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NEIN!

15. März 2021 in Aktuelles, 71 Lesermeinungen
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"Hat die Kirche die Vollmacht, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen?" - Glaubenskongregation stellt klar: NEIN! - Reaktion: Bischof von Regensburg begrüßt Klarstellung - Bätzing: Auf Fragen dieser Art keine einfachen Antworten


Rom (kath.net) Der Heilige Stuhl hat heute durch die Kongregation für die Glaubenslehre ein "Responsum ad dubium der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts" veröffentlicht: "Papst Franziskus wurde in der dem unterzeichnenden Sekretär dieser Kongregation gewährten Audienz über das vorliegende Responsum ad dubium samt der Erläuternden Note informiert und hat ihre Veröffentlichung gutgeheißen. Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 22. Februar 2021, dem Fest der Kathedra Petri.

Luís F. Kard. Ladaria SJ, Präfekt".

 

kath.net dokumentiert das Schreiben im Wortlaut:

 

AUF DAS VORGELEGTE DUBIUM:  "Hat die Kirche die Vollmacht, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen?"

WIRD GEANTWORTET: "Nein."

 

Erläuternde Note

In einigen kirchlichen Bereichen verbreiten sich Projekte und Vorschläge von Segnungen für Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts. Nicht selten sind solche Projekte durch den aufrichtigen Willen motiviert, homosexuelle Personen anzunehmen, sie zu begleiten und ihnen Wege des Glaubenswachstums anzubieten, „damit diejenigen, welche die homosexuelle Tendenz zeigen, die notwendigen Hilfen bekommen können, um den Willen Gottes in ihrem Leben zu begreifen und ganz zu erfüllen“[1].

Auf diesen Wegen können das Hören des Wortes Gottes, das Gebet, die Teilnahme an liturgischen Handlungen der Kirche und praktizierte Nächstenliebe eine wichtige Rolle bei der Förderung von Bemühungen spielen, die eigene Lebensgeschichte zu deuten sowie frei und verantwortungsbewusst die eigene Taufberufung anzunehmen, weil „Gott jeden Menschen liebt. Und Gleiches tut auch die Kirche“[2], indem sie jede ungerechte Diskriminierung ablehnt.

Unter den liturgischen Handlungen der Kirche sind Sakramentalien von besonderer Bedeutung: als „heilige Zeichen, durch die in einer gewissen Nachahmung der Sakramente Wirkungen, besonders geistlicher Art, bezeichnet und kraft der Fürbitte der Kirche erlangt werden. Durch diese Zeichen werden die Menschen bereitet, die eigentliche Wirkung der Sakramente aufzunehmen; zugleich wird durch solche Zeichen das Leben in seinen verschiedenen Gegebenheiten geheiligt“[3]. Der Katechismus der katholischen Kirche erläutert weiter: „Die Sakramentalien verleihen die Gnade des Heiligen Geistes nicht nach Art der Sakramente, sondern bereiten durch das Gebet der Kirche vor, die Gnade zu empfangen und mit ihr mitzuwirken“ (Nr. 1670).

Zur den Sakramentalien gehören Segnungen, mit denen die Kirche „die Menschen aufruft, Gott zu preisen, sie auffordert, seinen Schutz zu erbitten und sie ermahnt, sich seiner Barmherzigkeit mit der Heiligkeit des Lebens würdig zu erweisen“[4]. Darüber hinaus sind „sie in einer gewissen Nachahmung der Sakramente eingesetzt und beziehen sich immer und hauptsächlich auf geistliche Wirkungen, die sie kraft der Fürbitte der Kirche erlangen“[5].

Um der Natur der Sakramentalien zu entsprechen, ist es deshalb erforderlich, dass, wenn über einige menschliche Beziehungen ein Segen herabgerufen wird, abgesehen von der rechten Absicht derjenigen, die daran teilnehmen, die zu segnende Wirklichkeit objektiv und positiv darauf hingeordnet ist, die Gnade zu empfangen und auszudrücken, und zwar im Dienst der Pläne Gottes, die in die Schöpfung eingeschrieben und von Christus dem Herrn vollständig offenbart sind. Mit dem Wesen der von der Kirche erteilten Segnung ist daher nur vereinbar, was an sich darauf hingeordnet ist, diesen Plänen zu dienen.


Aus diesem Grund ist es nicht erlaubt, Beziehungen oder selbst stabilen Partnerschaften einen Segen zu erteilen, die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe (das heißt außerhalb einer unauflöslichen Verbindung eines Mannes und einer Frau, die an sich für die Lebensweitergabe offen ist) einschließen, wie dies bei Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts der Fall ist.[6] Das Vorhandensein positiver Elemente – die in sich betrachtet dennoch zu schätzen und hervorzuheben sind – in solchen Beziehungen ist trotzdem nicht in der Lage, diese zu rechtfertigen und sie daher rechtmäßig zum Gegenstand einer kirchlichen Segnung zu machen, weil diese Elemente im Dienst einer Verbindung stehen, die nicht auf den Plan des Schöpfers hingeordnet ist.

Da die Segnungen für Personen in Beziehung zu den Sakramenten stehen, kann darüber hinaus die Segnung gleichgeschlechtlicher Verbindungen nicht als zulässig angesehen werden, weil sie in gewisser Weise eine Nachahmung oder einen analogen Hinweis auf den Brautsegen darstellen würde,[7] der auf den Mann und die Frau herabgerufen wird, die sich im Sakrament der Ehe vereinigen, da „es keinerlei Fundament dafür [gibt], zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn“[8].

Die Erklärung der Unzulässigkeit von Segnungen der Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts ist daher weder eine ungerechte Diskriminierung noch enthält sie die Absicht, eine solche zu sein, sondern ruft die Wahrheit des liturgischen Ritus in Erinnerung und das, was dem Wesen der Sakramentalien zutiefst entspricht, so wie die Kirche sie versteht.

Die christliche Gemeinschaft und die geistlichen Hirten sind aufgerufen, Menschen mit homosexuellen Neigungen mit Respekt und Takt aufzunehmen; sie werden im Einklang mit der kirchlichen Lehre die am besten geeigneten Wege zu finden wissen, um ihnen das Evangelium in seiner Fülle zu verkünden. Diese Personen mögen gleichzeitig die aufrichtige Nähe der Kirche anerkennen – die für sie betet, sie begleitet, mit ihnen den Weg des christlichen Glaubens teilt[9] – und ihre Lehren mit aufrichtiger Bereitwilligkeit annehmen.

Die Antwort auf das vorgelegte Dubium schließt nicht aus, dass Segnungen einzelnen Personen mit homosexueller Neigung gespendet werden,[10] die den Willen bekunden, in Treue zu den geoffenbarten Plänen Gottes zu leben, wie sie in der kirchlichen Lehre vorgelegt werden; sie erklärt jedoch jede Segnungsform für unzulässig, die dazu neigt, ihre Verbindungen anzuerkennen. In diesem Fall würde die Segnung nämlich die Absicht zum Ausdruck bringen, nicht bestimmte Einzelpersonen dem Schutz und der Hilfe Gottes im oben genannten Sinne anzuvertrauen, sondern einen Entschluss und eine Lebenspraxis zu billigen und zu fördern, die nicht als objektiv auf die geoffenbarten Pläne Gottes hingeordnet anerkannt werden können.[11]

Gleichzeitig erinnert die Kirche daran, dass Gott selbst nicht aufhört, jedes seiner Kinder zu segnen, die in dieser Welt pilgern, denn für ihn „sind wir […] wichtiger als alle Sünden, die wir begehen können“[12]. Aber er segnet nicht die Sünde und er kann sie nicht segnen: Er segnet den sündigen Menschen, damit er erkennt, dass er Teil seines Liebesplans ist, und sich von ihm verändern lässt. Denn er „nimmt uns so, wie wir sind, aber lässt uns nie so, wie wir sind“[13].

Aus diesen Gründen verfügt die Kirche weder über die Vollmacht, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts im oben gemeinten Sinne zu segnen, noch kann sie über diese Vollmacht verfügen.

Papst Franziskus wurde in der dem unterzeichnenden Sekretär dieser Kongregation gewährten Audienz über das vorliegende Responsum ad dubium samt der Erläuternden Note informiert und hat ihre Veröffentlichung gutgeheißen.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 22. Februar 2021, dem Fest der Kathedra Petri.

Luís F. Kard. Ladaria SJ, Präfekt

***

[1] Franziskus, Ap. Schreiben Amoris laetitia, Nr. 250.

[2] Bischofssynode, Abschlussdokument der 15. Ordentlichen Generalversammlung, Nr. 150.

[3] II. Ökumenisches Vatikanisches Konzil, Konst. Sacrosanctum Concilium, Nr. 60.

[4] Rituale Romanum ex Decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatumDe benedictionibusPraenotanda Generalia, Nr. 9.

[5] Ebd., Nr. 10.

[6] Vgl. Katechismus der katholischen Kirche, Nr. 2357.

[7] Der Brautsegen verweist nämlich auf den Schöpfungsbericht, in dem Gottes Segen über Mann und Frau im Zusammenhang mit ihrer fruchtbaren Verbindung (vgl. Gen 1,28) und mit der Komplementarität von Mann und Frau steht (vgl. Gen 2,18-24).

[8] Franziskus, Ap. Schreiben Amoris laetitia, Nr. 251.

[9] Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Homosexualitatis problema über die Seelsorge für homosexuelle Personen, Nr. 15.

[10] De benedictionibus enthält nämlich eine ausführliche Liste der Situationen, für die der Segen des Herrn herabgerufen werden kann.

[11] Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Homosexualitatis problema über die Seelsorge für homosexuelle Personen, Nr. 7.

[12] Franziskus, Generalaudienz am 2. Dezember 2020, Katechese über das Gebet: der Segen.

[13] Ebd.

 

Reaktionen zum Schreiben

Stellungnahme des Bischofs von Regensburg Dr. Rudolf Voderholzer zum Responsum der Glaubenskongregation vom 15. März 2021

Ich begrüße das Responsum der Glaubenskongregation und danke für die darin enthaltene Klarstellung. Die Glaubenskongregation hat deutlich gemacht, dass die Kirche nicht die Vollmacht hat, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen. Papst Franziskus hat die Veröffentlichung des Dokumentes und der begleitenden Erläuterungen gutgeheißen. Mit dem Papst und den Mitgliedern der Familiensynode von 2015 unterstreiche ich zugleich, „dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, in seiner Würde geachtet und mit Respekt aufgenommen werden soll und sorgsam zu vermeiden ist, ihn ‚in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen‘“ (Amoris laetitia 250).

Mit diesem Responsum bekräftigt die Glaubenskongregation die Lehre des nachsynodalen Schreibens „Amoris laetitia“, worin der Bischof von Rom als universaler Hirte der Kirche ausgeführt hatte: „Was die Pläne betrifft, die Verbindungen zwischen homosexuellen Personen der Ehe gleichzustellen, gibt es keinerlei Fundament dafür, zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn“ (AL 251). Mit der Weisung, Analogien und Ähnlichkeiten mit dem Ehebund auch in einem weiteren Sinne zu vermeiden, ist die Segnung von Verbindungen zwischen homosexuellen Personen ausgeschlossen.

Über den Ehebund zwischen Mann und Frau lehrt das Zweite Vatikanische Konzil in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift und der Tradition der Kirche: „Durch ihre natürliche Eigenart sind die Institution der Ehe und die eheliche Liebe auf die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet und finden darin gleichsam ihre Krönung. Darum gewähren sich Mann und Frau, die im Ehebund nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch (Mt 19,6), in inniger Verbundenheit der Personen und ihres Tuns gegenseitige Hilfe und gegenseitigen Dienst und erfahren und vollziehen dadurch immer mehr und voller das eigentliche Wesen ihrer Einheit“ (Gaudium et spes 48).

 

Bischof Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, meint in einer Erklärung: "In Deutschland und in anderen Teilen der Weltkirche gibt es seit längerem Diskussionen, in welcher Weise diese Lehre und Lehrentwicklung allgemein mit tragfähigen Argumenten vorangebracht werden kann – auf der Basis grundlegender Wahrheiten des Glaubens und der Moral, der fortschreitenden theologischen Reflexion und ebenso in Offenheit für neuere Ergebnisse der Humanwissenschaften und der Lebenssituationen heutiger Menschen. Auf Fragen dieser Art gibt es keine einfachen Antworten. Der Synodale Weg, den die Deutschen Bischofskonferenz mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken auf den Weg gebracht hat, ist deshalb bestrebt, gerade das Thema gelingender Beziehungen in einer umfassenden Weise zu diskutieren, die auch die Notwendigkeit und die Grenzen kirchlicher Lehrentwicklung bedenkt. Die von der Glaubenskongregation heute vorgebrachten Gesichtspunkte müssen und werden selbstverständlich in diese Gespräche Eingang finden.“


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Lesermeinungen

 mameschnue 21. März 2021 

Den Sünder lieben, die Sünde hassen

Danke für das klare NEIN aus Rom! Ein Segen für homosexuelle Paare hätte nur einen Sinn als Hilfe für die Betroffenen, ihr Leben nach den Geboten Gottes auszurichten.

paulablog-1844.webnode.com/


0
 
 Alecos 19. März 2021 
 

@FranzBeckmann

Eine Lehre muss erst VERMITTELT werden, genau das tun viele Bischöfe und Priester nicht mehr. Nach Ihrer Logik waren all die menschenverachtenden Ideologien, die die Massen begeistert angenommenen haben, nichts als die Wahrheit. Übrigens, Wahrheit wird oft abgelehnt. Lügen hingegen, die die Sünden-Natur der Menschen entsprechen, sind sehr vermittelbar, stoßen sehr auf Resonanz und Akzeptanz und werden geliebt. Außerdem, wer selbst nicht von dem überzeugt ist, was er lehrt und wer selbst die Lehre nicht liebt, kann diese auch nicht (glaubwürdig) vermitteln.


2
 
 phillip 18. März 2021 
 

FranzBeckmann meint offensichtlich, die Wahrheit ist eine Tochter

der Zeit, und ich meine, FranzBeckmann hat keine Ahnung, was Wahrheit ist!


3
 
 physicus 18. März 2021 
 

@FranzBeckmann

Ich verstehe ja die Herausforderungen, aber Ihre Ansicht zu Wahrheit teile ich nicht:

"Eine Lehre, die nicht mehr vermittelbar ist, kann letztlich auch nicht wahr sein."

Wenn die Matheklasse die Differentialrechnung kaum versteht, würde man nicht folgern, sie sei unwahr. Man würde eher neue Konzepte erstellen, sie besser zu erklären.


3
 
 hape 18. März 2021 

@FranzBeckmann: Kann denn Sünde Liebe sein?

@FranzBeckmann: Kann denn Sünde Liebe sein?

Die Osterzeit naht und die Texte aus Lesung und Evangelium zeigen uns beinahe täglich, dass der Herr selbst seine Lehre nicht vermitteln konnte. Erst riefen sie "Hosianna", dann "kreuzige ihn".

Wollen Sie behaupten, dass Jesus nicht die Wahrheit gelehrt hat, nur weil er von intriganten Schriftgelehrten und einer Mehrheit von Laien nicht verstanden wurde? Wollen Sie behaupten, Jesus sei gescheitert, weil er seine Botschaft nicht vermitteln konnte?

Seine Botschaft ist die Liebe und das Kreuz. Die Liebe mögen wir alle. Aber das Kreuz?

Wie erklären Sie also, dass es die Kirche 2.000 Jahre später überhaupt noch gibt, wenn das Kreuz nicht vermittelbar war? Waren die Apostel Idioten, weil sie geglaubt haben, was sie nicht verstanden haben? Sind wir heute Idioten, weil wir glauben wie die Apostel?


6
 
 FranzBeckmann 18. März 2021 
 

@Matyahu, lesa, antony und physikus

Ich kenne den Katechismus, weiß aber auch, dass die kirchliche Lehre sich nicht dauerhaft gegen fundamentale Grundüberzeugungen einer Gesellschaft stellen kann. Weiterentwicklungen der Lehre sind möglich: siehe die langjährige Verurteilung von Glaubens- und Meinungsfreiheit.
Es geht bei der Akzeptanz der Homosexualität und auch bei Fragen der Sexualmoral nicht um Trends und Mehrheiten, sondern um bleibende Normalität. (M)eine Kirche, die den, in der Regel ja verantwortungsvollen und nicht ausschweifenden Lebensstil der heutigen Menschen - und auch fast aller ihrer eigenen Mitglieder - als schwer sündig verurteilt, verliert komplett ihre Glaubwürdigkeit.
Eine Lehre, die nicht mehr vermittelbar ist, kann letztlich auch nicht wahr sein.


0
 
 golden 17. März 2021 
 

1968

viele, viele empfinden die bösgeistige Zuspitzung der erst dogmatische und jetzt auch ethisch-pastoralen Zersetzung, @Adamo !


1
 
 Herbstlicht 17. März 2021 
 

Jesu Wort, sich nicht fort-entwickelnd, sondern wahr!

Gott ist allwissend und daher weiss Er auch um die "Fort-Entwicklung" -buchstäblich fort von Gott- unserer Gesellschaft, die bisher Gültiges oftmals ablehnt und teilweise ganz entsorgen möchte.

Doch ungeachtet dieser für Ihn vorhersehbaren Entwicklung hat Er uns die 10 Gebote gegeben, nicht um sie nach und nach zu relativieren, sondern um sie zu erfüllen.
Jesus Christus -auf die Erde herabgestiegen- hat sie mit Seiner Lehre ja auch nicht aufgegeben oder relativiert, sondern bekräftigt.
Jesus hat die damalige Gesellschaft gelehrt und Er tut das auch heute.
Er hat sehr klar gesprochen. Er nahm kein Blatt vor den Mund und hat auch einige als Heuchler bezeichnet.
Jesus hat nie verdammt, sondern Barmherzigkeit geübt.
Aber er sagte auch etwas, was man heute nicht mehr so gern hört.
Er sagte:
"Geh und sündige fortan nicht mehr."

Jesus Christus: Seine Lehre gilt, auch wenn sie für die "fortschrittliche" Welt nicht mehr so relevant zu sein scheint.


5
 
 sr elisabeth 17. März 2021