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Wie können wir Schätze sammeln?

17. Februar 2023 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
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Wann haben wir uns das letzte Mal über unsere Belohnung im Himmel gefreut und den Blick darauf gerichtet? Mt 5,12, Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein - BeneDicta am Freitag von Linda Noé


Linz (kath.net)

Ja! Ich hoffe es, dass wir das noch kennen, und noch nicht zu müde geworden sind in den letzten zwei Jahren- begeisterte Zeiten, Hoch-Zeiten!! Erleben, hin- und weg sein, genießen, ergriffen sein- und genau dort in diesem Moment Hütten bauen wollen wie Petrus am Berg Tabor in Lk 9,33: „Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.“ Oh ja, Petrus hatte spektakuläre Wunder Jesu gesehen, aber er war mit ihm auch durch staubige Straßen gelaufen, hatte den Zorn der Pharisäer erlebt und den Tod Johannes des Täufers. Er hatte Jesus noch nicht als den Auferstandenen gesehen, und Mose und Elija waren die größten Propheten gewesen, über die er von Kindheit an gelernt hatte, an Macht kaum zu überbieten- nun sah er sie vor sich! Natürlich wollte er in diesem Moment bleiben. Der Himmel. Und dann mussten sie doch wieder zurück in den Alltag, auch in die Zeit zwischen den Wundern, dorthin, wo es mühselig war. Glaube! Überzeugt sein von Dingen, die wir nicht sehen (Hebr 1,11). Zumindest nicht immer mit den physischen Augen.

Wann haben wir uns das letzte Mal über unsere Belohnung im Himmel gefreut und den Blick darauf gerichtet? Mt 5,12, Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.

Das sagt Jesus zu denen, die unter Verfolgung leiden, denen aktuell gar nicht zum Jubeln zumute ist. Zu denen, denen die Fastenzeit bevorsteht. Ich persönlich denke dann manchmal: Naja, ich bin keiner von diesen Märtyrern, die eingesperrt werden weil sie auf den Straßen das Evangelium verkündet haben. Aber es ist wahr, dass das für uns alle gilt, die Jesus nachfolgen, zu allen Zeiten, also auch für mich, in unserer Wohlstandsgesellschaft, in der ich mich schon mutig fühle, wenn ich nur einer kranken Nachbarin Gebet anbiete- und das nicht mal indem ich ihr direkt vor Ort die Hand auflege, sondern später daheim im persönlichen Kämmerlein bete. Jede Handlung unseres Lebens wird belohnt werden, oder auch nicht. Die kleinen Dinge, in denen wir treu sind. Ich glaube nicht, dass es leichter ist, in den kleinen zähen Dingen des Alltags dauerhaft wirklich treu zu bleiben, als eine einzelne große Tat zu vollbringen. Das eine ist ein Sprint, das andere ein Marathon. Gott ist der Richter.


Im Neuen Testament sowie in der Offenbarung gibt es über fünfzig Stellen, die über die Belohnung im Himmel sprechen. Und da wird es viel konkreter als „ich muss nur irgendwie Gott lieben und den Nächsten, und über Belohnungen nachzudenken wäre falsch.“ Jesus hat darüber gesprochen, Paulus ebenso.

Matt 6,19 Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.

Matt 16,27 Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.

Paulus sagt in 2 Kor 5,10 Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.

Das zu lesen und ernst zu nehmen muss kein Wohlgefühl auslösen, je nachdem, wie es um unser Gewissen gerade steht. Aber unsere Zuversicht ist in Jesus Christus. Ihn wollen wir kennen und immer mehr lieben lernen, und auf ihn bauen wir, auf seine Gnade, die größer ist als unser Herz. Auf ihn, der das gute Werk vollenden wird, das er in uns begonnen hat. Der diesen Weg des Himmels über uns fehlbaren Menschen gewählt hat, der uns kennt und trotzdem liebt.

Wo geht die Reise hin? Wir sollen an Gottes Herrlichkeit teilhaben, dafür hat Jesus sein Leben gegeben. Er hat uns das Gebet gelehrt, das lautet: „wie im Himmel, so auf Erden.“ Wir sollen nicht erst im Himmel Teilhaber sein, sondern schon in diesem Leben. Schauen wir dazu Pater Pio an, seine Autorität- wie viele unglaubliche Wunder er bereits zu Lebzeiten gewirkt hat. Wenn die Heiligen unser Vorbild sind, dann können wir nicht so leben, als ob ein bisschen gut sein und hoffen, einmal in den Himmel zu kommen, reichen würde. Wenn unsere Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Pharisäer… Wenn Gott uns Schätze verspricht, dann dürfen wir uns nicht ein paar kleine Juwelen vorstellen- er ist der Schöpfer des Himmels und der Erde, und wir sehen auch in der gefallenen Schöpfung seine Herrlichkeit.

Wie können wir Schätze sammeln?

1) Er belohnt die, die ihn suchen. Nicht aufhören ihn zu suchen! Auch dann, wenn wir aktuell kein Wohlgefühl dadurch bekommen. Auch wenn der Teufel möchte, dass wir stattdessen aufgeben und auf unsere eigenen, und die Fehler innerhalb der Kirche und Gesellschaft starren und daran verzweifeln.

2) Wenn wir die Welt überwinden. Das heißt gegen Sünde, Anfechtung, Druck, Versuchung- unser Kreuz aufnehmen.

3) Indem wir Menschen (näher) zu Jesus bringen (Matt 5,19). Dabei geht es um Treue, nicht um Menschenmassen

4) Den Armen geben (Matt 6,2) und denen geben, die im Dienst Gottes stehen (Matt 10,42)

5) Kleine, versteckte Handlungen der Liebe in unserem Leben

Durch all diese Handlungen retten wir uns nicht selbst, das ist nicht das, woran wir als Christen glauben (das klingt offensichtlich aber ist doch so menschlich in diese Falle zu tappen). Alles was wir tun ist ja Antwort auf die bereits geschenkte Rettung und Gnade durch Jesus Christus.

1 Kor 3,13- 15 das Werk eines jeden wird offenbar werden; jener Tag wird es sichtbar machen, weil es im Feuer offenbart wird. Das Feuer wird prüfen, was das Werk eines jeden taugt. Hält das stand, was er aufgebaut hat, so empfängt er Lohn. Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch.

Gehen wir in die Fastenzeit im Wissen, dass unsere Hingabe und geduldiges Ausharren weder umsonst noch ungesehen sein wird.

 


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