Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  3. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Umgang mit Missbrauch: „Ja, es gab einen geheimen Schrank“

30. Jänner 2020 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kölner Prälat Robert Kümpel räumt im „Domradio“-Interview ein, dass es im Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln in der Vergangenheit Fehler gegeben habe.


Köln (kath.net) „Ja, es gab einen geheimen Schrank, wo solche Fälle untergebracht wurden. Damit sollte gewährleistet werden, dass sich der Zugang zu den Akten auf wenige Personen beschränkte. Diese Akten sollten dann nach der Vorschrift des Codex alle zehn Jahre vernichtet werden.“ Das räumt der Kölner Prälat Robert Kümpel im Gespräch mit dem Kölner „Domradio“ ein. Er war von 1984 bis 1996 Personalchef und acht Jahre Regens im Priesterseminar, später Missbrauchsansprechpartner. Allerdings sei die Aktenvernicht „nicht immer konsequent durchgeführt“ worden. Heute halte er „es für wichtig, dass solche Akten überhaupt nicht mehr vernichtet werden, damit man später die getroffenen Entscheidungen noch nachvollziehen kann“.


„Lange Jahre‘“ sei seines Wissens nach „überhaupt kein kirchenrechtlicher Strafprozess gegen Missbrauchstäter durchgeführt worden“. Die Verantwortlichen hätten versucht, „die Fälle auf der Verwaltungsebene zu lösen“. Der Bischof konnte entscheiden, konnte Priester suspendieren und konnte Täter in den Ruhestand versetzen. Das war alles möglich, aber kirchenrechtliche Prozesse sind in dieser Weise kaum je geführt worden, soweit ich mich erinnern kann.“

Früher habe man sich bei Vorwürfen in die Richtung des sexuellen Missbrauchs „bemüht, die Fakten zu analysieren, und dann haben wir – wenn uns das klar war – überlegt, ob man den Priester überhaupt noch weiter im Dienst einsetzen konnte. Wir haben den Täter – soweit ich mich entsinne – ausnahmslos zu einem namhaften Psychotherapeuten geschickt. Der hat ihn dann begutachtet, ob und, wenn ja, wie und wo ein zukünftiger Einsatz möglich sein könnte. Das wurde dann sehr genau überlegt. Ich würde heute im Rückblick sagen – und das werfe ich mir vor –, was nicht gut gelaufen ist: Ich hätte mich stärker dafür einsetzen müssen, dass wir viel strikter und konsequenter gegen diese Täter vorgehen.“ Allerdings sei damals „die Tragweite dieser Verbrechen noch nicht so bewusst“ gewesen, „wie das heute der Fall ist“.

Link zum Interview im „Domradio“: Erzbistum Köln räumt Fehler im Umgang mit sexuellem Missbrauch ein - "Ja, es gab einen geheimen Schrank"


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Köln

  1. Katholische Kirchgemeinde in Düsseldorf lädt zu Gottesdienst zum CSD ein
  2. Erzbistum Köln wehrt sich gegen DDR-Vergleich von ‚Maria 2.0’
  3. Kita des Erzbistums Köln – Kritik an ‚geschütztem Raum’ für Masturbation
  4. Kölner Erzbistum streicht Dom aus dem Logo
  5. Angriffe auf Kardinal Woelki aus den eigenen Reihen
  6. Kardinal Woelki gewinnt erneut gegen BILD vor Gericht
  7. "Anbetung ist unser Dienst"
  8. Kölner Theologie-Hochschule weist FAZ-Behauptungen zurück!
  9. Deutsche Medien verbreiten nach Kleriker-Hetze Fake-News über Kardinal Woelki
  10. Kardinal Woelki obsiegt vor Gericht







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  3. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  4. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  5. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  6. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  7. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  8. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  9. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"
  10. Nach Sperre: Au-pair-Plattform stimmt Vergleich mit christlichem Vater zu
  11. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus
  12. Papst-Telefonat mit Putin: Leo XIV. tief besorgt über humanitäre Lage in der ukrainischen Stadt Oles
  13. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  14. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz