Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Schisma auf leisen Sohlen
  7. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  10. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Jesus ist lebendige Gegenwart
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Denn sie wissen nicht, was sie anrichten!

22. Dezember 2020 in Kommentar, 33 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Egal, was die österreichische Regierung beschließt, die Bischöfe folgen mit blindem Gehorsam. Auf die eigenen Gläubigen wird keine Rücksicht genommen – Ein Kommentar von Roland Noé


Egal, was die Regierung beschließt, die österreichischen Bischöfe folgen dieser anscheinend mit blindem Gehorsam. Auf die eigenen Gläubigen, die sich nur nach einer Sonntagsmesse vor Ort sehnen, wird keine Rücksicht genommen. Diesen fatalen Eindruck gewinnt man im „Covid-Jahr 2020“ als einfacher Gläubiger. Die Bischöfe wissen, dass ohnedies allgemein deutlich weniger Menschen als noch im Jahr zuvor zu den Gottesdiensten gehen und dass es hierzulande im gesamten Jahr 2020 keinen einzigen Covid-Cluster in einer katholischen Kirche gab. Und trotzdem haben die Bischöfe zum dritten Mal ohne tatsächliche Notwendigkeit erneut zugestimmt, die Heiligen Messen für einige Wochen ausfallen zu lassen. Ich sage: NEIN, in einem Lockdown muss es nicht automatisch keine Gottesdienste, oder nur solche für eine Handvoll Auserwählte, geben. Die vielen Bischöfe und Diözesen weltweit, die sich gegen diesen Unsinn zur Wehr setzen oder sogar deswegen vor Gericht gezogen sind, sind Zeuge dafür, dass es auch anders geht.


Seit Beginn der Corona-Krise ist deutlich ersichtlich, dass Kirchenbesucher zu den Menschen gehören, die sich weitgehend strikt an Hygienemaßnahmen halten, Abstand halten, Masken tragen und sich in der Kirche in einem großen Gebäude aufhalten. Verglichen mit dem Besuch im Supermarkt kann also von einer großen Vorsicht gesprochen werden, die bisher auch Früchte getragen hat, indem sich keinerlei Cluster entwickelt haben. In Deutschland, wo ähnliche Hygienemaßnahmen wie in den Kirchen in Österreich eingehalten werden, hat vor wenigen Tagen sogar die Nationale Akademie der Wissenschaften "Leopoldina" anerkannt, dass es keine Notwendigkeit gibt, Gottesdienste an Weihnachten weiter einzuschränken. Die Kirchen wurden sogar gelobt, weil diese besonders regelkonform vorgingen. Das Aussetzen der Gottesdienste hat daher weder mit Fides noch mit Ratio zu tun.

Die österreichischen Bischöfe in diesen Zeiten agieren leider eher als Staatsbeamte denn als Hirten, die sich um die Bedürfnisse und Sorgen der Gläubigen annehmen. Die Bischöfe werden eines Tages die Verantwortung dafür übernehmen müssen, dass sie den Menschen in diesen schwierigen Wochen die Heilige Messe genommen haben und mit dieser überzogenen Maßnahme eventuell nicht nur ältere Menschen, die ohnehin oft gar nicht mehr kommen, auch auf Dauer verlieren werden. Sie müssen das Wegnehmen der Heiligen Messe vor Gott erklären, denn sachlich gerechtfertigt ist es nicht. Für das Gottesdienstverbot sind die Bischöfe ganz alleine verantwortlich, nicht die Regierung, denn im Endeffekt könnte die Regierung in Österreich aufgrund des Konkordats es den Kirchen nicht verwehren, die Kirchen offen zu halten.

Danken sollten wir in diesen Zeiten allen Priestern, die trotzdem die Heilige Messe feiern und die Kirchentüren nicht dafür zusperren. Diese Priester werden Gott sei Dank immer mehr, in jeder Diözese Österreichs sind inzwischen mehrere Pfarren zu finden. Nur Mut, bittet auch eure Priester, dass ihr ab 28. Dezember bei einer Heiligen Messe dabei sein dürft. Die meisten sind durchaus barmherzig und werden auch die 11., 12. oder 13. Person nicht aus der Kirche werfen lassen.

Als besonders bizarr werde ich es in Zukunft aber erleben, wenn österreichische Bischöfe, die Bücher wie „Kraft zum Widerstand“ veröffentlicht haben, wieder über das Thema „Widerstand“ auch nur ein Wort in einem Vortrag oder Predigt verlieren werden. Denn aus dem Jahr 2020 haben wir gelernt, dass die meisten Bischöfe in Österreich leider nur „Ja und Amen“ sagen, sobald die österreichische Kultusministerin Susanne Raab zur Videokonferenz ruft, um dann im Minutentakt die vorgefertigten „Sprechblasen“ der Erklärungen auszuschicken. Liebe österreichische Bischöfe, leistet wirklich Widerstand oder schweigt doch lieber grundsätzlich zu diesem Thema!

P.S. und noch ein Nachtrag: Besuchen Sie uns beim neuen sozialen Netzwerk MeWe, besser als Facebook: https://mewe.com/p/kathnet


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. Britische Gesundheitsbehörde gibt Zahlen zu Covid-Impfung und Übersterblichkeit nicht bekannt
  2. Großbritanniens bekanntester Moderator bittet Tennisstar Novak Djokovic um Entschuldigung
  3. Spanisches Verfassungsgericht erklärt einige Corona-Maßnahmen für verfassungswidrig
  4. ARD zeigt Kabarettistin mit schweren Impfschäden nach Corona-Impfung
  5. Covid-Impfung verweigert – Katholikin erhält 12,7 Millionen Dollar nach ungerechtfertigter Kündigung
  6. Virologe Streeck vergleicht Corona-Ungeimpfte mit Juden während der Pest
  7. Evangelischer Bischof bittet um Entschuldigung für Ausgrenzung während Covid-Pandemie

Schönborn

  1. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  2. Wird Kardinal Schönborn jetzt die linksextreme Plattform Bluesky verlassen?
  3. "Mein größter Wunsch: Das gegenseitige Wohlwollen soll nie verloren gehen"
  4. Der Populismus des Wiener Kardinals
  5. Schönborn: Geist Ratzingers entscheidend für "Weltkatechismus"
  6. Schönborn bei Maria-Namen-Feier: Kraft des Gebets schrumpft nicht
  7. Schönborn übt heftige Kritik am deutschem Synodalen Weg - "Instrumentalisierung des Missbrauchs"







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  13. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  14. Schisma auf leisen Sohlen
  15. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz