Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  9. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  10. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  11. Zwei Formen - ein Ritus
  12. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  13. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  14. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  15. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?

Benedikt XVI. und sein Leibarzt Prof. Patrizio Polisca

31. Dezember 2022 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Seit Papst Franziskus zum Gebet für seinen Vorgänger Benedikt XVI. aufgerufen hat, ist dessen Leibarzt einer der wichtigsten Menschen im Vatikan - Von Kathpress-Rom-Korrespondent Ludwig Ring-Eifel


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Nur wenige Mediziner können von sich behaupten, dass sie Erfahrung in der Sterbebegleitung eines Papstes haben. Professor Patrizio Polisca (69) ist einer von ihnen. Er gehörte bereits im Frühjahr 2005 zu dem Mediziner-Team, das den polnischen Papst Johannes Paul II. während der letzten Wochen seines Lebens und in seinem dramatischen Sterben begleitete.

Zwar war er in der Todesstunde nicht dabei, doch erzählte er später in einem Interview der Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano", wie er den sterbenden Papst, der schon nicht mehr bei Bewusstsein war, am letzten Tag seines Lebens zum Abschied auf die Stirn geküsst habe.

Es war das Ende einer langen Bekanntschaft. Die beiden waren einander zum ersten Mal 1987 in Castel Gandolfo begegnet, als der damals noch junge Arzt Polisca die Rolle des "diensthabenden Arztes" in der Päpstlichen Sommerresidenz übernommen hatte. 1994 stieg er dann auf Vorschlag des "ewigen" päpstlichen Leibarztes Renato Buzzonetti (er amtierte von 1978 bis 2009) in der Mediziner-Hierarchie des Vatikans auf.


Lebensretter des Wojtyla-Papstes

Ab 1997 begleitete Polisca zusammen mit Buzzonetti den stark von einer Parkinson-Erkrankung beeinträchtigten Pontifex auf zahlreichen Auslandsreisen. Bei einer seiner letzten Reisen, die ihn 2003 in die Slowakei führten, hatte der Papst bei der Rückkehr in die Apostolische Nuntiatur eine schwere Schmerzattacke, die in der Folge beinahe zu einem Atemstillstand führte. Polisca, der als Intensivmediziner auch auf Reanimation spezialisiert ist, rettete ihm in dieser Situation das Leben. Als Wojtyla zwei Jahre später in der Woche nach Ostern starb, verbrachte Polisca die letzten beiden Nächte vor dessen Tod an seinem Sterbebett.

Drei Wochen später war er einer der beiden Ärzte, die beim Konklave in der Sixtinischen Kappelle zur medizinischen Betreuung der Kardinäle dabei waren. Der Ruf "Extra Omnes!", mit dem alle anderen des Raumes verwiesen werden, gilt weder für die Beichtväter noch für die Ärzte, die ein Konklave begleiten.

Deshalb gehörte Polisca zu den allerersten, die der frisch gewählte Papst Benedikt XVI. begrüßte. Die beiden kannten sich bereits seit Anfang der 1990er Jahre, als Joseph Ratzinger die Leitung der Römischen Glaubenskongregation übernommen hatte. Damals sprachen sie über den Kirchenlehrer Bonaventura, und der frisch gewählte Papst erinnerte sich am Tag seiner Wahl noch daran.

Benedikt machte Polisca 2010 zum Leiter des vatikanischen Gesundheitsdienstes und damit zugleich zu seinem Leibarzt. Das blieb er bis 2015. Anders als sein Vorgänger Buzzonetti wurde Polisca nach rund fünf Jahren von Papst Franziskus von der Spitze des vatikanischen Gesundheitsdienstes abberufen. Seither hat der regierende Papst einen anderen Leibarzt als sein Vorgänger.

Auch in Heiligsprechungen involviert

Im Vatikan ist Professor Polisca jetzt nur noch für die medizinische Betreuung des emeritierten Papstes Benedikt XVI. zuständig. Im Hauptberuf praktiziert Polisca als Kardiologe in Rom, zudem lehrt er an der römischen Universität Tor Vergata.

Der aus dem Dorf Petriano in der Region Marken stammende Mediziner hat sich in öffentlichen Äußerungen stets als gläubiger Katholik gezeigt. Zu seinen vielen Nebentätigkeiten gehörte lange Zeit auch die eines medizinischen Gutachters für die vatikanische Heiligsprechungs-Behörde. Dort war es seine Aufgabe, Heilungs-Wunder zu beurteilen, die ohne medizinisches Eingreifen zustande kamen.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  4. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  7. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  8. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  9. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  10. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  11. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  12. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  13. Pornografie, NoFap und die Rückkehr der Selbstbeherrschung
  14. Zwei Formen - ein Ritus
  15. Rubio rechnet mit Linken ab: „Sie wissen nicht, wie man etwas schafft, also zerstören sie es“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz