Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  2. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Vom Benehmen mit Majestäten
  7. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  8. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  9. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  14. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  15. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung

Bischöfe für weltweites Verbot von Leihmutterschaft

18. März 2023 in Prolife, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kirchenvertreter in "großer Sorge" angesichts von möglichen EU-Lockerungen nationaler Verbote - "Ausbeutung von Frauen, Menschenhandel mit Kindern und Widerspruch zu Menschenrechten"


Wien (kath.net/KAP-ÖBK) Österreichs Bischöfe drängen auf eine EU- und weltweite Verankerung eines strikten Verbotes für Leihmutterschaft. Jüngsten Bestrebungen der EU-Kommission, die die bestehende nationale Verbote dieser Praxis aushebeln könnten, verfolge die katholische Kirche "mit großer Sorge", erklärten die Bischöfe am Freitag zum Ende ihrer Frühjahrsvollversammlung in Seitenstetten (NÖ). Selbiges gelte für die Entwicklung in Ländern wie Ukraine, Georgien, Griechenland und Ländern Lateinamerikas, wo das Geschäft mit Leihmutterschaft immer skrupelloser werde. Dem müsse Einhalt geboten werden, denn: "Leihmutterschaft ist rücksichtslose Ausbeutung von Frauen, macht Kinder zur Ware und widerspricht den Menschenrechten", so die Bischöfe.


Anlass für den Appel der Bischofskonferenz sind unter anderem jüngst bekannt gewordene Entwicklungen, wonach bisher in der Ukraine tätige Leihmutterschafts-Anbieter wegen des Krieges zunehmend auf andere frühere Sowjetrepubliken wie Georgien ausweichen. Als Opfer würden gezielt Frauen ausgesucht, die aufgrund von Notlagen bereit sind, ein Kind gegen Bezahlung für andere auszutragen. Dies erinnere an "Formen von Menschenhandel aus dunkelsten Zeiten", heißt es in der Erklärung.

Als "ermutigend" würdigten die Bischöfe die zunehmende Unterstützung des Kampfes gegen reproduktive Ausbeutung durch Frauenrechtsorganisationen. Auch den zu Monatsbeginn in Casablanca unterzeichneten Appell von 100 Wissenschaftlern aus 75 Ländern zu einer weltweiten Abschaffung von Leihmutterschaft begrüßten die Bischöfe. Die Experten hatten einen Vorschlag für ein internationales Übereinkommen präsentiert, das die Bestrafung von Leihmutterschafts-Vermittlern und rechtliche Verfolgung der Auftraggeber über Landesgrenzen hinweg vorsieht. Zur Durchsetzung eines solchen globalen Verbotes sei ein Rechtsinstrument zu schaffen, hieß es.

Bei einer Leihmutterschaft verpflichtet sich eine Frau, ein Kind für jemand anderen auszutragen und es nach der Geburt zu übergeben. Die Praxis ist in den meisten Ländern verboten, darunter auch in Österreich im Fortpflanzungsmedizingesetz, wo als Mutter eines Kindes immer diejenige Frau festgesetzt ist, die das Kind geboren hat. Dennoch boomt der Markt, da Besteller bzw. die vermittelnden Agenturen in jene Länder ausweichen, die Leihmutterschaft erlauben oder nicht verboten haben. Der so entstandene "Reproduktionstourismus" führte zuletzt teils zu weiteren Liberalisierungen, teils jedoch auch zu Einschränkungen wie etwa in Indien.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  5. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  6. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  8. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  9. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  10. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  11. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  12. Vom Benehmen mit Majestäten
  13. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  14. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  15. „Wir sollten für den Himmel leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz