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Britische Seelsorger warnen vor zweiter Schließung von Gottesdiensten

30. September 2020 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Offener Brief britischer Pastoren: Das Infektionsrisiko bei öffentlichen Gottesdiensten ist niedriger als in Fitnessstudios, Schulen, Gasthäusern oder Restaurants. Gemeinsame Gottesdienste sind für ein erfülltes menschliches Leben notwendig.


London (kath.net/jg)

Mehr als 800 überwiegend protestantische Seelsorger des Vereinigten Königreiches haben in einem Brief die politischen Verantwortungsträger dringend ersucht, von einer erneuten Schließung der Kirchen Abstand zu nehmen. Dies berichtet der Catholic Herald.

 

Die Pastoren warnten auch vor den negativen Konsequenzen, die ein möglicher weiterer „Lockdown“ haben könnte. Eine Politik, welche „die reine Existenz“ auf Kosten der Dinge, die dem Leben Qualität, Bedeutung und Sinn geben, bevorzuge, bereite ihnen Sorge. Der Brief ging an Premierminister Boris Johnson und die Regierungschefs („First Ministers“) von Schottland, Wales und Nordirland.


 

Sie würden „angemessene Maßnahmen“ zum Schutz der am stärksten gefährdeten Personen unterstützen, aber sich gleichzeitig die Frage erlauben, ob es in der Macht der Regierung des Vereinigten Königreiches oder der Regierungen der Landesteile stehe, das Coronavirus zu eliminieren oder es bis zum Vorhandensein eines Impfstoffes zu unterdrücken.

 

Die Auswirkungen eines möglichen weiteren Verbotes öffentlicher Gottesdienste sind den Pastoren ein besonderes Anliegen. Die Kirchen würden einen Rahmen bieten, in dem vitale Beziehungen zwischen den Menschen entstehen und gepflegt würden, die nicht ohne beträchtlichen Schaden wieder unterbrochen werden könnten. Darüber hinaus sei der gemeinsame Gottesdienst wesentlich für ein erfülltes menschliches Leben, schreiben die Seelsorger.

 

Sie erklären sich in dem Brief zur Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln bereit, weisen aber gleichzeitig darauf hin, dass ein

Gottesdienst ein viel geringeres Infektionsrisiko habe als Fitnessstudios, Schulen, Gasthäuser und Restaurants.

 

Der Brief wurde von 830 Seelsorgern unterzeichnet (Stand 28.9.2020), darunter befindet sich auch Philip Egan, der römisch-katholische Bischof von Portsmouth.

 


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Lesermeinungen

 Walahfrid Strabo 30. September 2020 

@chris2 Zu Ihrer Frage wegen Freiluftmessen:

Ich kann ja nur über meine Erfahrungen sprechen, aber hier ist man von Freiluftmessen aus einem ganz einfachen Grund wieder abgekommen: weil auch nicht mehr Leute gekommen sind. Es gab schlichtweg keinen Grund für den Mehraufwand an Organisation.
Beispiel Fronleichnam: hier sonst neben Weihnachten und Ostern das wichtigste Kirchenfest. Um möglichst Vielen auch dieses Jahr die Möglichkeit zu geben, teilzunehmen, hat man sich mit dem Rathaus ausgetauscht, durfte einen schönen großen öffentlichen Park nutzen, der 100 Gläubigen Platz geboten hätte; einzige Auflage: die Leute mussten sich namentlich (nur Name, nichtmal Adresse) anmelden, falls eine Rückverfolgung notwendig wäre. Am Abend vorher hatten sich genau 23(!) Leute angemeldet, und das waren genau dieselben, die auch an den anderen Sonntagen immer gekommen sind. Also hat man es kurzerhand abgeblasen und ist in der Kirche geblieben, da war genug Platz für alle. Es hat sich auch hinterher keiner beschwert von den Nichtanmeldern...


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 Chris2 30. September 2020 
 

@exnonne

Auch möglich. Ich habe jedenfalls nur von wenigen Initiativen gehört. Eine, kurz vor Ostern in Oberbayern, wurde vom Gericht zurückgewiesen, da ja ohnehin ein Verbot seitens des Bistums vorliege. Was soll man darauf dann noch entgegenen?


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 lesa 30. September 2020 

Die mentale Fiebererkrankung ist schlimmer als das Virus selbst

Dieses Virus (vor allem die von ihm erzeugte mentale Hysterie) kann nur mit mehr Gebet besiegt werden, nicht mit weniger Gebet und Kirchenschließungen.


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 exnonne 30. September 2020 
 

@Chris2

Ich weiß das natürlich auch nicht, aber vielleicht haben sich die geistlichen Oberhäupter der Muslime entsprechend darum bemüht, z.B. das Gespräch mit den politischen Entscheidern gesucht, während unsere Hirten einfach nur brav und untätig der Politik gehorchten und das gläubige Volk zum Gehorsam ermahnten.


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 Chris2 30. September 2020 
 

Mal ganz naiv gefragt:

Warum haben wir in Coronazeiten nicht ersatzweise Freiluftmessen zelebriert? Vermutlich, weil auch die unter das pauschale Messverbot von Kardinal Marx und (erst einige Tage später!) dem Staat fielen. Und das, obwohl klar war, dass die Ansteckungsgefahr draußen naturgemäß viel geringer sein muss. Und warum las man dann noch vor ende des spirituellen Lockdowns geradezu triumphierend und mit schönem Luftbild von einem muslimischen Karfreitagsgebet im Freien mit etwa 400 Personen, die die Abstände wie gezirkelt einhielten? Wieso durften die das und mit so vielen Menschen? Wieso dirften Muskime das? Galt auch hier (wie in mittlerweile so vielem) wieder einmal zweierlei Recht?


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