Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  7. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  8. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  9. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  10. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  11. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  12. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  13. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  14. Priesterboom in den USA - Erneut mehr als 400 katholische Neupriester
  15. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode

CDU-Menschenrechtsexperte Brand und Familie wurde in Ägypten festgehalten, schikaniert, angeschrien

12. September 2024 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Er wurde von Sicherheitskräften festgesetzt und verhört: „Meine Frau wurde zu den Koffern geschickt, unsere Töchter mussten die ganze Zeit in der prallen Sonne bei 42 Grad vor dem Flughafengebäude warten und wussten nicht, was mit ihren Eltern ist.“


Fulda (kath.net) Der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand geht davon aus, dass es sich bei dem Vorfall um eine Reaktion auf sein Engagement für die koptischen Christen in Ägypten geht. Brand ist der menschenrechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und erlebte bei seiner Einreise zu einem Urlaubsägyptenaufenthalt sehr Ernüchterndes. „Ich bin jedenfalls stolz darauf, dass ich mich für die Millionen verfolgte Christen in Ägypten und auch für die anderen verfolgten Minderheiten und Verfechter von Demokratie und Menschenrechten eingesetzt habe. Und selbstverständlich wird das durch diese Aktion der ägyptischen Regierung nicht gestoppt“, schreibt er auf seinem Facebookauftritt.

Brand hatte im Interview mit der „Fuldaer Zeitung“ öffentlich gemacht, dass er bei der Ankunft am Flughafen von Hurghada an der Passkontrolle in die Mangel genommen worden sei. Konkret sei er „unmittelbar von meiner Familie getrennt“ worden. „Meine Frau wurde zu den Koffern geschickt, unsere Töchter mussten die ganze Zeit in der prallen Sonne bei 42 Grad vor dem Flughafengebäude warten und wussten nicht, was mit ihren Eltern ist.“


Offiziell sei ihm als Grund genannt worden, dass er gesucht werde und nicht einreisen dürfe, dies, obwohl er ein gültiges Visum gehabt habe, berichtete die ARD anhand des Interviews mit der „Fuldaer Zeitung“. Das Ganze habe über zwei Stunden gedauert. Sicherheitskräfte hätten versucht, ihn einzuschüchtern. Auch sei ihm der Pass abgenommen und weitere persönliche Dokumente abfotografiert worden. Weiterhin gab es „laute Vorhaltungen und auch Geschrei“, die Atmosphäre war offenbar unangenehm.

Nach dem Vorfall bei der Einreise schaltete Brand die Deutsche Botschaft und das Auswärtige Amt ein und begann seinen Urlaub in Ägypten, doch bei der Ausreise kam es erneut zum Eklat. Dabei habe man ihn erst nach einem erneuten Einschreiten auf diplomatischer Ebene gehen lassen, sagte Brand, konkret „wenige Minuten vor dem Schließen der Flugzeugtür. Meine Familien sollte bewusst im Unklaren bleiben, ob ich mit nach Hause kommen würde.“ Es sei für ihn seine letzte Urlaubsreise nach Ägypten gewesen.

Er hoffe, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dies bei seinem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi nicht unkommentiert lasse. Brand sagte gegenüber dem „Hessischen Rundfunk“ wörtlich: „Ich setze darauf, dass der Bundespräsident sehr klarmacht, dass ein Land, das Milliarden an Unterstützung aus Deutschland erhalten hat und immer noch bekommt, so nicht mit Vertretern Deutschlands umgehen darf.“ Er gehe davon aus, dass diese Vorfälle ein „politisches Nachspiel“ haben werden.

Auch seinem Facebookauftritt wies er darauf hin, dass es ihm bei diesen Vorfällen nicht um seine Person gehe, „sondern es geht am Ende um die Dreistigkeit der ägyptischen Regierung und mangelnden Respekt gegenüber Deutschland. Und es geht darum, dass diejenigen, die sich wie in meinem Fall für Minderheiten wie die koptischen Christen in Ägypten einsetzen, eingeschüchtert werden sollen. Wenn wir das zulassen, dann Öffnung der Schleusentore, die am Ende auch ganz normale Bürger treffen können“.

Archivfoto MdB Brand (c) Deutscher Bundestag


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  4. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  7. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  8. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  9. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  10. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  11. Öffentlich-rechtliches Jugendformat Funk bringt Bibel als Beispiel für ‚Müll auf dem Mond‘
  12. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
  13. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  14. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  15. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz