Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn

Kardinal Woelki sorgt sich um Mitarbeiterin: Video-Call mit der Ukrainerin Halina Kimak in Lviv

24. Mai 2022 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Ich freue mich sehr, dass wir nicht vergessen sind“, sagte sie dem Erzbischof.


Köln/ Lemberg (kath.net) Hungern muss sie nicht, doch die Regale in den Supermärkten leeren sich von Tag zu Tag. Die Preise explodieren. Wohnraum ist faktisch nicht mehr vorhanden und unbezahlbar, da Lemberg von Flüchtlingen aus den umkämpften Landesteilen der Ukraine überrannt wird. Der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Woelki sorgt sich um die Menschen im Kriegsgebiet und spricht über eine Videoverbindung mit Halina Kimak (44), die 2005 im Erzbistum Köln gearbeitet hat und im Weltjugendtagsbüro Jugendliche aus aller Welt begrüßen durfte.

Die Überraschung war groß, als Halina Kimiak von ehemaligen Mitorganisatoren des Kölner Weltjugendtags erfahren hatte, dass sich der Kardinal einmal mit ihr über Video-Call unterhalten wolle. Kurze Zeit später war die Verbindung hergestellt. „Ich freue mich sehr, dass wir nicht vergessen sind“, sagte sie dem Erzbischof. „Wir beten mit euch. Mein Herz gehört euch und der Ukraine. Aber was kann ich tun außer beten“, fragte der Kardinal. Kimak sagte, dass beten auf jeden Fall helfe und es sei auch wichtig, dass die Menschen in Deutschland uns nicht vergessen. „Es rührt mich, wenn mich ehemalige Kollegen aus dem Weltjugendtagsbüro anrufen und uns Herberge anbieten. Doch wir wollen hier bleiben und wir sind gerne Ukrainer. Nach dem Krieg gibt es viel aufzubauen. Da benötigt Lemberg und die Ukraine viel Hilfe. Wie ich die Mitchristen kenne, werden sie uns gerne unterstützen“.


Eine Dreiviertelstunde sprechen der Erzbischof und die Katholikin heute (Montag, 23. Mai 2022) über die aktuelle Situation, über den täglichen Raketen-Alarm und Versorgungsengpässe. Besonders erschüttert ist der Kardinal über die vielen traumatisierten Mütter mit ihren Kindern, die um die Männer und Väter an der Front bangen und verzweifelt beten, dass alles gut wird.
„Eine 90jährige Frau haben wir bei uns im Haus aufgenommen. 20 Tage hat sie in Donezk bangend im kalten Keller ausgeharrt. Sie zuckt jedes Mal zusammen, wenn russische Raketen an der Lviver Stadtgrenze einschlagen und zittert dann am ganzen Körper.“ Kardinal Woelki nehmen die Erzählungen sichtlich mit. Seine Mutter ist auch über 90 – und gerade in dieser Generation kommen die Erinnerungen aus dem zweiten Weltkrieg hoch.

„Wir haben die Ukraine und Russland der Gottesmutter geweiht. Wir hier in Köln und der Papst in Rom. Wir beten mit ihnen. Unser Herz ist bei ihnen. Grüßen sie den Erzbischof und alle, die mit euch leiden.“

Halina Kimak hat Kardinal Woelki angeboten, dass sie für ihn in der Ukraine dolmetscht, wenn er das geschundene Land in der hoffentlich kommenden Friedenszeit besucht. Beide wollen in Kontakt bleiben. „Ich freue mich, dass wir uns bald von Angesicht zu Angesicht sehen werden.“

Archivfoto Kardinal Woelki (c) Erzbistum Köln


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  4. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  5. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  6. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  7. Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
  10. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  11. Die Würde des Menschen ist unverfügbar
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  14. 'Schweigen angesichts des Bösen ist selbst Böses'
  15. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz