Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  2. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  3. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  4. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  7. Papstprediger: KI zeigt „gewisses Etwas auf, das nur wir tun können“
  8. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  9. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  10. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  11. Cantare amantis est. Der Chor: Ikone der Kirche. Die Freilegung des Glaubensgeheimnisses im Gesang
  12. R.I.P. Martin Lohmann
  13. "Hassprediger und Hofnarr"
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...

Papst Franziskus ruft zu Geduld mit China auf

26. Jänner 2023 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikan-Abkommen mit Peking über Bischofsernennungen steht in der Kritik - Papst: Hauptsache ist, "dass der Dialog nicht abbricht"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat Geduld mit China angemahnt. Zu dem umstrittenen Vatikan-Abkommen mit der Volksrepublik erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur "Associated Press" (Mittwoch), die Hauptsache sei, "dass der Dialog nicht abbricht". Im vergangenen Jahr hatte der Vatikan die vorläufige Vereinbarung mit China von 2018 um zwei Jahre verlängert. Das geheime Papier regelt Bischofsernennungen im wechselseitigen Einvernehmen. Das Abkommen steht in der Kritik, weil sie das Leben katholischer Christen in der Volksrepublik nicht verbessere. Zudem würden Angehörige der nicht von Peking beherrschten sogenannten Untergrundkirche weiter ins Abseits gedrängt.

Papst Franziskus sagte, dass der Vatikan Schritte unternähme: Jeder Fall einer Bischofsernennung werde unter einem Vergrößerungsglas betrachtet. Ende vorigen Jahres hatte der Vatikan erstmals die Verletzung der Geheimvereinbarung durch Peking öffentlich angeprangert. Im November hatte China einen Bischof in einer vom Vatikan nicht anerkannten Diözese eingesetzt.


Auch der Fall um den früheren Bischof von Hongkong, Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt. Der 91-Jährige war im vergangenen Jahr kurzfristig verhaftet und später zusammen mit weiteren Menschenrechtlern verurteilt worden, weil sie einen Fonds für inhaftierte Demokratieaktivisten nicht ordnungsgemäß registriert haben sollen. Zen hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Der Ordensmann der Salesianer Don Boscos zählt zu den prominenten Kritikern der Regierung in Peking und ihrer Religionspolitik, ebenso wie der China-Politik des Vatikan.

In dem Interview nannte Papst Franziskus Kardinal Zen einen "charmanten alten Mann" und eine "zarte Seele". Als der Kardinal kürzlich zur Beerdigung von Benedikt XVI. nach Rom reiste, habe er Franziskus in seiner Wohnung im Vatikan besucht. Dort stehe eine Statue der Muttergottes von Sheshan, einem Marienheiligtum nahe Shanghai. Als Zen sie sah, "begann er zu weinen, wie ein Kind", erzählte Franziskus.

Vatikan (kath.net/pl) Kardinal Zen kopierte den Ausschnitt des AP-Interviews, der sich direkt auf ihn bezieht, auf seinen Twitterauftritt. Wörtlich steht darin zu lesen: „Er ist ein charmanter alter Mann. Er ist charmant. Bei den Chinesen ist jeder charmant, wenn sie nett sein wollen, dann sind sie nett. (…) Er ist ein Mensch mit viel Mitgefühl/Sympathie.[…] Wir haben eine Weile geplaudert und dann kam sein Sekretär. Ich hatte keine Bücher für den Sekretär dabei, also als Geschenk. Deshalb sagte ich: „lasst uns nach oben gehen und die Bücher holen“. Zen und der Sekretär kamen. Nun, vor meinem Arbeitszimmer, oben, wo ich mein Schlafzimmer und meinen Empfangsraum habe … Dort habe ich eine Statue der Jungfrau von Sheshan stehen, das sie mir gegeben hatten. Zen sah sie und begann wie ein Kind zu weinen. Er ist eine zarte Seele, Zen, der tapfere Zen. Und dann, gut, sahen wir die Bücher, die sie haben wollten und er ging weg, glücklich, mit einer guten Portion Humor.“

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Foto: Papst Franziskus empfängt Kardinal Zen Januar 2023 (c) Kardinal Zen/Twitter


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  13. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz