Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  2. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  3. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  4. Kardinal Marx gibt Statement zum Gutachten – „Ich klebe nicht an meinem Amt“
  5. Papst Benedikt und der Missbrauchs-Zeitgeist: Eine Verteidigung
  6. Martin Werlen - Der unbarmherzige Propst aus der Schweiz
  7. Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. soll erlegt werden – Vernichtungsfeldzug gegen Person und Lebenswerk
  8. Papst: Bei Missbrauch Kirchenrecht mit "Strenge" anwenden
  9. "Wieder eine Kirche Gottes und der Menschen zu werden, und nicht guter Partner des Staates!"
  10. Kritik eines Experten: Bei ihrer Krisen-PR und Pressearbeit macht unsere Kirche fast alles falsch
  11. Progressiver Journalist will alle Kinder vom Staat erziehen lassen
  12. Ein deutsch-synodales Gay-Kampagne-Schauspiel mit Unterstützung der ARD
  13. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  14. Tornielli: Benedikt XVI. war als erster Papst mit Missbrauchsopfern zusammengetroffen
  15. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt

Moskau: Allianz gegen Christenverfolgung in Afrika bilden

1. Jänner 2021 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Außenamtsleiter des russisch-orthodoxen Moskauer Patriarchats formulierte entsprechenden Vorschlag bei internationaler Online-Konferenz - Sorge darüber, dass Afrika zum Epizentrum der Christenverfolgung wird.


Moskau (kath.net/ KAP)

Das russisch-orthodoxe Moskauer Patriarchat schlägt die Gründung einer interkonfessionellen "Allianz für die Verteidigung der verfolgten Christen in Afrika" vor. Die Unterstützung der "leidenden Brüder und Schwestern" werde von der russisch-orthodoxen Kirche als ihre "historische Aufgabe" gesehen, sagte der Außenamts-Leiter des Patriarchats, Metropolit Hilarion (Alfejew) nach Angaben des Pro-Oriente-Informationsdienstes (Dienstag) bei einer internationalen Online-Konferenz, die von der russisch-orthodoxen Kirche und der russischen "Vereinigung zum Schutz der Religionsfreiheit" veranstaltet wurde.

Der Moskauer Patriarch Kyrill I., der die Entwicklung genau beobachte, sei überzeugt, dass Afrika leider immer mehr zum Epizentrum der Unterdrückung der Christen wird, sagte Hilarion. Möglicherweise hänge das auch damit zusammen, dass Afrika mittlerweile jener Teil der Welt sei, in dem das Christentum am stärksten wachse.

Bereits im November des Vorjahrs habe Kyrill I. beim "Interreligiösen Gipfel" in Baku darauf aufmerksam gemacht, dass die Christen in Nigeria einem "Genozid" ausgesetzt seien. Der Moskauer Patriarch habe damals die religiösen Führungspersönlichkeiten aus aller Welt aufgefordert, ihre Stimme zur Verteidigung der Christen in Nigeria zu erheben.

In Ostafrika wiederum schlage die in Somalia beheimatete Terrororganisation "Al-Shabaab" immer wieder auch in Kenia zu, erinnerte Metropolit Hilarion. Die bevorzugte Taktik seien dabei Überfälle auf Linienbusse. Die Terroristen trennten die Christen von den anderen Fahrgästen und ermordeten sie. Der "Islamische Staat" sei zwar im Nahen Osten zerschlagen, aber die IS-Terroristen hätten sich mittlerweile in Afrika durch ihre Kooperation mit "Al-Shabaab" und der nigerianischen Terrorgruppe "Boko Haram" eine neue Machtbasis geschaffen. In jüngster Zeit hätten die IS-Terroristen auch blutige Überfälle auf die christliche Bevölkerung in Mosambik und im Kongo gestartet.

Der Metropolit verwies aber auch auf die schwierige Situation in Algerien und in Äthiopien. In Algerien werde zunehmend christlichen Gemeinden die Registrierung verweigert, zudem habe der Inlandsgeheimdienst begonnen, Informationen über die religiöse Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern zu sammeln. Auch Äthiopien sei eine neue Brutstätte der Christenverfolgung geworden. Auf dem Hintergrund der politischen Krise, in der sich das Land seit Mitte 2019 befinde, seien die äthiopisch-orthodoxe Kirche und ihre Gläubigen gezielten Attacken ausgesetzt. Hunderte Christen seien bei schrecklichen Massakern ums Leben gekommen, tausende seien Inlandsvertriebene in der eigenen Heimat.

Als Ziel der Online-Konferenz bezeichnete der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats die Konsolidierung der Bemühungen christlicher Kirchen und Organisationen bei der Unterstützung der Christen Afrikas. Es gehe um ständigen Informationsaustausch, aber auch darum, die Stimme der Christen Afrikas in der internationalen Öffentlichkeit vernehmbarer zu machen.

 

Die angepeilte interkonfessionelle "Allianz für die Verteidigung der verfolgten Christen in Afrika" müsse sich aber auch für die Verstärkung der gemeinsamen humanitären Initiativen für Afrika einsetzen. Das Moskauer Patriarchat lege dabei besonderen Wert darauf, dass alle Initiativen im Einvernehmen mit den örtlichen Kirchen und Organisationen erfolgen. Metropolit Hilarion: "Man kann nicht verfolgten Christen helfen wollen und dabei deren Standpunkt ignorieren." Dieser Grundsatz müsse auch im Hinblick auf Afrika gelten.

Der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. richtete an die Teilnehmenden der Online-Konferenz eine Grußbotschaft, in der er dringend darum ersuchte, für eine intensivere Berichterstattung über die Verfolgung von Christen auf dem afrikanischen Kontinent zu sorgen. Leider habe sich die Verfolgungssituation in der Zeit der Pandemie zugespitzt. Der Leiter der "Kommission für internationale Angelegenheiten" beim Weltkirchenrat, Peter Prove, berichtete über die Erfahrungen seiner Organisation in Afrika. Er bezeichnete es als notwendig, dass es auf die Verfolgung von Christen "auch aus der Region" eine Antwort gibt.

Unter den weiteren Sprechern waren der Generalsekretär der russischen katholischen Bischofskonferenz, P. Igor Kowalewskij, der Vorsitzende der "Geistlichen Versammlung der Muslime in Russland", Mufti Albir Krganow, und der evangelikale Bischof Sergej Rjakhovskij.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. US-Regierung nimmt Nigeria von Liste der Länder mit eingeschränkter Religionsfreiheit
  2. Chinesisches Regime verhaftet katholischen Bischof
  3. „Christenverfolgung aus dem toten Winkel holen“
  4. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  5. Afghanistan: Gezielte Suche nach Christen
  6. "Christen in Not" prangert Übergriffe auf Christen in Pakistan an
  7. Südost-Türkei: Ungeklärter Kriminalfall beunruhigt Christen
  8. Der ‚Big Brother’ der Religionen: Pekings neue Datenbank
  9. Entführter Bischof in Nigeria freigelassen
  10. Hunderte Kirchen, Monumente und Gebäude werden rot angestrahlt






Top-15

meist-gelesen

  1. Dossier: der Papst und der Missbrauch in der Kirche
  2. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  3. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  4. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  5. Mai 2022 - kath.net-Lesertreffen in Kroatien
  6. Kritik eines Experten: Bei ihrer Krisen-PR und Pressearbeit macht unsere Kirche fast alles falsch
  7. "Ich bin als Protestant auf der Seite von Benedikt!"
  8. Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. soll erlegt werden – Vernichtungsfeldzug gegen Person und Lebenswerk
  9. Papst Benedikt und der Missbrauchs-Zeitgeist: Eine Verteidigung
  10. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  11. Martin Werlen - Der unbarmherzige Propst aus der Schweiz
  12. "Wieder eine Kirche Gottes und der Menschen zu werden, und nicht guter Partner des Staates!"
  13. Kardinal Marx gibt Statement zum Gutachten – „Ich klebe nicht an meinem Amt“
  14. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt
  15. Voderholzer: Missbrauch ist nicht die Kirchenkrise-Wurzel – Gewaltiger Erosionsprozess des Glaubens

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz