Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  2. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  3. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  4. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  5. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  6. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  7. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  8. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  9. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  10. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  12. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  13. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  14. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“
  15. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"

US-amerikanische Katholische Bischofkonferenz verordnet der eigenen Nachrichtenagentur den Shutdown

6. Mai 2022 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Nachricht lässt wohl auch deutschsprachige „offiziell-katholische“ Medien hochschrecken. Denn der Kampf um die Hoheit in der katholischen Nachrichtenwelt hat die Katholiken im deutschen Sprachraum schon längst im Griff. Von Petra Lorleberg


Washington D.C.-Bonn-Wien-Luzern (kath.net/pl) Die US-amerikanische Bischofskonferenz (USCCB) wird ihren offiziellen Nachrichtendienst „Catholic News Service“ (CNS) Ende 2022 weitgehend schließen. Betroffen ist der Inlanddienst. Weiterbestehen wird die Redaktion für den Vatikan und Rom und das Büro für öffentliche Angelegenheiten, doch die Redaktionen in Washington und New York werden geschlossen und viele der Mitarbeiter gekündigt. Ebenso geschlossen wird der Verlag „USCCB Publishing“ (der z.B. die Rechte an der US-amerikanischen Ausgabe des „Katechismus der Katholischen Kirche“ hält). Darüber hat die USCCB am 4. Mai informiert. Ziel ist nach Angaben der USCCB eine „bedeutende Neuausrichtung“ der eigenen Medienarbeit, dies betrifft auch das Eingehen auf moderne Änderungen der Mediennutzung. Das berichtet die CNS selbst. Über weitere Gründe kann man nur spekulieren: Finanznot infolge des skandalösen Missbrauchsskandals in den USA (Stichwort „Ex-Kardinal McCarrick (Link)“), Richtungsstreitigkeiten?


Im Bericht der deutschen „Katholische Nachrichtenagentur“ (KNA), der sich weitgehend am betreffenden Beitrag der CNS orientiert, findet sich ein Einschub, der auffällt. In der CNS-Vorlage wird nur kurz informiert: „Der katholische Nachrichtendienst unterscheidet sich von der katholischen Nachrichtenagentur, die dem katholischen Laien-Netzwerk EWTN Global Catholic Network untersteht.“

Daraus wird bei der KNA (wir zitieren nach dem Kölner „Domradio“) folgender, stark wertender Absatz: „Analysten fürchten, dass die US-Bischofskonferenz die Krise der katholischen Medien durch die Einstellung von CNS verschärft. In jedem Fall überlässt die USCCB das Feld den Publikationen, die zum EWTN Global Catholic Network gehören. Das von streng konservativen Geldgebern gut geölte Mediennetzwerk treibt über seine Kanäle die Agenda der amerikanischen Rechtskatholiken voran.“ Solch launige Grundsatzkritik an EWTN kommt ausgerechnet aus Mediennetzwerken heraus, die man leider wie folgt beschreiben muss: „Das von streng progressiven (kirchensteuernutzenden-)Geldgebern gut geölte Mediennetzwerk treibt über seine Kanäle die Agenda der deutschen und deutschsprachigen Dissens-Katholiken voran.“

Denn leider ist das ein Faktum: der Kampf um die Hoheit in der katholischen Nachrichtenwelt hat die Katholiken im deutschen Sprachraum schon längst im Griff. Wer die deutschsprachigen katholischen Mainstreammedien liest, kann die schwere Schlagseite zugunsten des „Dissens-Katholizismus“ kaum übersehen. Viele satt und bequem in Kirchensteuergeldern schmarotzenden katholischen Medien – angefangen vom „offiziell inoffiziellen“ Presseorgan der deutsch-katholischen Kirche (Link) bis hin zu Medien auf Bistums-, Verbands- und Pfarreienebene - schwelgen im Dissens-Katholizismus, während hier die Konsens-Katholiken immer mehr verstummen bzw. bewusst ausgegrenzt werden.

Nehmen Sie als Nagelproben: Wo etwa finden sich Praxishinweise zur Umsetzung der Papstwünsche an die Katholiken in Deutschland, die er 2019 in seinem 30-seitigen Brief geäußert hat (Link)? Wo finden sich kirchensteuerfinanzierte, meinungsstarke Pro-Life-Medien im deutschen Sprachraum?

Jene Medien, die sich im deutschen Sprachraum um den Konsenskatholizismus bemühen, jene Medien, die angesichts der enormen Schismagefahr den Papst und die vollen katholischen Lehre unterstützen, erhalten in aller Regel keinen Zugang zur Kirchensteuer und zu den überquellend vollen Finanztöpfen der Kirche hierzulande – dazu zählt übrigens auch kath.net.

Weiterführender Link: Bitte helfen Sie jetzt kath.net – Ihrem Anwalt gegen das drohende Schisma! (Link)

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  4. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  5. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  8. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  9. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  10. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  11. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  12. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  13. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  14. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  15. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz