Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  15. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'

Wenn die ‚Fakten-Checker’ Fakten verfälschen

3. Juli 2024 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die österreichische Tageszeitung 'Der Standard' will bei Aussagen von Donald Trump in der Fernsehdebatte mit Joe Biden zu Abtreibung Fehlinformationen und sogar Lügen entdeckt haben. Eine genaue Überprüfung bestätigt allerdings Trumps Aussagen.


Washington D.C./Wien (kath.net/LifeNews/jg)
Die „Faktenchecker“ der linken österreichischen Tageszeitung Der Standard behaupten, dass Trumps Aussagen hinsichtlich Spätabtreibungen bei der Fernsehdiskussion mit US-Präsident Joe Biden falsch und sogar „eine groteske Lüge“ seien.  

Trump hatte gesagt, dass die Demokraten „Babys im achten oder neunten Schwangerschaftsmonat oder nach der Geburt töten“ wollten. Der Standard räumt zunächst allerdings ein, dass 2021 „weniger als ein Prozent der Abtreibungen nach der 21. Woche durchgeführt“ wurde. Das bedeutet, dass es tatsächlich Spätabtreibungen gegeben hat.

Die Lebensschutzorganisation National Right to Life Committee (NRLC) gibt an, dass laut Schätzungen 1,3 Prozent der Abtreibungen in den USA nach der 21. Woche passieren. Von den geschätzten 930.000 Abtreibungen jährlich wären das ungefähr 12.000. Kann man bei einer Zahl von 12.000 noch von „selten sprechen“, fragt NRLC.

Die Organisation weist darüber hinaus darauf hin, dass die angegebenen 1,3 Prozent nur eine Schätzung auf der Grundlage unvollständiger Daten sind. Die Meldung von Abtreibungen geschieht in den USA uneinheitlich und ist großteils freiwillig. Spätabtreibungen werden generell zu wenig gemeldet. Beispielsweise gibt Kalifornien, der größte Bundesstaat der USA, keine Daten über Abtreibungen an das Center for Disease Control (CDC), das dem nationalen Gesundheitsministerium untersteht, weiter.


Bill Donohue, der Präsident der Catholic League for Religious and Civil Rights, hat eine ganze Liste zusammengestellt, die belegt, dass Trumps Behauptung richtig ist:

1977: Dr. C. Everett Koop, später US-Gesundheitsminister, sagte bei der Amerikanischen Akademie für Kinderheilkunde: „Wissen Sie, Infantizid wird jetzt in diesem Land praktiziert. ... Ich bin besorgt, weil es keinen Aufschrei gibt ...“
1995: Dr. George Tiller, ein Abtreibungsarzt, der Teilgeburtsabtreibungen durchführt, sagt: „Wir haben einige Erfahrung mit Spätabreibungen, ungefähr 10.000 Patienten zwischen 24 und 36 Wochen und ungefähr 800 fötale Missbildungen zwischen der 26. und 36. Woche in den letzten 5 Jahren.“
1997: Ron Fitzsimmons, geschäftsführender Direktor der National Coalition of Abortion Providers, gibt in einem Fernsehinterview zu, dass er gelogen habe, als er die Parteilinie vertreten und behauptet habe, Spätabtreibungen seien selten.
2001-2003: Barack Obama, damals Abgeordneter im Senat von Illinois (Demokratische Partei), stimmt gegen Gesetzesentwürfe, die Kindern, die ihre Abtreibung überlebt haben, medizinische Versorgung garantiert hätten.
2003: Der US-Senat beschließt mit 64 zu 33 Stimmen ein Verbot von Teilgeburtsabtreibungen. Von den 33 Gegenstimmen waren 29 Demokraten, 3 Republikaner und ein Unabhängiger.
2007: Der damalige Senator Joe Biden (Demokratische Partei), der 2003 für ein Verbot von Teilgeburtsabtreibungen gestimmt hat, ändert seine Meinung und sagt, ein Verbot der Tötung eines Babys, das zu 80 Prozent geboren ist, sei „paternalistisch“.
2019: Das Guttmacher Institute räumt ein, dass es jedes Jahr mindestens 12.000 Spätabtreibungen in den USA gibt.
2019: Andrew Cuomo, damals Gouverneur des Bundesstaates New York von der Demokratischen Partei, unterzeichnet ein Gesetz, das Strafen für medizinisches Personal aufhebt, die ein Kind sterben lassen, das seine Abtreibung überlebt hat.
2019: Ralph Northam, damals Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia von der Demokratischen Partei, sagt in einem Interview, dass ein Baby, das seine Abtreibung überlebt hat, wiederbelebt werde, „wenn die Mutter und ihre Familie sich dafür entscheiden.“ Dann würde es eine Diskussion zwischen den Ärzten und der Mutter geben, wie weiter vorzugehen sei.
2019: Steve Bullock, Gouverneur des Bundesstaates Montana (Demokratische Partei) legt ein Veto gegen den „Born-Alive Infants Protection Act“ ein, ein Gesetz, das Kindern, die ihre Abtreibung überleben, medizinische Versorgung wie allen anderen Menschen garantieren würde.
2019: Der Born-Alive Infant Abortion Survivors Protection Act wird von den Demokratischen Senatoren Bernie Sanders, Amy Klobuchar und Elizabeth Warren blockiert.
2019: Die Washington Post räumt ein, dass es jedes Jahr mindestens 10.000 Spätabtreibungen in den USA gibt.
2023: Alle Senatoren der Demokratischen Partei mit Ausnahme von zwei stimmen gegen den Born-Alive Infant Abortion Survivors Protection Act und verhindern damit dessen Beschluss.

Viele namhafte Politiker der Demokratischen Partei unterstützen den Women’s Health Protection Act (WHPA), der Abtreibung auf Verlangen überall in den USA legalisieren und bestehende Einschränkungen der Bundesstaaten aufheben würde. In den ersten fünf bis sechs Monaten der Schwangerschaft wäre Abtreibung auf Verlangen möglich. Nachdem das Ungeborene außerhalb der Gebärmutter lebensfähig wäre, müsste nur ein Mediziner – der nicht einmal ein Arzt sein müsste – feststellen, dass die Fortführung der Schwangerschaft eine nicht näher definiertes Risiko für das Leben oder die Gesundheit der Schwangeren bedeutet.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  2. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  3. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  4. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  5. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit

Abtreibung

  1. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  2. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  3. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  4. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  5. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken

Politik

  1. Bremer Grünenpolitikerin Görgü-Philipp posiert mit Holocaust-Koffer – Rücktritt nach Eklat!
  2. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  3. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  4. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  5. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  4. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  5. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  6. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  7. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  8. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  11. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  12. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  13. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  14. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  15. EILT! - Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz