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Was für eine Gnade! Der Todestag von Papst Benedikt XVI.

6. Jänner 2023 in Kommentar, 27 Lesermeinungen
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Seine Predigten waren theologisch bestechend und biblisch eindeutig. Und sie waren geradezu schlicht in seinem geradezu kindlichen Vertrauen auf Jesus Christus - Gedanken des Lutheraners Peter Hahne


Berlin (kath.net)

Was für eine Gnade! Der Todestag von Papst Benedikt XVI.  An Silvester zu sterben heißt in unserer schnelllebigen Medienwelt: die Jahresrückblicke sind längst geschrieben und versendet. Und für die des Jahres 2023 spielt er keine Rolle mehr. Die linke Häme bleibt ihm erspart. Man kann sich nicht mehr an ihm abarbeiten in einem Atemzug mit Ströbele, Wedel, Merseburger oder Hardy Krüger. Ja, Gott sitzt im Regimente. Und man lese die Geschichte von Papst Sylvester, dem Namenspatron seines Todestages. 

Dennoch: Der SPIEGEL brauchte natürlich die Doppeldeutigkeit. Kaum hatte Benedikt die Augen für immer geschlossen, trumpfte das von überführten Lügnern gespickte Blatt mit der Eilmeldung auf: „Das theologische Wunderkind vor seinem endgültigen Richter.“ Recht haben die Hamburger Hetzer. Beides stimmt. Obwohl natürlich anders gemeint. Dieser Mann war einer der größten Theologen des 20. Jahrhunderts. Und er steht nun vor dem ewigen Richter. Aber, liebe Kollegen: auch ihr werdet einmal dort stehen. Auch ich. Wir alle. Wie mir der Katholik Hans-Jochen Vogel, erst im Alter zum lebendigen Glauben an Jesus Christus bekehrter früherer SPD-Vorsitzender, in seinem letzten längeren Interview zum Schluß sagte: „Junger Mann, wissen Sie, was das wichtigste und sicherste Datum der Zukunft ist? Das Jüngste Gericht. Dass wir alle einmal vor dem Richterstuhl Gottes stehen.“

Ratzingers Wunsch war es, wie Kardinal Meisner einmal öffentlich sagte, mich doch eines Tages in die katholische Kirche aufnehmen zu können. So wie Christa Meves oder meinen Nachfolger im ZDF, den späteren Regierungssprecher Steffen Seibert. Unvergessen, wie mir Erzbischof Georg Gänswein laut und vor Zeugen zurief, als er mir in den Weiten der vatikanischen Flure entgegenkam. „Herr Hahne, sind Sie etwa immer noch evangelisch?“ Ja, ich bin Bekenntnis-ökumenisch, so wie es Josef Ratzinger zeit seines Lebens war: er sammelte auch lutherische Evangelikale um sich, hatte keine Berührungsängste. Bei ihm zählten theologische Schärfe und Christus-Treue. 

Daher auch seine Verachtung der Göring-Eckart- und Bedfort-EKD. Als er dem Protestantismus das Kirche-Sein absprach, dachte er an seine Heimat. Er lachte nur darüber, wie sich deutsche evangelische Ober-Klerikale mit gemeinsamen Fotos nach ihrem Vatikan-Besuch dicke taten. Ich erzählte ihm zur Belustigung, wie einer seiner schärfsten Kritiker im Rat der EKD dort sogar ein Fotoalbum herumgehen ließ. Für ihn war es der größte Schmerz, dass der deutsche Katholizismus den suizidalen Weg der EKD eingeschlagen hat. 


Als er in die Herrlichkeit Gottes einging, schaute ich gerade völlig „zufällig“ die Weihnachtsfeier der theologischen Universität Heiligenkreuz, die er, wie ich von ihm selbst weiß, mit seinem Privatvermögen (Bücher in hoher Auflage) unterstützte. Ein reines Jesus-Zeugnis, so wie auch Ratzingers Jesus-Bücher „lutherischer“ sind als fast alles, was aus diesem dem Zeitgeist ergebenen Kreis heute erscheint. 

Eine der erfolgreichsten Verlagsbuchhändlerinnen hatte mich per Mail auf ein evangelikales Lied aufmerksam gemacht. Als es zuende war, kam auf YouTube diese Feier. Übrigens auch ein Jesus-Zeugnis vom Feinsten. Er hätte sich gefreut. Ja, Zufall ist ein Pseudonym Gottes. 

Papst Benedikt, dem ich auch privat begegnet bin, war nicht nur über Jahrzehnte mein Zuschauer (übrigens auch der polnische Papst Johannes Paul II. sah die „heute“-Nachrichten) , er war auch mein Leser. „Der intelligenteste Leser, den ich habe,“ sage ich immer gern. Und eben jener SPIEGEL meinte einmal fassungslos über die Verkaufszahlen meiner Bücher verlautbaren zu müssen (jetzt wieder Platz 5 der am meisten verbreiteten deutschsprachigen Bücher 2022): „Die Leute lesen Hahne, weil sie Ratzinger nicht verstehen.“

Als was bleibt er mir in Erinnerung? Die drei Reden während seines unvergessenen Deutschland-Besuches 2011 waren politisch und kirchenhistorisch reinster Sprengstoff. Seine Gegner rieben sich verzweifelt daran. Bewußte Missdeutungen aus den eigenen Reihen. Und die geistig-geistlich unterbelichtete „Elite“ unter unseren Theologen und Politikern lief Amok. Das beste Zeichen, dass er Volltreffer gelandet hat.  

Im Bundestag sprach er über die Weisheit Salomos. Ich hörte auf der Pressetribüne atemlos zu. Unvergessen der Seitenhieb auf die „Grünen“, die den Plenarsaal größten Teils verlassen hatten, zu dumm für solches Niveau: „Schade, dass ausgerechnet Sie das jetzt nicht hören können.“ Es war die Passage über den Schutz der Schöpfung Gottes, von Atheisten Umwelt genannt. Er zitierte Augistinus: „Nimm das  (von Gott gesetzte) Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?“ Was für ein prophetisches Wort! Es brauchte nur wenige Jahre….

Dann die Regensburger Rede über die Gefahr des Islams. Heute wissen wir aus Erfahrungen im eigenen Land: Er hat untertrieben. Und dann Freiburg! Die Meute heulte auf und die verhinderten Zeitgeist-Politiker auf den Bischofsstühlen verbreiteten: Er will die Kirche in ein frommes Eckchen verbannen. Das Gegenteil war der Fall. „Entweltlichung“ meinte er wie Bonhoeffer: Keine Verschmelzung mit der Welt (Jesus und Paulus lassen grüßen), immer unabhängig bleiben vom herrschenden Zeitgeist, sich nie blenden lassen vom  Beifall der Welt. 

Und vor allem: finanziell unabhängig bleiben als „arme Kirche.“ Wie man weiß, war er ein entschiedener Gegner der Kirchensteuer. In einem spektakulären Interview mit der „Schwäbischen Zeitung“ sagte sein Privatsekretär Gänswein, und aus ihm sprach O-Ton Benedikt, wie ich weiß: „Geld erstickt den Glauben und behindert die Evangelisation und die alleinige Abhängigkeit von Jesus.“

Seine Predigten waren theologisch bestechend und biblisch eindeutig. Und sie waren geradezu schlicht in seinem geradezu kindlichen Vertrauen auf Jesus Christus. Er verband Einfachheit und Tiefe wie kaum ein Papst oder Gelehrter zuvor. Seine Jesus-Trilogie kann jeder lutherische Pietist unterschreiben. Wer sie „anonym“ liest, glaubt die alten Glaubensväter zu hören. Großartig und Christus-zentral. Ohne jede Anbiederung oder Anleihen an die herrschende Mode. Er gab dem ganzen Zeitgeist-Allotria sogenannter Theologen auf Kanzeln und Lehrstühlen auf bestechende, feine, hoch intellektuelle  und unpolemische Art schärfstes Kontra. So wie ich ihn bei Vorlesungen in Tübingen erlebt habe. 

Die Disputation Ratzingers mit dem Kopf der 68er-Philosophie Jürgen Habermas 2004 ist ein intellektuelles Highlight. „Religion und Vernunft“ war das Thema, nicht Queer und Regenbogen, nicht Klima oder Corona. Was für ein Niveau! Die beiden Hoch-Intellektuellen schenkten sich nichts. Am Ende war es der Marxist, der klein beigeben mußte: „Sie als Christen verfügen über Ressourcen, die sonst niemand zu bieten hat.“ 

Umso schlimmer, wie diese „Ressourcen“ heute von den Großkirchen als Billigware verschleudert werden. Die letzten drei Jahre waren wie ein Lackmus-Test: trotzen wir einer Ansteckunskrankheit mit unserem Hoffnungsglauben, wie zu Zeiten von Lepra (Papst Sylvester!), Pest oder Cholera. Oder werden wir zur Angstreligion. Die überwiegende Mehrheit hat sich für letzteres entschieden. 

Beschämend, wie man auf seinem Deutschlandbesuch 2011 mit ihm umging. Ja, Jesus Christus hatte recht: Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Die Herrschenden in der Staatsspitze behelligten ihn öffentlich(!) mit ihren Privatproblemen. Peinlich! Er solle Geschiedene doch bitte anders behandeln, konfessionsverschiedene Ehen und den „Nazi“-Bischof Williams. Alles CDU-Leute! Man konnte sich nur noch schämen. Und wetten, dass eine CDU/CSU-geführte Regierung ihm (auch) die letzte Ehre einer würdigen Feier im Bundestag verwehrt hätte…. Dort darf man nur noch auftreten mit olivgrüner Kriegs-Mode oder als bunte Dragqueen. 

Unvergessen auch, wie sich CSU-Chef Söder werbewirksam an ihn ranwanzte, als er privat und von Krankheit gezeichnet seinen Bruder Georg am Sterbebett in Regensburg besuchte. Aber es gab auch echte Fans. Als ich kurz nach der Ernennung Ratzingers zum Papst in Altötting eine Rede vor Jungunternehmern aus ganz Bayern hielt, fragte man mich: „Mit was können wir Ihnen denn eine Freude machen in der Zeit zwischen Landung in München und dem Vortag?“ Meine Antwort: „Einen Besuch im nahen Marktl am Inn ins Geburtshaus dieses großen frommen Intellektuellen.“  Da war ich schon vor meiner Ansprache der „Redner der Herzen“ beim Publikum.  

Die Zeiten ändern sich in Lichtgeschwindigkeit. Nach Königin Elisabeth II. im politischen Bereich ist nun auch das allerletzte Stück Beständigkeit und Konservatismus verstorben: Benedikt XVI. Er ist nicht (nur) aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten, wie ich weiß. Es darf also weiter spekuliert werden. Was solls! Er steht nun vor seinem „endgültigen Richter“ (SPIEGEL). Wie einst wir alle, Leser und Autor. Und dann kann man nur wünschen: Gnade uns Gott! 

 

Peter Hahne (70), Ex-ZDF-Moderator, Bestsellerautor und 18 Jahre Mitglied des Rates der EKD.  In seinen Bestsellern zitiert Peter hahne immer wieder Papst Benedikt 

 

 

 

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Lesermeinungen

 Tante Ottilie 14. Jänner 2023 
 

Der Eine dreifaltige Gott

Grundsätzlich widerspricht der Glaube an die Dreifaltigkeit Gottes NICHT dem Ein-Gott-Glauben des Judentums bzw. des Islam.

Es ist vielmehr so, dass wir einen tieferen Einblick in das Wesen Gottes bekommen haben als diese beiden Religionen, die auf dem Einen Gott bestehen.

Es ist bei ihnen so wie bei einem Astronomen, der ohne Teleskop eine ferne Galaxie lediglich als Einen verschwommenen Lichtpunkt am Himmel ausmachen kann, obwohl sie sich mit den entsprechenden Hilfsmitteln betrachtet als wesentlich differenzierter aufgebaut darstellt.

Wir Christen haben über das Wesen Gottes durch niemand Geringeren als den HERRN, also Gott selbst, Kunde erhalten - vornehmlich im Johannesevangelium.


1
 
 bibelfreund 13. Jänner 2023 
 

Rührend

@rückert
Was für ein wunderbares Wort von Ihrem Enkel!!!! Kindermund tut Wahrheit kund….. einfach bewegend!


1
 
 J. Rückert 8. Jänner 2023 
 

Licht in dunkler Zeit

"Das Zimmer ist noch ganz hell von ihr", sagte der kleine Enkel, als die verstorbene Oma bereits abtransportiert worden war.
Der 31.12. bleibt ganz hell von Papst Benedikt.


2
 
 berno 7. Jänner 2023 
 

13

Noch ein "Zufall", den ich dieser Tage gelesen habe:
Die Quersumme der Todesdaten sowohl von Johannes Paul II. als auch von Benedikt XVI. ergibt 13, die Fatima-Zahl:

2.4.2005
31.12.2022


1
 
 lakota 6. Jänner 2023 
 

@Ulrich Motte - letzter Versuch

Ist der Gott Abrahams ein Götze??

An DIESEN Gott glauben nämlich die Muslime.


3
 
 Ulrich Motte 5. Jänner 2023 
 

Lakota- Der dreieinige Gott

ist ewig, existiert also seit immer und für immer, unabhängig von seiner Offenbarung als dreieiniger.
Ich lasse einmal völlig offen, ob Ihnen nicht eventuell auch die Lektüre von Dominus Jesus weiterhelfen kann. Der Glaube an nur einen Gott bedeutet nicht zwingend Glaube an DEN Einen!


0
 
 lakota 4. Jänner 2023 
 

@Ulrich Motte 2

An welchen Gott glaubte Abraham?
Von welchem Gott bekam Mose die 10 Gebote?

Den dreieinigen Gott gab es vor der Geburt Jesu noch nicht.

Muslime glauben an den Gott Abrahams, der mit seiner Magd Hagar Ismael zeugte, den sie als Stammvater ansehen.


2
 
 Ulrich Motte 4. Jänner 2023 
 

Lakota- Gott ist nur der dreieinige (christliche) Gott

(Ich war tagelang verreist, hatte keinen Internetzugang, was bitte die Verspätung meiner Antwort entschuldigen möge). Allah ist ein von Menschen erfundener anderer Gott (Götze).


0
 
 bibelfreund 3. Jänner 2023 
 

Winnemöller lesen!

Er bestätigt den Hahne-Schlenker im Blick auf EKD: Benedikt hat denen in Erfurt letztlich die Leviten gelesen u gesagt, was wahre Ökumene ist — und es war bei dieser Truppe rund um Göring-Eckard keine Aussprache nach der Ansprache mehr möglich, weil der Papst sich „verspätet“ hatte. Was für eine Ohrfeige in jeglicher Hinsicht.


1
 
 Lilli-Lou 2. Jänner 2023 
 

Ja, Zufall ist ein Pseudonym Gottes.

Diesen Ausspruch von Peter Hahne am Ende des 6. Abschnitts seiner vorstehenden Würdigung des ehrwürdigen Papstes Benedikt XVI, schreibe ich mir als den ersten Eintrag in mein neues Jahres-Tagebuch.
"Ja, Zufall ist ein Pseudonym Gottes."

.


2
 
 bibelfreund 2. Jänner 2023 
 

Hinweis auf Papst-Predigt vom Feinsten

https://youtu.be/TremUpbBDYw

Eine bewegende, FREIE Rede, die von Herzen kommt ….soetwas würde man heute höchstens noch von WENIGEN einfachen Pfarrren hören…. Ohne eine Silbe Politik und all das „Zeitgeist-Allotria“ (Hahne) — ein Hochgenuß


0
 
 Lilli-Lou 2. Jänner 2023 
 

Magazin SPIEGEL irrt

Die Eilmeldung des Lügen-Spiegel "Das theologische Wunderkind vor seinem endgültigen Richter" verkennt, dass für den tiefgläubigen Menschen Johannes 5, 24 gilt, nämlich dass Benedikt nach seinem Tod sofort ins Leben überging, ohne ins Gericht zu müssen. Wer die Bibel negiert, liegt falsch.
Ich werde Benedikt immer lieben und ehren. Bin nicht katholisch.

.


2
 
 winthir 1. Jänner 2023 

Ergänzung:

Im "reichhaltigen Schriftgut" findet man eher Theologisches.

Sucht man Antworten auf eher praktische Fragen, findet man das oft in den Interview-Büchern von Peter Seewald (der von mir verlinkte kathnet-Artikel bezieht sich ja auch darauf).

Oder, um ein anderes Beispiel zu nennen, Frage von Peter Seewald: "Kommt die Dogmatisierung der Miterlöserschaft Mariens?" - "Antwort: "Mit mir nicht".


0
 
 winthir 1. Jänner 2023 

ja, Paddel, es gibt dazu ein gesprochenes Wort und einen schriftlichen Beleg.

Das gesprochene Wort samt schriftlichem Beleg findest Du, wenn Du den untenstehenden link anklickst.

(ich helfe gern, wo ich kann.)

winthir :-)

www.kath.net/news/56651


0
 
 Paddel 1. Jänner 2023 

Sicher?

Entschiedener Gegner der Kirchensteuer?

Hatt Papst Benedikt XVI dazu wirklich eine bereits entschiedene Ansicht?
Wenn ja, warum gibt es dann dazu kein gesprochenes Wort, kein schriftlicher Beleg?

Papst Benedikt XVI war immer klar. Nie zweideutig. Ihn muss man nicht interpretieren.

Er hat so ein reichhaltiges Schriftgut zurückgelassen, da müsste es doch eine Aussage dazu geben, wenn er da so "entschieden" war.


0
 
 JP2B16 1. Jänner 2023 
 

"Was für eine Gnade!" ...

..."Der Todestag von Papst Benedikt XVI. An Silvester zu sterben heißt in unserer schnelllebigen Medienwelt: die Jahresrückblicke sind längst geschrieben und versendet. Und für die des Jahres 2023 spielt er keine Rolle mehr."

Dieses Drehbuch Gottes erinnert unweigerlich an den Zeitpunkt des Todes der großen Mutter Teresa, die wenige Tage nach dem tragischen Tod der Princess of Wales, Lady Diana Spencer, starb und so wunschgemäß der medialen Aufmerksamkeit entkam.
Sehr scharfsinning lieber, veehrter Peter Hahne!

Apropos Scharfsinn: der, mit Verlaub, listige Gänswein'sche Zuruf: „Herr Hahne, sind Sie etwa immer noch evangelisch?“ retournierten Sie mit ebensolcher List. Bleiben Sie "Bekenntnis-ökumenisch"! "Exil-Katholik", wie der große Heidelberger Neutestamentler Prof. Klaus Berger sich selbst gerne sah, sind Sie längst. Sie bewegen mit genau dieser Positionierung für die Ökumene weit mehr als Sie es als Konvertit könnten.


2
 
 SalvatoreMio 1. Jänner 2023 
 

Der deutsche Protestantismus

@Lieber bibelfreund! Hier sei ein Teil Ihres eigenen Kommentars wiederholt:
"Hahne hat recht: für den deutschen Protestantismus hatte er nur Verachtung, kein Mitleid..."


0
 
 München kontra 1. Jänner 2023 
 

Dank!

Vielen Dank an Herrn Peter Hahne für seinen treffsicheren Kommentar. Mehr gibt es aus meiner Sicht nicht zu sagen. Oh doch, ich schäme mich unendlich für den deutschen Umgang mit ihm.


3
 
 bibelfreund 1. Jänner 2023 
 

Text lesen, verstehen, verbreiten

Entweder verstehen hier einige kein deutsch, oder ich weiß nicht…. Wo bitteschön hat herr Peter hahne geschrieben, dass Papst Benedikt DEN Protestantismus verachtet? Wo? Dieser „verachtenswerte“ Protestantismus wird doch klar benannt, oder träume ich? Auch die Moslemfrage ist doch nicht das heutige Thema. Es ist das Lebenswerk eines großen Mannes, der in den aktuellen Presseverlautbarungen von gestern und heute aufs übelste diffamiert wird. Auch die Zwischentöne sprechen eine deutliche Sprache, Peter Hahne hat es ja angesprochen. Ich wünsche Kath net weiterhin bestand und den Mut zur Wahrheit und gute Autoren. Meine erste Spende 2023 geht an Sie. Ich will hier nämlich nicht nur diskutieren,m sondern auch was tun. Gottes Segen allen Foristen.


0
 
 lakota 1. Jänner 2023 
 

@Ulrich Motte

Nur eine Frage:

" etwa, daß Moslems (den wahren, einen) Gott anbeteten (wir lehren, sie beten an einen Götzen)".

Glauben Muslime nicht an den Gott Abrahams??


1
 
 SalvatoreMio 1. Jänner 2023 
 

Papst Benedikt und Verachtung für den deutschen Protestantismus

@bibelfreund: ich muss Ihnen einfach antworten! Ein wacher, empfindsamer Papst Benedikt und "Verachtung" gegenüber Protestantismus - das glaube ich so nicht. Der Ausdruck ist übel und ungerecht, denn das eine ist Glaubenslehre, das andere die Frömmigkeit, und beides gehört zusammen, klafft aber allgemein immer mehr auseinander. Wir haben seit langem einen erschreckenden Abwärtstrend in den Kirchen. - Ich selbst, als einst evang. Konfirmierte, werde die Hochachtung vor dem Guten, das man mir dort ins Leben mitgab, nie vergessen! Und was muss man heute manchmal in der hl. kath. Kirche durchmachen? Ich war in meiner Heimatststadt Bremen zu Besuch und gehe zur Eucharistiefeier in die Propsteikirche, nicht ahnend, dass dort Erstkommunionfeier sein würde. Es war laut, chaotisch und kein Platz, auch nur irgendwo zu stehen. Entsetzt blieb mir nur die Flucht in eine nahegelegene evang. Kirche, wo wenigstens Andacht und Würde herrschten. Der Sonntag war mir gründlich verdorben.


3
 
 Silvio 31. Dezember 2022 
 

Peter Hahnes Ansichten

und Verlautbarungen zu lesen sind immer wieder ein Labsal für mein Herz und meine Seele. Früher als Heute-Chefredakteur des ZDF hat er sich eher zurückgehalten, - aus guten Gründen. Es muss die Frage erlaubt sein, ob er heute persona non grata beim ZDF ist, sprich ob er Hausverbot hat. Weiß jemand Näheres?


1
 
 follower 31. Dezember 2022 

Danke Herr Hahne

als Katholik bin ich stolz auf Sie. Sie sagen die Wahrheit, and that matters. Lauterbach lehnt die Wahrheit in einem Interview ab, weil sie "politischen Selbstmord " bedeutet. Also kann man ur folgern, die Politik ist nicht vertrauenswürdig; sie verursacht Magenschmerzen. Wir leben in der Zeit der Entscheidung, Wahrheit oder Lüge, ein historischer Jesus der Bibel oder die Macht des Relativismus. Wenn ich nicht ab und zu Beiträge von Ihnen lesen könnte, fehlte mir etwas Wesentliches. Gott segne Sie.


2
 
 Ulrich Motte 31. Dezember 2022 
 

De mortuis nihil nise bene?

Der aus dem Katholizismus stammende eh. NRW-Ministerpräsident Heinz Kühn schrieb in seinen Memoiren, er habe es vermieden, bei politischen Gegnern nach deren Tod Meinungsberschiedenheiten zu verschweigen. So wie der eh. EKD-Spitzenfunktionär Hahne Kritik dieses Papstes an der EKD erwähnt, erwähne ich deshalb Äußerungen dieses Papstes, die ihn von Ev.-Konservativen trenn(t)en, etwa, daß Moslems (den wahren, einen) Gott anbeteten (wir lehren, sie beten an einen Götzen), daß die historisch-kritische Methode (Bibelkritik), so mehrfach in seinen Jesusbüchern, unverzichtbar sei, daß der demokratische Sozialismus (so in seinem Buch
" Werte im Umburch der Zeiten") eine gwisse Nähe zur christlichen Sozialehre aufweise, und manches andere von ihm, etwa seine Duldung gottesdienstlicher Frauenpredigt außerhalb der Eucharistiefeier. Dieser Papst verwarf - wie wir, ich jetzt- Verschweigen theologischer Differenz. Auch deshalb Sympathie und Bewunderung von mir für diesen großartigen Menschen!


1
 
 Cölestin 31. Dezember 2022 

Als Theologe und Fußballer möchte ich sagen:

Josef (Benedikt) und Edson (Pelé) haben Jesus, ihre Profession, ihren Verstand und ihr Herz in dieser Welt durchgezogen. Großartige Menschen. Euer Lohn beim Herrn wird groß sein. ❤️


1
 
 bibelfreund 31. Dezember 2022 
 

Gratulation kath net

Was für ein Kommentar! Kath net hat die besten Autoren. Hahne hat recht: für den deutschen Protestantismus hatte er nur Verachtung, kein Mitleid. Bei seinem Deutschland Besuch ließ er den Rat der ekd im augustinerkloster Erfurt so lange warten, bis schließlich ein Gespräch nicht mehr möglich war. Danke an herrn hahne für die Würdigung auch von heiligenkreuz


0
 
 Chris2 31. Dezember 2022 
 

Eine wahrhaft ökumenische Würdigung

Allerdings empfand Benedikt sicherlich keine Verachtung für die "Göring-Eckart- und Bedfort-EKD". Das entsprach nicht seinem Wesen. Eher Trauer und Mitleid, vor allem mit den Millionen Gläubigen, die die Orientierung auf Christus hin verloren haben...


3
 

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