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Die Vertiefung der Spaltung

26. April 2021 in Kommentar, 27 Lesermeinungen
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So schreitet der Prozess der Spaltung in Deutschland mit derzeit zunehmender Geschwindigkeit so lange fort, bis nichts und niemand das Feststellen des Schismas noch länger aufhalten kann - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Seit dem Ende des jüngsten Konzils droht der Kirche in manchen Regionen der Welt eine Spaltung. Nach 1965 und in Deutschland noch einmal stärker nach dem Ende der Würzburger Synode wähnten sich die sogenannten reformorientierten Kräfte in der Kirche auf der Siegerseite. Stück für Stück wurde als Symbolfeld dafür der Altarraum erobert, der bis dato dem Priester und den Ministranten vorbehalten war. Die Einführung von Lektoren und Kommunionhelfern sollte die Rolle der Laien stärken. Mädchen als Messdiener stehen für Gleichberechtigung, vertrieben aber unterm Strich die Jungs aus dem Messdienergruppen. Immer mehr vor allem weibliche Laien als Angestellte im pastoralen Dienst der Kirche sollten die Rolle der Frau in der Kirche stärken. Räte übernahmen die Kontrolle in den Pfarreien, Dekanaten und zunehmend in den Bistümern. Viele Schritte konnten sich nicht auf den Willen der Konzilsväter berufen, deshalb konstruierte man den „Geist des Konzils“ als eine Größe der Beliebigkeit und des Relativismus mit der man diese Schritte begründen konnte.

Zugleich mit diesen Schritten nahmen die Päpste Paul VI., Johannes Paul II. und zuletzt Benedikt XVI. die Bürde einer nachkonziliaren Lehrentwicklung auf Basis der wirklichen Beschlüsse des Konzils auf sich. Damit handelten sich diese Päpste den Vorwurf ein, „das Konzil zurückdrehen“ zu wollen. Eingefangen wurden dabei allerdings nur einige wenige überschäumende Reformprojekte. Eine wirklich konsistente Umsetzung der nachkonziliaren Lehre sucht man zumindest in Deutschland vergebens. Gerne ignoriert oder konterkariert man, was aus Rom kommt.


Als wichtigstes Beispiel vollkommen ignorierter päpstlicher Schreiben darf wohl „Humanae vitae“ gelten. Es ist sozusagen das Modellprojekt der selbsternannten Reformer, wie man nach diesem Muster auch später römische Schreiben ignorierte und deren Inhalte desavouierte. Hilflos wirkende Bischöfe sahen zunächst nur zu, wie Priester, Professoren und Laienvertreter den Menschen erzählten, man müsse sich nicht an dies päpstliche Schreiben halten. Der Sündenfall von Königsstein machte den deutschen Episkopat zu Mittätern an der Dekonstruktion der Lehre. Die Königsteiner Erklärung ist bis heute ein Menetekel an der Wand der Kirche in Deutschland.

Fast scheint es, als ließe sich von dort eine Linie das Verfalls ziehen. Angefangen von lehrmäßigen Verflachungen in der Predigt über liturgische Eigenmächtigkeiten setzte sich in den Gemeinden vor Ort eine immer größer werdende Eigenständigkeit im Lehren und Handeln durch. Eine Einheit mit Rom wurde bestenfalls graduell gepflegt. Lobenswerte Ausnahmen, in denen an Einheit gleichermaßen wie an Tradition festgehalten wurde, sind und waren glänzende Edelsteine zwischen häretisch-apostatischem Schlamm und Geröll.

Die Instruktion „Redemptionis sacramentum“, die natürlich in Deutschland auch komplett ignoriert wurde, zeichnet ein jämmerliches Bild vom Zustand der Liturgie im Jahr 2004. Man kann dem Schreiben entnehmen, wogegen es sich wehrt. Ein solcher Eindruck gibt ein gutes Bild davon, was schon damals üblich war. Die Zeit und damit die Fehlentwicklungen sind nicht stehen geblieben. Wer sich das bewusst macht, muss sich in keiner Weise darüber wundern, was in diesem Jahr am 10. Mai passieren wird. Rom sagt sehr klar, dass die Kirche keine Vollmacht hat, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen. In einem ersten Schritt ging daraufhin eine Empörungswelle übers Land. In einem zweiten Schritt gehen Priester hin und rufen einen bundesweiten Aktionstag zum Ungehorsam auf. Pflichtschuldigst hört man von Bischöfen, man werde ungehorsame Priester nicht sanktionieren. Gläubigen bleibt, auch wenn es auf die Lage als solche keinen Einfluss hat, nur die Antwort mit den Füßen. Wo man den aktiven Ungehorsam lebt und damit die Einheit innerlich aufkündigt, ist man als Katholik nicht am rechten Ort.

Denn der stetige Ungehorsam ist die Quelle der immer wieder neuen Vertiefung der Spaltung. Wenn aus Rom die Ansage kommt, dass hier eine Grenze ist, die ohne Verlassen der Einheit nicht überschritten werden darf, wenn der Irrtum benannt wird, wenn der Fehler im Handeln erklärt wird und es wieder und wieder sein „Trotzdem!“ gibt, was ist das anders als „non serviam!“? So schreitet der Prozess der Spaltung mit derzeit zunehmender Geschwindigkeit so lange fort, bis nichts und niemand das Feststellen des Schismas noch länger aufhalten kann.


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Lesermeinungen

 f12 1. Mai 2021 
 

Es hat keine liturgische Reform nach dem Konzil stattgefunden. Es wurde einfach ein neuer Ritus geschaffen der dann ausschließlich gefeiert werden durfte. Der überlieferte Ritus war zu zelebrieren nicht mehr erlaubt, obwohl kirchenrechtlich nicht
abgeschafft. Seither hat die katholische Kirche zwei Riten .Im Ergebnis haben sich die Hoffnungen der Konzilsväter nicht erfüllt.
Die Nachteile des neuen Ritus sind unübersehbar
Ein Reform der Reform wird vom jetzigen Papst abgehlehnt. Der überlieferte Ritus muss wieder zentraler Bestandteil der Kirche werden. Das andere funktioniert doch gar nicht. Der synodale Weg besiegelt den Untergang der katholischen Kirche. Das zweite Vatikanische Konzil war wichtig und die Kirche hat sich zu den Fragestellungen der Moderne positioniert . Man glaubte aber einen völligen Neuanfang machen zu müssen und die Ergebnisse sehen wir heute.


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 SalvatoreMio 28. April 2021 
 

"Geist des Konzils"

@Chris2: vielen Dank für Ihr Bemühen. Vergessen wir meine Frage: ich hatte tatsächlich überhaupt nicht begriffen, was etliche Poster mitteilen wollten. Macht nichts!


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 Chris2 27. April 2021 
 

"Geist des Konzils"

@SalvatoreMio Meinen Sie mit "Bahnhof verstehen" den Begriff "Geist des Konzils"? Der wurde in der Zeit nach dem jüngsten Konzil immer dann als Joker gezückt, wenn man sich nicht auf das Konzil selbst (und den Heiligen Geist) berufen konnte und ist quasi ein Synonym für "Zeitgeist". Bestenfalls...


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 SalvatoreMio 27. April 2021 
 

Wohin sind wir nur geraten!

@Ja, lieber Diadochus: Sie und ich, wir haben die Möglichkeit zum Ausweichen, doch nicht jeder kann das. Ich möchte auch nicht ganz ausweichen und verschwinden, um im Notfall die Bremse ziehen zu können, wenn der Priester auf krumme Gleise abdriftet und uns alle mitzieht.


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 lesa 27. April 2021 

Den der Kirche anvertrauten LOGOS bewahren

[email protected]: Ihre Beschreibung des "Abstimmens mit den Füßen" dürfte dem entsprechen, was P. Winnemöller meint.
Aber vielen Dank für die Genauigkeit und die Differenzierungen, die Sie immer wieder einbringen. Solche THEO-LOGEN kommen ihrem Auftrag in der Kirche nach.


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 Chris2 27. April 2021 
 

Kirchen- oder Kirchensteueraustritt?

@Montfort Wer sich die Kirchensteuer sparen will, ja, der "tritt aus der Kirche aus". Wer die missbräuchliche Verwendung seiner Kirchensteuer nicht mehr verantworten kann und das Geld direkt spendet, tritt nicht nur nicht aus der Kirche aus, sondern stärkt sie - sofern er innerlich und betend dabei bleibt. Wichtig: Das Geld nicht in den Klingelbeutel werfen (außer bei speziellen Sammlungen), sonst landet es doch wieder bei Marx & Co (außer bei Pius, denn die müssen sich selbst tragen)


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 lakota 27. April 2021 
 

@Montfort

Die katholische Kirche zu verlassen ist natürlich der falsche Weg.
Das "Abstimmen mit den Füßen" habe ich so verstanden, Gemeinden den Rücken zu kehren, in denen ungehorsame Priester ihr Unwesen treiben und sich einen gutkatholischen Priester zu suchen, der dem Lehramt treu ist und so seine Gemeinde führt.


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 Diadochus 27. April 2021 
 

@SalvatoreMio

Gerne stimme ich Ihnen zu, wenn Sie sagen, die Hl. Messe sei die Gegenwärtigsetzung des Opfers Christi. Ist sie das noch wirklich? Wird sie oft nicht derart verfälscht, sodass da Zweifel aufkommen, ob der Herr noch anwesend ist? Da hilft dann kein "durchlavieren" mehr, sondern nur die Abstimmung mit den Füßen, indem Sie sich einen anderen Messort suchen, wo Jesus Christus nicht beleidigt wird. So dürfte die Passage im Kommentar von Herrn Winnemöller gemeint sein. So können Sie weiter treu bleiben.


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 hape 27. April 2021 

@bmw65

Vertrauen Sie dem Dreifaltigen! Das ist es, was jeder immer tun kann. Lesen Sie einmal den KKK, Nr. 303 über die Vorsehung. Dort heißt es:

"Die Fürsorge der Vorsehung ist konkret und unmittelbar; sie kümmert sich um alles, von den geringsten Kleinigkeiten bis zu den großen weitgeschichtlichen Ereignissen. Die heiligen Bücher bekräftigen entschieden die absolute Souveränität Gottes im Lauf der Ereignisse: ,,Unser Gott ist im Himmel; alles, was ihm gefällt, das vollbringt er" (Ps 115,3). Und Christus ist der, ,,der öffnet, so daß niemand mehr schließen kann, der schließt, so daß niemand mehr öffnen kann" (Offb 3,7). ,,Viele Pläne faßt das Herz des Menschen, doch nur der Ratschluß des Herrn hat Bestand" (Spr 19,21).

M.a.W.: hier geschieht rein gar nichts, von dem Gott nichts wüßte und dem er nicht gewachsen wäre. Wir leiden zwar daran, dass Gott, als er in sein Eigentum trat, von den seinen nicht erkannt wurde. Aber die Liebe Gottes trägt uns. Sie macht uns zum Licht für die Welt!


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 lesa 27. April 2021 

Träger der Wahrheit sein, beten und vertrauen

@bmw 65: "Einheit, Liebe und Wahrheit wünsche ich euch. Mut und Gerechtigkeit soll euch erfüllen, denn die Zeit ist gekommen, da Gott die Spreu vom Weizen trennt. Bleibt als demütige Träger der Wahrheit in der Stille und im Gebet bei mir. Der Sieg gegen das Böse wird kommen. Es gibt keinen Augenblick, da ich euch fern bin. Lasst euch durch nichts aufhalten. Folgt mir. Doch ihr seid dazu nur in der Lage, wenn ihr den alten Weg verlasst, den WEg der Welt, der die Menschen immer mehr von Gott weg in die Finsternis führt. Erhebt die Augen zum Himmel, von dort kommt das Licht, das euren Weg erhellt. Ich segne euch und bleibe bei euch.
Trotz der vielen Wirrsal wird durch das Gebet alles wieder eine Lösung finden." (Schio)


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 SalvatoreMio 27. April 2021 
 

Treu bleiben!

@ Montfort: Wieviele Ehepartner harren treu in der Ehe aus, um den Kindern beide Eltern zu erhalten. Das kann Martyrium sein! - Wenn treue Katholiken den mystischen Leib Christi verlassen, fehlt wieder ein Beter; es fehlt womöglich gerade der, der nicht "jede liturgische Entgleisung" stoisch hinnimmt. Man muss wohl lernen, die hl. Messe nicht allein als "Kraftquelle für die ganze Woche" zu sehen, sondern eben als Gegenwärtigsetzung des Opfers Christi und mitleiden zum Heil der Welt. - Wir müssen uns "durchlavieren".


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 Montfort 26. April 2021 

Guter Kommentar, doch in einem Punkt zumindest unklar...

"Pflichtschuldigst hört man von Bischöfen, man werde ungehorsame Priester nicht sanktionieren. Gläubigen bleibt, auch wenn es auf die Lage als solche keinen Einfluss hat, nur die Antwort mit den Füßen. Wo man den aktiven Ungehorsam lebt und damit die Einheit innerlich aufkündigt, ist man als Katholik nicht am rechten Ort."

Ja, einem Bischof, der (angekündigte) Ungehorsamsakte durch Weigerung, seine Verantwortung wahrzunehmen - falls notwendig auch Sanktionen zu setzen, um zu Umkehr und Einsicht zu bewegen -, dem kann man nicht mehr in allem gehorchen.

Doch das "Abstimmen mit den Füßen" kann nicht bedeuten, als Katholik die katholische Kirche zu verlassen, sie so den Räubern und Wölfen zu überlassen und aus dem "verwahrlosten Haus" in die angebliche "Idylle der Wildnis" zu ziehen!

Der Ort eines röm.-kath. Gläubigen ist in der röm.-kath. Kirche - das "Abstimmen mit den Füßen" bedeutet, treu da zu bleiben, denn: Die Verheißung Christi, gilt der Kirche, die sein mystischer Leib ist!


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 ThomasR 26. April 2021 
 

vermutlich 3 Ave Maria (unter normalen Umständen)

oder nur 3 Aufrufungen aus der Herz Jesu LItanei
täglich z.B. in der Früh
(+ das Normale: regelmäßige Beichte, Heilige Messe wenigstens sonntags)
würden ausreichen um jegliche Spaltung innerhalb der Kirche zu überwinden
wir verlieren inzwischen zu viel Kraft um die Kirche vor Allem vor inneren Feinden zu verteidigen -wir sind mittig in einer zerstörten Stadt, in der Mitte vom 3. Fatimageheimnis

Die Attacke auf die Erstkommunionkinder über die Erstkommunion ohne Beichte kam tatsächlich und nachweislich vom Inneren der Kirche

www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/3461550_Erstkommunion-ohne-Beichte.html


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 Diadochus 26. April 2021 
 

@Stefan Fleischer

"Man weiss genau, dass viele Gläubige nicht mehr mitmachen." Genau deshalb wurden von den sogenannten Reformern des Konzils die Veränderungen vorgenommen. Das war vorhersehbar und beabsichtigt. So gesehen war das Konzil ein voller Erfolg. Die Päpste Paul VI., Johannes Paul II. und zuletzt Benedikt XVI. erkannten zwar die Fehlentwicklungen, handelten aber nur halbherzig. Der Knackpunkt ist und bleibt die Liturgie, dem Kernstück. Die wird vollkommen ramponiert/protestantisiert werden. Gut, dass Erzbischof Lefebvre standhaft blieb. Sonst wäre der Glaube jetzt schon ausgelöscht.


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 SalvatoreMio 26. April 2021 
 

Vielen Dank für Ihr Bemühen, Herr Fleischer!


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 Stefan Fleischer 26. April 2021 

@ SalvatoreMio

Ja, wozu braucht man eine von Gott losgelöste Kirche? Weil man so "Kirche" bleiben kann - mit allen Vorteilen, welche diese Denomination mit sich bringt - ohne eine echte Beziehung zu Gott pflegen zu müssen, zu jenem Gott, der uns entgegen tritt mit dem Anspruch: "Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst …». Man weiss genau, dass viele Gläubige nicht mehr mitmachen (insb. Steuern bezahlen) würden, wenn man offen sagen würden, dass diese angestrebte andere, neue Kirche eben auch einen anderen, neuen Gott beinhaltet, einen Gott, der uns zu dienen hat und nicht mehr wir ihm. Aber vielleicht ist man ja blöd genug, um das selbst nicht zu realisieren. Schon unsere Stammeltern fielen auf die Schmeicheleien der alten Schlange herein: «Ihr werdet sein wie Gott.» was im Klartext heisst: «Ihr werdet selbst Gott sein.»


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 bmw65 26. April 2021 
 

Vertiefung der Spaltung

Danke - "Vergelt´s Gott" lieber Peter Winnemöller!!
Und jetzt ?? Jetzt ist der Karren an die Wand gefahren - 1965 fing´s an - bergab !! Wir sind in unserer kath. Kirche in Dtschl. zum Sozialclub verkommen -
für jeden Gottesdienstbesucher am Sonntag immer ne "Bratwurst und en Pils" - dann kommen noch 5 Personen dazu... Der PASTORALE IRRWEG führt uns weiter in den Suizid -- Ich weiß auch nicht wie es weiter ---- beten wir...


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 Stefan Fleischer 26. April 2021 

@ Herbstlicht

Viele glauben heute, ein Gewissensentscheid sei ein Entschied, den man ehrlicherweise vor sich selbst verantworten kann. Damit aber haben sie sich den falschen Finger verbunden. Ein Gewissensentscheid ist ein Entscheid, den man im vollen Bewusstsein trifft, ihn letztendlich vor Gott, dem Vater, dem allmächtigen und allwissenden und vor seinem Sohn, unserem Herrn, dem absolut gerechten Richter der Lebenden und der Toten wird zu verantworten habe. Dieses Urteil wird absolut gerecht sein. Es wird alle Faktoren, jene zu unseren Gunsten wie jene zu unseren Lasten, gerecht berücksichtigen. Dabei dürfen wir sicher auch auf seine Barmherzigkeit vertrauen, hoffen, dass er Gnade vor Recht walten lassen kann und will. Aber ein Recht darauf haben wir nicht. Das ist reine Gnade, welche wir nicht damit verscherzen dürfen, dass wir darauf spekulieren. Bedingung ist immer, dass wir diese als unverdientes Geschenk annehmen und erbitten.


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 Diadochus 26. April 2021 
 

Was wird hier gespielt?

Erzbischof Marcel Lefebvre wusste ganz genau, was gespielt wird. Genau deshalb wurde er so vehement bekämpft. Mit Hilfe des Konzils haben die Freimaurer in der Kirche ihre Veränderungen durchgesetzt. Viele Lehrsätze wurden doppelzüngig formuliert, sodass man sich hinterher auf den Geist des Konzils berufen konnte. Der Prozess der Spaltung ist eine Folge des Konzils. Sollten wir in Erzbischof Lefebvre nicht anstelle des „Rebellenbischofs“ einen Menschen unter Gottes Führung sehen, der durch seine Hingabe an Gott zu einem Werk des Heiles geleitet wurde? Das Konzil ist längst als "Mogelpackung" entlarvt, dennoch wollen viele Uneinsichtige daran festhalten. Das ist die Crux, die letztlich in der Zerstörung endet.


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 SalvatoreMio 26. April 2021 
 

Ich verstehe fast nur "Bahnhof" von allen Beiträgen hier!

Eine Frage @ Herrn Stefan Fleischer: Sie erwähnen progressive Kreise, die eine von "Gott losgelöste Kirche leben (richtig verstanden?) Doch wozu braucht man eine Kirche ohne Gott? Dann ist auch Christus überflüssig; keine Auferstehung und kein ewiges Leben usw. Was wollen denn "Progressive" in einer solchen Kirche? Wäre es da nicht sinnvoller, einem Verband von Humanisten oder sonst einer Gruppe zuzugehören? -


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 Herbstlicht 26. April 2021 
 

@Stefan Fleischer

"Und immer noch merken allzu viele, selbst an sich sehr intelligente Theologen und Hirten – sogar in den höchsten Hierarchiestufen – noch nicht, was hier gespielt wird."

Ich denke, Intelligenz schützt nicht vor Irrtum.
Gerade auch die Herzenshaltung den Menschen oder einer Angelegenheit gegenüber bestimmt das menschliche Verhalten mit.

Sie fragen: Merken viele Bischöfe und Theologen tatsächlich nicht, "was hier gespielt wird"?
Dann wäre Umkehr und Korrektur ihres Denken und Handelns ja noch möglich.
Was aber, wenn sie mit ihrer ganzen Person hinter der Sache stehen, ungeachtet der drohenden Folgen?
Wären sie in diesem Fall tatsächlich bereit, in vollem Bewusstsein die Verantwortung für eine Spaltung auf sich zu nehmen - vor Menschen und vor allem vor Gott?


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 ThomasR 26. April 2021 
 

es gibt trotzdem Orte und Zeiten wo/wann die Spaltung

nicht erkennbar ist/war
z.B. Anbetungskongress in Altöting
die Zelebrationsorte der alten Messe (innerhalb der Strukturen der Kirche)
die meisten Institute des geweihten Lebens
bei Radio Horeb hört man auch eher mehr Gebet als Nachrichten über die Spaltung
Deutschland braucht dringendst die Erneuerung des Gebetslebens (erst wenn Gebetsleben stimmt, erst dann ist es an die Anpassung der Strukturen zu denken)und die Einladung von neuen Gebetsgemeinschaften auch vom Ausland (die Heiligen Wilibald, Wunibald und Walburgis sich schließlich nach Deutschland vom Ausland gekommen)
In Süddeutschland wird inzwischen in den Pfarren kaum Mariensingen angeboten. Warum eigentlich nicht?


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 lesa 26. April 2021 

Was bleibt, wenn der Ungeist sein Werk vollbracht hat ...

Treffende Zustandsbeschreibung.
"Der Geist des Konzils", jener Geist, der sich selber so nannte, ist nicht der Geist der Wahrheit, nicht der gute Schöpfergeist, der der gläubigen Vernunft Licht gibt - als Lumen Gemtium - sondern ein spaltender Manipulationsgeist, der nichts SEIN lassen kann und vom Zwang des Veränderns um der Macht willen beseelt ist.
Die Lawine donnert zu Tale. Danach wird man sehen, was übrig bleibt. Jedenfalls ein kleiner Rest, der betet und der sich des Geschenkes der geoffenbarten Wahrheit - angefangen von der anthropologischen Vorgabe von Mann und Frau bis zum Geschenk des einheitsstiftenden Lehramtes und der lebendigen Überlieferung - wieder bewusst ist.


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 Stefan Fleischer 26. April 2021 

Wie es so weit kommen konnte

Immer mehr wird mir bewusst, dass es nur so weit kommen konnte, weil eine solche «gott-lose» (von Gott losgelöste) Kirche, wie wir sie in «progressiven» Kreisen je länger je mehr haben, für einen normal denkenden Christen absolut undenkbar war und immer noch ist. Gott ist dort nur noch ein «Aufhänger» für die eigene Ideologie um zu verhindern, dass die Denomination «Kirche» als Mogelpackung erkannt wird. Immer mehr – anfangs ganz langsam, aber sicher – drängte sich dort der Mensch ins Zentrum, verfiel man der Verlockung des Widersachers: «Ihr werde sein wie Gott», ja, wollte man selbst Gott, oder doch zumindest Herr auch über Gott, sein. Und immer noch merken allzu viele, selbst an sich sehr intelligente Theologen und Hirten – sogar in den höchsten Hierarchiestufen – noch nicht, was hier gespielt wird.


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 hape 26. April 2021 

Richtig: der "Geist des Konzils" … 2/2

Jedenfalls erklärt die theologische Dekonstruktion ein Stück weit das permanente Hinterfragen objektiver Wahrheit, verbunden mit der Forderung nach Einbindung von Humanwissenschaften, die aber ihrerseits keinen Sinn begründen, sondern nur Momentaufnahmen des permanenten Zweifels sind.

Somit wird der Zweifel selbst zum Dogma erhoben. Niemand kann demnach „im Besitz“ oder „Treuhänder“ der von Gott geoffenbarten Wahrheit sein. Auch die Kirche nicht. Statt also selbst einen alternativen Sinn zum Lehramt zu behaupten, erfüllt sich der Zweck der Dekonstruktion in einem nie enden wollenden Prozess des Zweifelns.

Das ist der „Geist des Konzils“, der deshalb mit dem Hl. Geist nicht verwechselt werden darf.


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 hape 26. April 2021 

Richtig: der "Geist des Konzils" … 1/2

wurde im Nachhinein von einer theol.- intellektuellen Elite konstruiert, um das Lehramt zu dekonstruieren. Das meint eine theologische Haltung, die sich gegen den tradierten hermeneutischen Ansatz richtet. Sie stellt einen letztgültigen, in Schrift, Tradition und auch in den Texten des 2VK enthaltenen Sinn in Abrede. Stattdessen postuliert Dekonstruktion die Unabschließbarkeit des Interpretationsvorgangs. Ich frage mich, ob dies das Denken in Prozessen ist, von dem einst Papst Franziskus sprach?


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 Chris2 26. April 2021 
 

Brillant

und präzise auf den Punkt gebracht. Vergelt's Gott, Herr Winnemöller


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