Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  11. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!

Evangelische Kirche ehrt Kommunistin mit „Thema-Gottesdienst“

9. März 2021 in Chronik, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Rosa Luxemburg stand für eine gewaltsame Machtübernahme der Arbeiter ein und war damit Wegbereiterin der kommunistischen Diktaturen, weshalb Bestsellerautor Peter Hahne die Geschichtsvergessenheit der EKD kritisiert.


Hamburg (kath.net/mk) Die evangelische Auferstehungskirche in Hamburg-Lurup hat vergangenen Sonntag einen „Thema-Gottesdienst zum 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg“ gefeiert. Unter der Überschrift „Mensch sein ist vor allem die Hauptsache“ wurde mit folgenden Worten zur Veranstaltung eingeladen: „Ein Gottesdienst über eine Sozialistin? Ja! Die Ehrung einer bedeutenden Frau, die uns heute noch Inspiration sein kann. Das Leben Rosa Luxemburgs als politischer Denkerin und Revolutionärin und einer zugleich sehr feinsinnigen Frau ist facettenreich und faszinierend. Unbeirrt ging sie ihren eigenen Weg.“


Heftig kritisiert wurde dieser Gottesdienst vom Bestsellerautor und ehemaligen ZDF-Moderator Peter Hahne. Hahne ist selbst langjähriges Mitglied des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland und meinte gegenüber der Jungen Freiheit, dass sich hier geballt das ganze Elend der heutigen Kirche zeige: es werde eine Ideologie (gemeint: der Kommunismus) gefeiert, die Millionen von Christen auf dem Gewissen habe. Die Geschichte der DDR, aber auch die Gulags und Guillotinen anderer kommunistischer Diktaturen hätten die Veranstalter ausgeblendet.

Rosa Luxemburg, Mitbegründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands und Befürworterin der russischen Oktoberrevolution von 1917, ist eine sehr umstrittene Figur der deutschen Arbeiterbewegung des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Während sie von sozialistischen Kreisen wie eine Märtyrerin für soziale Gerechtigkeit verehrt wird, verweist etwa die Konrad-Adenauer-Stiftung auf Luxemburgs tiefe Abneigung gegenüber der parlamentarischen Demokratie und ihrer Befürwortung einer gewaltsamen Machtübernahme durch das Proletariat. Die Institutionen des demokratischen Verfassungsstaates habe sie als „Werkzeug der herrschenden Klasseninteressen“ mit Verachtung gesehen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'Junge Menschen sehnen sich danach, mit etwas Zeitlosem verbunden zu sein'
  3. Jesus begegnen im Stift Kremsmünster
  4. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  5. Medienpolitik: Bald verpflichtende Quote für öffentlich-rechtliche Inhalte in sozialen Netzwerken?
  6. Medjugorje: Erster Mariologie-Kongress mit Beteiligung des Vatikans
  7. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  8. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  9. Nicht Anpassung, sondern Verwandlung. Was die Kultur dem Christentum verdankt
  10. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  11. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  12. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  13. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  14. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  15. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz