Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  2. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Vom Benehmen mit Majestäten
  7. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  8. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  9. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  12. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  13. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  14. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  15. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten

Äbtissin: "Kirche ist kein religiöser Verein, der sich selbst Ämter schafft"

2. Juni 2022 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Äbtissin Christiana Reemts: "Was wir in der deutschen Kirche wieder begreifen müssen, ist, dass ein Bischof sein Amt nicht von Gemeinde, sondern von den Aposteln und damit letztlich von Christus empfangen hat."


Mariendonk (kath.net/pl) „Was wir in der deutschen Kirche wieder begreifen müssen, ist, dass ein Bischof sein Amt nicht von der Gemeinde, sondern von den Aposteln und damit letztlich von Christus empfangen hat. Die Kirche ist kein religiöser Verein, der sich selbst irgendwelche Ämter schafft, sondern eine Gründung Jesu Christi.“ Darauf macht die Mariendonker Äbtissin und Theologin Dr. Christiana Reemts OSB aufmerksam. Auf ihrem Blog auf der Website der Benediktinnerinnen-Abtei Mariendonk erläutert sie darauf aufbauend, dies bedeute allerdings, „dass diese sichtbare Kirche, die uns oft so ärgerlich, provozierend oder auch kleinkariert erscheint, Gegenstand unseren Glaubens ist“. Die Kirche sei kein Werk von Menschen, sondern „Kirche Christi“. Dennoch, gleichzeitig sei es auch „naiv, alles in der Kirche unmittelbar auf den irdischen Jesus zurückzuführen. Natürlich gibt es Entwicklung in der Kirche. Aber vor allem gibt es den Heiligen Geist, der die Kirche führt und sie für alle Zeit  - und ich bin überzeugt: auch in unserer Zeit - im Glauben feststehen läßt.“


In ihren immer dezent gehaltenen Blogbeiträgen spürt man, wie sehr sich die Theologin an aktuellen Entwicklungen der katholischen Kirche in Deutschland reibt. Derzeit hält sie sich bei Mitschwestern der Abtei Mariavall in Schweden auf. Sie gesteht ein, dass sie es „ehrlich gesagt genieße… in einem katholischen Umfeld zu sein, in dem man dankbar ist für den Glauben und die Gemeinschaft der Kirche“. Heutzutage seien schwedische Katholiken zumeist „Einwanderer oder Konvertiten. Auch meine Mitschwestern sind fast alle Konvertitinnen, d.h. sie haben sich sehr bewusst als Erwachsene für den Glauben entschieden. Die katholische Kirche Schwedens ist klein und arm, aber sie hat die deutschen Probleme nicht.“

Ein schwedischer Priester habe sie im Gespräch gefragt, berichtet sie in einem weiteren Blogbeitrag, „ob all das, was er von der deutschen Kirche gehört hatte, wahr ist. Ich konnte das nur bestätigen“. Unter Bezug auf Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ stellt sie fest: „Wir sind in Deutschland wie dieser Kaiser und die ihn betrügen, denn wir meinen, wir könnten die Realität und die Sprache neu erfinden. Aber irgendwann wird ein kleines Kind kommen und rufen: „Dahinter ist ja gar nichts!‟ Doch vermutlich werden wir wie der Kaiser einfach weitergehen...“

Dr. Christiana Reemts OSB (siehe Link) ist seit 2005 die Äbtissin der im Bistum Aachen liegenden Abtei Mariendonk. Sie hat unter anderem Arbeiten zu den Kirchenvätern veröffentlicht. Mariendonker Ordensfrauen arbeiten seit 1990 an den „Fontes christiani“, einer zweisprachigen Ausgabe der Kirchenväter, mit, außerdem bei der Edition der Vetus Latina und dem Novum Testamentum Patristicum.

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  5. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  6. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  8. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  9. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  10. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  11. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  12. Vom Benehmen mit Majestäten
  13. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  14. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  15. „Wir sollten für den Himmel leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz