Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  2. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  3. Vom Elend der Fürbitten
  4. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  7. Der stumme Gott unserer Zeit
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  10. Realitätsverlust im Bistum Chur
  11. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  14. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  15. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!

Ungarns Präsident Janos Ader mit Glaubenszeugnis bei kirchlichem Weltkongress

11. September 2021 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ungarns Staatspräsident Janos Ader hat beim Eucharistischen Weltkongress vor tausenden Teilnehmern ein deutliches Bekenntnis zu seinem katholischen Glauben abgelegt.


Budapest (kath.net/KAP) Ungarns Staatspräsident Janos Ader hat beim Eucharistischen Weltkongress ein deutliches Bekenntnis zu seinem katholischen Glauben abgelegt. "Wenn Du nach Gottes Gesetzen lebst, wenn du mit deinen Talenten gut umgehst, wenn Du nicht in physischer Realität, aber in deinem Herzen, deiner Seele und deinen Taten Gott suchst, dann wirst Du auch Gott finden", sagte der 62-jährige Fidesz-Politiker am Freitag vor mehreren Tausend Kongress-Teilnehmern in Budapest. In einer mit zahlreichen Verweisen auf Kunst, Literatur und Anekdoten aus seinem Leben versehenen Rede, führte Ader auch aus, wie Christen aus ihrem Glauben heraus gesellschaftlich und sozial tätig sein können.

Auf der Suche nach Gott und seiner Hilfe dürfen Katholiken nicht passiv bleiben, mahnte Ader. "Zeichen von Gott bekommen wir alle. Es liegt nur an uns, ob wir das als Zufall betrachten oder die Lehre und Gottes Werk darin sehen." Der Politiker berichtete dazu beispielhaft von einem Hilfsprojekt für Kinder, die durch die Corona-Pandemie zu Waisen geworden sind. Zusammen mit seiner Frau sei angesichts der tragischen Schicksale dieser Kinder die Idee zu einer Stiftung geboren worden. Die verstorbenen Eltern ersetzen könne man nicht, hielt Ader fest. Benannt nach dem ungarischen Priester Istvan Regüczi (1915-2013), der selbst Waise war und später Kinderheime gegründet, versuche die Stiftung aber, den Kindern wenigstens materiell und psychologisch zu helfen.


Der Staatspräsident berichtete zudem von einer Audienz bei Papst Franziskus im September 2013, in der ihm dieser von der Arbeit an der späteren Sozial- und Umweltenzyklika "Laudato si" berichtet habe. Ader trug das gesamte, in der 2015 erschienen päpstlichen Lehrschreiben enthaltene "Gebet für unsere Erde", vor und hob einen Satz daraus besonders hervor, wonach die Menschen "zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht".

In seinem Glaubenszeugnis las Ader zudem ein Gedicht des Lyrikers Attila Jozsef mit dem Titel "Gott stand stets hinter meinem Rücken". Es ist in einem vom Staatspräsidenten mit herausgegebenen Band "Der Blick zum Himmel - Die Gegenwart Gottes in der ungarischen Poesie" enthalten. In einer weiteren Passage seiner Rede legte Ader seine Gedanken zum "Christus des heiligen Johannes vom Kreuz" von Salvador Dali vor.

"Tag des Glaubens"

Der ungarische Präsident leitete den Sozialausschuss zur Vorbereitung des 52. Internationalen Eucharistischen Kongresses (IEC) der Katholischen Kirche, der von 5. bis 12. September in Budapest stattfindet. Aders Zeugnis war einer der Höhepunkte am "Tag des Glaubens" im Rahmen des Kongresses, bei dem am Freitag im Messezentrum "Hungexpo" auch die Kardinäle von Prag und Zagreb, Dominik Duka und Josip Bozanic, zu den Teilnehmern des internationalen Kirchentreffens sprachen. Der Vorsitzende der EU-Bischofskommission COMECE, der Luxemburger Erzbischof Kardinal Jean-Claude Hollerich, feierte einen Gottesdienst.

Am Sonntag wird die ungarische Staatsspitze um Präsident Ader und Regierungschef Viktor Orban mit Papst Franziskus zusammentreffen. Das Kirchenoberhaupt kommt zur Feier der Abschlussmesse des Weltkongresses für eine siebenstündige Kurzvisite nach Budapest.

Der Papst kommt auch mit den Bischöfen des Landes sowie Vertretern anderer christlicher Kirchen und jüdischer Gemeinden in Ungarn zusammen. Zur Mittagszeit feiert er unter freiem Himmel auf dem Budapester Heldenplatz den IEC-Schlussgottesdienst, bevor er zu einem dreitägigen Besuch in die benachbarte Slowakei weiterfliegt.

Der bisher letzte Besuch eines Papstes in Ungarn liegt 25 Jahre zurück. 1996 war Johannes Paul II. in Pannonhalma und Györ. Mit Franziskus nimmt zudem erstmals nach zwei Jahrzehnten wieder ein Papst persönlich am Eucharistischen Weltkongress teil, der - abseits von Pandemiezeiten - hinter den Weltjugendtagen zu den regelmäßigen internationalen Massenveranstaltungen der Katholischen Kirche zählt.

Die Versammlungen sollen die zentrale Bedeutung des Sakraments der Eucharistie in Leben und Sendung der katholischen Kirche bewusst machen und das Verständnis dafür in Orts- und Weltkirche fördern. Die Kongresse werden seit Ende des 19. Jahrhunderts an wechselnden Orten in zuletzt vierjährigem Abstand durchgeführt. Das Treffen in Budapest war Pandemie-bedingt von 2020 auf 2021 verschoben worden.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten

Foto Präsident Ader beim Eucharistischen Kongress (c) IEC

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  5. Realitätsverlust im Bistum Chur
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Vom Elend der Fürbitten
  11. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  12. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  13. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  14. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  15. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz