Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  9. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  10. Beschließen ohne zu entscheiden?
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Die Nazi-Projektion
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

In Polen gibt es aktuell 400 Geweihte Jungfrauen – Tendenz steigend

4. Februar 2024 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Direktor für Institute des geweihten Lebens/Erzbistum Warschau, Pater Kulisz SJ: „Während die Zahl der Priester- und Ordensberufe abnimmt, nimmt die Zahl der Kandidatinnen für das Leben als Virgo consecrata zu. Es ist ein Erwachen.“


Warschau (kath.net/pl) „Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil erleben wir die Blüte dieser Form des geweihten Lebens. In Polen gibt es fast vierhundert Geweihte Jungfrauen… Dies ist eine mächtige Armee von Frauen, die Gott ergeben sind und Zeitzeugen des Glaubens in dieser Welt sind.“ Das erläutert Pater Wiesław Kulisz SJ, Direktor der Abteilung für Institute des geweihten Lebens und Gesellschaften des apostolischen Lebens der Metropolitankurie in Warschau und selbst in der Ausbildung geweihter Jungfrauen tätig, im Interview mit Maria Osińska für die polnische katholische Nachrichtenagentur KAI. Hintergrund: Frauen können den Weg in die Berufung als Virgo consecrata gehen und empfangen dann die Sakramentalie der Jungfrauenweihe, ähnlich bsp. der Ordensweihe oder der Äbtissinnenweihe.


„Während die Zahl der Priester- und Ordensberufe abnimmt, nimmt die Zahl der Geweihten Jungfrauen zu. Es ist ein Erwachen. Gott gibt Berufungen immer als Antwort auf die Not des Augenblicks. Offensichtlich wird diese Form des geweihten Lebens heute von der Kirche dringend benötigt“, erläutert der Jesuit weiter. „Das Wort ‚Weihe‘ bedeutet Hingabe. Etwas, das dem weltlichen Gebrauch entzogen wird, wird nur Gott gegeben.“ Unter Weihe verstehe man „die völlige Hingabe einer Person an den Dienst Gottes. Dies gelte auch für die geweihte Jungfrau. Sie ist eine Frau, die in ihrem Herzen eine Berufung spürt, die ein Geschenk Gottes ist. Gott steht immer an erster Stelle, Gott ist es, der ruft, und der Mensch antwortet auf diesen Ruf, indem er sein ganzes Leben Gott widmet. Sie möchte Ihm auf jungfräuliche Weise dienen. Wie der hl Paulus sagt: eine verheiratete Frau möchte ihrem Mann gefallen und kümmert sich um die Angelegenheiten der Welt, während eine Jungfrau nur Jesus selbst gefallen möchte. Auf außergewöhnliche Weise wird sie zur Braut Christi.“

Geweihte Jungfrauen sind in der Kirche „zuallererst ein Zeuge Christi auf Erden sein“, aber „sie kündigen die kommende Welt an, indem sie ihr Leben hier auf Erden mit Jesus vereinen“.

„Die Zeichen der Weihe sind: ein Schleier, ein Ehering und ein Brevier“, schildert der Jesuitenpater weiter. Dabei sei das Leben jeder Frau anders. „Jede von ihnen hat ihren eigenen Beruf, Job, Aktivitäten und Leben in der modernen Welt, sie ist in ihrem Alltag eingetaucht in das Weltgeschehen“. Doch durch ihre Hochzeit mit Jesus Christus „findet auch eine gewisse Transformation und Weihe der Welt statt“.

In der Erzdiözese Warschau durchlaufen die Kandidatinnen drei Jahre lang eine Grundausbildung, dazu gehört ein Ausbildungstreffen jeden zweiten Samstag im Monat in der Kirche Unserer Lieben Frau von der Gnade in der Altstadt von Warschau. Zur Ausbildung gehören auch dreitägige Einkehrwochenenden im Herbst und Frühling. Die Weihe erfolgt in der Kathedralkirche im Beisein des Ortsbischofs.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  5. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  9. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  10. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  11. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  14. Die Nazi-Projektion
  15. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz