Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  2. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  3. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  4. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  5. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  6. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  7. Keine Solidarität der Muslime in Deutschland
  8. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  9. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  10. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  11. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  12. Entbehrliches Christentum?
  13. Der Glaube ist „verdunstet, verdampft, verflüchtigt“, auch an den katholischen Schulen
  14. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  15. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia

Wort des Tages – Seid verrückt!

18. April 2020 in Spirituelles, 27 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weltweite Sterbefälle 1. Jän. – 25. März 2020: Tote durch Corona-Virus: 21.297, Tote durch ABTREIBUNG: 9.913.702. Gedanken von Dekan Ignaz Steinwender


Zell am Ziller (kath.net) Diese Woche wurde in der Lesung die Stelle aus der Apostelgeschichte vorgetragen, wo Petrus einen Gelähmten, der um Almosen bat, heilte. Petrus sagte zu ihm: „Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!“ Und er fasste ihn an der Hand und richtete ihn auf (Apg 3,5-7). Daraufhin sprang der Gelähmte auf, lief in den Tempel und lobte Gott.

Momentan ist vieles gelähmt, das Wirtschaftsleben, das kirchliche Leben, viele Menschen fühlen sich wie gelähmt. Dinge brechen ein, Zukunftsaussichten schmelzen wie Wachs, viele stehen wie gelähmt vor unlösbaren Entscheidungen, Ängste und Konflikte lähmen die Menschen.

Die Lähmung ist entstanden durch die Verwirrung. In der Heiligen Messe betet der Priester jeden Tag im Anschluss an das Vater Unser: „ … bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten“. Die Verwirrung und die Sünde sind zwei geistliche Übel. Beide nehmen dem Menschen die Zuversicht auf Sein Kommen, die christliche Hoffnung.

Wenn man gegenwärtig die Zeitung liest, dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Man könnte plötzlich meinen: Bin ich jetzt verrückt oder ist die Welt verrückt? Mir fällt da ein Ausspruch des Philosophen Blaise Pascal ein, der einmal folgendes sagte: „Die Welt ist so verrückt, dass es, auf eine andere Art von Verrücktheit, verrückt sein hieße, nicht verrückt zu sein.“

Oft begegnen einem Menschen, die den Kopf schütteln über die frühere Zeiten und sagen: Wie konnten die Menschen damals einfach mitlaufen? Warum haben sich so wenige dagegengestellt? Ich denke mir dann oft: Die Leute, die leichtfertig über früher urteilen, das sind oft die Mitläufer von heute. Diejenigen, die ein Profil haben, sind eher verständnisvoll in Bezug auf früher, dafür aber wirklich, im positiven Sinne kritisch und mutig in der Gegenwart. Ich befürchte, dass das Mitläufertum, die Feigheit und auch das Denunziantentum heute viel verbreiteter sind als jemals zuvor in der Geschichte. Es gibt verschiedene Gründe dafür, z.B. den mangelnden Glauben, das fehlende Geschichtswissen, den Verlust des Hausverstandes und die Verwöhntheit vieler. Menschen, die im Leben keine existentiellen Schwierigkeiten zu bestehen hatten – und in der Wohlstandsgesellschaft gibt es da sehr viele – haben selten einen echten Realismus und sind viel leichter manipulierbar. In der Wohlstandgesellschaft gibt es nur wenige Menschen, die kämpfen gelernt haben.

Zunächst möchte ich einige Verrücktheiten der Gegenwart aufzählen:

Wie ist es möglich, dass die österreichischen Bischöfe seit Jahren zur Praxis der vorsätzlichen Tötung schweigen (siehe Abtreibungszahlen unten) und gleichzeitig wegen einer angeblichen und/oder wirklichen Ansteckungsgefahr die Gläubigen sogar von den Osterfeierlichkeiten aussperren?

Wie ist es möglich, dass ein Arzt, der eigentlich zum Heilen und dem Leben verpflichtet ist, sein Geld mit Abtreibungen verdient und im Fernsehen die Euthanasie vertreten kann, während jemand, der bei einer Feier mit Freunden erwischt wird, angezeigt oder als Lebensgefährder beschimpft werden kann?

Wie ist es möglich, dass die Menschen in Kaufgeschäfte, zum Bankomat und zum Rechtsanwalt gehen dürfen, aber nicht in die Messe?

Wie ist es möglich, dass man fast die gesamte Wirtschaft lahmlegt, ohne dass jemand aufsteht und sagt: Moment mal! Wir können doch nicht in wenigen Wochen alles aufs Spiel setzen, was unsere Väter in Jahrzehnten mühsam aufgebaut haben?

Wie ist es möglich, dass man mir als Pfarrer den Zugang zu einem Sterbenden verbietet, aber eine Krankenschwester und der Arzt haben schon Zutritt?

Wie ist es möglich, dass ein Lehrer beim Ordinariat mit einer Anzeige droht, weil der Pfarrer sich erlaubt, über rigorose Maßnahmen verwundert zu sein?

Wie ist es möglich, dass so viele Menschen völlig widerspruchslos die drastischsten Einschränkungen seit der Kriegszeit einfach unhinterfragt hinnehmen?

Ich schreibe euch hier einige Zahlen auf, die ich nicht einmal bewerten möchte, einfach zum Nachdenken, um sich vielleicht mancher Verrücktheiten bewusst zu werden:

Weltweite Sterbefälle 1. Jän. – 25. März 2020
Tote durch Corona-Virus: 21.297
Tote durch saisonale Grippe: 113.034
Tote durch Malaria: 228.095
Tote durch Selbstmord: 249.904
Tote durch Verkehrsunfälle: 313.903
Tote durch HIV / Aids: 390.908
Tote durch Alkohol: 581.599
Tote durch Rauchen: 1.162.481
Tote durch Krebs: 1.909.804
Tote durch Hunger: 2.382.324
Tote durch ABTREIBUNG: 9.913.702

Was sollen wir also jetzt tun? Was soll die Kirche tun? Was sollen die Gläubigen tun?

Die Antwort gibt uns der Apostel Petrus. Er sagte zum Gelähmten: Was ich habe, gebe ich Dir! Dann heilt er ihn. Petrus hat die Gabe der Heilung. Er übt diese Gabe im Namen Jesu Christi aus. Er gibt dem Gelähmten wieder die Beweglichkeit. Der Gelähmte steht auf, geht in den Tempel und lobt Gott. Petrus hat dem Gelähmten noch mehr gegeben, die seelische Beweglichkeit, den Glauben, die Fähigkeit, Gott zu loben.

Daraus ergibt sich: Gerade jetzt muss die Kirche den Menschen geben, was sie hat, die heilenden, heiligenden und heilsnotwendigen Sakramente, den Glauben und die Möglichkeit und Fähigkeit, Gott zu loben.

Die Priester müssen das, was sie haben, weitergeben dürfen, die Krankensalbung, die Beichte, die Taufe, die Eucharistie. Ich habe heute dem Erzbischof einen Brief geschrieben und ihn gebeten, etwas zu unternehmen, damit man als Priester zu den Kranken gehen darf, denn mir wurde der Zugang zu einem Sterbenden verweigert. Einen Sterbenden im Interesse der Gesundheit die Krankensalbung zu verweigern ist verrückt und antichristlich.

Das Wichtigste, das jeder Christ tun kann, ist, Gott zu loben. Das Gotteslob ist das Höchste, wozu ein Mensch fähig ist. Das Gotteslob macht den Menschen frei von Feigheit, frei von Verwirrung, frei von Mitläufertum, frei von Angst. Das Gotteslob stärkt das geistige Immunsystem (schützt vor Verwirrung und Sünde) und auch das biologische.

Derzeit wird in Österreich im Dienste der Gesundheit die Wirtschaft (Gold und Silber) und die Religionsfreiheit (Gotteslob im Tempel) geopfert. Damit erreicht man mit Sicherheit das Gegenteil des Angestrebten. Wenn das Gotteslob ausfällt, bleibt auch der Segen aus und damit auch das körperliche Wohl. Wenn man die Wirtschaft an die Wand fährt, dann bricht alles, auch das Gesundheitswesen zusammen. Das ist eine Binsenweisheit, außer man hat aus den Augen verloren, dass das hervorragende Gesundheitssystem und die hohe Lebenserwartung Früchte des Wohlstands sind, der nach dem Krieg erarbeitet wurde. Beides hängt unmittelbar zusammen.

Deshalb soll für uns Christen ganz einfach gelten, wir sollen österliche Menschen sein, das Gotteslob soll an erster Stelle stehen. Das gibt uns Freude, Friede, Freiheit und auch die Kraft, die alltäglichen Dinge gerne und gut zu erfüllen. Wenn wir das tun, wird Gott uns alles andere (die Gesundheit, Gold und Silber) dazugeben.

Liebe Gläubige! Wenn ihr als österliche Menschen lebt, furchtlos, kritisch gegenüber dem Zeitgeist, froh und heiter, dann werden euch viele für verrückt halten! Damit seid ihr in bester Gesellschaft, denn so erging es auch den Aposteln, den ersten Zeugen der Auferstehung.

Mit österlichen Grüßen
Euer verrückter Pfarrer
Ignaz Steinwender




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 priska 21. April 2020 
 

@elisabetta

Bin voll ihrer Meinung ,Wärend viele Operationen Abgesagt wurden wegen Corona Virus durften Abtreibungen vollzogen werden. Traurig ,und alle schweigen.


7

0
 
 elisabetta 21. April 2020 
 

Leben retten, koste es was es wolle?

Das Argument der Regierungsmitglieder für die drastischen Corona-Maßnahmen ist „Leben zu retten“ und unsere Bischöfe stehen zu 100% hinter dieser Notwendigkeit - klingt erhaben und fromm. Wenn man aber diesen nach außen hin hehren Hintergrund näher betrachtet, dann stellt sich schon die Frage, ab welchem Zeitpunkt Leben gerettet werden soll. Derzeit stehen die Menschen mit 65+ im Fokus, deren Todeszahlen mit allen Mitteln gesenkt werden muss, die zig/tausenden Ungeborenen, denen man durch Abtreibung das Leben nimmt, scheinen in keiner Statistik in Österreich auf, offensichtlich eine vernachlässigbare Minderheit... Ich würde mir wünschen, dass künftig auch die Abtreibungen penibel gezählt und veröffentlicht werden, vielleicht würde das manchen Menschen die Ungleichbehandlung vor Augen führen und sie zum Nachdenken bringen. Und die Bischöfe müssten immer und immer wieder auf das Recht der Ungeborenen hinweisen, haben sich aber anscheinend ein selbstauferlegtes Redeverbot verordnet.


7

0
 
 Einsiedlerin 20. April 2020 
 

Korrektur

Es fehlt ein Wort: ...direkt in den afrikanischen Ländern vor Ort...


2

0
 
 Einsiedlerin 20. April 2020 
 

@Rolando

zu Ihre Gedanken möchte ich noch hinzufügen, dass es mMn nicht nur um - sagen wir so - "die Regelung der Wirtschaft" geht, sondern um eine Bevölkerungsdezimierung zu Lasten der armen Länder natürlich, denn die können sich die medizinische Versorgung nicht leisten, weil sie weit entfernt sind von den notwendigen Kapazitäten an Krankenhäusern etc. Wenn z.B. Bill Gates als prominenter Sponsor der WHO schon vor Jahren vor einer Pandemie warnte, klingt das zwar nett, ist aber trotzdem eigenartig. Er hätte z.B. direkt in den afrikanischen Ländern vor für den Aufbau von medizinischer Infrastruktur spenden können. Wäre das nicht sinnvoller, als für die WHO? Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass da viel mehr dahintersteckt.


5

0
 
 JP2B16 20. April 2020 
 

@1Pace & @Diadochus

@1Pace, Sie haben natürlich recht, ich hatte umformuliert und „entgegengewirkt“ vergessen. Richtig wäre sinngemäß gewesen, wenn einer nahezu vollständigen Durchseuchung nicht von Beginn an entgegengewirkt worden wäre, d.h. kein Containment oder mindestens Mitigation stattgefunden hätte. Dann wäre Vergleichbarkeit bis zum Zeitpunkt einer später einsetzenden breiten Immunität gegeben. Danke für die Chance zur Richtigstellung (man sollte stets vorher seine Zeilen noch einmal lesen).
@Diadochus: ich gehe mit Ihnen selbstverständlich auf ganzer Linie d’accord und hoffe nicht, dass mir mit meinen Zeilen eine Relativierung DES himmelschreienden Unrechts unterstellt wird.


1

0
 
 1Pace 20. April 2020 

Schlimmer geht immer

@JP2B16 - Sie schrieben: „Ein derartiger Vergleich würde sich dann erlauben, wenn zu Beginn des genannten Betrachtungszeitraumes die Welt mit COVID-19 nahezu vollständig durchseucht gewesen wäre.“ - Laut den Virologen kommt jedoch eine Seuche zum Erliegen, wenn mindestens etwa zwei Drittel der Gesamtbevölkerung infiziert sind. Folglich würde in einer „vollständig durchseuchten“ Welt auch die Mortalität sinken. Der Unterschied zwischen den Todesursachen wäre - verglichen mit den dann anteilmäßig geringeren Coronatoten - in diesem Fall also noch gravierender, da diese anderen Todesursachen im Wesentlichen keine saisonalen Peaks zeigen. Statistisch gesehen wäre eher der für die Betrachtung gewählte Zeitabschnitt problematisch, weil die Pandemie noch nicht abgeschlossen ist. Aber auch das ist nicht unseriös, sondern berechtigt, weil der Anfangszeitpunkt in etwa korrekt ist und wir im Jetzt leben. Die aktuellsten Zahlen fehlten wohl noch.


1

0
 
 Einsiedlerin 20. April 2020 
 

Die Zahlen

Der Vollständigkeit und Seriosität halber wäre eine Quellenangabe der Zahlen zu den Todesfällen wünschenswert. Wo gibt es diese Aufstellung?


1

0
 
 Diadochus 20. April 2020 
 

@JP2B16

Die Abtreibung ist das größte Verbrechen der Neuzeit. Selbst wenn wir eine unkontrollierte Durchseuchung hätten, wären die Zahlenunterschiede zur Abtreibung immens. Heuchlerisch finde ich, ist, wenn trotz Covid-19 noch Abtreibungen stattfinden. Die Abtreibungen werden in der Öffentlichkeit vollkommen unterschlagen. Das ist unseriös und egoistisch. Die Kirche ist (sollte) der Anwalt der Ungeborenen (sein). Falls die Abtreibungen nicht nachlassen, werden noch viel schlimmere Seuchen kommen. Da werden die Zahlenunterschiede dann nicht mehr so gering sein. Covid-19 ist nur eine kleine Warnung.


6

1
 
 JP2B16 19. April 2020 
 

Bei aller grundsätzlichen Zustimmung zum Wort des Tages ...

So sehr ich ansonsten Dekan Steinwender zustimme und seinen Eifer und Mut gegen ein "Mitläufertum" bewundere, so entschieden muss ich ihm leider attestieren, dass die Gegenüberstellung der verschiedenen Ursachen von Todesfälle im Vergleich mit COVID-19 so nicht seriös ist. Einfach weil die Voraussetzungen nicht dieselben sind. Ein derartiger Vergleich würde sich dann erlauben, wenn zu Beginn des genannten Betrachtungszeitraumes die Welt mit COVID-19 nahezu vollständig durchseucht gewesen wäre. Verböte man weltweit den Alkoholkonsum oder den Individualverkehr, wären auch hier die Fallzahlen natürlich andere. So werden solche Zahlen leider nur als reißerisch wahrgenommen, auch wenn Dekan Steinwender auf die unsägliche Zahl der Abtreibungen zurecht abstellen will und damit eine unerträgliche Heuchelei der Politik entlarvt. Dennoch: die Zustände in der Lombardei, Madrid und New York sollten eindrücklich gezeigt haben, was eine unkontrollierte "Durchseuchung" am Ende bedeuten kann.


4

1
 
 C.S.Lewis 19. April 2020 

Nochmal der Link

Ich habe bemerkt, dass der Link nicht funktioniert. Vielleicht klappt es jetzt.

www.pfarre.zell.at/category/aktuelles/


3

0
 
 C.S.Lewis 19. April 2020 

Wort des Tages

Weitere Worte des Tages von Dekan Steinwender gibt es auf der Pfarrhomepage von Zell am Ziller-

www.pfarre.zell/category/aktuelles


5

0
 
 Josephus 18. April 2020 
 

Der Abtreibungsmord ist furchtbar

Dennoch darf man das Corona-Virus nicht unterschätzen; wenn es keine Maßnahmen gäbe, wäre die Anzahl der Toten noch viel höher als gegenwärtig. Heute am 18.04. sind es schon über 100.000 Tote allein in Europa.

www.krone.at/2138932


3

1
 
 gebsy 18. April 2020 

es kann nur mehr besser werden,

den die Dekadenz hat den Zenit erreicht.
Dieser einfache Test bestätigt es:
http://www.kathtube.com/player.php?id=48464


2

0
 
 Diadochus 18. April 2020 
 

Verrückt sein

Herr Dekan Steinwender, da bin ich gerne mit Ihnen verrückt. Die Sakramente, die Sie im Namen der Kirche spenden dürfen, sind so unendlich viel kostbarer, als alles Gold und Silber. Der Gelähmte in der Apostelgeschichte konnte plötzlich gehen und lobte Gott. Was könnten wir vollbringen, wenn wir die Priester aufrichtig um Almosen bitten würden? Was könnten die Priester vollbringen, wenn sie sich der Kraft der Sakramente bewusst wären? Die Menschen würden geheilt werden von ihrer lähmenden Angst, wie der Gelähmte in der Apostelgeschichte. Aber so denken heute ja nur noch Verrückte.


10

0
 
 Rolando 18. April 2020 
 

Fortsetzung

werden die Bekehrungen steigen. Das Coronavirus ist nicht das Problem, sondern der Umgang damit. Letztendlich wird Gott durch den Entzug des Wohlstandes, der geschenkt ist, (leider fehlt die Dankbarkeit Gott gegenüber),
eine Umkehr bewirken. Der Herr will nur das Beste für den Menschen, im Hinblick auf das ewige Heil, da wäre ein „weiter so“ hinderlich. Der Herr macht das Beste daraus, helfen wir durch Gebet, Opfer und Fasten.


14

0
 
 Seeker2000 18. April 2020 
 

Amerkung zum 5. Absatz: Nachgang

zwei Filmtips, wo man schon mal zeigte wie Manipulation geht:

"Die Welle" und
"Wag the dog" oder in deutsch "Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt"


2

0
 
 Seeker2000 18. April 2020 
 

Anmerkung zum 5. Absatz:

Mitläufer zu generieren, geht ganz einfach. Hier der 5-Schritte-Plan:
1. Gemeinsamen Feind suchen (Corona)
2. Gemeinsames Symbol finden (Atemmaske)
3. Gemeinsamen Slogan kreiren (in D: #Wir bleiben...)
4. Staatliche Einhaltung von Vorgaben sichern durch Überwachung
5. Große Hymne komponieren (fehlt hier noch! Kommt bestimmt bald, oder auch ein Musical?)
Das Vorgehen klappt in der Werbung genau so wie in der Politik. Richtig manipulieren und die Leute schalten das Hirn aus.
Wie kann es sein, dass die Kommunion gefährlich ist, an der Brot-, Fleisch- und Käsetheke aber den ganzen Tag ohne Mundschutz bedient werden kann (Brot, Wurst und Käse wird auch nicht nochmal abgekocht ...). Singen könnte gefährlich sein wegen erhöhter Atmung; beim Joggen und Radfahren ist das nicht der Fall ????
Meine Verwunderung steigt von Tag zu Tag.


12

0
 
 Rolando 18. April 2020 
 

Ein paar Gedanken dazu,

Erst mal zu den Coronatoten, von diesen sind nicht alle AN, sondern MIT Corona gestorben. Hingegen die Tötungen durch Abtreibung, sie wurden alle getötet, wobei die, die durch hormonelle Verhütung umkamen, nicht dabei sind.
Das wahre Problem. Durch die Tötung der ungeborenen Babies, durch die „Pille danach“ und anderer hormoneller Verhütungsmethoden, wo es zu Frühabgängen kommen kann, hat die Wohlstandskultur erheblich zu wenig Nachwuchs. Es droht, wir waren kurz davor, ein Wirtschaftsabschwung, da die Produktion perfektioniert und auf Hochtouren lief. Doch wer kauft, wer kauft z. B. rein einen Neuwagen als Jugendlicher, nicht wie die Älteren, die ja nur wechseln, d. h, sie geben ein Auto zurück und kaufen ein Neues. Es gibt viel zu wenig Käufer, in allen Richtungen. Dann kommt die Überalterung, der Pflegenotstsand, der Fachkräftemangel usw., alles Folgen des Nachwuchsverzichtes durch Tötung. Diese Todeszahlen, sind zigfach mehr als Coronatote, und vermeidbar, doch da werden keine Maß


13

0
 
 lesa 18. April 2020 

Echte wellness!

Danke, Herr Dekan!
So herrlich Verrückte
(= zu 100 Prozent gesund und normal)
sollte es mehr geben.


14

0
 
 SalvatoreMio 18. April 2020 
 

Halleluja-Singen - jetzt : ist das denn zumutbar?

Weshalb ist Christus am Kreuz gestorben? Um uns das Leben zu schenken - das ewige Leben sogar. Das kann schließlich sonst niemand, darum muss er gepriesen werden. Also sang ich am Ostersonntag meinen Freunden und Allernächsten auf whattsapp ein Lied: "Der Heiland ist erstanden ..." Von den allermeisten kam kein Gruß! Mir scheint, ich hatte ins Fettnäppchen und gelte nun als verrückt oder pietätlos (falsche Noten waren nicht Schuld). Während des 30jährigen Krieges (30 Jahre!) wurden die schönsten und frommsten Kirchenlieder geschrieben und was machen wir jetzt? Wir jammern nur, auch wenn wir persönlich nicht betroffen sind. Ja, Herr Steinwender, mir scheinen Ihre Analysen sehr zutreffend, und jetzt weiß ich, dass noch andere verrückt sind! Schön! Danke.


13

0
 
 Sagittarius 18. April 2020 
 

Ein ausgezeichneter Artikel!!

Mir scheint, dass heutzutage nur noch wahrhaft gläubige Menschen den gesunden Menschenverstand behalten.
Die selbstverschuldete Weltwirtschaftskrise wird bald kommen, und ich befürchte, dass sie viel mehr Todesopfer zur Folge haben wird als das Virus selbst.
Aber Politiker, die so argumentieren und für eine Lockerung sind, hält man für verrückt.
Die panikartigen Maßnahmen der Regierungen, die von unseren Medien außerdem kräftig unterstützt werden, haben anfangs noch 90 % der Deutschen für richtig gehalten!
Die Menschen können den Tod nicht aufhalten, sie können ihn nur verschieben.
"Weh euch, ihr Politiker, die ihr die Kirchen zuschließet vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein, und die hinein wollen, lasst ihr nicht hineingehen."
Frei nach Mt 23,13


8

0
 
 priska 18. April 2020 
 

Danke Herr Dekan, Sie sind verrückt und mutig hätten wir mehr solche Priester wären für uns Gläubige die Kirchen wieder offen. Ich wünsche Ihnen alles gute und Gottes reichen Segen, bleiben Sie verrückt, ich wünschte mir es gebe mehr verrückte auf dieser Welt.


15

0
 
 Robensl 18. April 2020 
 

Danke!

Ja, z.B. hinsichtlich HIV/Aids oder STD allgemein dacht ich mir auch: wo kümmern sich bzw. erzwingen den Staat und Grossteil der Kirchen denn hier um Verhaltensweisen, die "Leben retten"? Im Gegenteil wird ja eher zu Verhalten ermuntert, das eigenes und fremdes Leben gefährdet, insbesondere auch der "Verletzlichsten" (van der Bellen), der Ungeborenen. Leider wird auch mit Corona nicht logisch-folgerichtig hier eine Kursumkehr erfolgen -verrückt eben. Aber: ich denke, wir Christen sind gefordert, auf eine solche Umkehr hinzuwirken. Generell sollten wir als österliche Christen das an-die-Wand-fahren durch Staats- und Kirchenleitung nutzen, um aus dem Schrott (an) Gottes Reich zu bauen (ohne uns dabei auf unsere Bischöf zu verlassen, die uns verlassen haben). Wir dürfen es nicht Kurz&Co, was "neue Normalität" sein wird.


12

0
 
 hape 18. April 2020 

Herzlichen Dank für diesen "verrückten" Impuls!

Lieber so verrückt sein, wie Pfarrer Ignaz Steinwender, als ein normaler Mitläufer beim Synodalen Weg.


16

0
 
 griasdigott 18. April 2020 

Lesen und verbreiten !

Vergelt's Gott!

Nur auf die Schnelle, weil beim Kochen:

Danke! Vergelt's Gott!
Lesen und verbreiten!

Grandios!

Was für ein Priester!


22

0
 
 Winrod 18. April 2020 
 

Sehr geehrter Herr Pfarrer Steinwender,

bleiben Sie "verrückt" und stärken Sie sich an dem genialen Satz Nicolas Gomez Davilas: "Vom Christentum bleibt nichts übrig, wenn der Christ sich anstrengt, vor der Welt nicht töricht zu erscheinen."


23

0
 
 ottokar 18. April 2020 
 

Sehr wahr und mutig. Da braucht es keinen Komentar

Danke !


21

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Krankheit

  1. Franziskus betet für verunglückten Rennfahrer Zanardi
  2. Neben welchen Heiligen möchten SIE am liebsten sitzen?
  3. Bistum Eichstätt gibt Lockerungen angesichts Corona bekannt
  4. „Vom Staat erlaubt – von der Kirche verboten“
  5. Kirchliche Gästehäuser in Italien bleiben zur Hälfte geschlossen
  6. Kirche und Corona: "Vorherrschend war Eindruck des Bravseins"
  7. „Händchen halten“ war gestern
  8. Kretschmann: Gottesdienste unter Vorsichtsmaßnahmen wieder öffnen
  9. 100-jährige Ordensfrau besiegt schwere #Corona-Erkrankung
  10. Werden wegen des #Corona-Lockdowns andere Krankheiten verschleppt?








Top-15

meist-gelesen

  1. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  2. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  3. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  4. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  5. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  6. „Herr, ich bin da!“ – Georg Ratzinger über seine Primiz
  7. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!
  8. Entbehrliches Christentum?
  9. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  10. „Unser aller aufrichtige Anteilnahme gilt dem Papa emerito Benedikt XVI.“
  11. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  12. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  13. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia
  14. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  15. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz