Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  10. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  13. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  14. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  15. Schönborn: Kirchenübergaben an andere Kirchen ist der richtige Weg

"Verantwortlich dafür ist der einzelne, nie ein System!"

28. Jänner 2022 in Kommentar, 22 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es gibt keine Kollektivschuld, weder für Menschen mit homosexuellen Tendenzen noch für andere, die sich schuldig gemacht haben - Kommentar von Bischof Marian Eleganti zu den Angriffen auf Benedikt XVI. und zum "deutsch-synodalen Homosexuellen-Outing"


Chur (kath.net)

Papst em. Benedikt XVI. hat persönlich als Präfekt der Glaubenskongregation und dann als Papst gegen die sexuellen Übergriffe durch Kleriker im Priesterstand mehr getan als viele andere vor ihm oder nach ihm. Jeder Informierte weiss das. Die sexuellen Übergriffe durch Kleriker sind im Vergleich mit der gesamten Gesellschaft überdurchschnittlich hoch (80 Prozent) mit der Homosexualität der Täter korreliert. Es dominieren die männlichen Opfer. Alle bisherigen Untersuchungen zum Thema dokumentieren das auf dramatische Weise. Zu behaupten, es seien dabei nur Machtmissbrauch (Klerikalismus) und nicht die sexuellen Bedürfnisse der Täter im Spiel, mit anderen Worten: ihre homosexuelle Neigung spiele keine Rolle beim Missbrauch, ist Realitätsverweigerung oder Immunisierungsstrategie.

Dass jetzt Priester und kirchliche Mitarbeiter sich als «queer» outen, um ihre Homosexualität in der Kirche zu etablieren und eine Revision der kirchlichen Lehre zu erzwingen, dokumentiert diese Problemimmunität gegenüber dem durch die Missbrauchsstudien in aller Welt zu Tage geförderten, immer wieder gleichen Sachverhalt der mehrheitlich mit Homosexualität korrelierten Missbräuche im männlichen Klerus. Klar: Moralisches Handeln ist nicht determiniert. Es kann in unserem Zusammenhang also nicht von zwingender Kausalität gesprochen werden. In der Philosophie spricht man von einer notwendigen, aber nicht hinreichenden Voraussetzung (Homosexualität) eines Phänomens (überwiegend männliche Opfer). Die spirituelle Erfahrung zeigt, dass moralisches Handeln im Kampf mit den eigenen Schwächen bzw. Neigungen schwierig ist und häufig nicht gelingt. Verantwortlich dafür ist der einzelne, nie ein System. Augustinus: «Ich bin es, der es getan hat» (ego sum qui feci!).


Es gibt deshalb auch keine Kollektivschuld oder eine Art «Sippenhaftung», weder für Menschen mit homosexuellen Tendenzen noch für andere, die sich schuldig gemacht haben, noch für die Kirche als Ganze für die Handlungen ihrer einzelnen Glieder. Niemand kann sich für die Sünde des anderen entschuldigen. Der Täter muss es selbst tun. Das gleiche gilt auch für das öffentlich inszenierte sog. «Fremdschämen», durch das viele vor allem sich selbst in ein gutes Licht rücken, meist wenig überzeugend. Wir richten nicht über Menschen, verurteilen nur Verhaltensweisen: Den Sünder lieben, die Sünde verurteilen. Besser wird es nur, wenn jeder einzelne sich bessert. Auch Papst Franziskus hat die geltende Norm, Kandidaten mit homosexuellen Neigungen nicht zum Priestertum zuzulassen, bestätigt. Dem Problem der Homosexualität im Klerus und der mehrheitlich homosexuell konnotierten Missbräuche durch den Klerus (Korrelation) hat er sich nicht gestellt, sondern den Sachverhalt zum reinen Problem des Machtmissbrauchs (Klerikalismus) erklärt. Er hat sich gegen homosexuelle Netzwerke in der Kirche ausgesprochen, aber wenig getan, sie zu beseitigen.

 

 

Bischof Marian Eleganti auf MeWe


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  8. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  9. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  10. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  11. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen
  12. „Nur zur Klarstellung: Ich sehe mich eher als den Papst, der zufällig Amerikaner ist“
  13. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  14. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  15. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz