Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. „Das Ende von Maria 2.0“
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

In Polen gibt es aktuell 400 Geweihte Jungfrauen – Tendenz steigend

4. Februar 2024 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Direktor für Institute des geweihten Lebens/Erzbistum Warschau, Pater Kulisz SJ: „Während die Zahl der Priester- und Ordensberufe abnimmt, nimmt die Zahl der Kandidatinnen für das Leben als Virgo consecrata zu. Es ist ein Erwachen.“


Warschau (kath.net/pl) „Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil erleben wir die Blüte dieser Form des geweihten Lebens. In Polen gibt es fast vierhundert Geweihte Jungfrauen… Dies ist eine mächtige Armee von Frauen, die Gott ergeben sind und Zeitzeugen des Glaubens in dieser Welt sind.“ Das erläutert Pater Wiesław Kulisz SJ, Direktor der Abteilung für Institute des geweihten Lebens und Gesellschaften des apostolischen Lebens der Metropolitankurie in Warschau und selbst in der Ausbildung geweihter Jungfrauen tätig, im Interview mit Maria Osińska für die polnische katholische Nachrichtenagentur KAI. Hintergrund: Frauen können den Weg in die Berufung als Virgo consecrata gehen und empfangen dann die Sakramentalie der Jungfrauenweihe, ähnlich bsp. der Ordensweihe oder der Äbtissinnenweihe.


„Während die Zahl der Priester- und Ordensberufe abnimmt, nimmt die Zahl der Geweihten Jungfrauen zu. Es ist ein Erwachen. Gott gibt Berufungen immer als Antwort auf die Not des Augenblicks. Offensichtlich wird diese Form des geweihten Lebens heute von der Kirche dringend benötigt“, erläutert der Jesuit weiter. „Das Wort ‚Weihe‘ bedeutet Hingabe. Etwas, das dem weltlichen Gebrauch entzogen wird, wird nur Gott gegeben.“ Unter Weihe verstehe man „die völlige Hingabe einer Person an den Dienst Gottes. Dies gelte auch für die geweihte Jungfrau. Sie ist eine Frau, die in ihrem Herzen eine Berufung spürt, die ein Geschenk Gottes ist. Gott steht immer an erster Stelle, Gott ist es, der ruft, und der Mensch antwortet auf diesen Ruf, indem er sein ganzes Leben Gott widmet. Sie möchte Ihm auf jungfräuliche Weise dienen. Wie der hl Paulus sagt: eine verheiratete Frau möchte ihrem Mann gefallen und kümmert sich um die Angelegenheiten der Welt, während eine Jungfrau nur Jesus selbst gefallen möchte. Auf außergewöhnliche Weise wird sie zur Braut Christi.“

Geweihte Jungfrauen sind in der Kirche „zuallererst ein Zeuge Christi auf Erden sein“, aber „sie kündigen die kommende Welt an, indem sie ihr Leben hier auf Erden mit Jesus vereinen“.

„Die Zeichen der Weihe sind: ein Schleier, ein Ehering und ein Brevier“, schildert der Jesuitenpater weiter. Dabei sei das Leben jeder Frau anders. „Jede von ihnen hat ihren eigenen Beruf, Job, Aktivitäten und Leben in der modernen Welt, sie ist in ihrem Alltag eingetaucht in das Weltgeschehen“. Doch durch ihre Hochzeit mit Jesus Christus „findet auch eine gewisse Transformation und Weihe der Welt statt“.

In der Erzdiözese Warschau durchlaufen die Kandidatinnen drei Jahre lang eine Grundausbildung, dazu gehört ein Ausbildungstreffen jeden zweiten Samstag im Monat in der Kirche Unserer Lieben Frau von der Gnade in der Altstadt von Warschau. Zur Ausbildung gehören auch dreitägige Einkehrwochenenden im Herbst und Frühling. Die Weihe erfolgt in der Kathedralkirche im Beisein des Ortsbischofs.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  3. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  4. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  5. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  6. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  7. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  8. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  11. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  12. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  13. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  14. „Das Ende von Maria 2.0“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz