Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  12. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Bischof Veres: Ungarns Christen sollen Verantwortung wahrnehmen

2. April 2022 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischofskonferenz-Vorsitzender ruft zu Teilnahme an Parlamentswahl und Volksabstimmung über sogenanntes "Kinderschutzgesetz" auf.


Budapest (kath.net/ KAP)

Der Ungarische Bischofskonferenz-Vorsitzende Andras Veres hat zur Teilnahme an der Parlamentswahl und dem am Sonntag zeitgleich stattfindenden Referendum über das Gesetz zur Sexualerziehung in der Schule aufgerufen. Beides sei "sehr entscheidend für die Zukunft", sagte Veres im Interview des katholischen Portals "Magyar Kurir" (Freitag). Schon in einem Ende Februar veröffentlichten gemeinsamen Hirtenbrief zur Fastenzeit hatten die ungarischen Bischöfe appelliert, bei den beiden Entscheidungen "mit Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft" die Stimme abzugeben. "Die christlichen Werte helfen", fügte Veres nun hinzu.

Bei der Parlamentswahl fordert die hinter Spitzenkandidat Peter Marki-Zay vereinte Opposition gemeinsam die rechtsnationale Regierungspartei Fidesz von Regierungschef Viktor Orban heraus. Bei der Volksabstimmung geht es um die von der Regierung Orban durchgesetzte Novellierung des sogenannten "Kinderschutzgesetzes", wodurch positive Erwähnungen über nicht-heterosexuelle Lebensformen vor Minderjährigen unter Strafe gestellt wurden.


Westeuropa denke "sehr unchristlich" über das Thema des Referendums, meinte Bischof Veres jetzt im Interview. Er sei aber zuversichtlich, dass nicht nur Christen in Ungarn ihre Verantwortung erkennen, so der Bischof von Györ. Die richtige Entscheidung treffe, wer sich für "Naturalismus" und "Normalität" entscheide, sagte Veres.

Als Platz für Fragen der Sexualität sieht der frühere Professor für Moraltheologie die Familie - und nicht etwa die Schule, wie er im Interview betonte. Die natürliche Identität von Kindern wachse in Familien. "Dies geschieht, indem das Kind Fragen stellt, die die Eltern je nach Reife des Kindes ehrlich beantworten sollen", so der Bischof. Dies gehöre zu einer verantwortungsvollen Vater- und Mutterschaft. Eltern können sich auch entscheiden, dafür fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. "Aber niemand hat das Recht, Eltern diese grundlegende Verantwortung abzusprechen oder zu entziehen", betonte Veres.

Schon Ende vergangenen Jahres hatten die christlichen Kirchen und die jüdischen Gemeinden in Ungarn in einer gemeinsamen Erklärung das Verständnis von Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau bekräftigt. Gott habe den Menschen als Mann und Frau geschaffen, verwies auch Veres nun erneut auf ein Zitat aus dem biblischen Buch Genesis. Aus dieser Verbindung heraus werde Leben weitergegeben. Dies sei auch die christliche Vorstellung für das Wachstum der Gesellschaft. "Alles andere ist nicht normal, das müssen wir deutlich sagen", so Veres wörtlich.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ulrich Motte 3. April 2022 
 

Fischlein- Danke für Ihre Information!

Gilt das auch für private Schulen?


0
 
 Fischlein 3. April 2022 
 

@Ulrich Motte

So wie ich den Bischof verstanden habe, betrifft das Verbot verschiedene Formen des Schulunterrichts. Dort ist es verboten, Homosexualität als etwas Positives Nachahmenswertes zu zeigen.
Die Eltern haben ihre Rechte unberührt.


0
 
 Ulrich Motte 2. April 2022 
 

Frage (nicht: Behauptung)

Der Herr Bischof sagt: "Aber niemand hat das Recht, Eltern diese grundlegende Verantwortung abzunehmen oder zu entziehen". Gemeint sind Fragen der Sexualität, geht aus obigem Text hervor. Der Herr Bischof meint weiter, daß Eltern für das Gespräch darüber, die Erziehung ihrer Kinder, auch entscheiden könnten, "fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen." Dürfen Eltern (FRAGE!) nach der Meinung des Herrn Bischofs dann auch vor ihren Kindern "positive Erwähnungen nicht herosexueller Lebensformen" vornehmen oder entsprechende Hilfen Dritter dafür in Anspruch nehmen, was ja zumindest laut obigem Text in Ungarn strafbar ist? Bitte keine Mißvertändnis: Mir nahe Konfessionen sind wie ich besonders strikt heterosexuell orientiert und lehren das in unseren Familien, Gemeinden und Privatschulen. Aber der Herr Bischof sollte eventuell mögliche Widersprüchlichkeit seiner Aussagen verhindern.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ungarn

  1. Beobachtungsstelle: Tausende christenfeindliche Straftaten in Europa
  2. Papst Leo XIV. empfing Ungarns Ministerpräsident Orban
  3. Kardinal Erdö: Das Leben nicht von Spaltung und Hass prägen lassen
  4. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  5. Ungarn: Bischof für Kultur der Lebensbejahung statt Sterbehilfe
  6. Kein Segen für Paare in einer nichtehelichen Partnerschaft oder gleichgeschlechtlichen Beziehung
  7. Ungarischer Ministerpräsident Viktor Orban übernimmt die Kriegslügen von Putin
  8. Die Realität aufzeigen
  9. Erdö vor Papstbesuch: Budapest eine Brücke zwischen Ost und West
  10. Bischof Veres: Kirche auch in Ungarn in radikalem Wandel







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz