Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

Mexiko: Deutlicher Rückgang der Katholiken seit 2010

19. April 2021 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


77,7 Prozent der Bevölkerung laut Zensus katholisch, um 5 Prozentpunkte weniger als zuvor - Papstbotschafter Coppola hält Bischöfen Versäumnisse vor


Mexiko-Stadt (kath.net/KAP) Höchst besorgt über den Rückgang des Katholikenanteils in Mexiko hat sich der päpstliche Nuntius in dem zentralamerikanischen Land, Franco Coppola, geäußert. Laut den Ergebnissen der jüngsten Volkszählung 2020 sind 77,7 Prozent der 126 Millionen Mexikaner Katholiken. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als noch 2010 (82,7 Prozent). "Wir stellen jetzt mit größerer Klarheit fest, in welchem Ausmaß bei der Glaubenserziehung im vergangenen Jahrzehnt verabsäumt wurde, die Getauften nachhaltig zu erreichen", sagte der Erzbischof bei der Eröffnung der Vollversammlung der mexikanischen Bischofskonferenz laut dem Portal vidanuevadigital.com (Dienstag Ortszeit).

Gott habe der Kirche Mexiko als "katholisches Volk, das glaubensstark sei und die Jungfrau Maria von Guadalupe verehrt" anvertraut - und werde auch zu Rechenschaft ziehen, sagte Coppola, denn: "Wir haben nicht eines von hundert Schafen verloren, sondern ein Viertel der Herde." Die versammelten Bischöfe rief er auf, ein Versagen altbekannter Methoden der Glaubensunterweisung anzuerkennen. Die Katechese, die Familien-, Erziehungs- und Jugendseelsorge seien den Herausforderungen der modernen Gesellschaft offenbar nicht gewachsen, befand Coppola. Sowohl die pastorale als auch die liturgische Praxis sei allgemein rückläufig.


Neben den Veränderungen bei der Religiosität stellte das mit der Volkszählung beauftragte Nationale Institut für Statistik, Geographie und Informatik (INEGI) auch einen Anstieg des Altersdurchschnitts fest: Die Hälfte aller Mexikaner ist demnach heute unter 30 Jahre alt, während vor zehn Jahren die Hälfte noch unter 25 war. Mexiko sei zwar weiterhin ein junges Land, doch sei es nicht so, dass an liturgischen Feiern die Hälfte der Teilnehmer junge Menschen unter 30 Jahren seien, sagte Nuntius Coppola. Der Rückgang der Katholiken unter 30 Jahren sei somit "ganz zu Gunsten der Atheisten ausgefallen", bedauerte der Vatikandiplomat.

Zwar würden besonders die neuen geistlichen Bewegungen mit ihrem großen Anteil an jungen Menschen in ihren Reihen enormen Einsatz zeigen, um den katholischen Glauben weiterzutragen und ihn neu zu vermitteln. Es sei jedoch von offizieller Kirchenseite "viel, viel mehr nötig", unterstrich der Nuntius, der dazu aufrief, auf die Volkszählung nicht mit Mutlosigkeit zu reagieren. Der Papst habe mit der Enzyklika "Fratelli tutti", dem Jahr des heiligen Josef und dem Jahr der Familie der Weltkirche drei Werkzeuge in die Hand gelegt, die Mexikos Ortskirche "wirksam nutzen" solle. 

Insgesamt bezeichneten sich bei der jüngsten Volkszählung 97,9 Millionen Mexikanerinnen und Mexikaner als katholisch. Während ihr Anteil an der Bevölkerung damit sank, nahm seit 2010 die Gruppe der Protestanten und Evangelikalen um 3,7 Prozent auf nunmehr 11,2 Prozent der Gesamtbevölkerung oder insgesamt 15 Millionen Personen zu. 10,2 Millionen Mexikaner deklarierten sich als religionslos, darunter 3,1 Millionen Agnostiker, während insgesamt 250.000 dem jüdischen und muslimischen Glauben oder der spiritistischen Weltanschauung angehören.


Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten

Cafe zu den 7 Posaunen - Episode 5 ... und du glaubst ernsthaft an Gott? - Mit Pfarrer Johannes Laichner & der Theologin Margarete Strauss


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  2. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  3. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  4. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  5. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  6. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  7. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  8. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  9. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  10. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  11. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  12. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  15. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz