Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  14. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Kardinal Woelki sorgt sich um Mitarbeiterin: Video-Call mit der Ukrainerin Halina Kimak in Lviv

24. Mai 2022 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Ich freue mich sehr, dass wir nicht vergessen sind“, sagte sie dem Erzbischof.


Köln/ Lemberg (kath.net) Hungern muss sie nicht, doch die Regale in den Supermärkten leeren sich von Tag zu Tag. Die Preise explodieren. Wohnraum ist faktisch nicht mehr vorhanden und unbezahlbar, da Lemberg von Flüchtlingen aus den umkämpften Landesteilen der Ukraine überrannt wird. Der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Woelki sorgt sich um die Menschen im Kriegsgebiet und spricht über eine Videoverbindung mit Halina Kimak (44), die 2005 im Erzbistum Köln gearbeitet hat und im Weltjugendtagsbüro Jugendliche aus aller Welt begrüßen durfte.

Die Überraschung war groß, als Halina Kimiak von ehemaligen Mitorganisatoren des Kölner Weltjugendtags erfahren hatte, dass sich der Kardinal einmal mit ihr über Video-Call unterhalten wolle. Kurze Zeit später war die Verbindung hergestellt. „Ich freue mich sehr, dass wir nicht vergessen sind“, sagte sie dem Erzbischof. „Wir beten mit euch. Mein Herz gehört euch und der Ukraine. Aber was kann ich tun außer beten“, fragte der Kardinal. Kimak sagte, dass beten auf jeden Fall helfe und es sei auch wichtig, dass die Menschen in Deutschland uns nicht vergessen. „Es rührt mich, wenn mich ehemalige Kollegen aus dem Weltjugendtagsbüro anrufen und uns Herberge anbieten. Doch wir wollen hier bleiben und wir sind gerne Ukrainer. Nach dem Krieg gibt es viel aufzubauen. Da benötigt Lemberg und die Ukraine viel Hilfe. Wie ich die Mitchristen kenne, werden sie uns gerne unterstützen“.


Eine Dreiviertelstunde sprechen der Erzbischof und die Katholikin heute (Montag, 23. Mai 2022) über die aktuelle Situation, über den täglichen Raketen-Alarm und Versorgungsengpässe. Besonders erschüttert ist der Kardinal über die vielen traumatisierten Mütter mit ihren Kindern, die um die Männer und Väter an der Front bangen und verzweifelt beten, dass alles gut wird.
„Eine 90jährige Frau haben wir bei uns im Haus aufgenommen. 20 Tage hat sie in Donezk bangend im kalten Keller ausgeharrt. Sie zuckt jedes Mal zusammen, wenn russische Raketen an der Lviver Stadtgrenze einschlagen und zittert dann am ganzen Körper.“ Kardinal Woelki nehmen die Erzählungen sichtlich mit. Seine Mutter ist auch über 90 – und gerade in dieser Generation kommen die Erinnerungen aus dem zweiten Weltkrieg hoch.

„Wir haben die Ukraine und Russland der Gottesmutter geweiht. Wir hier in Köln und der Papst in Rom. Wir beten mit ihnen. Unser Herz ist bei ihnen. Grüßen sie den Erzbischof und alle, die mit euch leiden.“

Halina Kimak hat Kardinal Woelki angeboten, dass sie für ihn in der Ukraine dolmetscht, wenn er das geschundene Land in der hoffentlich kommenden Friedenszeit besucht. Beide wollen in Kontakt bleiben. „Ich freue mich, dass wir uns bald von Angesicht zu Angesicht sehen werden.“

Archivfoto Kardinal Woelki (c) Erzbistum Köln


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 bibelfreund 24. Mai 2022 
 

Es gibt noch besseres

….. nämlich einen Appell an den deutschen Staat, all die ukrainischen Oligarchen, die sich sichtbar u unversteckt mit ihren Luxus-Karossen in Deutschland tummeln, zur Kasse zu bitten oder auszuweisen … DAS wäre ein Signal an das ausgebeutete Volk


3
 
 lakota 24. Mai 2022 
 

Diese kleine Geste

von Kardinal Woelki haben Halina Kimak und den Menschen dort sicher gut getan, allein der Gedanke, daß sie nicht vergessen sind.

"Wir beten mit ihnen. Unser Herz ist bei ihnen."
JA!


8
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  12. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  13. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  14. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit
  15. Der stumme Gott unserer Zeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz