Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  4. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  5. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  6. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  7. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  8. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  11. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  12. Ein Moment zum Schämen
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. Ein Akt der Demut?
  15. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt

St. Pöltner Moraltheologe Spindelböck: Christen dürfen Ungeimpfte nicht ausgrenzen

30. November 2021 in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Viele Menschen in Österreich hätten derzeit den Eindruck, dass die Politik eigene Versäumnisse in der koordinierten Bekämpfung der Pandemie "auf die Gruppe der Ungeimpften abzuwälzen" suche


St. Pölten (kath.net/KAP/red)

Nach den Worten von Josef Spindelböck von der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten gilt aus moraltheologischer Sicht grundsätzlich: Wer eine Impfung für sich persönlich ablehnt, ist ethisch verpflichtet, sich und andere vor einer möglichen Ansteckung und Ausbreitung von Covid-19 zu schützen. Dazu zählten regelmäßige Tests, Abstand halten, FFP2-Masken etc.

Um des Gemeinwohls willen kann laut Spindelböck in einem streng definierten Rahmen eine zeitweise Impfpflicht eingeführt werden, wenn dies medizinisch gesehen der letzte Ausweg ist, um die negativen Folgen einer Pandemie einzudämmen. Freilich werde damit das grundlegende Menschenrecht auf persönliche Freiheit und Achtung der körperlichen Integrität eingeschränkt; deshalb wäre eine solche gesetzliche Anordnung rechtfertigungspflichtig. Für eine auch nur temporäre Impfpflicht müssten zugleich auch Ausnahmen definiert werden: für bereits Genesene, für Menschen mit bestimmten körperlichen Erkrankungen und in außergewöhnlichen psychischen Situationen "und nicht zuletzt auch für jene, welche eine Impfung aus Gewissensgründen ablehnen", so der St. Pöltner Theologe.

Viele Menschen in Österreich hätten derzeit den Eindruck, dass die Politik eigene Versäumnisse in der koordinierten Bekämpfung der Pandemie "auf die Gruppe der Ungeimpften abzuwälzen" suche. "Diese werden als Sündenböcke ausgemacht, die es zu bestrafen gilt, wenn sie sich nicht überzeugen lassen", so Spindlböck. Er nannte eine solche Vorgangsweise "hochproblematisch", weil letztlich entsolidarisierend. Menschen - und erst recht Christen - dürften einander nicht ausgrenzen, sondern das Wohl aller Mitmenschen im Auge haben.

Angesichts der in Österreich angebotenen, "hochwirksamen" Impfstoffe formuliert der Moraltheologe einen Appell an alle noch Zögernden: "Sofern dem nicht schwerwiegende Gründe entgegen stehen: Lassen Sie sich bitte möglichst bald impfen! Es dient dem Wohl aller."


Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich, Alle Rechte vorbehalten



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  3. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  4. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  5. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  6. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  7. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  8. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  9. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  10. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  11. Besuch einer LGBTQ-Gemeinde
  12. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  13. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  14. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  15. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz