Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  3. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  6. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  7. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Leere der kirchlichen Lehre
  14. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  15. Maria, die Mutter des Friedens

Familien dürfen nicht leer ausgehen

23. Mai 2022 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gastkommentar von Gudrun Kattnig / Katholischer Familienverband Kärnten


Klagenfurt (kath.net)

Kinderbetreuung ist kein Kinderspiel. Das zeigt die Debatte um das neue Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz. Doch was ist qualitativ hochwertige Kinderbetreuung? Nämlich aus Sicht derer, die es am meisten betrifft: der Kinder. 

Die Forderungen der Sozialpartner sind klar: lange Öffnungszeiten, ganzjährig verfügbar und die Vollzeitbeschäftigung beider Elternteile ermöglichend. Wer den Nutzen hat, wenn die Arbeitskraft der Eltern, vor allem die der Mütter, möglichst wenig unterbrochen wird, liegt auf der Hand. 

Fragt sich, ob Kinder, zumal zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr, sich das auch wünschen würden. Babys können sich nicht äußern, aber ihre Bedürfnisse sind tausendfach erforscht. Die wären: sichere Bindung, Geborgenheit, konstante Bezugsperson in den ersten drei Lebensjahren. Dieser Zeitrahmen ist der empfindlichste im Leben und verdient absoluten Schutz.


Entwicklungspsychologen, Bindungsforscher sowie Kinderpsychiater haben in enger Anbindung mit Kleinkindpädagoginnen einen Leitfaden erstellt: die sog. Kinderbetreuungs-Ampel. In diesem Leitfaden für die frühkindliche Betreuung werden die wichtigsten Qualitätskriterien wie Alter, Gruppengröße, Bezugspersonen u.v.m. beleuchtet. Er dient als Orientierungshilfe für Eltern, Einrichtungen, Elementarpädagoginnen und die Politik.

Politik hat die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, die gewährleisten, dass Familien ihre Aufgaben wahrnehmen können. Es ist nicht Aufgabe des Staates, die Belange der Familien stellvertretend auszuführen. Es gilt nach der Regel des Subsidiaritätsprinzips zu handeln und nur im Bedarfsfall unterstützend einzugreifen.

Eltern, die ihre Kinder in Einrichtungen betreuen lassen, mit horrenden Summen öffentlicher Gelder zu subventionieren, und gleichzeitig Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, leer ausgehen zu lassen, ist zutiefst ungerecht. 

Kleinkindbetreuung innerhalb der Familie ist nachweislich qualitativ hochwertig. Nur in der sicheren Bindung entsteht Bildungsfähigkeit, die auch in Einrichtungen möglich ist. Dann wäre aber der Betreuungsschlüssel laut Experten: eine Pädagogin auf 1,5 Kinder.  Qualitativ hochwertige Betreuung hat ihren Preis, innerhalb einer Einrichtung und genauso innerhalb der Familie. Diesen Preis sollte die Politik bereit sein zu zahlen, wenn sie tatsächlich am Kindeswohl interessiert ist. 

 

https://www.familie.at/site/kaernten/familienpolitik/kinderbetreuungsampel

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  4. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  5. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  6. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  7. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  8. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  9. COMECE veröffentlicht Positionspapier zur Frage der Löschung von Taufregistereinträgen
  10. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift
  11. Italiens Kirche nach weiterer Sterbehilfe-Legalisierung besorgt
  12. „Bruder, gib auf dich Acht!“ (Mt 18,15–20)
  13. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  14. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  15. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz