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"Bischof Bode sollte nach jahrzehntelangem Fehlverhalten von allen Ämtern zurücktreten"

vor 7 Tagen in Deutschland, 18 Lesermeinungen
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Initiative Neuer Anfang: "Wir stellen diese Frage an alle anderen Bischöfe der Bischofskonferenz: ... Kann ein Beschuldigter in Ihrer Mitte Ihr stellvertretender Vorsitzender bleiben?"


Neuss (kath.net/Initiative Neuer Anfang) Glaubwürdigkeit erhält man nicht durch wohlklingende Worte, sondern durch konsequente Handlungen. Sexueller Missbrauch selbst, das Versagen im Leitungsamt aber auch das Wegsehen muss verantwortet werden von denjenigen, die ihre Aufsichtspflicht persönlich verletzt haben. Der 600-seitige Zwischenbericht der Universität Osnabrück, der sich speziell den Pflichtverletzungen der Bistumsleitung widmet, hat schwere Versäumnisse insbesondere durch Bischof Franz-Josef Bode ermittelt. Nicht nur als Bischof von Osnabrück, sondern auch als stellvertretender Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz und als Vizepräsident des Synodalen Weges steht Franz-Josef Bode in einer besonderen Verantwortung. Die Initiative „Neuer Anfang“ fordert deshalb, dass er sich seiner Verantwortung stellt und ernsthafte Konsequenzen zieht, dem Papst seinen Rücktritt anbietet und als stellvertretender Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz sowie als Vizepräsident des Synodalen Weges zurücktritt.

Wenn Bischof Bode nun zu Protokoll gibt, er sei „blind gewesen“ so ist das eine beschönigende Darstellung. Das Missbrauchsgutachten listet da eher gravierendes Wegschauen auf. Als katholische Laieninitiative haben wir wiederholt eine unabhängige Aufarbeitung der Missbrauchskrise gefordert. Wer wissen will, warum es bis heute keinen nennenswerten Fortschritt gibt, findet gerade wieder ein bitteres Beispiel: Bischöfe wie Bode, die sich als Reformer gerieren und auf eine angebliche "systemische Schuld" der Kirche umlenken, statt zu ihren persönlichen Verfehlungen zu stehen.

Es braucht endlich eine glaubhafte Aufarbeitung der Missbrauchsthematik und die kann nicht durch Bischöfe passieren, die selbst verstrickt sind. Niemand kann Richter oder Ermittler in eigener Sache sein. Wir brauchen keine neue Moral in der katholischen Kirche, sondern Priester, die sich selbst daran halten.

Wir stellen diese Frage an alle anderen Bischöfe der Bischofskonferenz: Wollen Sie jetzt zur Tagesordnung übergehen auch bei der nun anstehenden Vollversammlung der Bischöfe oder unmissverständliche Klärung fordern? Kann ein Beschuldigter in Ihrer Mitte Ihr stellvertretender Vorsitzender bleiben?

Wir stellen aber auch diese Frage an die Teilnehmer der Synodalversammlung auf dem Synodalen Weg: Wie glaubwürdig ist die sowieso bereits zweifelhafte Aufarbeitung der Missbrauchsthematik durch dies Gremium, wenn Sie einen Vizepräsidenten auf dem Synodalen Weg dulden, dem selbst eklatante Versäumnisse und Vertuschung vorgeworfen wird?

Das Gutachten der Universität Osnabrück listet gegenüber Bischof Bode Versäumnisse und Fehlentscheidungen in einem besorgniserregenden Ausmaß auf. Zitat:

„Besonders schwer wiegen Verletzungen der Pflicht zu angemessenen Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Taten von Beschuldigten.“ Bis über das Jahr 2000 hinaus sei teils in schwerwiegender Weise dagegen verstoßen worden. Auch schwer belastete Beschuldigte seinen in Pfarreien eingesetzt worden und erhielten „damit neue Tatgelegenheiten z. B. an Messdienern oder in der Jugendarbeit“. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode ist seit 1995 im Amt. Der Bericht versichert: „Die Bischöfe trifft eine individuelle Verantwortung bei Entscheidungen über den weiteren Einsatz Beschuldigter.“ Er spricht vom „Führungsversagen an der Spitze des Bistums“.

Der Personalreferent im Bistum habe „streng darauf geachtet, die Personalplanung in engster Abstimmung mit dem Bischof vorzunehmen“. Ab dem Jahr 2002 wurde er von Bischof Bode gleichzeitig zum ersten Missbrauchsbeauftragten des Bistums ernannt, ein Vorgang, den die Osnabrücker Wissenschaftler wegen der damit verbundenen Interessenkollision für problematisch halten.

Wie nachlässig die Bistumsleitung mit Missbrauchsfällen umging, macht der letzte Fall deutlich, den der wissenschaftliche Bericht beschreibt: „Im Fall des Beschuldigten Z. S. wandten sich über einen Zeitraum von fast 20 Jahren immer wieder Betroffene an das Bistum Osnabrück. … Die Verantwortung für das Handeln der Bistumsleitung trug Bischof Bode.“

In einem anderen Fall wird berichtet: „Die beim Auftreten der ersten Verdachtsumstände im Jahr 2002 vom damaligen Missbrauchsbeauftragten des Bistums Osnabrück ergriffenen Maßnahmen erscheinen völlig unzureichend, um die erkennbaren erheblichen Gefahren für Kinder in der fraglichen Gemeinde abzuwehren und den Betroffenen Hilfe anzubieten. Auch Bischof Bode hätte darauf bestehen müssen, dass entschieden gegen den Beschuldigten vorgegangen wird, um dessen Handeln gegenüber Kindern und Jugendlichen sofort und sicher zu beenden. Dem Beschuldigten hätte insbesondere sofort verboten werden müssen, Kinder und Jugendliche in seiner Privatwohnung zu empfangen oder sich mit ihnen allein in einem geschlossenen Raum aufzuhalten; erst recht natürlich, ihnen Alkohol anzubieten.“

Es gleicht einer Verhöhnung der Opfer – gerade auch derjenigen, die vermeidbar gewesen wären – wenn der Bischof nicht bereit ist, zu seiner persönlichen Verantwortung zu stehen. De weiteren Ansehens- und Vertrauensverlust für die Gesamtkirche müsste er sich dann auch zurechnen lassen.

Weiterführender Link: Kommentar Petra Lorleberg: Stellvertr. DBK-Vorsitzender Bode steht nach Missbrauchsbericht über sein Bistum vor Scherbenhaufen - Man darf gespannt sein zu beobachten, ob die Mainstreampresse in den kommenden Wochen ihre Vorwürfe gegen einen Bischof, der ja ihre eigene kirchenpolitische Agenda immer bereitwillig bedient hat, zügig „vergessen“ wird.


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Lesermeinungen

 Freude_am_Glauben vor 4 Tagen 
 

modernchrist DANKE

Versagen und schwerste Schuld einzelner wird hier feige auf die Kirche als Ganzes abgewälzt!

Was hat das Nicht-Hinhören-Wollen

auf die Schreie und Leiden der kindlichen Opfer,

das hartherzige Abweisen Betroffener,

das Bagatellisieren der Taten,

das BESCHWEIGEN und bewusste Vertuschen,

das Abwimmeln von Eltern,

das einfache Versetzen von Tätern an andere Stellen,

das Nichtüberprüfen von Auflagen,

was hat das alles mit dem theologischen "System" Kirche zu tun?

NICHTS! NICHTS! NICHTS! NICHTS!


1
 
 modernchrist vor 5 Tagen 
 

modernchrist

Gehört eine zugegebene "Blindheit" des Bischofs und vieler Kleriker im Ordinariat auch zum "systemischen Versagen"? Was hat das Nicht-Hinhören-Wollen auf die Schreie und Leiden der kindlichen Opfer, das hartherzige Abweisen Betroffener, das Bagatellisieren der Taten, das Beschweigen und bewusste Vertuschen, das Abwimmeln von Eltern, das einfache Versetzen von Tätern an andere Stellen, das Nichtüberprüfen von Auflagen, was hat das alles mit dem theologischen "System" Kirche zu tun? Nichts! Versagen und schwerste Schuld einzelner wird hier feige auf die Kirche als Ganzes abgewälzt!


2
 
 girsberg74 vor 6 Tagen 
 

Denke ich eher nicht !

@canis lupus „Möglicherweise haben wir dann kaum noch Bischöfe.“

Selbst wenn: Lieber keine Bischöfe als solche, wie der, der sich hier alles passend macht; solche sind untragbar.

Um ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen: Er singt gut.


3
 
 Krysia vor 6 Tagen 
 

Marloe1999
Bischof Bode will nicht nur ernsthaft dem Papst und den Bischöfen aller Welt die deutsche Kirche als Vorbild präsentieren. Er wird es sogar tun. Aber: es gibt ja zum Glück Alternativen.


0
 
 chorbisch vor 6 Tagen 
 

@ Marloe1999

für mich ist vor allem ungeklärt, in welchem Unfang die Vertuscherei auf Pädo-Netzwerke zurückgeht, oder ob ansonsten honorige und gläubige Männer die Fälle unter den Tepppich kehrten, weil eine Bekanntwerden der Kirche geschadet hätte.

Bei den in Deutschland bekannten Fällen kann ich bisher nur den letzteren Punkt als Grund erkennen.

Am Satz "Das Problem ist die Homosexualität" stört mich, daß er pauschal Homosexualität und Pädophilie als zwei Seiten derselben Medaille darstellt und damit im Grunde allen Homosexuellen unterstellt, sie seien zumindest latent pädophil - und deshalb sei die Einordnung von Homosexualität als eine "normale" Spielart menschlicher Sexualität zurückzunehmen, eventuell mit strafrechtlichen "Weiterungen".

Aber ohne verläßliche Zahlen über das Verhältnis Homosexueller/Pädophiler in anderen Teilen der Gesellschaft, sagen die berühmten "über 80% Buben" nur aus, daß unter der Priesterschaft ein unerfreulich hoher Anteil solcher Perverser zu finden ist/war.


0
 
 hape vor 6 Tagen 

@canis lupus

Glauben Sie mir, es gibt genug lehramtstreue Weltpriester und Ordensmänner. Geeignete Nachfolger wären schnell gefunden. Es fehlen aber das ehrliche Bekenntnis und der entschlossene Wille auf höchster Ebene, das durchzuziehen.


4
 
 Thomasus vor 6 Tagen 
 

Format

#Joachim Heimerl#
2Drittel der deutschen Bischöfe haben kein Format . Sie sind Berufskatholiken . Und solche Bischöfe wollen mit ihren abstrusen Reformideen die Kirchen wieder füllen . Und Rom schaut zu wie sich die Kirche in Deutschland immer mehr spaltet .
Habe ihren Rat befolgt und den Bischof um Rücktritt gebeten . Sollten mehr tun .


5
 
 canis lupus vor 6 Tagen 
 

Bischof Bode soll zurücktreten? Ich würde den Ball lieber flach halten. Bis jetzt wurden solche Gutachten zum sexuellen Missbrauch und dem fehlerhaften Umgang damit lediglich in den Bistümern Köln, München, Münster und Osnabrück veröffentlicht, die anderen Bistümer fehlen noch. Wer weiß, welche Rücktrittsförderungen dann noch kommen. Möglicherweise haben wir dann kaum noch Bischöfe.


5
 
 Marloe1999 vor 6 Tagen 

@hape

Sie weisen (wie auch schon bei anderer Gelegenheit) zurecht auf die ungeklärte bzw. bewusst ungeklärte Rolle praktizierender Homosexueller bei dem Missbrauch innerhalb des Klerus hin. Dabei hat auch Bernhard Meuser in seinem Buch ausgeführt, dass es innerhalb der homosexuellen Präferenz einen gewissen Anteil an Männern mit Neigung zu männlichen Jugendlichen gibt, die ja den großen Teil der Opfer ausmachen. Dass Bischof Bode, der ja die volle Agenda des suizidalen Weges pusht, damit die Ursachen nicht bekämpft sondern sich an die Spitze der Revolution stellen will, hängt sicher auch mit seinem Wissen um seine Schuld zusammen. Weil die Medien ein gewisses Bild von "systemischen Ursachen" entwerfen und die katholische Morallehre beschuldigen, wittert er die Chance seine Taten im Sturm der Revolution untergehen zu lassen. Sie haben recht - das ist Politik in Reinform!


7
 
 nvena vor 6 Tagen 
 

Selbsterhalt?

Bernhard Meuser von Neuer Anfang hat schon mehrfach darauf verwiesen, dass der ständige Hinweis von verantwortlichen Bischöfen auf "systemische" Ursachen beim Synodalen Weg den Verdacht nährt, dass man so von individueller Schuld ablenken will. Die "böse" Kirche und ihre "diskriminierende" Lehre sind schuld, nicht das verantwortliche Individuum, das höchstens "blind" ist. Und als Vorantreiber einer progressiven Agenda muss man nicht den geballten Zorn der Meute fürchten, die Woelki und selbst Papst Benedikt jagen und verunglimpfen...Da kommen einem schon gewisse Gedanken. Normalerweise fordere ich auch keine Rücktritte, aber hier stinkt die Ungerechtigkeit angesichts zweierlei Masse zum Himmel.


8
 
 hape vor 6 Tagen 

Was Bode antreibt: Politik ist wichtiger als Umkehr.

Bode hat die "edlen" Ziele eines „Gutmenschen“. Das bedeutet ihm mehr, wie sein Weiheversprechen. Bode konnte die Aufbereitungsrezepte des SW problemlos mit seinem Weiheversprechen vereinbaren, während das WB. Schwaderlapp nicht konnte. Haben beide etwa unterschiedliche Weiheversprechen abgelegt? Das Bode das „Gutmenschentum“ so hoch ansetzt ist die Voraussetzung dafür, dass er über Jahrzehnte lang geduldig, mehr oder weniger offen, auf das „neue Lehramt“ hinarbeiten konnte. Er will seit eh und je das Frauenpriestertum. Er will den genderkonformen Laxismus in der Sexualmoral, der in der Pastoral schon jetzt dominant ist, was aber m.M.n. überhaupt erst zum sexuellen Missbrauch geführt hat. Bode will die Rolle der Homosexuellen unter den Teppich kehren, warum auch immer. Er will den Synodalen Rat verankern, bevor ein Nachfolger die Dinge anders sieht. Bode will die Weichen stellen, den SW unumkehrbar machen. Deshalb will er am Ruder bleiben. Das ist Politik. Umkehr ist etwas anderes.


7
 
 Heinz1 vor 6 Tagen 
 

Ich halte gar nichts von wechselseitigen Rücktrittsforderungen

Ich halte etwas von der Rückkehr Bodes auf den rechten Weg der mit dem synodalen Irrweg nichts gemein hat.


1
 
 jaeger vor 7 Tagen 
 

Zweierlei Maß

Es wird mit zweierlei Maß gemessen. Dies zeigt erneut, dass es bei all den Machenschaften an der Spitze der Kirche in Deutschland nicht um Konsequenzen aus den Fehlern im Umgang mit sexuellem Missbrauch geht, sondern um die Schaffung eines Vorwands, um die Morallehre der Kirche auszuhebeln und auf den Kopf zu stellen. Die Wahrheit ist das erste Opfer, das Mittel zur Unterdrückung derselben nichts als üble Heuchelei.


7
 
 girsberg74 vor 7 Tagen 
 

„Ehrlos“ - hin oder her

[ @Marloe1999 ]

Bischof Bode ist für den Synodalen Weg unverzichtbar, das weiß nicht nur er, sondern eine Mehrheit unter den synodal Bewegten. - Er hält nach außen alles glatt.

Rücktritt war noch nie seine Sache, auch nicht 99, als er entgegen seiner Anstrengungen JPII nachgab und die kirchlichen Beratungsstellen („Schwangerschaftskonfliktberatung“) aus dem staatlichen System herausnahm.

Viele seiner Leute hatten darüber immer wieder ihren Unmut geäußert, ihren Bischof vor JPII in Schutz genommen.
Zum besseren Verständnis: Für des Bischofs Haltung war im „Kirchenbote“ wochenlang getrommelt worden. Die Gefolgschaft des Bischofs konnte die Wende ihres Meisters also gar nicht nachvollziehen; teils bis heute nicht. Man muss nach der Vorgeschichte diese Leute verstehen.

@hape

Ich blicke gerade nochmal auf eventuell eingegangene Kommentaren, lese Ihren.

Es ist zum Lachen, was Dr. Franz-Josef Bode in dieser Sache zu sagen hat. Er macht alles "richtig".


4
 
 physicus vor 7 Tagen 
 

Umgekehrt wid ein Schuh daraus

In der Tat ist die Selbstrechtfertigung von Bischof Bode schwach, die im Grunde besagt: "Ohne mich persönlich wird die Missbrauchsaufklärung nicht so gut laufen." Hm ... m.E. entweder persönliche Hybris unter Ausblendung der Vergangenheit, oder false-flag mission.

Seine Verweigerung von Rücktrittskonsequenzen, so es denn durchkommt, wäre umgekehrt wohl eher ein Signal an andere Bischöfe: Keine Sorge, gravierende Fehler und Vertuschung haben keine nennenswerten Konsequenzen.


5
 
 Joachim Heimerl vor 7 Tagen 
 

Wer Format hat, bietet den Rücktritt an!

Das macht ja (sogar) jeder Politiker. Ich hab das so dem Bischof gestern geschrieben. Mögen es andere bitte auch tun!


10
 
 hape vor 7 Tagen 

Sehr schwache Selbstrechtfertigung von Bode.

Bode hat seine Entscheidung bei domradio.de gerechtfertigt. Er wolle die positive Lernkurve der letzten Jahre weiterführen. Ein Rücktritt wäre zwar ein „starkes Signal“ gewesen – aber „nur für kurze Zeit“ und hätte womöglich eine Sedisvakanz von einem Jahr bedeutet und damit die Aufarbeitung unterbrochen. – Das macht natürlich nur dann Sinn, wenn mit Aufarbeitung die Rezepte des Synodalen Weges gemeint sind. Es ist aber strittig, ob damit überhaupt irgendetwas aufgearbeitet wird, bzw. ob nicht eher etwas verschleiert wird. Hinsichtlich des Missbrauchs spielt z.b. die Homosexualität der Täter gar keine Rolle. Stattdessen soll das Bekenntnis zur christlichen Anthropologie und zur kirchlichen Sexualmoral sogar unter Strafe gestellt werden. Angesichts dessen entsteht der Eindruck von Mauschelei. Bode fürchtet offenbar, dass ein Nachfolger die Aufbereitung ganz anders anpacken könnte, als er selber. Dann wäre es aus mit Frauenpriestertum und Genter-Moral! Das will er verhindern.


10
 
 Marloe1999 vor 7 Tagen 

Ehrlos

Bischof Bode hat sich nach eigenen Worten nach intensivem Abwägen dazu entschieden, seinen Rücktritt nicht anzubieten. Es zeigt, dass er anscheinend noch nicht einmal genug Anstand besitzt, die Konsequenzen aus seinem Handeln zu ziehen. Soviel zu der ewigen Floskel der synodal bewegten Bischöfe, es gehe um konsequente Aufarbeitung von Missbrauch. Kardinal Woelki wird seit Monaten von der Presse verfolgt, obwohl er nicht ansatzweise Nachlässigkeiten wie Bischof Bode zu verantworten hat. Für mich hat Bischof Bode seine Glaubwürdigkeit verspielt. Schon bald will er mit der DBK nach Rom, um den deutschen "Beitrag" zur Weltsynode seinen Mitbrüdern im Bischofsamt zu verkaufen. Will er ernsthaft dem Papst und den Bischöfen aller Welt die deutsche Kirche als Vorbild präsentieren, obwohl er derart belastet ist?


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