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Inklusion ‚kann nicht bedeuten, dass wir in unseren Sünden bleiben’

11. Februar 2023 in Weltkirche, 27 Lesermeinungen
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Erzbischof Samuel Aquila widerspricht den Thesen von Kardinal McElroy zur Inklusion Homosexueller.


Denver (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Inklusion „kann nicht bedeuten, dass wir in unseren Sünden bleiben.“ Mit diesen Worten wies Samuel Aquila, der Erzbischof von Denver (US-Bundesstaat Colorado), die Forderung von Kardinal Robert McElroy zurück, der die Segnung homosexueller Paare und anderer Personen, die in „objektiv schwerer Sünde“ leben, gefordert hatte.

McElroy hatte mit einem Artikel in dem von Jesuiten herausgegebenen Magazin America Aufsehen erregt, in welchem er die „radikale Inklusion“ von „LGBT-Personen“ gefordert hatte, ohne diese zur Umkehr aufzurufen.

Erzbischof Aquila schrieb eine Antwort auf McElroys Artikel, die im Catholic World Report veröffentlicht wurde. McElroy stelle die Kirche als Institution dar, welche die Menschen verletze, weil sie nicht in der Lage sei, jeden zur vollen Teilnahme am Leben der Kirche willkommen zu heißen, stellte Aquila fest. Nach McElroys Auffassung diskriminiere die Kirche, „aber hat nicht Jesus selbst Ansprüche an seine Jünger gestellt, welche sie von jenen unterschieden haben, die dem radikalen Ruf des Evangeliums nicht gefolgt sind?“, fragte der Erzbischof.


Er verwies auf die Begegnung Jesu mit dem reichen jungen Mann im Markusevangelium. Jesus habe von ihm eine „radikale Jüngerschaft“ verlangt, dem jungen Mann aber auch zugestanden, diese nicht anzunehmen. Jesus habe von seinen Jüngern viel Selbstverleugnung verlangt, um ganz dem Evangelium zu dienen. Er habe seine Lehre nie verwässert, sondern stets Zeugnis für die Wahrheit abgelegt. Der Ruf Gottes sei radikal und ergehe an jeden, aber nicht jeder nehme ihn an, weil der Preis für die Nachfolge hoch zu sein scheine.

Wer Christus durch eine schwere Sünde ablehne und sich von ihm trenne, könne daher die Kommunion nicht empfangen, stellte Erzbischof Aquila fest. Wer so lebe, dass das Naturrecht oder eine andere moralische Kategorie verletze, sei nicht in Gemeinschaft mit der Kirche. Die Person werde damit nicht abgeurteilt, sondern die Kirche rufe sie zu etwas Größerem.

Die Eucharistie sei nicht „für die Vollkommenen“, fuhr Erzbischof Aquila in Anspielung auf Papst Franziskus fort, aber sie sei für diejenigen, die in Gemeinschaft mit der Kirche stünden und sie sei ein Zeichen der Einheit, das denen zustehe, die im Stand der Gnade seien. „Inklusivität heißt nicht und kann nicht heißen, dass wir in unseren Sünden bleiben“, schrieb er wörtlich.

Die Kirche habe die Aufgabe, die Menschen einzuladen und aufzunehmen. Damit sei aber nicht gemeint, in der Sünde zu verharren, die uns von Gott trennt. „Die Gesetze Gottes sind Gesetze eines liebenden Vaters, damit seine Kinder in seiner Freude leben können“, schrieb Erzbischof Aquila wörtlich. Die Aufforderung Jesu an die Ehebrecherin – „Sündige nicht mehr“ – sei an jeden von uns gerichtet.

Die Kirche brauche den Mut und die Liebe, um die Menschen einzuladen, sich von ihren Sünden abzuwenden. Was Jesus anbiete sei besser als das, was die Welt den Menschen in Sünde anzubieten habe. Seine Gnade und Macht seien genug, um jeden von der Sklaverei der Sünde zu befreien.

Leider gebe es Bischöfe und Kardinäle, die nicht bereit seien die Radikalität des Evangeliums zu predigen. Sie würden damit die wahre Liebe Gottes für den Sünder verschleiern.

Hierin könnte eine Ursache für den Rückgang des Messbesuches liegen. Vielleicht liege es daran, „dass wir nicht in Verbindung mit dem Weinstock (Christus, Anm.) geblieben sind“, schrieb Erzbischof Aquila wörtlich. Vielleicht erleben wir die Erfüllung des Versprechens von Jesus, der gesagt hat: „denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“ (Joh 15,5)

Abschließend wies Erzbischof Aquila die These von Kardinal McElroy zurück, dass das Gewissen Vorrang vor der Lehre habe. Diese Ansicht sei „sehr gefährlich“, schrieb der Erzbischof. Der Katechismus der Katholischen Kirche stelle klar fest, dass das Gewissen gebildet werden müsse. Ein gebildetes Gewissen könne dem objektiven Moralgesetz, welches von Christus und seiner Kirche gelehrt werde, niemals widersprechen, betonte er.

 

© Foto Erzbischof Aquila: Erzdiözese Denver

 


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