Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  4. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  5. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  6. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  7. Écône, zum Zweiten
  8. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  9. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  10. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  11. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  12. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  13. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  14. Busfahrer rollt seinen Gebetsteppich aus, betet Richtung Mekka und unterbricht die Fahrt minutenlang
  15. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft

Konkretheit in einer Welt der flüchtigen Virtualität der Beziehungen

11. Februar 2024 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: der Stil Jesu. Nüchtern in den Worten, aber großherzig in den Taten. Zurückhaltend, sich zu zeigen, aber bereit, sich nützlich zu machen. Effektiv in der Hilfe, weil bereit zuzuhören. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am sechsten Sonntag im Jahreskreis, Welttag der Kranken: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will - werde rein“.

Das Evangelium unterbreite uns die Heilung eines Aussätzigen (vgl. Mk 1,40-45). Dem Kranken, der ihn anflehe, antwortet Jesus: „Ich will - werde rein“ (V. 41). Er spreche einen sehr einfachen Satz aus, den er sofort in die Tat umsetze. Tatsächlich: „Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein“ (V. 42). Das sei der Stil Jesu im Umgang mit den Leidenden: wenige Worte und konkrete Tatsachen.

Im Evangelium sähen wir oft, wie er sich gegenüber den Leidenden verhalte: Taubstumme, Gelähmte und viele andere Bedürftige. Er tue dies immer: „Er spricht wenig und den Worten folgen sofort Taten: er bückt sich nieder, er nimmt bei den Händen, er heilt“. Er halte sich nicht mit Reden oder vielen Fragen auf, geschweige denn mit Pietismen und Sentimentalitäten. Vielmehr zeige er die feine Bescheidenheit eines Menschen, der aufmerksam zuhöre und fürsorglich handle, vorzugsweise ohne aufzufallen.


Es sei dies eine wunderbare Art zu lieben, und „wie gut ist es, wenn wir sie uns vorstellen und aneignen. Denken wir auch daran, wenn wir Menschen begegnen, die sich so verhalten: nüchtern in den Worten, aber großherzig in den Taten. Zurückhaltend, sich zu zeigen, aber bereit, sich nützlich zu machen. Effektiv in der Hilfe, weil sie bereit sind zuzuhören“. Freunde, die man fragen könne: „Willst du mir helfen?“, im Vertrauen darauf, eine Antwort zu erhalten, die fast wie die Worte Jesu klinge: „Ja, ich bin für dich da“. Diese Konkretheit sei umso wichtiger in einer Welt wie der unseren, in der eine flüchtige Virtualität der Beziehungen auf dem Vormarsch zu sein scheint.

Das Wort Gottes dagegen fordere heraus: „Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung sind und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen - was nützt das?“ (Jak 2,15-16).

Die Liebe bedürfe der Konkretheit, der Präsenz, der Begegnung, der Zeit und des Raums, die gesc henkt würden: „Sie lässt sich nicht auf schöne Worte, Bilder auf einem Bildschirm, Selfies eines Augenblicks oder eilige Nachrichten reduzieren. Das sind nützliche Hilfsmittel, aber sie reichen für die Liebe nicht aus, sie können die konkrete Gegenwart nicht ersetzen“.

„Fragen wir uns also“, so der Papst abschließend: „Höre ich den Menschen zu, bin ich zugänglich für ihre guten Anliegen? Oder mache ich Ausreden, zögere ich, verstecke ich mich hinter abstrakten und nutzlosen Worten? Wann habe ich das letzte Mal einen einsamen oder kranken Menschen besucht oder meine Pläne geändert, um die Bedürfnisse eines Menschen zu erfüllen, der mich um Hilfe gebeten hat?“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. Écône, zum Zweiten
  4. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  5. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  6. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  7. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  8. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  9. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  10. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  11. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  12. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  13. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  14. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  15. Ignat Solschenizyn: ‚… wir wurden um unseren kostbarsten Besitz gebracht: unser inneres Leben‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz