Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet

Die „rote Linie“: Kardinal Marx stellt die Kirche in Frage

28. März 2022 in Kommentar, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Als Bischof ist Marx nicht zum „Reformator“ der Kirche bestellt und auch nicht zu einer Art „Volkstribun“ des Synodalen Irrwegs, sondern zum Hirten und zum Hüter der Einheit.“ Gastbeitrag von Joachim Heimerl


Wien-München (kath.net) Als ich neulich meinen Kommentar über den „Regenbogenkardinal“ schrieb, nahm ich nicht an, dass Kardinal Marx binnen acht Tagen noch eins drauf setzen würde, und im Gegensatz zu vielen meiner Leser habe ich, wie ich gestehen darf, gehofft, der Kardinal würde dank höher Einsicht zurückrudern oder wenigstens nachsteuern.

Weil man bei Kardinal Marx aber offensichtlich mit allem rechnen muss, musste man eben auch damit rechnen, dass es noch schlimmer kommt. - Eigentlich schade!

Als Marx beispielsweise vor einigen Jahren den (heute moslemischen) Tempelberg in Jerusalem besuchte, legte er bereitwillig das Brustkreuz ab und sorgte damit zurecht für weltweite Empörung. Seitdem haben sich die Wogen um den Kardinal nie mehr geglättet, im Gegenteil: Marx fiel in permanenter Steigerung mit Einlassungen auf, die geeignet waren den Kern des Katholischen zu erschüttern. Beim jüngsten Treffen mit Opfern sexuellen Missbrauchs stellte er nun sogar das „Gesamtsystem“ der Kirche in Frage, und man fragt sich: „Ist das noch zu toppen?“


Schon der Begriff „System“ aber offenbart hier einmal mehr ein Kirchenbild, das mit der katholischen Auffassung von der Kirche Jesu Christi nicht mehr allzu viel gemein hat. Hinzu kommt: Die Kirche ist vom Glauben der Kirche eben nicht zu trennen; es gibt kein auswechselbares „System“ einerseits und einen davon „abgelösten“ Glauben andererseits.

Mit anderen Worten: Die Infragestellung des „Gesamtsystems“ impliziert eine Infragestellung der Kirche und des katholischen Glaubens als solchen.

Als Bischof aber ist Marx nicht zum „Reformator“ der Kirche bestellt und auch nicht zu einer Art „Volkstribun“ des Synodalen Irrwegs, sondern zum Hirten und zum Hüter der Einheit. Dazu gehört es aber auf keinen Fall, die Kirche in Frage zu stellen. Zumal für einen Kardinal ist das im Wortsinn die „rote Linie“. Würde Marx diese Linie jedoch wirklich überschreiten – was abzuwarten bleibt –, müsste er wohl zuerst sich selbst und sein Amt in Frage stellen.

Umgekehrt aber haben die Gläubigen wie die Priester, die ihm als Bischof verpflichtet sind, ein Anrecht darauf, dass er seinem Hirtendienst innerhalb des „Systems“ gerecht wird. Im Grunde bleiben dem Kardinal so bereits heute nur zwei Möglichkeiten: Seine Äußerung schnellstmöglich zu korrigieren oder aber auf sein Bischofsamt und die Kardinalswürde zu verzichten. Alles andere wäre ansonsten nur eins: vollständig unglaubwürdig. Aber wie schon in der letzten Woche gebe ich meine Hoffnung nicht auf und warte wie viele auf einen Kurswechsel des Kardinals.

Archivfoto Kardinal Marx (c) kath.net

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  7. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  8. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  9. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  10. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  11. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  12. Vergebung kennt keine Grenze
  13. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz