Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

Der Sonntag des Weinens, die Gnade der Tränen

29. März 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: beten wir für alle, die aufgrund der Pandemie so sehr leiden. Die Gnade der Tränen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Papst Franziskus – fünfter Sonntag der Fastenzeit, einundzwanzigste Messe in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“„gegen“ die Coronavirus-Pandemie.

Seit drei Wochen wird die Eucharistiefeier aus der Kapelle auf Geheiß des Papstes, der die Gläubigen, die wegen der Coronavirus-Pandemie nicht an der Messe teilnehmen können, erreichen möchte, live übertragen. Heute betete Franziskus für alle, die weinen:

„Ich denke an viele Menschen, die weinen: isolierte Menschen, Menschen in Quarantäne, einsame alte Menschen, Menschen im Krankenhaus und Menschen in Therapie, Eltern, die sehen, dass sie ihre Kinder nicht ernähren können, weil das Gehalt fehlt. Viele Menschen weinen. Auch wir begleiten sie von Herzen. Und es wird uns nicht schaden, ein wenig zu weinen, wenn der Herr um sein ganzes Volk weint“.

In seiner Predigt, in der der Papst das Johannesevangelium (Joh 11,1-45) über die Auferstehung des Lazarus kommentierte, sprach er über das Weinen Jesu um seinen Freund. Jesus weine aus Liebe, er weine mit den Seinen, die weinten, er weine immer aus Liebe, er habe ein Herz voller Mitleid. Heute: angesichts einer Welt, die unter der Pandemie leidet – fragte sich Franziskus – „sind wir fähig, wie Jesus zu weinen? Viele weinen heute. Wir bitten um die Gnade er Tränen“:

„Jesus hatte Freunde. Er liebte alle, aber er hatte Freunde, mit denen er eine besondere Beziehung hatte, wie man es mit Freunden tut, mehr Liebe, mehr Vertrauen ... Und viele, viele Male blieb er im Haus dieser Geschwister: Lazarus, Marta, Maria ... Und Jesus fühlte Schmerz über die Krankheit und den Tod seines Freundes. Er kam am Grab an und war tief bewegt und sehr aufgeregt und fragte: ‚Wo habt ihr ihn bestattet?’. Und Jesus brach in Tränen aus.

Jesus, Gott, aber der Mensch, weinte. Ein anderes Mal heißt es im Evangelium, dass Jesus weinte: als er über Jerusalem weinte. Und wie zärtlich weinte Jesus! Er weint aus dem Herzen heraus, er weint aus Liebe, er weint mit den Seinen, die weinen. Jesus weint. Vielleicht weinte er ein anderes Mal im Leben – wir wissen es nicht. Sicherlich auf dem Ölberg. Aber Jesus weint aus Liebe, immer.

Er war tief bewegt und sehr aufgeregt weinte er. Wie oft haben wir dieses Gefühl von Jesus im Evangelium gehört, mit dem Satz, der wiederholt wird: ‚Als er sah, hatte er Mitleid...’. Jesus kann die Menschen nicht sehen und nicht Mitleid empfinden. Seine Augen sind mit seinem Herzen. Jesus sieht mit den Augen, doch er sieht mit seinem Herzen und kann weinen.

Heute, angesichts einer Welt, die so sehr leidet, angesichts vieler Menschen, die unter den Folgen dieser Pandemie leiden, frage ich mich: bin ich in der Lage zu weinen, wie Jesus es sicherlich getan hätte und wie Jesus es jetzt tut? Ähnelt mein Herz dem Herzen Jesu? Und wenn es zu schwer ist, (auch wenn) ich sprechen, Gutes tun, helfen kann, aber mein Herz nicht ins Spiel kommt, kann ich nicht weinen: um diese Gnade des Herrn bitten: Herr, dass ich mit dir weine, dass ich mit deinem Volk weine, das gerade leidet. Viele weinen heute. Und wir bitten von diesem Altar aus, von diesem Opfer Jesu aus, von Jesus, der sich nicht schämte zu weinen, um die Gnade der Tränen. Möge der heutige Tag für uns alle der Sonntag des Weinens sein“.

Der Papst beschloss die Messe mit der Anbetung und dem eucharistischen Segen und lud die Menschen mit dem Ge et des heiligem Alfons Maria de Liguori zur geistlichen Kommunion ein.

Dem Autor auf Twitter folgen!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Kirche im ‚Status der Initiation‘: nach der Taufe beginnt der Weg
  2. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Fast der gleiche Glaube?
  7. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  8. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  9. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  10. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  11. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  12. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  13. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  14. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz