Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  4. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  5. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  14. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Bischof Veres: Ungarns Christen sollen Verantwortung wahrnehmen

2. April 2022 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischofskonferenz-Vorsitzender ruft zu Teilnahme an Parlamentswahl und Volksabstimmung über sogenanntes "Kinderschutzgesetz" auf.


Budapest (kath.net/ KAP)

Der Ungarische Bischofskonferenz-Vorsitzende Andras Veres hat zur Teilnahme an der Parlamentswahl und dem am Sonntag zeitgleich stattfindenden Referendum über das Gesetz zur Sexualerziehung in der Schule aufgerufen. Beides sei "sehr entscheidend für die Zukunft", sagte Veres im Interview des katholischen Portals "Magyar Kurir" (Freitag). Schon in einem Ende Februar veröffentlichten gemeinsamen Hirtenbrief zur Fastenzeit hatten die ungarischen Bischöfe appelliert, bei den beiden Entscheidungen "mit Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft" die Stimme abzugeben. "Die christlichen Werte helfen", fügte Veres nun hinzu.

Bei der Parlamentswahl fordert die hinter Spitzenkandidat Peter Marki-Zay vereinte Opposition gemeinsam die rechtsnationale Regierungspartei Fidesz von Regierungschef Viktor Orban heraus. Bei der Volksabstimmung geht es um die von der Regierung Orban durchgesetzte Novellierung des sogenannten "Kinderschutzgesetzes", wodurch positive Erwähnungen über nicht-heterosexuelle Lebensformen vor Minderjährigen unter Strafe gestellt wurden.


Westeuropa denke "sehr unchristlich" über das Thema des Referendums, meinte Bischof Veres jetzt im Interview. Er sei aber zuversichtlich, dass nicht nur Christen in Ungarn ihre Verantwortung erkennen, so der Bischof von Györ. Die richtige Entscheidung treffe, wer sich für "Naturalismus" und "Normalität" entscheide, sagte Veres.

Als Platz für Fragen der Sexualität sieht der frühere Professor für Moraltheologie die Familie - und nicht etwa die Schule, wie er im Interview betonte. Die natürliche Identität von Kindern wachse in Familien. "Dies geschieht, indem das Kind Fragen stellt, die die Eltern je nach Reife des Kindes ehrlich beantworten sollen", so der Bischof. Dies gehöre zu einer verantwortungsvollen Vater- und Mutterschaft. Eltern können sich auch entscheiden, dafür fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. "Aber niemand hat das Recht, Eltern diese grundlegende Verantwortung abzusprechen oder zu entziehen", betonte Veres.

Schon Ende vergangenen Jahres hatten die christlichen Kirchen und die jüdischen Gemeinden in Ungarn in einer gemeinsamen Erklärung das Verständnis von Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau bekräftigt. Gott habe den Menschen als Mann und Frau geschaffen, verwies auch Veres nun erneut auf ein Zitat aus dem biblischen Buch Genesis. Aus dieser Verbindung heraus werde Leben weitergegeben. Dies sei auch die christliche Vorstellung für das Wachstum der Gesellschaft. "Alles andere ist nicht normal, das müssen wir deutlich sagen", so Veres wörtlich.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ulrich Motte 3. April 2022 
 

Fischlein- Danke für Ihre Information!

Gilt das auch für private Schulen?


0
 
 Fischlein 3. April 2022 
 

@Ulrich Motte

So wie ich den Bischof verstanden habe, betrifft das Verbot verschiedene Formen des Schulunterrichts. Dort ist es verboten, Homosexualität als etwas Positives Nachahmenswertes zu zeigen.
Die Eltern haben ihre Rechte unberührt.


0
 
 Ulrich Motte 2. April 2022 
 

Frage (nicht: Behauptung)

Der Herr Bischof sagt: "Aber niemand hat das Recht, Eltern diese grundlegende Verantwortung abzunehmen oder zu entziehen". Gemeint sind Fragen der Sexualität, geht aus obigem Text hervor. Der Herr Bischof meint weiter, daß Eltern für das Gespräch darüber, die Erziehung ihrer Kinder, auch entscheiden könnten, "fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen." Dürfen Eltern (FRAGE!) nach der Meinung des Herrn Bischofs dann auch vor ihren Kindern "positive Erwähnungen nicht herosexueller Lebensformen" vornehmen oder entsprechende Hilfen Dritter dafür in Anspruch nehmen, was ja zumindest laut obigem Text in Ungarn strafbar ist? Bitte keine Mißvertändnis: Mir nahe Konfessionen sind wie ich besonders strikt heterosexuell orientiert und lehren das in unseren Familien, Gemeinden und Privatschulen. Aber der Herr Bischof sollte eventuell mögliche Widersprüchlichkeit seiner Aussagen verhindern.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ungarn

  1. Beobachtungsstelle: Tausende christenfeindliche Straftaten in Europa
  2. Papst Leo XIV. empfing Ungarns Ministerpräsident Orban
  3. Kardinal Erdö: Das Leben nicht von Spaltung und Hass prägen lassen
  4. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  5. Ungarn: Bischof für Kultur der Lebensbejahung statt Sterbehilfe
  6. Kein Segen für Paare in einer nichtehelichen Partnerschaft oder gleichgeschlechtlichen Beziehung
  7. Ungarischer Ministerpräsident Viktor Orban übernimmt die Kriegslügen von Putin
  8. Die Realität aufzeigen
  9. Erdö vor Papstbesuch: Budapest eine Brücke zwischen Ost und West
  10. Bischof Veres: Kirche auch in Ungarn in radikalem Wandel







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  3. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  4. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  7. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  11. Mit dem Rosenkranz im Gym
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  14. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz