirrbar haben sich Armee und Regierung weder mit Haltungsnoten der UN noch Naivitäten der linken Opposition im Land aufgehalten“


Jerusalem (kath.net) „Wie kaum ein anderer hält der israelische Premier die Wehrhaftigkeit des Westens und der freien Gesellschaften nicht für eine Pointe abgeschmackter Sonntagsreden, sondern für einen Auftrag. Erledigt er das Terrorregime der Mullahs im Iran, geht er als großer Staatsmann in die Geschichte ein.“ So bewertet der Chefredakteur der Tageszeitung „Welt“, Ulf Poschardt, die Rolle des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu. Unter der Überschrift „Netanjahu ist die Avantgarde des Westens“ schildert er: „Netanjahu kämpft für den freien Westen einen Stellvertreterkrieg. Deswegen ist es auch ein Krieg der Bilder und Pointen. Dass der Hamas-Chef Hanija in seinem Gästehaus in Teheran direkt nach der Vereidigung des neuen iranischen Staatspräsidenten in die Luft gejagt wurde, hat neben der militärischen auch eine kulturelle und symbolische Ebene: Wir kriegen euch alle – und wir kriegen auch eure Verbündeten. Diese Botschaft kann in dieser Präzision nur die israelische Armee senden.“

Poschardt zeigt sich dabei keineswegs kritikfrei. Es gebe bei Netanjahu natürlich auch „die Korruptionsskandale, die fragwürdigen Koalitionspartner, die umstrittene Justizreform und – bis heute schwer zu begreifen – das Sicherheits- und Geheimdienstdesaster vom 7. Oktober. Wer in der israelischen Führung, bei den Diensten und in der Politik muss die Verantwortung übernehmen für den schwärzesten Tag der jüdischen Geschichte nach 1945? Logischerweise der israelische Premier Benjamin Netanjahu. Und man weiß nicht, wie schwer und tief diese Schuld in ihm arbeitet, man sieht nur: Was er seither getan und geleistet hat, ist bemerkenswert.“


Netanjahu halte „wie kaum ein anderer Staatschef“ „die Wehrhaftigkeit des Westens, der liberalen Demokratien und freien Gesellschaften nicht für eine Pointe abgeschmackter Sonntagsreden, sondern für einen Auftrag. Im Schatten der Shoa hat das ‚Nie wieder‘ immer schon die israelische Sicherheitsidentität geprägt, aber nie war diese Identität so gefährdet, ja erschüttert, wie nach dem Angriff der Barbaren vor knapp einem Jahr. Nach der Shoa ist dieser 7. Oktober ein neues Trauma. Netanjahu und seine Generäle arbeiten gegen dieses Trauma an: nicht getrieben, sondern abgeklärt“, ordnet Poschardt die aktuellen Entwicklungen ein und bezeichnet Netanjahu als „die Steigerung eines Realpolitikers, wenn es so etwas gibt“.

Poschardt thematisiert außerdem einen äußerst wichtigen Aspekt: „So sehr die israelische Armee auch Sorge trug, dass die Opfer unter der Zivilbevölkerung klein bleiben sollten, konnte sie wegen der zynischen Instrumentalisierung der palästinensischen Opfer durch die Hamas nicht vermeiden, dass auch Tausende von Unschuldigen starben. Die Hamas hatte ihre Waffenlager in und unter Krankenhäusern, Schulen, Flüchtlingslagern versteckt, weil sie genau jene Bilder wollte. Und auch ihre Helfershelfer im Westen, in den Unis, den Medien und der Kulturszene wollen sie.“

Der „Welt“-Chefredakteur formuliert durchaus abweichend vom aktuellen Medienmainstrem, dem man nicht zuletzt ausgerechnet in Deutschland begegnen kann. Netanjahu habe „anders als die linken Israelis … keine Angst vor dem Konflikt und wohl instinktiv verstanden, dass nach dem 7. Oktober weder Diplomatie noch naiver Zweistaaten-Optimismus Sicherheit liefern werden. Seine Idee für den Gaza-Streifen nach der Vernichtung der Hamas“ fehle zwar noch, „ebenso sein Konzept, die hoffentlich noch lebenden Geiseln zurückzubekommen. Dafür gibt es nachvollziehbare Kritik“.

Dennoch sei „Netanjahu im Augenblick ohne Alternative“. „Seine kühle Entschiedenheit, den Feinden Israels, allesamt Feinde des Westens, auch mit Härte und Unmissverständlichkeit zu begegnen“, mache ihn „zur Avantgarde des Westens“.

Bereits einen Tag nach dem schweren Angriff des Iran auf Israel hatte der Israelische Botschafter in Deutschland, der deutschstämmige Ron Prosor, auf X geschrieben: „Die Raketen, die gestern noch auf Israel gerichtet waren, können morgen schon Europa treffen. Jahrelang hat man uns gesagt, der Iran würde es nicht wagen, uns anzugreifen. Der gestrige Angriff beweist das Gegenteil. Die Mullahs und Ayatollahs wollen Israel vernichten. Und all jenen, die jetzt von „Flächenbrand“, „Zurückhaltung“ und „Spirale der Gewalt“ sprechen, sage ich: NEIN! Es gibt keine zwei Seiten. Wenn der Iran die Waffen niederlegt, gibt es Frieden - wenn Israel das Gleiche tut, hört Israel auf zu existieren.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  11. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  12. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  13. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  14. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  15. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz