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Karabach: Armenischer Patriarch fordert internationales Eingreifen

18. Oktober 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Karekin II. warnt vor "Völkermord unter direkter Beteiligung der Türkei" - Krieg sei "keine Entscheidung der Armenier, wir wurden zur Selbstverteidigung gezwungen".


Etschmiadzin (kath.net/ KAP)

Der armenisch-apostolische Katholikos-Patriarch Karekin II. hat sich in einem aufrüttelnden Appell an die internationale Staatengemeinschaft gewandt, um eine Beendigung der Kriegshandlungen zwischen Aserbaidschan und Armenien zu erreichen. In dem von armenischen Medien verbreiteten Aufruf fordert er insbesondere die "Minsk-Gruppe" der OSZE wörtlich dazu auf, "entschlossenere Maßnahmen ergreifen, um einen Völkermord unter direkter Beteiligung der Türkei zu verhindern". Das berichtete der Pro-Oriente-Informationsdienst am Freitag.

Die aserbaidschanischen Militäroperationen in der Region würden das Waffenstillstandsabkommen "ignorieren" und bestätigten das Scheitern der bisher durchgeführten Verhandlungen, stellte der Katholikos-Patriarch demnach fest. Angesichts dieses Szenarios müssten Aserbaidschan und die verbündete Türkei von der internationalen Gemeinschaft gezwungen werden, den Krieg zu beenden und durch Verhandlungen eine endgültige Lösung zu finden, so Karekin II.


In seinem Appell erinnerte der Katholikos-Patriarch u.a. an die Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung und an die Beschädigung der Erlöserkathedrale in Shusha durch Raketenbeschuss. Wörtlich hieß es in der Erklärung des Oberhaupts der armenisch-apostolischen Kirche: "Der Krieg ist keine Entscheidung unseres Volkes. Wir wurden zur Selbstverteidigung gezwungen, um unser Leben, unsere Freiheit und unsere Würde angesichts von Gewalt und Brutalität zu retten". Karekin forderte zugleich die Armenier in aller Welt auf, "die Bemühungen, um die internationale Anerkennung der bisher nicht anerkannten Republik Artsach fortzusetzen".

Im neu entflammten Konflikt um die Region Berg-Karabach im Südkaukasus hatten sich die ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan am vergangenen Wochenende unter russischer Vermittlung auf einen Waffenstillstand verständigt, um Gefangene auszutauschen und Tote in ihre Heimat zu überführen. Beide Seiten werfen sich seither aber gegenseitig vor, die Feuerpause zu missachten und berichten von Angriffen der jeweils anderen Streitkräfte. Russlands Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan betonten laut Agenturberichten bei einem Telefonat am Mittwochabend, dass die Feuerpause eingehalten werden müsse.

Das Mehrheitlich von christlichen Armeniern bewohnte Berg-Karabach liegt auf aserbaidschanischem Staatsgebiet. Die Region wird aber de facto nicht vom islamisch geprägten Aserbaidschan kontrolliert, sondern von Armenien.

 

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