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Erzbischof em. Aguer: „Immer mehr konservative Priester werden kaltgestellt“

8. November 2023 in Aktuelles, 34 Lesermeinungen
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Argentinischer Bischof: Auch „eine Diözese mit einem guten Klerus, in der die katholische Wahrheit gepredigt wird, in der die Liturgie gut gepflegt wird … läuft, sobald sie auffällt, in Gefahr, in irgendeiner Form kaltgestellt zu werden.“


La Plata (kath.net) kath.net dokumentiert den Beitrag von Erzbischof em. Hector Aguer (La Plata, Argentinien) auf „Infovaticana“ in voller Länge in eigener Übersetzung – Für die Arbeitsübersetzung © kath.net - Erzbischof em. Aguer (siehe Link) ist der unmittelbare Amtsvorgänger als Erzbischof von La Plata von Erzbischof Víctor Manuel Fernández (siehe Link), jetzt (umstrittener) Präfekt des vatikanischen Glaubensdikasteriums und Kardinal.

Standpunkte zu einer Röntgenaufnahme der Kirche

1.    Kaltgestellte Priester. Ich beschäftige mich jetzt nicht mit dem, was international geschieht, sondern mit einem immer häufiger auftretenden Phänomen in verschiedenen argentinischen Diözesen. „Kaltgestellt“ bedeutet, dass diese Priester aus der offiziellen Zahl der Priester, aus denen sich der Klerus einer bestimmten [Orts-]Kirche zusammensetzt, so weit verdrängt werden, dass sie nicht mehr auftauchen. Ihnen werden die Mittel zur Ausübung des Amtes entzogen und ihnen wird ihre Autorität vor den Gläubigen genommen.

Ihnen wird vorgeworfen, „Traditionalisten“ zu sein, auch wenn sie sich nicht einer Ideologie anschließen. Ideologisch ist vielmehr das Prinzip der Aufhebung, nämlich ein elementarer und schamloser Progressivismus. Leider sind die Urheber [davon] Bischöfe. Ich denke, dass sie nicht wissen, was sie tun, welchen ungerechtfertigten Schaden sie anrichten, was sie aber nicht als unschuldig rechtfertigt. Für einen solchen Angriff auf die Nächstenliebe sind die Absender auf dramatische Weise verantwortlich, die [Absender], sich den Mund vollnehmen und von Liebe reden. Die Zahl der kaltgestellten Priester ist in letzter Zeit gestiegen, und diese Realität weist eine mysteriöse Seite auf, denn es ist das Mysterium der Kirche, das betroffen ist, die Substanz der Nächstenliebe, die einen Verfall erleidet.

Der Heilung beginnt damit, dass dieses Fakt anerkannt wird, aber sogar die Presse nimmt keine Notiz davon, nicht einmal dazu, um die Kirche zu diskreditieren. Damit, dass ich dieses Problem kurz aufgreife, möchte ich noch einmal zu einer möglichen und notwendigen Lösung anregen.

Andererseits haben die kaltgestellten Priester – es ist unvermeidlich, dass sie selbst ihre Situation erkennen – die schicksalhafte Gelegenheit, sich der Passion des Herrn anzuschließen und keine Gefühle des Hasses zu hegen, sondern in sich die Hoffnung zu stärken und sich diskret um die Gläubigen zu kümmern, die auf sie zugehen. „Es gibt nichts Böses, das nicht mit dem Guten einhergeht“, heißt es im Volksmund. Ein anderes Sprichwort: „Es gibt kein Übel, das hundert Jahre währt.“ Indem ich das Phänomen anprangere, trage ich dazu bei, es öffentlich bekannt zu machen; und eine Situation, die durch diesen sich wegschmelzenden Progressivismus verursacht wird, der sich zum Schaden der Kirche und zum Nachteil der Ordnung der Priester ausbreitet, kann behoben werden.

2.    In diesem zweiten Ansatz möchte ich eine Tatsache hervorheben, die die kirchliche Röntgenaufnahme aufzeigt, wenn sie die Realität der Kirche durchleuchtet. Die Tatsache ist ein Gegensatz, oder besser gesagt das Ergebnis eines Gegensatzes: Es geht um den „Erfolg“ einer Pfarrgemeinde (analog könnte man wohl auch von einer Diözese sagen), in der Tradition gelebt wird. Ich schreibe „Erfolg“ in Anführungszeichen, weil das Wort einen Hauch weltlicher Vorherrschaft hat.

Wir leben dort einfach die Realität des christlichen Lebens, die heute so oft in die Banalität verfällt.
- Der Gemeindepfarrer und andere Priester, die dort dienen, predigen offen die Wahrheit. Sie ideologisieren diese nicht, aber die Wahrheit wird normal ausgedrückt, wie es bei jeder Predigt der Fall sein sollte.
- Den Gläubigen wird umfassend die Möglichkeit zur Beichte geboten, und bei der Beichte werden die Kriterien der katholischen Moral angewandt, ohne sich an die allgegenwärtigen relativistischen Linien zu binden.
- Die Liturgie hebt sich aus der allgemeinen Mittelmäßigkeit hervor, welche das liturgische Mysterium beschädigt.
- Sie zeichnet sich durch Genauigkeit, Feierlichkeit und Schönheit aus. Die Lieder stammen aus der über die Jahre gewachsenen überlieferten Sammlung, es sind aber auch neu komponierte Stücke enthalten. Es handelt sich um echte Musik, nicht nur um einfaches „Gitarrenspiel“
- Die Jugendgruppen mit ihren vielen Mitgliedern teilen authentisches spirituelles Leben und missionarischen Geist mit den neuen Mitgliedern, die aufgenommen werden.
- Die Praktiken der Frömmigkeit zeichnen sich durch Ernsthaftigkeit aus – ohne Affektiertheiten, die dem persönlichen und gemeinschaftlichen Wachstum im Glauben abträglich sind.


Kurz gesagt, es sind die Pfarreien von heute, wie sie immer sein sollten, sagen wir mal – auch wenn das Adjektiv seltsam klingen mag – ‚normal‘, also ebenso katholisch wie ‚sehr aktuell‘. Tradition ist eine gelebte Realität, nicht rezitiert, sie ist das Gleiche wie immer insofern, als das, was immer aktuell ist, aktuell ist und kein Museumsstück. Es geht also nicht um ‚Traditionalismus‘ – sofern ‚Ismus‘ eine Übertreibung in Missbrauch und Umgang bedeutet.

3.    Silenti opere (In stiller Arbeit). Der Ausdruck stammt aus dem Nachkommunionsgebet der 8. Messe des Marienmessbuchs. Man könnte meinen, dass diese stille Arbeit die Beschäftigung der Heiligen Jungfrau und des Heiligen Josef war, die immer im Schweigen Gottes wirkten. Weil Gott tiefe Stille ist.

Um den Ausdruck ‚In stiller Arbeit‘ auf das kirchliche Leben und auf die aktuelle Röntgenaufnahme der Kirche zu beziehen, könnte man ihn mit „es ist besser, dass sie sich dessen nicht bewusst sind“ übersetzen. Diese Vorsicht befreit uns von der Zurschaustellung – oder dem Exhibitionismus –, in dem sich Stolz verbirgt, der Gedanke, dass „wir besser sind“. Darüber hinaus rettet es den Leib im Voraus vor einer möglichen Form des Entzugs. Dieser Gedanke ist typisch für Realismus und Wissen über das Leben der Kirche auf universeller und nationaler Ebene. Die Gestalten Maria und Josef sind sehr passend Sie blieben von der Welt und dem Judentum ihrer Zeit unbemerkt. Zurschaustellung ist immer gefährlich, sie kann in das „Vorwärts – Vorwärts – Vorwärts“ des Journalismus geraten. So wie wir sind, sind wir für Gott – und nur für Ihn.

Ich habe weiter oben gesagt, dass die Beschreibung einer „erfolgreichen“ Gemeinde analog auch für eine Diözese gelten kann. In diesem Fall gehen die Silenti opere und ihre Übersetzung „es ist besser, man bemerkt sie nicht“ von der Mitgliedschaft des Bischofs in der Bischofskonferenz aus. In meinem Artikel „Die Kirche und das Episkopat“ habe ich auf diese Organisation Bezug genommen, die jeden Bischof unterdrückt und ihn Projekten und Programmen unterwirft, die allen gemeinsam sein sollen. Eine Diözese mit einem guten Klerus, in der die katholische Wahrheit gepredigt wird, in der die Liturgie gut gepflegt wird und die Aufmerksamkeit der Gläubigen mit ihren apostolischen Laienorganisationen angemessen ist, läuft, sobald sie auffällt, in Gefahr, in irgendeiner Form kaltgestellt zu werden. Dies beginnt dann, wenn die anderen Bischöfe sie betrachten und an ihr den Duft der Tradition wahrnehmen. Die Bischofskonferenzen sind in der Regel Organisationen der fortschreitenden Vereinigung, und sie dulden es nicht ohne weiteres, dass ein Bischof von seiner Freiheit als Nachfolger der Apostel und Verwahrer einer ursprünglichen Autorität Gebrauch macht.

4. Der Rosenkranz für Männer. Am 7. Oktober fand in Buenos Aires zum vierten Mal dieses Rosenkranzgebet statt, das von Männern auf der Plaza de Mayo vor der Kathedralkirche gebetet wurde. Bei einer Großveranstaltung ist es schwierig, die richtige Teilnehmerzahl zu ermitteln, es besteht die spontane Tendenz, sie zu erhöhen. Diesmal waren es etwa 300 Teilnehmer (ich würde lieber „zu gering schätzen“). Gleichzeitig wurde in mehreren Ländern ein ähnliches Gebet verrichtet. Das Datum hatte eine tiefe symbolische Bedeutung: An diesem Tag jährten sich 452 Jahre seit der Schlacht von Lepanto, dem Sieg der christlichen Armee über die osmanische Armee, die den Glauben und die Freiheit Europas bedrohte. Die Streitkräfte, die unter dem Kreuz kämpften, wurden von Don Juan von Österreich, dem Bruder von Kaiser Karl V., befehligt. Der heilige Papst Pius V. hatte die Angelegenheit der Heiligen Jungfrau anvertraut und die Menschen aufgefordert, sie durch das Beten des Rosenkranzes anzurufen; Sie wäre Unsere Liebe Frau vom Sieg, Schutzpatronin des Kreuzzugs. Denn es war ein Kreuzzug, eine weitere Episode christlichen Widerstands gegen den überwältigenden Vormarsch des Halbmondes.

Auf der Plaza de Mayo konnte man die aufrichtige und leidenschaftliche Hingabe der Teilnehmer sehen: Ich war Zeuge. Obwohl es merkwürdig ist, die Episode in kulturellen und soziologischen Begriffen zu interpretieren, muss man sagen, dass es sich um eine einzigartige Verwirklichung des Phänomens handelte, das durch die Anwendung der „Gender-Perspektive“ erkannt wird und diesmal die männliche Identität zurückgewinnt. Die vom extremen Feminismus geprägte zeitgenössische Kultur lehnt Männlichkeit ab und verwirft die Vaterfigur; sie erkennt darin nicht die Projektion der Vaterschaft Gottes gemäß der Logik der Menschwerdung. Darüber hinaus verleumdet die zeitgenössische Kultur die religiöse Einstellung, indem sie sie als Beschäftigung von Frauen darstellt. Die Wahrheit ist, dass der Mensch seine männliche Natur im Gebet als Geschenk und Berufung der ursprünglichen Schöpfung zum Ausdruck bringt, so wie Gott die Dinge geschaffen hat - ER schaute sich seine Arbeit an und sie war sehr gut geworden. So steht es im Buch Genesis (Gen 1, 12, 18, 25, 31).

Am 7. Oktober beteten wir vor allem für das argentinische Volk und für die Bekehrung seiner politischen Leiter gebetet. Am Ende des Rosenkranzes umrundeten wir die Plaza und gingen an der Casa Rosada vorbei, dem Sitz der nationalen Regierung. Die Symbolik dieser Geste muss nicht betont werden.Wir vertrauen der Barmherzigkeit Gottes die schmerzhafte Situation an, in der sich Argentinien befindet, mit 41 Prozent Armut und Bedürftigkeit in einem noch nie dagewesenen Ausmaß.

5. Liturgische Streitigkeiten. Meinungsverschiedenheiten in liturgischen Fragen deuteten sich bereits während der Sitzungen des Zweiten Vatikanischen Konzils an, erlangten jedoch in der nachkonziliaren Zeit die Dimension einer Konfrontation. Das erste von der großen Konzilsversammlung genehmigte Dokument war die Konstitution Sacrosanctum Concilium über die Heilige Liturgie. Dieser Text brachte ein angemessenes Maß an Erneuerung zum Ausdruck, wurde jedoch später als konservativ beschrieben - ein solches Urteil ist zweifellos übertrieben, aber es legt nahe, darauf hinzuweisen, dass die Konzilskonstitution eine strenge Warnung enthält, die ich ad sensum zitiere: „Deshalb darf durchaus niemand sonst, auch wenn er Priester wäre, nach eigenem Gutdünken in der Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern.“ Das eigentliche Problem und die daraus resultierenden Streitigkeiten traten 1969 mit der Promulgation der „neuen Messe“ durch Paul VI. auf, d. h. der Reform des Römischen Ritus des Heiligen Opfers, der Arbeit des Consilium ad exequendam Constitutionem de Sacra Liturgia unter dem Vorsitz von Bischof Annibale Bugnini. Dieser Prälat, der allgemein als Freimaurer galt, war dafür verantwortlich, das 1962 von Johannes XXIII. veröffentlichte Messbuch durch die neue Messe von Paul VI. zu ersetzen. Das Adjektiv „neu“ hat völlig seine Berechtigung: Es handelt sich um die Schaffung eines Ritus, der sich in fast allem von dem unterscheidet, der durch eine jahrhundertealte Tradition geweiht wurde und der seit dem heiligen Pius V. im 16. Jahrhundert unverändert erhalten blieb. Die Kritik verwies auf das Wesentliche: die Mehrdeutigkeit eines Textes, in dem der Begriff des Opfers „verschwand“.

Die Beschwerde gegen diese Schöpfung wurde als Hauptprotagonist von Erzbischof Marcel Lefebvre, einem vorbildlichen geistlichen und geweihten Missionar, erhoben. Auslöser des Streits waren der obligatorische Charakter des neuen Ritus und die Verfolgung derjenigen, die anderer Meinung waren. Lefebvre gründete die Bruderschaft St. Pius X, um Priester auszubilden – darauf fiel die römische Sanktion, was zu einem unfreiwilligen Bruch führte. Erstaunlich ist die Beharrlichkeit Pauls VI., der die Verpflichtung zur Adaption des neuen Messbuchs von 1969 unbedingt auferlegte. Nach und nach wurde klar, dass ein anderer Weg hätte eingeschlagen werden müssen.

Die Haltung von Bischof Lefebvre gewann in den nächsten über zwanzig Jahren an Popularität. Es entstand eine ungewöhnliche Spaltung, die die Einheit der Disziplin beschädigte, die in der Kirche Ausdruck der Nächstenliebe ist. Es war Johannes Paul II., der begann, in vielen Fällen ein Verhalten des Verständnisses und der anschließenden Toleranz in die Praxis umzusetzen. Sein Nachfolger, Benedikt XVI., schaffte Abhilfe für die unerträgliche Situation, indem er die Verwendung des von Johannes XXIII. 1962 veröffentlichten Missale für weiten Gebrauch erlaubte. Diese Position wurde festgeschrieben mit dem Motu proprio Summorum Pontificum (12. September 2007), welches von den Gläubigen mit Erleichterung und Freude aufgenommen wurde (außer natürlich in den progressiven Bereichen).

Leider wurde diese friedliche Situation durch den derzeitigen Papst verändert, der im Motu proprio Traditiones custodes, veröffentlicht am 16. Juli 2021, die zuvor weit verbreitete Möglichkeit der Verwendung des Messbuchs von 1962 enorm erschwerte. Es lag nun im Ermessen der Diözesanbischöfe, die Erlaubnis zu erteilen, nach dem zeitlosen Ritus zu feiern, den Benedikt XVI. genehmigt hatte. Benedikt XVI. hatte bestätigt, dass die alte Messe nie abgeschafft wurde. Der große Papst Ratzinger stellte den durch liturgische Streitigkeiten gestörten Frieden in der Kirche wieder her. Diese letzte Beobachtung ermöglicht es uns, den durch das Motu proprio Traditiones custodes verursachten Schaden zu messen. Bischöfe sind nicht immer Hüter der Tradition, sondern viele ignorieren oder bekämpfen sie.

Die kirchliche Röntgenaufnahme offenbart zweifellos zahlreiche Probleme, auf die man sich konzentrieren könnte und die ich – falls es mir der Herr gütig erlaubt–  auch in weiteren Beiträgen behandeln werde.

+ Hector Aguer
Emeritierter Erzbischof von La Plata.
Buenos Aires, Dienstag, 31. Oktober 2023.
Erste Vesper des Hochfestes Allerheiligen.

Link zum spanischsprachigen Originalbeitrag auf Infovaticana: Enfoques de la radiografía eclesial
Link zu einer englischen Übersetzung auf Rorate caeli: "Approaches to Ecclesial Radiography" - Archbishop Héctor Aguer


Archivfoto: Erzbischof Aguer


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 9. November 2023 

Lieber Chris2

Meine Frage ist einfach: «Was wäre geschehen, wenn …» Die richtige Antwort werden wir wohl erst am jüngsten Tag erhalten. Meines Erachtens hatten die verbotenen Bischofsweihen einen entscheidenden Einfluss auf den weiteren Verlauf der Dinge. Das habe ich hier schon mehrmals dargelegt. Aber wie gesagt, das weiss nur Gott.

www.stefanfleischer.ch/EINZELTEXTE/wo.html


0
 
 ThomasR 9. November 2023 
 

alte Messe darf weiterhin in Priesterseminarkirchen und -kapellen*

gelesen werden.
*unter Zustimmung des jeweiligen Ordinarius

So eine Beschränkung hat Traditionis custodes nicht eingeführt.

Trotzdem wird weder die alte Messe noch Ausbildung in beiden liturgischen Ordnungen des römischen Ritus in den diözesanen Priesterseminaren nicht angeboten.
Gibt es weiterhin, wie unter Kardinal Döpfner (RIP) zuviele Bewerber in deutschen Priesterseminaren?

Den Entscheidungsträgern war es 2022 lieber Priesterseminare in Passau und in WÜrzburg zu schließen als auch auf die Ausbildung in beiden liturgischen Ordnungen zu öffnen und damit für Bewerber mit Interesse an beiden liturgischen Ordnungen zu öffnen.
Die Bewerber mit Interesse an beiden liturgischen Ordnungen werden eher motiviert in die Priesterseminare der Tradition (alle total überfüllt, auszuweichen)


1
 
 ThomasR 9. November 2023 
 

@Chris2

die alte Messe darf weiterhin in Klosterkirchen- und -kapellen, in Privatkirchen-und kapellen, in den Rektoratkirchen und -kapellen , in der Krankenhäusern und in der Militärseelesorge in den Freidhofkirchen-und kapellen, in Filialkirchen und vielleicht doch in Seitenkapellen der Pfarrkirchen (hier fehlt die Rechtsprechung), nach der AUfhebung der Pfarren auch in ehemaligen Pfarrkirchen gelesen werden.
Trotzdem wird weiterhin eher sehr selten angeboten.


0
 
 Chris2 8. November 2023 
 

@Stefan Fleischer

Was war zuerst: Die Henne oder das Ei? Der Wahnsinn des Verbots des mindestens 400 Jahre lang von praktisch der ganzen Kirche gefeierten Ritus buchstäblich von einem Sonntag auf den Nächsten, der den Messbesuch stark einbrechen ließ (seit 1950 neben den Wirren nach dem jüngsten Konzil und dem Verrat an vielen Gläubigen in der Coronazeit am Stärksten) - oder der "Ungehorsam", vielen entsetzten Gläubigen die Hl. Messe unzähliger Generationen und die Zelebration in der Kirchensprache zu erhalten?


2
 
 Herbstlicht 8. November 2023 
 

Die Art, wie Papst Franziskus im Juni 2018 den damaligen EB emer.Erzbischof Hector Aguer in den Ruhestand "entlassen" hat, schockiert.
Gott sei Dank, EB emer. Aguer ist nicht daran zerbrochen, sondern vielleicht sogar dadurch seelisch stärker geworden.
Möge Gott ihn auch weiterhin beschützen!


6
 
 lakota 8. November 2023 
 

@SalvatoreMio

Ich wundere mich nicht über das Verhalten von P.Franziskus zum Rücktritt von Erzbischof Aguer.

Passt doch zu seinem Verhalten gegenüber Kardinal Müller, Bischof Gänswein, Papa Benedikt und vielen anderen.
Das ist genau die Barmherzigkeit und Brüderlichkeit, die er immer predigt und selber mit Füssen tritt.
Das einzig Gute an diesem Papst ist, daß die Gegner der Kirche IN der Kirche ihr Gesicht zeigen - weil sie wissen, daß P.Franziskus eines Sinnes mit ihnen ist.


5
 
 ThomasR 8. November 2023 
 

Auch Rom hat eine Razzia gegen North American College erleben müssen

(amerikanisches Priesterseminar in Rom)

die meisten jungen Priester die nach Rom aus USA kamen wollten auch alte Messe zelebrieren bzw. ausgerechnet die Zelebration der alten Messe in Rom lernen- es war solange möglich bis Vatikan intervenierte....

Die Zukunft der Kirche wird auch durch Zelebrationen der alten Messe getragen. Und dort wo es keine oder nur ganz wenige Priester gibt, dort wird es auch keine Heilige Messe geben (oder nur gelegentlich) und eher keine Kirche


3
 
 ThomasR 8. November 2023 
 

@Taubenbohl

auch Kardinal Döpfner (RIP) legte den Schwerpunkt auf das Diözesanseminar in Freising und löste es bereits 1969 auf.

Vor Allem hier war auch Widerstand gegen die inzwischen gescheiterten antropozentrischen Ideen des Kardinals zu erwarten. Priesterseminar in Freising war im alten Ritus auch eine liturgische Hochburg.

Die Seminaristen aus Freising wurden unter Vorwand der Verlegung nach München , wo kein geeignetes Gebäude zur Verfügung damals stand, verlegt und über 3 Wohnorte verteilt - viele sind folgend z.B. wegen einer Freundin aus der Priesterausbildung ausgeschieden

Priesterseminare haben entscheidende Bedeutung für alle Diözesen,auch für Glaubenserneuerung und Neuevangelisierung es sind "Herzen der Diözese", so wie Priesterseminar, so auch meistens die ganze Diözese.


1
 
 SalvatoreMio 8. November 2023 
 

Vorgänge in der Kirche Frankreichs

Lieber@Taubenbohl: Vielen Dank für Ihre Berichte, Dinge, die wir sonst nie erfahren würden und die auch uns angehen als die eine Familie unseres Herrn und Erlösers.


3
 
 SalvatoreMio 8. November 2023 
 

Niederträchtiges Verhalten

Lieber@Zeitzeuge! Der von Ihnen genannte Artikel über den Rücktritt des EB Aguer ist so schrecklich und offenbar mit solcher Lieblosigkeit gepaart, dass es einem die Sprache verschlägt. Es zeigt sich einmal mehr die Bedeutung der Zusage Christi über seine Kirche: "Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwinden!"


4
 
 Waldi 8. November 2023 
 

Und das alles

unter dem Pontifikat von Papst Franziskus. Das allein schon zeigt das schreckliche Leiden der katholischen Mutter Kirche, nachdem sie so vehängnisvoll in falsche Hände geraten ist! Nichts ist ihrem Klerus mehr heilig, wodurch sie einst in ihrer Blütezeit die größten Heiligen hervorgebracht hat!


7
 
 Zeitzeuge 8. November 2023 
 

Berichtigung: "Startlöcher" ist natürlich korrekt, pardon, dafür

im Link ein Artikel über die Behandlung von
Msgr. Aguer nach seinem altersbedingten Rücktritt
als Erzbischof von La Plata!

beiboot-petri.blogspot.com/2018/06/bischofsrucktritte-in-zeiten-der.html?m=1


3
 
 Taubenbohl 8. November 2023 
 

Teil 3

Bischof Sylvain Bataille von Saint-Etienne (der Visitator) legte den Schwerpunkt auf das Diözesanseminar.

Anschließend traf sich Bischof Rey mit Kardinal Marc Ouellet, dem Präfekten des Vatikanischen Bischofsdikasteriums, kurz bevor Rom im Juni 2022 den seltenen Schritt unternahm, diakonische und Priesterweihen in der Diözese auszusetzen – ein Schritt, der in den französischen Medien als „Bombe“ bezeichnet wurde . Die Diözese hat Latein in ihr Programm aufgenommen.

Fréjus-Toulon ist nicht die einzige Diözese, die im Rampenlicht des Vatikans steht. Im Juni 2022 kündigte die Nuntiatur eine apostolische Visitation der Erzdiözese Straßburg an, die seit 2017 von Erzbischof Luc Ravel geleitet wird.

Erzbischof Hérouard, der die Visitation in der Diözese Fréjus-Toulon leitet, wird voraussichtlich eine große Zahl von Geistlichen und Laien befragen. Wieder einmal hat der Traditionalismus sich entfalten können und das ist in die Barmherigkeits Kirche nicht erwünscht anscheinend.







5
 
 Taubenbohl 8. November 2023 
 

Teil 2

Bischof Rey selbst gehört der Emmanuel-Gemeinschaft an, die aus der katholischen charismatischen Erneuerungsbewegung hervorgegangen ist.

Auch die Diözese Fréjus-Toulon hat eine beträchtliche Zahl an Priesterberufen hervorgebracht, während andere französische Diözesen mit einem zunehmenden Mangel konfrontiert sind.

Der Vatikan hat in den letzten Jahren seine Besorgnis über die Leitung der Diözese durch Bischof Rey zum Ausdruck gebracht, die etwa 645.000 Katholiken bei einer Gesamtbevölkerung von etwa einer Million betreut.

Rom wandte sich zunächst an den örtlichen Metropoliten Erzbischof Jean-Marc Aveline von Marseille. Der Erzbischof, der im vergangenen August zum Kardinal ernannt wurde, stattete der Diözese Fréjus-Toulon ab November 2020 einen „brüderlichen Besuch“ ab.


5
 
 Taubenbohl 8. November 2023 
 

Teil 1

Auch eine französische katholische Diözese, die für ihre zahlreichen Berufungen und als Zufluchtsort für Traditionalisten bekannt ist, unterzog sich ab dem 13. Februar einer apostolischen Visitation. Das gleiche Verfahren wie kürzlich bei Bischof Strickland.

Die Visitation der Diözese Fréjus-Toulon im Südosten Frankreichs wurde von Dijon-Erzbischof Antoine Hérouard geleitet. Die Apostolische Nuntiatur in Frankreich gab es bekannt.

Seit Bischof Dominique Rey im Jahr 2000 die Leitung der Diözese Fréjus-Toulon übernahm, hat sie sich einen Ruf als Zufluchtsort für Gemeinschaften erworben, die vor der Reform von 1970 der römischen Liturgie angehörten.


6
 
 ThomasR 8. November 2023 
 

@Lukas80

in München wurde die Frage von unbequemen Priestern auf der Ebene des Priesterseminars gelöst - unbequeme, zu fromme, zu heimatverbundene , zu marianische , zu konservative Bewerber wurden jahrelan einfach zur Priesterausbildung nicht zugelassen.

Jetzt meldet sich kaum jemand noch - so eine Art des Berufungsapostolates konzentriert auf Forderung des Priestermangels- man wünscht München entweder Umkehr oder Gerechtigkeit

(man kann potentielle zu fromme zu marianische zu heimatverbundene zu konservative Bewerber nur ermuntern sich vom Anfang an woanders z.B. in Salzburg zu bewerben.)


1
 
 Elemosinarius 8. November 2023 
 

@ ThomasR

Die Laien können tatsächlich mit den Füßen abstimmen und sie tun das auch. Die Priester allerdings sind dem Ordinariat ausgeliefert. Da zählt nicht einmal das deutsche Arbeitsrecht.


3
 
 Uwe Lay 8. November 2023 
 

Der Kampf gegen die Wahrheit

Wenn der erste Angriff des Modernismus noch von der Kirche abgewehrt werden konnte, jetzt in der nachkonziliaren Zeit triumphiert er. Wie schon beim 1.Angriff gilt er der traditionellen Lehre der Kirche, heute als vorkonziliar diffamiert und ihren Anhängern.Leider muß gesagt werden, daß gerade der jetzige Papst diesen Kampf zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


8
 
 Zeitzeuge 8. November 2023 
 

Dank an kath.net für die Veröffentlichung des Artikels von Msgr. Aguer,

der selber schlechte Erfahrungen anläßlich seines
altersbedingten Rücktritts als Bischof von La Plata
gemacht hat, "Tucho" saß bereits als Nachfolger in
den Startlöschern..... .


5
 
 SalvatoreMio 8. November 2023 
 

Handeln für unsere treuen Priester - aber wie?

@Freude an der Kirche: Mir scheint, es sind nicht viele, die sich Sorgen machen (eher umgekehrt) wegen der Frage "Priesteramt der Frau" oder "Segnung Homosexueller, die eheähnlich leben" usw. Die meisten sind entsetzt, wegen schlimmer Verfehlungen von Priestern. - Geschehen in der Liturgie Dinge, die dringend kritisiert werden müssen, so steht man allein da. - Ich bin Gemeindereferentin i. R. Unser Kreis trifft sich mehrfach jährlich. Es läuft wie im übrigen Volk Gottes. Die Probleme scheinen nicht zu existieren, Hauptsache, "der Bischof ist nett". - ich mache gern Urlaub im Sauerland, Bistum Paderborn. Im Jahr 2008 entstand unter Pastor Frank Unterhalt im Pastoralverbund Brilon die private Priestergruppe "Communio Veritatis" (10 Priester). Pastor Unterhalt kritisierte den Papst leider so stark (ich meine mit "Antichrist"), dass Bischof Becker ihn im Sommer 2022 suspendierte. Sehr bedauerlich, meine ich.


4
 
 Stefan Fleischer 8. November 2023 

Um Missverständnisse zu vermeiden

Ich bin nach wie vor der – ganz persönlichen – Meinung, dass der Ungehorsam von EB Lefebvre und seiner Gefolgschaft ein äusserst geschickter Schachzug des Widersachers war. So gelang es diesem, dem NO das Mäntelchen des Gehorsams umzulegen und die alte Form in die Ecke des Ungehorsams zu drängen. Dass dieser NO in sich ein Brutherd des Ungehorsams war, das zeigte sich dann bald einmal und heute je länger, je mehr. Immer mehr geht so auch vergessen, dass unser Herr die Welt nicht durch den Ungehorsam erlöst hat, sondern durch den Gehorsam.
Aber wie gesagt, dies ist meine ganz persönliche Ansicht.


4
 
 ThomasR 8. November 2023 
 

@Elemosinarius

Ernennung der Pfarrverbandleiterinnen mündet tatsächlich in Pauperisierung des Gemeindelebens und Abgang der Gläubigen zu den Piusbrüdern und in die freien Gemeinden.

Mit Ernennung der Pfarrverbandleiterinnen wird auch das Kirchensteuersystem in Frage gestellt und von den Gläubigen berechtigt über Austritt verlassen.


1
 
 Lukas80 8. November 2023 
 

Alltag

Hier in Rottenburg-Stuttgart ist die Ausgrenzung ebenfalls Alltag, das weiß ich aus eigener Erfahrung und kenne da auch viele Leidensgenossen im Presbyterium. Besonders schlimm ist es, dass man mit seinem Sorgen und Erfahrungen keine wirklichen Adressaten hat, denen man sich öffnen kann.

Es war bis zu meinem befreienden Ausstieg eine sehr ungute Atmosphäre. Ich kann den obigen Artikel zu 100% unterschreiben.

Euch im Gebet verbunden!


4
 
 PXX 8. November 2023 
 

Warum nur?

Warum nur tut P.Franziskus alles um seine von den Gläubigen geliebte Kirche zu zerstören?


6
 
 Freude an der Kirche 8. November 2023 
 

Danke!

Danke für diese wunderbaren Worte, sehr geehrte Exzellenz!
Danke fürs Posten, liebe Mitarbeiter dieser sehr guten Nachrichtenseite!


3
 
 Freude an der Kirche 8. November 2023 
 

Handeln wir für unsere treuen Priester

In den USA gibt es schon längst eine vorbildliche Initiative für hinausgeworfene Priester - canceled priests. Worauf warten? Bitte installieren wir dies auch für Deutschland!

canceledpriests.org/


4
 
 Stefan Fleischer 8. November 2023 

Wir einfachen Christen sollten aufstehen

(sofern es nicht schon zu spät ist) und fordern:
Wir brauchen wieder gottzentrierte Gottesdienste,
wir brauchen wieder eine gottzentrierte Religion,
damit die Menschen wieder lernen,
ein gottzentriertes Leben zu führen.


9
 
 Joachim Heimerl 8. November 2023 
 

Elmosinarius, so ist es. Ich bin zwar kein Bayer, aber in München und Freising

aufgewachsen - leider möchte ich fast sagen. Ich kenne die Verhältnisse hier sehr gut (wohl wie Sie). Kürzlich unterhielt ich mich mit einem anderen Priester. Wir haben versucht das kirchliche Klima zu beschreiben, das im Münchner Marxismus gegenüber uns Priestern herrscht. Wir haben das richtige Wort gefunden: "toxisch" - leider ist das in ganz Deutschland so und Rom ist daran mitschuldig. Priester sind hier unerwünscht, auch wenn man heuchlerisch den Priestermangel beklagt. Wer möchte sich denn z.B. von Marx weihen lassen? Offensichtlich niemand mehr und das verstehe ich sehr gut!


9
 
 lakota 8. November 2023 
 

Gott segne Sie, Herr Erzbischof!

Hier wird die Wahrheit klar und verständlich gesagt!

In etwa dasselbe haben hier auch schon einige User aufgezeigt, wurden aber von anderen gleich kritisiert.
Konservativen Priestern und Bischöfen wird das Leben schwer gemacht - und das schon von ganz oben.
Ihnen wird vorgeworfen "Traditionalisten" zu sein, was wohl eine ganz schwere Sünde ist.
Schon am Anfang seines Pontifikats hat P.Franziskus in seinen "Franziskus-Perlen" Konservative als "rigide" und unbarmherzig geschimpft.
Jetzt zeigen sich immer mehr die Folgen.


8
 
 Elemosinarius 8. November 2023 
 

@ Joachim Heimerl

Ich muss ihnen leider voll und ganz zustimmen. Als Priester ist man für Herrn Marx der letzte Dr…
Er interessiert sich nicht im geringsten für die Menschen die ihm anvertraut sind. Als Priester muss man froh sein, wenn man irgendwo zwischen PfarrverbandsverwaltungsleiterIn und SeelsorgendInnen noch ein kümmerliches Dasein fristen darf. Wer aufmuckt wird unter Androhung von allen möglichen Strafen ruhiggestellt. Selbst die Flucht in andere Diözesen wird unterbunden.


7
 
 kleingläubiger 8. November 2023 
 

Ich dagegen fürchte, die Bischöfe (und leider auch der Papst) wissen sehr genau, was sie da tun. Die Feinde der Kirche kommen heute direkt aus ihrem inneren.


5
 
 siebenbuerger 8. November 2023 
 

Sehr Richtig!

Aguer sagt es ganz richtig: "den durch das Motu proprio Traditiones custodes verursachten Schaden zu messen." ist möglich, denn der Schaden ist doch offem am Tage! Es ist auch notwendig, die Fehlentwicklungen der letzten 10 Jahre zu benennen. Die Hirten MÜSSEN, um dem Glauben treu zu bleiben, die Wahrheit auch gegen die Mächtigen in Welt und Kirche verteidigen. Leider tun das die Wenigsten. Vielfach ist durch die Kardinäle leider das Beispiel einer Unterwerfung unter den persönlichen Willen des Papstes vorgelebt geworden, das irgendwie an den Hof des Königs Ludwig XIV erinnnert.
"Bischöfe sind nicht immer Hüter der Tradition, sondern viele ignorieren oder bekämpfen sie." -Leider sehr wahr...


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 SalvatoreMio 8. November 2023 
 

Der Artikel haut mich um ...

und warum? Weil er aus Argentinien kommt; weil über die jüngere Kirchengeschichte aufklärt; weil er so ehrlich ist und uns eine warme, brüderliche Hand reicht! Danke, Msgr. Aguer! Möchten noch andere in bischöflicher/erzbischöflicher Position sich so offenbaren.


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 Joachim Heimerl 8. November 2023 
 

Genau so ist es und ich könnte hier z.B. aus München und Freising etliche

Beispiele aufzählen. Hier ist längst die Regenbogen-Klima-Relativismuskirche installiert, die im Sinne des Papstes aber nicht des Evangeliums ist. Marx ist ein Häretiker und Schismatiker wie die meisten seiner Kollegen, aber alle tun so, als ober er der liebe Gott wäre. Das Besondere: Priester werden so miserabel behandelt, dass man mehr als den Eindruck hat, sie sollen möglichst verschwinden und in Bälde durch Laiinnen ersetzt werden. Wienerisch ausgedrückt - pardon: "Zum Speiben".


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