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Familien dürfen nicht leer ausgehen

23. Mai 2022 in Familie, 2 Lesermeinungen
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Gastkommentar von Gudrun Kattnig / Katholischer Familienverband Kärnten


Klagenfurt (kath.net)

Kinderbetreuung ist kein Kinderspiel. Das zeigt die Debatte um das neue Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz. Doch was ist qualitativ hochwertige Kinderbetreuung? Nämlich aus Sicht derer, die es am meisten betrifft: der Kinder. 

Die Forderungen der Sozialpartner sind klar: lange Öffnungszeiten, ganzjährig verfügbar und die Vollzeitbeschäftigung beider Elternteile ermöglichend. Wer den Nutzen hat, wenn die Arbeitskraft der Eltern, vor allem die der Mütter, möglichst wenig unterbrochen wird, liegt auf der Hand. 

Fragt sich, ob Kinder, zumal zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr, sich das auch wünschen würden. Babys können sich nicht äußern, aber ihre Bedürfnisse sind tausendfach erforscht. Die wären: sichere Bindung, Geborgenheit, konstante Bezugsperson in den ersten drei Lebensjahren. Dieser Zeitrahmen ist der empfindlichste im Leben und verdient absoluten Schutz.


Entwicklungspsychologen, Bindungsforscher sowie Kinderpsychiater haben in enger Anbindung mit Kleinkindpädagoginnen einen Leitfaden erstellt: die sog. Kinderbetreuungs-Ampel. In diesem Leitfaden für die frühkindliche Betreuung werden die wichtigsten Qualitätskriterien wie Alter, Gruppengröße, Bezugspersonen u.v.m. beleuchtet. Er dient als Orientierungshilfe für Eltern, Einrichtungen, Elementarpädagoginnen und die Politik.

Politik hat die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, die gewährleisten, dass Familien ihre Aufgaben wahrnehmen können. Es ist nicht Aufgabe des Staates, die Belange der Familien stellvertretend auszuführen. Es gilt nach der Regel des Subsidiaritätsprinzips zu handeln und nur im Bedarfsfall unterstützend einzugreifen.

Eltern, die ihre Kinder in Einrichtungen betreuen lassen, mit horrenden Summen öffentlicher Gelder zu subventionieren, und gleichzeitig Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, leer ausgehen zu lassen, ist zutiefst ungerecht. 

Kleinkindbetreuung innerhalb der Familie ist nachweislich qualitativ hochwertig. Nur in der sicheren Bindung entsteht Bildungsfähigkeit, die auch in Einrichtungen möglich ist. Dann wäre aber der Betreuungsschlüssel laut Experten: eine Pädagogin auf 1,5 Kinder.  Qualitativ hochwertige Betreuung hat ihren Preis, innerhalb einer Einrichtung und genauso innerhalb der Familie. Diesen Preis sollte die Politik bereit sein zu zahlen, wenn sie tatsächlich am Kindeswohl interessiert ist. 

 

https://www.familie.at/site/kaernten/familienpolitik/kinderbetreuungsampel

 

 

 


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Lesermeinungen

 bibelfreund 23. Mai 2022 
 

Wie man an Geld kommt

Burka anziehen, Regenbogen-Familie gründen, Kinder queeeeer erziehen…. Und das Geld von Kirche und Staat fließt in Strömen


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 Karlmaria 23. Mai 2022 

Ich kenne das aus meiner Jugendzeit:

Die Berufstätigkeit der Frau war damals das Allheilmittel gegen die Probleme der Rentenversicherung. Heute ist es darüber ruhiger geworden. Denn die Frauen die damals die Rentenversicherung entlastet haben indem sie einzahlen aber noch weit von der Rente entfernt sind wollen jetzt selbst Rente. In Österreich scheint dieser Vorgang etwas später stattzufinden. Insofern profitiert in Österreich wahrscheinlich die Rentenversicherung stark von davon dass mehr Frauen berufstätig werden. Das ist halt der Hintergrund weshalb Hausfrauen nichts bekommen. Ich überlege mir manchmal und für mich wäre das ja nur theoretisch ob es für einen Christ erlaubt ist von Sozialhilfe zu leben so wie das oft die ultraorthodoxen Juden mit ihren vielen Kindern machen. Denn unser gesamtes Gesellschaftssystem ist nicht auf Familien mit vielen Kindern ausgerichtet. Vielleicht ist es da schon erlaubt von Sozialhilfe zu leben!


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