Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

Rosenkranzprozession in Einsiedeln anlässlich 450 Jahre Sieg bei Lepanto

11. Oktober 2021 in Schweiz, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


An der Prozession nahmen 800 Personen teil, darunter auch viele junge Menschen. Anlass dazu war der 450. Jahrestag des Sieges der Christen bei der Schlacht von Lepanto gegen die osmanische Flotte am 7. Oktober 1571


Einsiedeln (kath.net/pm)
Am vergangenen Samstag fand am Nachmittag eine grosse Rosenkranzprozession durch Einsiedeln statt mit Fahnen, Blasmusik, Gesang und Gebet. An der Prozession nahmen 800 Personen teil, darunter auch viele junge Menschen. Anlass dazu war der 450. Jahrestag des Sieges der Christen bei der Schlacht von Lepanto gegen die osmanische Flotte am 7. Oktober 1571 – dies trotz deutlicher Unterzahl – womit die Bedrohung einer islamischen Invasion in Europa abgewendet werden konnte. Sowohl weltliche als kirchliche Obrigkeiten schrieben den Sieg einer übernatürlichen Kraft durch das Rosenkranzgebet zu.

Die feierliche Prozession wurde angeführt vom Kreuz und Ministranten, es folgten diverse Fahnen, eine Statue des hl. Josefs, viele Priester und Ordensleute, junge Menschen, Pfadfinder und Familien. In der Mitte des Zuges wurde eine grosse, mit Blumen geschmückte Statue Unserer Lieben Frau von Fatima getragen, begleitet von vier Schweizer Gardisten. Die Menschen sangen von der Blasmusik begleitete Marienlieder und beteten zusammen den Rosenkranz. An die Passanten wurden Flyer mit Informationen über die Seeschlacht bei Lepanto sowie „Rosenkranz-Sets“ bestehend aus einem Rosenkranz mit Erklär-Broschüre verteilt.


In jener grössten Galeerenschlacht der Menschheit, am 7. Oktober 1571 in der Meerenge von Lepanto (Griechenland), siegte die Heilige Liga unter dem Befehlshaber „Don Juan de Austria“ gegen das osmanische Heer von „Ali Pascha“, die damalige Weltmacht auf See, welche seit rund 100 Jahren unbesiegt war. Obwohl die Christen an Zahl und Erfahrung unterlegen war, gingen sie als überlegene Sieger hervor. Während bei den Osmanen 110 Schiffe versenkt wurden, verlor die christliche Seite nur 13 Schiffe. Die Christenheit betete damals, aufgefordert von Papst Pius V., vorgängig intensiv den Rosenkranz. Da der Sieg überwältigend und unerklärlich war, schrieb man diesen der Fürsprache der Mutter Gottes und dem Rosenkranzgebet zu. So gravierte man daraufhin in den Palast des Dogen in Venedig folgende Sätze ein: „Nicht Tapferkeit, nicht Waffen, nicht Führer, sondern Unsere Liebe Frau vom heiligen Rosenkranz machte uns zu Siegern.“ Ebenso führte Papst Pius V. ein Jahr darauf das Fest „Maria vom Siege“ ein, das kurz darauf in „Rosenkranzfest“ umbenannt wurde und seither jährlich am 7. Oktober gefeiert wird in Erinnerung an jenen Sieg durch den Rosenkranz.

Pater Lukas Weber, der Zeremonie-Priester, erklärte den Teilnehmern: „Wir wollen unsere liebe Gottesmutter mit dieser feierlichen Prozession ehren und ihr für den himmlischen Schutz in jener entscheidenden Stunde der Christenheit danken. Wären vor 450 Jahren die vielen Soldaten nicht bereit gewesen ihr Leben für den christlichen Glauben einzusetzen, wäre das christliche Europa damals durch den Islam erobert worden.“

Mit diesem Anlass solle die Rosenkranzkönigin geehrt, ihr für den Schutz der Christenheit gedankt und das Rosenkranzgebet wieder mehr verbreitet werden. Ebenso wolle man auch die heutige Zeit der himmlischen Mutter anempfehlen. Denn auch heute werde die Christenheit wieder von vielen Gefahren bedroht, insbesondere auch durch den Atheismus und den allgemeinen Glaubensabfall. Mit der Prozession wolle man Zuflucht zur Rosenkranzkönigin nehmen und alle Nöte der Landesmutter in Einsiedeln anvertrauen, so der Pater weiter.

Mit dieser Prozession knüpfte man an eine sehr alte Tradition in Einsiedeln: Über Jahrhunderte war es üblich anlässlich des Rosenkranzfestes Anfang Oktober zum Gedenken an den Sieg von Lepanto eine feierliche Rosenkranzprozession durch Einsiedeln durchzuführen. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil war diese Tradition aber offenbar verloren gegangen.
Der Organisator, die Militia Immaculatae, ist eine katholische Bewegung des heiligen Pater Maximilian Kolbe, welche die Verehrung der Muttergottes fördert, insbesondere durch die Verbreitung der Wundertätigen Medaille und des Rosenkranzes. Pater Maximilian Kolbe ist vielerorts bekannt, weil er im KZ in Ausschwitz vor 80 Jahren freiwillig für einen mitgefangenen Familienvater im Hungerbunker sein Leben hingab. Die MI der traditionellen Observanz hat mehrere Tausend Mitglieder im deutschsprachigen Raum und über 100'000 Mitglieder weltweit. Die MI hatte vor kurzem eine separate Webseite „rosenkranzgebet.info“ aufgeschaltet und darüber für den Anlass Werbung gemacht.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Schisma auf leisen Sohlen
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Streit um Notre-Dame eskaliert: Macron forciert moderne Glasfenster gegen massiven Widerstand

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz