Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  12. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Papst Franziskus ruft zu Geduld mit China auf

26. Jänner 2023 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikan-Abkommen mit Peking über Bischofsernennungen steht in der Kritik - Papst: Hauptsache ist, "dass der Dialog nicht abbricht"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat Geduld mit China angemahnt. Zu dem umstrittenen Vatikan-Abkommen mit der Volksrepublik erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur "Associated Press" (Mittwoch), die Hauptsache sei, "dass der Dialog nicht abbricht". Im vergangenen Jahr hatte der Vatikan die vorläufige Vereinbarung mit China von 2018 um zwei Jahre verlängert. Das geheime Papier regelt Bischofsernennungen im wechselseitigen Einvernehmen. Das Abkommen steht in der Kritik, weil sie das Leben katholischer Christen in der Volksrepublik nicht verbessere. Zudem würden Angehörige der nicht von Peking beherrschten sogenannten Untergrundkirche weiter ins Abseits gedrängt.

Papst Franziskus sagte, dass der Vatikan Schritte unternähme: Jeder Fall einer Bischofsernennung werde unter einem Vergrößerungsglas betrachtet. Ende vorigen Jahres hatte der Vatikan erstmals die Verletzung der Geheimvereinbarung durch Peking öffentlich angeprangert. Im November hatte China einen Bischof in einer vom Vatikan nicht anerkannten Diözese eingesetzt.


Auch der Fall um den früheren Bischof von Hongkong, Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt. Der 91-Jährige war im vergangenen Jahr kurzfristig verhaftet und später zusammen mit weiteren Menschenrechtlern verurteilt worden, weil sie einen Fonds für inhaftierte Demokratieaktivisten nicht ordnungsgemäß registriert haben sollen. Zen hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Der Ordensmann der Salesianer Don Boscos zählt zu den prominenten Kritikern der Regierung in Peking und ihrer Religionspolitik, ebenso wie der China-Politik des Vatikan.

In dem Interview nannte Papst Franziskus Kardinal Zen einen "charmanten alten Mann" und eine "zarte Seele". Als der Kardinal kürzlich zur Beerdigung von Benedikt XVI. nach Rom reiste, habe er Franziskus in seiner Wohnung im Vatikan besucht. Dort stehe eine Statue der Muttergottes von Sheshan, einem Marienheiligtum nahe Shanghai. Als Zen sie sah, "begann er zu weinen, wie ein Kind", erzählte Franziskus.

Vatikan (kath.net/pl) Kardinal Zen kopierte den Ausschnitt des AP-Interviews, der sich direkt auf ihn bezieht, auf seinen Twitterauftritt. Wörtlich steht darin zu lesen: „Er ist ein charmanter alter Mann. Er ist charmant. Bei den Chinesen ist jeder charmant, wenn sie nett sein wollen, dann sind sie nett. (…) Er ist ein Mensch mit viel Mitgefühl/Sympathie.[…] Wir haben eine Weile geplaudert und dann kam sein Sekretär. Ich hatte keine Bücher für den Sekretär dabei, also als Geschenk. Deshalb sagte ich: „lasst uns nach oben gehen und die Bücher holen“. Zen und der Sekretär kamen. Nun, vor meinem Arbeitszimmer, oben, wo ich mein Schlafzimmer und meinen Empfangsraum habe … Dort habe ich eine Statue der Jungfrau von Sheshan stehen, das sie mir gegeben hatten. Zen sah sie und begann wie ein Kind zu weinen. Er ist eine zarte Seele, Zen, der tapfere Zen. Und dann, gut, sahen wir die Bücher, die sie haben wollten und er ging weg, glücklich, mit einer guten Portion Humor.“

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Foto: Papst Franziskus empfängt Kardinal Zen Januar 2023 (c) Kardinal Zen/Twitter


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  3. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  4. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  5. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  6. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  7. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  8. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  9. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  10. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  11. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  12. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  13. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz