Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  8. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. ‚Entschuldigung, aber … was?‘

Jonas Zeichen

6. März 2023 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im Zeichen des Jona sahen die Väter „einen Hinweis auf das Kreuzopfer Jesu. Das Kreuz war immer ein Skandalon und bleibt es bis heute. Es lässt sich nicht aus dem Weg schaffen.“ Predigt von Bischof Erik Varden/Trondheim


Corvey (kath.net/pl) kath.net dokumentiert die Predigt Bischof Erik Varden/Territorialprälatur Trondheim (Norwegen) in der Klosterkirche Corvey (Nordrhein-Westfalen) am Donnerstag der ersten Fastenwoche im Rahmen eines vom „Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken“ veranstalteten Nordischen Abends und dankt für die freundliche Erlaubnis, die Predigt in voller Länge veröffentlichen zu dürfen - Jona 3:1-10: Und die Leute von Ninive glaubten Gott; Lk 11:29-32: Kein anderes Zeichen als das Zeichen des Jona.

Selten geschieht es im Evangelium, dass unser Herr bedingungslos verurteilt. Seine Offenheit ist erstaunlich. Meistens hört er geduldig zu, was die Menschen zu sagen haben. Er stellt fest, was ihre Herzen bewegt. Dann führt er sie schrittweise weiter indem er freundlich zeigt, dass ihre jetzigen Haltungen, Meinungen und Vorurteile erweiterungsbedürftig sind.


Um so beeindruckender sind die Worte, die wir heute hören: ‘Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona.’

Warum ist es so schlimm, sich ein Zeichen zu suchen? Weil wir dadurch Gottes Handeln auf unsere Ebene hinunterziehen. Wir wollen den ewigen Gott, Schöpfer des Weltalls, begreifbar machen; ja, wir wollen ihn festhalten in unseren Begriffen. Ein Zeichen ist etwas für uns Verständliches. Der lebendige Gott handelt oft unverständlich. ‘Wie soll das geschehen?’, fragte die Jungfrau als Gabriel ihre Berufung verkündete. Kein vorhandener Begriff könnte einer so absoluten und absurd anspruchsvollen Neuigkeit gerecht werden.

‘Ich mache alles neu’. Mit diesen Worten beschreibt der auferstandene Herr sein Wirken. Die Zeichen, die uns vertraulich sind hingegen, sind alle schon alt, obwohl sie uns Kurzsichtigen modisch erscheinen mögen. Das einzige immerwährend gültige Zeichen, sagt uns das Evangelium, ist das Zeichen des vom Meer verschlungenen Jona.

Es ist kein beruhigendes Zeichen. Die Väter sahen darin einen Hinweis auf das Kreuzopfer Jesu. Das Kreuz war immer ein Skandalon und bleibt es bis heute. Es lässt sich nicht aus dem Weg schaffen.

Die Welt ist nicht wie sie sein sollte. Ihre Geschichte mit Gott ist eine Leidensgeschichte. Das Leiden hat der Herr auf sich genommen. Unser herrlicher Hirte bleibt immer noch das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt um sie, tragend, hinwegzunehmen. Als Glieder an seinem Leibe, Mitglieder der Heiligen Kirche, tragen wir mit. Da wir selbst im Wasser getauft wurden, geschah es dem Tode Jesu mystisch verbunden.

‘Immer’, schreibt Paulus, ‘tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib’. Wir dürfen das nie vergessen. So ist es einfach. Der Tod hat aber nie das letzte Wort. Durch das Tragen des Todes wird ‘auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar’ (2 Kor 4:10). Das ist die grundlegende Erfahrung, zugleich geistig und körperlich, des Christseins. Wahrhaftig, wir haben mit etwas zu tun das mehr ist als alles bisher Erlebte, mehr als alles schlau Vorstellbare, mehr als selbst die drastischsten Zeichen der Zeit. Amen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  3. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  4. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  5. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  6. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  7. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  8. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  9. NGO nach Massaker an Christen in Äthiopien: "Welt darf nicht wegsehen"
  10. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  11. Karmelitinnen in Pennsylvania bauen von Hand ein Kloster für 1.000 Jahre
  12. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  13. „Wir werden erwartet“
  14. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  15. Uruguay: Euthanasie, Abtreibung und der Sinn des säkularen Charakters des Staates

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz