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Frieden! Heute!

11. Dezember 2020 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
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Wie werden wir Weihnachten 2020, in diesem verrückten Jahr, feiern können? Im Gesang der Engel, die die Geburt Jesu den Hirten verkünden, ist das ultimative Gegengift zur Dunkelheit dieser Tage zu finden - BeneDicta am Freitag von Linda Noé


Linz (kath.net)

„Verherrlicht ist Gott in der Höhe / und auf Erden ist Friede / bei den Menschen seiner Gnade“ (Lukas 2,14)

Die Kirchenbänke sind gedrängt voll mit Menschen allen Alters- Sitzplätze gibt es heute nicht genug für alle. Die schneefeuchten Mäntel dampfen, Kerzen flackern, Bläser tönen, der Chor erfüllt den Raum bis in den letzten Winkel weit hinauf ins Kirchendach. Die alten Menschen haben Andacht, und teilweise auch Wehmut im Blick, die vielen Kinder scharren aufgeregt mit den Füßen, die Eltern entspannen sich vielleicht gerade nach den stressigen Tagen der Vorbereitungen zum ersten Mal ein wenig. Ein Krippenspiel mit manchmal stockenden Worten, Kleinkindern, die als Schafe verkleidet herumwuseln und Buben die stolz den Hirtenstab tragen. Mädchen mit Engelsflügeln. Der festliche Gesang der vielen Engel auf dem Feld über der Geburtsgrotte auf weitem Feld. Licht in der Dunkelheit. Heimat. Endlich Ankommen. Endlich Weihnachten. Meine Erinnerung an Weihnachten 2019.

Auf das „Gloria“ müssen wir in diesen Tagen des Advents 2020 bisher noch liturgisch, aber festlich gesungen in unseren Breitengraden wohl auch danach weiterhin, coronabedingt, wie auf so vieles andere, verzichten. Wir sind es gewohnt, im Advent die violette Farbe der Buße zu sehen und den liturgischen Spannungsbogen bis zum fröhlichen und besonders festlichen „Ehre sei Gott“ am Weihnachtsabend zu halten. Es macht Sinn, hilft uns bei der Vorbereitung- und es lässt uns am Weihnachtsabend nochmal tiefer in die Freude eintreten. In diesem Jahr 2020 wird diese selbstgewählte und -kontrollierte Übung des Verzichts durch das Virus gesprengt. Wir betreten als Gesellschaft, auch als Christen, zwangsweise nun auch zu Weihnachten den Boden, der für diejenigen von uns fremd ist, die wir uns bisher meistens das Gefühl hatten leisten konnten, das Leben im Großen und Ganzen annähernd unter Kontrolle zu haben. Jetzt darf sich zeigen, wo der Frieden unserer Herzen wirklich verankert ist.


„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden…“ Diese Beiden gehören zusammen. Wirklicher Frieden, der nicht mit den Umständen kommt und geht, sondern sogar durch das tiefste Leid trägt, ist nur in Gott zu finden. Das wissen viel zu viele Menschen heute leider nicht: aber jeder, der das einmal auch nur im Ansatz erfahren hat, wird es niemals vergessen, und er wird diesen Shalom Gottes nie mehr gegen einen faulen oberflächlichen „Frieden“ eintauschen wollen.

Unser ehemaliger Papst Benedikt XVI. drückte diese tiefe Freude, den Frieden Gottes, in seiner Predigt im Petersdom am 24. Dezember 2012 mit folgenden Worten aus, die mein Herz bewegen: „Gott ist herrlich. Gott ist reines Licht, Leuchten der Wahrheit und der Liebe. Er ist gut. Er ist das wahrhaft Gute, der Gute schlechthin. Die Engel, die um ihn sind, geben zunächst einfach die Freude über die Wahrnehmung von Gottes Herrlichkeit weiter. Ihr Singen ist Ausstrahlen der Freude, die sie erfüllt. Bei ihren Worten hören wir gleichsam in die Klänge des Himmels hinein. Da ist keine Frage nach Zwecken dahinter, sondern einfach das Erfülltsein vom Glück der Wahrnehmung der reinen Helligkeit von Gottes Wahrheit und Liebe. Von dieser Freude wollen wir uns anrühren lassen: Es gibt die Wahrheit. Es gibt die reine Güte. Es gibt das reine Licht. Gott ist gut, und er ist die letzte Macht über allen Mächten. Darob sollten wir in dieser Nacht mit den Engeln, mit den Hirten einfach froh werden.“

Amen, möchte ich laut dazu rufen. In jede Situation des Zweifels, auch schon im Voraus, hinein, in der ich mich bedrängt fühle und geneigt bin zu vergessen, wohin ich meinen Blick nur richten muss, um wieder neue Kraft zu empfangen. Wahrer Frieden ist, dass die Menschen in Christus mit Gott versöhnt sind. In 2. Korinther 5,19 heißt es: „Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und uns das Wort von der Versöhnung (zur Verkündigung) anvertraute.“

Wir sind durch Jesus Christus mit Gott versöhnt. Er will unser Heil und hat uns alles gegeben, was dafür nötig ist. Wir müssen es nur im Glauben ergreifen, immer wieder aufstehen, den Blick auf Ihn richten, der für uns durchbohrt worden ist. Wir müssen uns den Frieden Gottes nicht durch eigene Kraft verdienen und wir können es nicht. Jesus hat einen Preis bezahlt, der unendlich viel größer war als die Sünden der gesamten Menschheit. Er hat alles grundlegend verändert. Seine Barmherzigkeit erstreckt sich auf alle Menschen- denken wir an die Offenbarung Jesu an Sr Fautyna Kowalska für unsere Tage! Wir dürfen diese Liebe empfangen und aus ihr heraus auch die Kraft, Seinem Willen entsprechend zu leben. Früchte dieser Veränderung sehen. In dieser Reihenfolge. Gott nimmt uns nicht erst dann an, wenn wir perfekt sind. Er liebt uns, jetzt. Wir sind in Christus Seine Kinder. Das ist die Medizin gegen jede, absolut jede Verzweiflung und Anfechtung! Können wir das annehmen- oder fühlt es sich immer noch fast zu gut an, um wahr zu sein? In Jesus Christus ist wahrer Frieden. Auch in Corona-Zeiten. Genauso zu Weihnachten 2020, in diesem Jahr, das so Vieles zu Tage bringt!

Der Heilige Papst Johannes Paul II. predigte am 24. Dezember 1979: „Gott schenkt den Menschen seine Liebe! Diese Nacht ist ein herausragendes Zeugnis der Liebe Gottes zum Menschen. Hat Gott ihn nicht bereits nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen? Ein Bild und Gleichnis schafft man aber, um seinen eigenen Widerschein darin zu erkennen. Darum blickt man mit Liebe darauf. Hat Gott nicht bereits Freude am Menschen gefunden, als er nach seiner Erschaffung sah, dass es "sehr gut" war (Gen 1, 31)? Seht, in Betlehem haben wir den Höhepunkt dieser Freude Gottes.“ … “ Wie oft ist der Mensch - entgegen allem Anschein - weit davon entfernt, sich seiner selbst zu freuen. Heute aber wacht er auf, und er hört die Botschaft: Gott wird in der Geschichte der Menschheit geboren! Gott freut sich am Menschen! Gott findet Freude an dir! Amen.“

Betrachten wir diese Worte, das wärmende, niemals erlöschende Licht und die Liebe Gottes, mit der wir alle Schwierigkeiten überwinden können, in dieser Weihnacht 2020. Dann dürfen wir die Freude und den Frieden erfahren, die tiefer gehen als alles, was wir auf dieser Welt erleben können. Laufen wir los, zur Krippe. Auch wenn die Welt Ihn nicht erkennen kann und an Ihm vorbeiläuft, ohne Ihn zu bemerken. Ja, hier IST Er, unser Heil.

 


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Lesermeinungen

 lakota 12. Dezember 2020 
 

Zum Nachdenken

"Gott nimmt uns nicht erst dann an, wenn wir perfekt sind. Er liebt uns, jetzt. Wir sind in Christus Seine Kinder."
Vergelts Gott, liebe Linda Noé!


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 lesa 12. Dezember 2020 

Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist

Eine ganze Fülle von Stärkendem aus der himmlischen Apotheke des christlichen Glaubens, danke!
"Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?
Bedrängnis oder Not oder Verfolgung,
Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert?
Ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
Denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Guten mitwirken."(Aus Römer 8)
"Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts."(Röm 13, 12)

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