Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Äbtissin: „Vorwurf, den ich immer wieder höre: dass ich als Christin, als Nonne, in ‚Blase‘ lebe“

27. März 2022 in Spirituelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Äbtissin Reemts OSB: „Oft ein Totschlagargument, wenn ich äußere, was Mainstream widerspricht. Dann ist mit ‚Blase‘ der katholische Glaube gemeint, fast immer erheben den Vorwurf nicht ungläubige Menschen, sondern solche, die selbst Katholiken sind.“


Mariendonk (kath.net/pl) Sie höre immer wieder den Vorwurf, „dass ich als Christin, gar als Nonne, in einer ‚Blase‘ lebe. Solche ‚Blasen‘ gibt es ja tatsächlich, d.h. es gibt Menschen, die die Wirklichkeit nur noch gefiltert an sich heranlassen und nichts mehr aufnehmen, was ihren Vorurteilen nicht entspricht.“ Jedoch diene dieser Vorwurf faktisch häufig „als Totschlagargument, wenn ich etwas äußere, was dem Mainstream widerspricht.“ Darauf weist die Äbtissin der Benediktinerinnen-Abtei Mariendonk, Christiana Reemts, auf ihrem Blog auf der Homepage des Klosters hin. Sie führt weiter aus, dass in diesem Fall mit „Blase“ der katholische Glaube gemeint sei und beobachtet: „Fast immer erheben diesen Vorwurf nicht ungläubige Menschen, sondern solche, die selbst Katholiken sind. Sie möchte ich dann fragen: ‚Glaubst du eigentlich wirklich? Glaubst du, dass Jesus der Sohn Gottes ist, dass wir in seinen Leib hineingetauft sind und sein göttliches Leben immer neu in der Eucharistie empfangen?‘“ Doch seien genau diese Fragen für ihr „Gegenüber erst recht die Bestätigung dafür, dass ich noch nicht in der Gegenwart angekommen bin“. Entschlossen schreibt die Äbtissin und Theologin weiter: „Aber dazu stehe ich, denn das, was man ‚Binnenwelt‘, ‚Ghetto‘ oder neudeutsch ‚Blase‘ nennt, nenne ich ‚in Christus sein‘.“ Sie wünsche sich, darin schon weiter zu sein, „denn er, der das Licht und die Wahrheit in Person ist, macht mein Leben und Denken keineswegs enger, sondern öffnet es im Gegenteil immer mehr“.


In einem Blogintrag an einem anderen Tag stellt die promovierte Theologin fest, dass die Kirche „nicht in erster Linie eine moralische Anstalt“. Vielmehr sei es Auftrag der Kirche „das Evangelium zu verkünden“. Allerdings folgten dann aus „dem Evangelium folgen auch Konsequenzen für die Lebensführung“. Doch „ohne Glauben, d.h. ohne eine lebendige Christusbeziehung, sind viele moralische Überzeugungen des Christentums nur schwer einsichtig zu machen“.

Die Benediktinerin zitierte dann den frühen griechischen Theologen Origenes: „Christus trägt über keinen den Sieg davon, der es nicht will. Er siegt nur durch Überzeugen. Er ist ja das Wort Gottes“. Genau deshalb erschrecke sie nicht nur vor den „vielen liberalen Halbchristen, denen ich begegne“, sondern noch viel mehr „Menschen wie der Patriarch von Moskau, die meinen, mit Gewalt bekämpfen zu dürfen, was sie für falsch halten. Ein Blick auf Jesus müsste doch zeigen, dass das nicht der Weg ist, den er gelehrt hat“.
 
Dr. Christiana Reemts OSB (siehe Link) ist seit 2005 die Äbtissin der bei Aachen liegenden Abtei Mariendonk. Sie hat unter anderem Arbeiten zu den Kirchenvätern veröffentlicht. Mariendonker Ordensfrauen arbeiten seit 1990 an den „Fontes christiani“, einer zweisprachigen Ausgabe der Kirchenväter, mit, außerdem bei der Edition der Vetus Latina und dem Novum Testamentum Patristicum.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz