Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

Kardinal Woelki sorgt sich um Mitarbeiterin: Video-Call mit der Ukrainerin Halina Kimak in Lviv

24. Mai 2022 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Ich freue mich sehr, dass wir nicht vergessen sind“, sagte sie dem Erzbischof.


Köln/ Lemberg (kath.net) Hungern muss sie nicht, doch die Regale in den Supermärkten leeren sich von Tag zu Tag. Die Preise explodieren. Wohnraum ist faktisch nicht mehr vorhanden und unbezahlbar, da Lemberg von Flüchtlingen aus den umkämpften Landesteilen der Ukraine überrannt wird. Der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Woelki sorgt sich um die Menschen im Kriegsgebiet und spricht über eine Videoverbindung mit Halina Kimak (44), die 2005 im Erzbistum Köln gearbeitet hat und im Weltjugendtagsbüro Jugendliche aus aller Welt begrüßen durfte.

Die Überraschung war groß, als Halina Kimiak von ehemaligen Mitorganisatoren des Kölner Weltjugendtags erfahren hatte, dass sich der Kardinal einmal mit ihr über Video-Call unterhalten wolle. Kurze Zeit später war die Verbindung hergestellt. „Ich freue mich sehr, dass wir nicht vergessen sind“, sagte sie dem Erzbischof. „Wir beten mit euch. Mein Herz gehört euch und der Ukraine. Aber was kann ich tun außer beten“, fragte der Kardinal. Kimak sagte, dass beten auf jeden Fall helfe und es sei auch wichtig, dass die Menschen in Deutschland uns nicht vergessen. „Es rührt mich, wenn mich ehemalige Kollegen aus dem Weltjugendtagsbüro anrufen und uns Herberge anbieten. Doch wir wollen hier bleiben und wir sind gerne Ukrainer. Nach dem Krieg gibt es viel aufzubauen. Da benötigt Lemberg und die Ukraine viel Hilfe. Wie ich die Mitchristen kenne, werden sie uns gerne unterstützen“.


Eine Dreiviertelstunde sprechen der Erzbischof und die Katholikin heute (Montag, 23. Mai 2022) über die aktuelle Situation, über den täglichen Raketen-Alarm und Versorgungsengpässe. Besonders erschüttert ist der Kardinal über die vielen traumatisierten Mütter mit ihren Kindern, die um die Männer und Väter an der Front bangen und verzweifelt beten, dass alles gut wird.
„Eine 90jährige Frau haben wir bei uns im Haus aufgenommen. 20 Tage hat sie in Donezk bangend im kalten Keller ausgeharrt. Sie zuckt jedes Mal zusammen, wenn russische Raketen an der Lviver Stadtgrenze einschlagen und zittert dann am ganzen Körper.“ Kardinal Woelki nehmen die Erzählungen sichtlich mit. Seine Mutter ist auch über 90 – und gerade in dieser Generation kommen die Erinnerungen aus dem zweiten Weltkrieg hoch.

„Wir haben die Ukraine und Russland der Gottesmutter geweiht. Wir hier in Köln und der Papst in Rom. Wir beten mit ihnen. Unser Herz ist bei ihnen. Grüßen sie den Erzbischof und alle, die mit euch leiden.“

Halina Kimak hat Kardinal Woelki angeboten, dass sie für ihn in der Ukraine dolmetscht, wenn er das geschundene Land in der hoffentlich kommenden Friedenszeit besucht. Beide wollen in Kontakt bleiben. „Ich freue mich, dass wir uns bald von Angesicht zu Angesicht sehen werden.“

Archivfoto Kardinal Woelki (c) Erzbistum Köln


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  3. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  4. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  5. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  6. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  7. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  8. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  9. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  10. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  13. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  14. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  15. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz