Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  6. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  11. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  14. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  15. Die Heilige Schrift als Wort Gottes und Raum der Offenbarung in menschlicher Sprache

"Verantwortlich dafür ist der einzelne, nie ein System!"

28. Jänner 2022 in Kommentar, 22 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es gibt keine Kollektivschuld, weder für Menschen mit homosexuellen Tendenzen noch für andere, die sich schuldig gemacht haben - Kommentar von Bischof Marian Eleganti zu den Angriffen auf Benedikt XVI. und zum "deutsch-synodalen Homosexuellen-Outing"


Chur (kath.net)

Papst em. Benedikt XVI. hat persönlich als Präfekt der Glaubenskongregation und dann als Papst gegen die sexuellen Übergriffe durch Kleriker im Priesterstand mehr getan als viele andere vor ihm oder nach ihm. Jeder Informierte weiss das. Die sexuellen Übergriffe durch Kleriker sind im Vergleich mit der gesamten Gesellschaft überdurchschnittlich hoch (80 Prozent) mit der Homosexualität der Täter korreliert. Es dominieren die männlichen Opfer. Alle bisherigen Untersuchungen zum Thema dokumentieren das auf dramatische Weise. Zu behaupten, es seien dabei nur Machtmissbrauch (Klerikalismus) und nicht die sexuellen Bedürfnisse der Täter im Spiel, mit anderen Worten: ihre homosexuelle Neigung spiele keine Rolle beim Missbrauch, ist Realitätsverweigerung oder Immunisierungsstrategie.

Dass jetzt Priester und kirchliche Mitarbeiter sich als «queer» outen, um ihre Homosexualität in der Kirche zu etablieren und eine Revision der kirchlichen Lehre zu erzwingen, dokumentiert diese Problemimmunität gegenüber dem durch die Missbrauchsstudien in aller Welt zu Tage geförderten, immer wieder gleichen Sachverhalt der mehrheitlich mit Homosexualität korrelierten Missbräuche im männlichen Klerus. Klar: Moralisches Handeln ist nicht determiniert. Es kann in unserem Zusammenhang also nicht von zwingender Kausalität gesprochen werden. In der Philosophie spricht man von einer notwendigen, aber nicht hinreichenden Voraussetzung (Homosexualität) eines Phänomens (überwiegend männliche Opfer). Die spirituelle Erfahrung zeigt, dass moralisches Handeln im Kampf mit den eigenen Schwächen bzw. Neigungen schwierig ist und häufig nicht gelingt. Verantwortlich dafür ist der einzelne, nie ein System. Augustinus: «Ich bin es, der es getan hat» (ego sum qui feci!).


Es gibt deshalb auch keine Kollektivschuld oder eine Art «Sippenhaftung», weder für Menschen mit homosexuellen Tendenzen noch für andere, die sich schuldig gemacht haben, noch für die Kirche als Ganze für die Handlungen ihrer einzelnen Glieder. Niemand kann sich für die Sünde des anderen entschuldigen. Der Täter muss es selbst tun. Das gleiche gilt auch für das öffentlich inszenierte sog. «Fremdschämen», durch das viele vor allem sich selbst in ein gutes Licht rücken, meist wenig überzeugend. Wir richten nicht über Menschen, verurteilen nur Verhaltensweisen: Den Sünder lieben, die Sünde verurteilen. Besser wird es nur, wenn jeder einzelne sich bessert. Auch Papst Franziskus hat die geltende Norm, Kandidaten mit homosexuellen Neigungen nicht zum Priestertum zuzulassen, bestätigt. Dem Problem der Homosexualität im Klerus und der mehrheitlich homosexuell konnotierten Missbräuche durch den Klerus (Korrelation) hat er sich nicht gestellt, sondern den Sachverhalt zum reinen Problem des Machtmissbrauchs (Klerikalismus) erklärt. Er hat sich gegen homosexuelle Netzwerke in der Kirche ausgesprochen, aber wenig getan, sie zu beseitigen.

 

 

Bischof Marian Eleganti auf MeWe


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  6. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  9. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  10. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz