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CDU-Menschenrechtsexperte Brand und Familie wurde in Ägypten festgehalten, schikaniert, angeschrien

12. September 2024 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Er wurde von Sicherheitskräften festgesetzt und verhört: „Meine Frau wurde zu den Koffern geschickt, unsere Töchter mussten die ganze Zeit in der prallen Sonne bei 42 Grad vor dem Flughafengebäude warten und wussten nicht, was mit ihren Eltern ist.“


Fulda (kath.net) Der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand geht davon aus, dass es sich bei dem Vorfall um eine Reaktion auf sein Engagement für die koptischen Christen in Ägypten geht. Brand ist der menschenrechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und erlebte bei seiner Einreise zu einem Urlaubsägyptenaufenthalt sehr Ernüchterndes. „Ich bin jedenfalls stolz darauf, dass ich mich für die Millionen verfolgte Christen in Ägypten und auch für die anderen verfolgten Minderheiten und Verfechter von Demokratie und Menschenrechten eingesetzt habe. Und selbstverständlich wird das durch diese Aktion der ägyptischen Regierung nicht gestoppt“, schreibt er auf seinem Facebookauftritt.

Brand hatte im Interview mit der „Fuldaer Zeitung“ öffentlich gemacht, dass er bei der Ankunft am Flughafen von Hurghada an der Passkontrolle in die Mangel genommen worden sei. Konkret sei er „unmittelbar von meiner Familie getrennt“ worden. „Meine Frau wurde zu den Koffern geschickt, unsere Töchter mussten die ganze Zeit in der prallen Sonne bei 42 Grad vor dem Flughafengebäude warten und wussten nicht, was mit ihren Eltern ist.“


Offiziell sei ihm als Grund genannt worden, dass er gesucht werde und nicht einreisen dürfe, dies, obwohl er ein gültiges Visum gehabt habe, berichtete die ARD anhand des Interviews mit der „Fuldaer Zeitung“. Das Ganze habe über zwei Stunden gedauert. Sicherheitskräfte hätten versucht, ihn einzuschüchtern. Auch sei ihm der Pass abgenommen und weitere persönliche Dokumente abfotografiert worden. Weiterhin gab es „laute Vorhaltungen und auch Geschrei“, die Atmosphäre war offenbar unangenehm.

Nach dem Vorfall bei der Einreise schaltete Brand die Deutsche Botschaft und das Auswärtige Amt ein und begann seinen Urlaub in Ägypten, doch bei der Ausreise kam es erneut zum Eklat. Dabei habe man ihn erst nach einem erneuten Einschreiten auf diplomatischer Ebene gehen lassen, sagte Brand, konkret „wenige Minuten vor dem Schließen der Flugzeugtür. Meine Familien sollte bewusst im Unklaren bleiben, ob ich mit nach Hause kommen würde.“ Es sei für ihn seine letzte Urlaubsreise nach Ägypten gewesen.

Er hoffe, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dies bei seinem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi nicht unkommentiert lasse. Brand sagte gegenüber dem „Hessischen Rundfunk“ wörtlich: „Ich setze darauf, dass der Bundespräsident sehr klarmacht, dass ein Land, das Milliarden an Unterstützung aus Deutschland erhalten hat und immer noch bekommt, so nicht mit Vertretern Deutschlands umgehen darf.“ Er gehe davon aus, dass diese Vorfälle ein „politisches Nachspiel“ haben werden.

Auch seinem Facebookauftritt wies er darauf hin, dass es ihm bei diesen Vorfällen nicht um seine Person gehe, „sondern es geht am Ende um die Dreistigkeit der ägyptischen Regierung und mangelnden Respekt gegenüber Deutschland. Und es geht darum, dass diejenigen, die sich wie in meinem Fall für Minderheiten wie die koptischen Christen in Ägypten einsetzen, eingeschüchtert werden sollen. Wenn wir das zulassen, dann Öffnung der Schleusentore, die am Ende auch ganz normale Bürger treffen können“.

Archivfoto MdB Brand (c) Deutscher Bundestag


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