Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  12. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  13. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  14. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  15. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“

Äbtissin Reemts OSB: „Es gibt zu viele Menschen in unserer Kirche, die nicht an Gott glauben“

13. August 2021 in Spirituelles, 32 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Theologin kritisiert: „Es gibt zu viele Menschen in unserer Kirche – auch Priester, Ordensleute, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten –, die nicht an Gott glauben, aber den Absprung, zum Teil aus wirtschaftlichen Gründen nicht wagen.“


Mariendonk (kath.net/pl) „Es gibt zu viele Menschen in unserer Kirche – auch Priester, Ordensleute, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten –, die nicht an Gott glauben, aber den Absprung, zum Teil aus wirtschaftlichen Gründen nicht wagen. Sie zerstören die Kirche, selbst wenn sie versuchen ihre Aufgaben zu erfüllen.“ Das schreibt die Äbtisssin der Benediktinerinnen-Abtei Mariendonk, Christiana Reemts, auf ihrem Blog auf der Homepage des Klosters. Eigens weist sie darauf hin, dass sie damit nicht jene Menschen meine, die aktuell gerade mit Zweifeln und mit ihrem Glauben ringen, die in Zeiten der Glaubensverdunklung geraten seien – dies alles kenne auch sie selbst und auch dies seien noch „Formen der Liebe und der Beziehung“. Vielmehr beziehe sie sich auf jene „Menschen, für die der Glaube keine Frage mehr“ sei. Tröstlich sei für sie der Gedanke von Ida Fridericke Görres in den Nocturnen 22: „Und doch weiß man bei alle diesen Fragen ganz genau, dass es sich immer nur auf das ‚Christentum‘ in Anführungszeichen beziehen – und nicht auf das andere, den glühenden Kern, der vielleicht erst jetzt beginnt, seine letzten und tiefsten, seine eigentlichen Kräfte zu entfalten.“


In einem anderen Blogbeitrag weist sie darauf hin, dass die Kirche ihrem Wesen nach „Eucharistiegemeinschaft“ sei, also „Gemeinschaft derer, die in der Teilhabe an Leib und Blut Jesu Christi eine Einheit bilden.“ Kirche stehe dabei „unter ihrem Bischof“, erinnert die Theologin und zitiert Cyprian: „Die Kirche ist im Bischof.“ Äbtissin Reemts führt weiter aus, dass gemäß Cyprian „auch das Zusammensein zweier oder dreier Christen“ gebunden sei „an die Unterordnung unter den Bischof, den nur er bürgt dafür, dass diese Begegnung im Heiligen Geist stattfindet.“

Eigens stellt die Benediktinerin fest: „Mir scheint, dass Gemeinschaft mit dem Bischof und Wissen darum, dass nur die Mitfeier der Eucharistie Gemeinschaft mit Christus schenkt, zusammengehören. Wo eins von beiden fehlt, entsteht ein Schisma. Wo eines von beiden fehlt, fehlt in Kürze auch das andere.“ Wer seinem Bischof die Treue aufkündige, der könne „nicht mehr ehrlich die Eucharistie mitfeiern, er wird zuerst das Eucharistiegebet verändern, dann den Ritus und zum Schluss die Sache selbst aufgeben.“ Dann warnt sie: „Wem die Eucharistie ‚nichts mehr sagt‘, braucht auch keine Hierarchie, er wird sich nach und nach einen eigenen Glauben zurechtbasteln und diesen für das eigentliche Christentum halten.“ Doch habe Jesus „die Bischöfe als Nachfolger der Apostel eingesetzt“, als „Garanten der Weitergabe des Evangeliums“. „Wo und solange sie das sind, hat kein Gläubiger das Recht ihnen den Gehorsam zu verweigern.“

Nach einem Urlaub in der Schweiz notierte sie, sie habe „in jedem winzigen Dorf, oft auch mitten in den Bergen, wo es sonst keine weiteren Gebäude gibt, kleine Kirchen oder Kapellen“ gesehen. Ob dies wirklich noch Kirchen seien, fragte die Theologin, „wenn dort nie mehr Gottesdienste stattfinden? Doch sie werden liebevoll gepflegt... Vielleicht warten sie auf ein neues Volk, das wieder begreift, wie sinnlos eine Welt ohne Gott ist.“

In ihrem aktuell jüngsten Blogbeitrag geht Äbtissin Reemts auf einen ganz anderen Aspekt ein. Ihr sei klar geworden – was sie eigentlich ja habe schon immer wissen können –, „dass die Kirche nicht schrumpft, sondern unaufhörlich wächst, wächst bis zum Ende der Welt“. Man könne nur von Schrumpfung sprechen, „wenn man unter Kirche ausschließlich die jetzt lebenden Katholiken versteht und selbst dann nur, wenn man seinen Blick sehr eingeschränkt auf Europa richtet“. Doch zur Kirche gehörten „alle Gläubigen aller Zeiten, von Maria und den Apostel bis zu denen, die die Wiederkunft Christi erleben werden. Mit jedem getauften Kind wächst die Kirche.“

Christiana Reemts OSB ist seit 2005 die Äbtissin der bei Aachen liegenden Abtei Mariendonk. Sie hat unter anderem Arbeiten zu den Kirchenvätern. Mariendonker Ordensfrauen arbeiten seit 1990 an den „Fontes christiani“, einer zweisprachigen Ausgabe der Kirchenväter, mit, außerdem bei der Edition der Vetus Latina und dem Novum Testamentum Patristicum.

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  2. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“
  3. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!
  4. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"
  5. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  6. „Kirchliche Persilscheine für Rot-Grün-Rot“
  7. ‚Mission ist kein Gegensatz zu nachhaltiger Hilfe‘
  8. Polens Parlament stimmt für erweiterte legale Abtreibungen
  9. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  10. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  11. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  14. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  15. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz