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'Diese Todsünde ist die Nichtzahlung der Kirchensteuer'

21. Jänner 2020 in Aktuelles, 37 Lesermeinungen
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Polnische Wochenzeitung "wPolityce" übt scharfe Kritik an katholischer Kirche in Deutschland: "Eine Institution, deren Hauptbindemittel nicht der Glaube, sondern das Geld ist"


Warschau (kath.net)
In Polen hat zu Weihnachten Grzegorz Gorny in der polnische Wochenzeitung "wPolityce" scharfe Kritik an der synodalen Kirche in Deutschland geübt und den deutschen Kardinälen, Bischöfen und Theologen vorgeworfen, dass diese viele Handlungen durchsetzen möchten, die seit den Anfängen des Christentums als inakzeptabel galten und die nicht länger als Sünde angesehen werden sollten. Hier geht es um z. B. darum, homosexuelle Beziehungen zu segnen oder Menschen die Eucharistie zu geben, die in nicht-sakramentalen Beziehungen leben. "All dies passiere im Namen der Barmherzigkeit, - wie viele deutsche Geistliche sagen – denn die Kirche kann niemanden ausschließen und der Sinn ihres Handelns sollte 'Begleitung', 'Unterscheidung' und 'Einbeziehung' sein." "Das klingt alles sehr schön, hält aber der Konfrontation mit der Realität nicht stand. Denn es gibt eine Sünde, die einen Gläubigen Katholiken definitiv aus der Gemeinschaft der Kirche ausschließt. Diese Todsünde ist die Nichtzahlung der Kirchensteuer."


Gorny kritisiert dann, dass diese Menschen in Deutschland wie Abtrünnige behandelt werden. "Geld erweist sich daher als das Hauptbindemittel der deutschen Kirche. Sie können abtreiben, gegen Jesus lästern, nicht an die Existenz Gottes glauben - es spielt keine Rolle: Sie sind immer noch ein Mitglied der Kirche und können (wie die Praxis zeigt) ohne Probleme die Kommunion erhalten. Wenn Sie sich jedoch weigern, Geld zu zahlen, werden Sie sofort aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Hier gibt es keine Gnade mehr, die Kasse muss stimmen."

Dann erinnert der Autor an eine Statistik, aus der hervorgeht, dass nur 16,2% der Westdeutschen an den allmächtigen Gott als eine Person glauben. "Kann man also sagen, dass die deutsche Kirche eine Glaubensgemeinschaft ist, auch wenn eine überwältigende Mehrheit ihrer Mitglieder die Grundwahrheiten des Glaubens nicht akzeptiert oder gar verleugnet? Was verbindet sie eigentlich? Sie haben nur eines gemeinsam: Geld. Wenn Sie nicht in der Gemeinschaft der Kirchensteuer-Zahlenden sind, sind Sie nicht in der Kirche, auch wenn Sie alle ihre Dogmen anerkennen. Nicht der Glaube, sondern das Geld ist daher das Grundprinzip für die Ordnung des kirchlichen Lebens in Deutschland. Eine Kirche, die auch heute noch eines der einflussreichsten Subjekte der katholischen Welt ist."

Die Stellung der Deutschen beruhe aber nicht auf geistliche Stärke. Denn die Gotteshäuser seien entvölkert, das sakramentale Leben verschwindet und die Menschen glauben nicht an die Grundwahrheiten des Glaubens. "Der Einfluss dieser Institution wird durch ihre materielle Macht bestimmt." Grzegorz Gorny erinnert dazu an 7-Milliarden-Jahresbudget der katholischen Kirche in Deutschland. Mit dieser riesigen Summe werde erlaubt, nur mehr in katholische Eliten in anderen Ländern zu investieren. "Die begabteren Kleriker aus Lateinamerika zum Beispiel erhalten oft Stipendien an den theologischen Fakultäten deutscher Universitäten und kehren später, getränkt mit modernistischen Neuheiten aus Deutschland nach Hause zurück."

Der Vertreter des Kirchensteuer Zahlers ist laut dem Autor das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Dies sei eine Art "säkulares selbsternanntes Parlament", das immer radikalere Veränderungen fordere. Diese haben weder mit der Bibel noch mit der Tradition aber viel mit der Ideologie der säkularen Vernunft zu tun . "Es ist kein Wunder, dass dieses Komitee Änderungen fordert, die mit der katholischen Religion unvereinbar sind, da es eine Gemeinschaft repräsentiert, in der nur 16,2% der Mitglieder an einen persönlichen Gott glauben." "Kirche in Deutschland - eine Institution, deren Hauptbindemittel nicht der Glaube, sondern das Geld ist", schreibt Gorny


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Lesermeinungen

 phillip 29. Jänner 2020 
 

„Ach, wie möchte ich eine arme Kirche für die Armen!“, rief Papst Franziskus am 16. März 2013 bei seiner ersten Begegnung mit den Medienvertretern aus. Den Gegensatz zu seinem Ideal bildet jedoch genau die ihm am nächsten stehende Kirche, nämlich die deutsche. Die Deutsche Bischofskonferenz, die jüngst im Oktober die Amazonassynode ideologisch und finanziell gefördert hat, ist in der Tat das reichste und privilegierteste Unternehmen in ganz Deutschland. Dieser Reichtum kommt durch die Kirchensteuer, die der Staat an die Kirche abführt, und die sich aus den Einkünften der deutschen Katholiken ergibt. Nach den deutschen Bischöfen, dürfen diejenigen, die Kirchensteuer entrichten, weder beichten noch die Kommunion empfangen, nicht gefirmt werden und bei ihrem Tod kein kirchliches Begräbnis erhalten. Manche sehen darin eine Simonie, deren sich die Bischöfe schuldig machen, weil sie den Empfang der Sakramente an die Zahlung eines bestimmten Geldbetrages knüpfen.


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 Habakuk 23. Jänner 2020 
 

weg mit Kirchensteuer

Schon Benedikt in seiner Freiburger Rede warnte, aber ohne Erfolg. Ergebnis: leere Kirchen, aber unzählige Referentenposten gut bezahlt und unkündbar. Gemessen an der zahl der priester und Sonntagsmessen-Besucher müsste man längst 2/3 des Personals entlassen. Doch bei sprudelnden Kirchensteureinnahmen geht das Kirchenballett weiter. Das ist das imminente Ende jeder Reform. Die Kirche schafft sich selbst ab.


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 jadwiga 22. Jänner 2020 

Eine Seuche!

@Antony, Sie schreiben:
"Ich wäre auch gerne so heilig, dass ich, wenn ich mich mit dem Thema Sünde beschäftigen wöllte, immer zu den anderen schauen müsste, weil es bei mir keine mehr gäbe..."

Sie haben das Problem nicht verstanden! Wir sitzen in einem Boot. Es gibt nur eine katholische Kirche. Wenn die Kirche im Westen an Häresie erkrankt, dann ist der ganze Körper der Kirche in Gefahr!

Die katholische Kirche in Deutschland kann sich einen anderen Namen aussuchen! Dann werden die Polen, Italiener usw. keine deutsche Kirche mehr besuchen. Aber dies ist genau der wunde Punkt; wenige Gläubige bedeuten auch wenig Kirchensteuer!

jadwipkarpaten2


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 Bernhard Joseph 22. Jänner 2020 
 

@HildegardW

Nun, es soll ja auch ehrenamtlich tätige Propagandisten/innen des neuen "synodalen Weges" geben.


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 Stephaninus 22. Jänner 2020 
 

Polnische Kritik: ja, aber

Die Kritik verstehe ich. Ich selber stehe dem Kirchensteuersystem kritisch gegenüber (NB: In der Schweiz gibt es allerdings sehr grosse kantonale Unterschiede, weshalb man z.B. nicht von einem Schweizer System sprechen kann).
Bei all der Skepsis gegenüber Kirchensteuern bleibt allerdings die Frage - und sie begleitet die Kirche seit ihren Anfängen - wie denn eine geistliche Institution zu zeitlichen Gütern, die sie braucht kommen könne. In Bezug auf Polen: Auch dort ist die Situation nicht nur erfreulich. Viele Menschen beklagen sich über das Finanzgebaren der Kirche / der Bischöfe. Der Klerus gilt in weiten Teilen als sehr geldgierig. Und ich muss sagen, dass auch ich schon bei meinen Aufenthalten dort diesen Eindruck bekam. Die Kritik ist weit verbreitet (gerade auch bei einfachen Gläubigen): Wer zahlt, bekommt mehr als wer wenig Geld besitzt - bis hin zur Eheannulierung.


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 HildegardW 22. Jänner 2020 
 

@Lilia

Ich werde nicht von der Kirche bezahlt; es ist genau andersherum: Durch meine Kirchensteuer leiste ich einen Betrag für die Bezahlung der Kirche.


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 ThomasR 22. Jänner 2020 
 

wenn nicht Abschaffung, dann wenigstens Reform

1) Beteiligung der Laien auch bei der Verteilung der Ausgaben- vielleicht den Laien wäre lieber statt aufgeblühte Ordinariate samt Ordinariatsräte und Direktoren,die inzwischen in manchen Bistümern(insbesondere in Süddeutschland )besser vergütet werden als die meisten Priesterund beinahe alle ständigen Diakone im kirchlichen Dienst mehr Obachlosenhilfe, Krankenhauseelesorgen und Lebensschutz
2) Eine strickte Zuordnung von 3/4 Kirchensteuereinnhamen den jeweiligen Pfarrereien, damit auf der Ebene der Pfarrereien bzw. Pfarrverbunde entscheiden werden kann ob sie sich mehr Priesterseelesorge(durch Priester vom Ausland bzw. durch Preister selbst aus den Ostkirchen)und ständige Diakone wünschen oder doch mehr Laienfunktionäre jeglicher Art
3)Streichung der Finanzierung von allen Organisationen jeglicher Art,wie BDKJ, Kolping oder Frauenbund wenn sich diese nicht an die Inhalte von Katechismus, Vticanum II und Papstlehre halten und dafür Zuschüsse z.B.für Jugend für das Leben und Pfadfinder


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 Fischlein 21. Jänner 2020 
 

Dabei wusste Herr Gorny noch nichts von

dem jüngsten "Werk" des Ökumenischen Arbeitskreises über Eucharistie und Abendmahl, das durch Bischof Bätzing akzeptiert wurde.


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 girsberg74 21. Jänner 2020 
 

@Stefan Fleischer an @Lämmchen

Werter Stefan Fleischer,
Sie haben sich bemüht, @Lämmchen das System der Finanzierung der Katholischen Kirchen in der Schweiz zu erläutern, sind aber durch den Dschungel nicht wirklich durchgekommen, haben womöglich Ihre Gesundheit belastet.
Das Schweizerische Bankensystem dagegen ist geradezu einfach, ohne geschäftshemmende Sonderheiten. Wer aber die „Schweiz an sich“ kennenlernen wollte, wäre allerdings mit einem Studium der Kirchenfinanzierung gut beraten.
Vielleicht in Kurzfassung für @Lämmchen: Das Geld für Kirche und Glauben geht durch allerhand Zuständigkeiten, je nach Kanton. Als Resultat: Die Bischöfe müssen sich eher bescheiden, es kommt nicht alles für tatkräftiges Handeln an. Man muss, sofern man nicht eine starke Berufung hat, in der Schweiz nicht Bischof sein.


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 Lilia 21. Jänner 2020 
 

Die Kirchensteuer ist das goldene Kalb um das unsere Bischöfe tanzen

Oder gibt es hierzulande einen einzigen Bischof, der für die Abschaffung der unseligen Steuer plädieren würde?!

@HildegardW.
Von welchem Ordinariat werden Sie für das Einstellen Ihrer Kommentare hier bezahlt?!


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 girsberg74 21. Jänner 2020 
 

Im Prinzip „Ja“.

@Mariat „In Polen gibt es keine Kirchensteuer … Ist das besser?“

Das wäre zwar arbeitsmäßig aufwendiger, würde aber von Tür zu Tür mehr Kontakte stiften, zugleich den Abstand zwischen „Oben und ganz Oben“ gegenüber dem einfachen „Unten“ verringern, kurz: einem Cäsarentum vorbeugen.

Als ein passendes Versuchsfeld könnte ich mir die Diözese „München und Freising“ vorstellen.


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 Bernhard Joseph 21. Jänner 2020 
 

Wie sagt Papst Franziskus in einer Predigt

„Wenn Gott erwählt, zeigt er seine Freiheit und Unentgeltlichkeit"

Bei der Unentgeltlichkeit hört bei der DBK der Spass eben auf. Glaubender ist nur, wer zwangsweise zahlt, auch dann noch, wenn er damit den Zerfall der Kirche finanziert.


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 Stefan Fleischer 21. Jänner 2020 

@ Lämmchen

Das schweiz. System ist viel komplizierter. In meinem Kanton werden die Ausgaben der Pfarreien durch den Kirchensteuer bezahlt über welche die (weltliche) Kirchgemeinderäte verfügen. Das Bistum zieht keine Steuer ein, sondern erhält Geld von den Gemeinden, das aber nicht an das Bistum direkt geht, sondern an die "Landeskirchen" der Bistumskanton. Der Bischof ist für die ihm nötigen Mittel auf das Wohlwollen diese Gremien angewiesen. Ob und wo gegebenenfalls ein kantonaler, landeskircheneigener und/oder gesamtschweizerischer Kirchenbaufond besteht, weiss ich nicht genau. Das Gleiche gilt für den Finanzausgleich zwischen den Gemeinden und/oder Landeskirchen. In unserem Kanton besteht so etwas. Aber irgendwie hat die Kantonspolitik da auch ein Wörtchen mitzureden via das kantonale Kirchengesetz. Genau weiss ich es nicht. Ich habe mir noch nie die Mühe genommen, mich durch diesen Dschungel durchzuarbeiten.


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 julifix 21. Jänner 2020 

Die Kirchensteuer

Langsam kommt mir die Kirchensteuer in Dt. vor, wie eine moderne Form des vorlutheranschinen Ablasshandels in der kath. Kirche. Zahlst du nicht, kannst du das Seelenheil nicht erreichen.
Aber bitte keinen 2. Luther, sondern Abschaffung der Kirchensteuer. Oder mglst. viele, die die Zahlung verweigern.
Kann man da nicht Mal eine Massensammelklage initiieren?


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 dulcedo 21. Jänner 2020 
 

@ mariat

Liebe Mariat,

JA, das ist besser!

So kommt man ins Gespräch und es ist nicht dieses automatisierte Abbuchen.
Es ist auch ein Farbe-bekennen und Einstehen für die Hl. Katholische Kirche.

In den Hl. Messen sind auch vielhöhere Beträge im Körbchen oder im Opferstock.
(Das berichtete mir eine japanische Katholikin)

Es gibt viele gute Möglichkeiten, mit denen man GEZIELT gute Katholische Werke unterstützen kann!

Es darf nicht ums Geldeinsparen gehen, sondern nur um das ehrliche Bemühen, die Hl. Katholischen Kirche wirklich zu unterstützen!

Mit dem deutschen jetzigen System werden wir zu Helfershelfern der Zerstörung unserer Hl. Katholischen Kirche.


Zusätzlich erhält der deutsche Staat Prozente für den Zwangsbeitrag!

Ein Zwangsbeitrag ist es aber tatsächlich nur, wenn wir uns weiter zwingen lassen - durch die zweifelhaften Drohungen der glaubensarmen Amtskirche uns ihre zweifelhafte Gunst zu entziehen, sofern der automatische "Geldsegen" ausbleibt!


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 Lämmchen 21. Jänner 2020 
 

@MAriat

zumindest in DRS müssen die Kirchengemeinde Spenden eintreiben, wenn sie z.B. ein Kirchendach renovieren müssen, weil es reinregnet. Sie bekommen zwar auch Gelder vom Ordinariat, das reicht aber bei weitem nicht. Das Geld aus den Kirchensteuern wäre da - und stände m. E. den Kirchengemeinden zu! - es wird aber zu einem nicht unerheblichen Teil für andere Dinge verwendet....bis hin zu glaubenszerstörenden Atkionen von BD"K"J u. a.


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 HildegardW 21. Jänner 2020 
 

@antony

Sie haben Recht. In Polen steht z.B. die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch durch Priester noch ganz am Anfang. Da gibt es viel Wichtiges zu tun. Also keine polemische Vorwürfe wie "Hauptbindemittel nicht Glaube sondern das Geld" posaunen, sondern die Probleme im eigenen Haus lösen.


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 Psalm1 21. Jänner 2020 
 

@Mariat

Es geht in dem Artikel nicht um die Frage, ob das Kirchensteuersystem generell besser oder schlechter ist, als andere Systeme. Es geht darum, dass bei Nichtzahlung *immer* eine faktische Exkommunikation ausgesprochen wird, während das bei öffentlichen schweren Sündern oft nicht der Fall ist.


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 Aquilinus 21. Jänner 2020 
 

Spendengelder vs Steuern

@Mariat
Das Sammeln von Geld für die Kirche ist nicht das Problem, sondern durchaus legitim, denn es ist auch in der Apostelgeschichte belegt. Das eigentliche Problem ist, was die Kirche mit dem Geld macht. Da gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen Deutschland und Polen!


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 hortensius 21. Jänner 2020 
 

Kirchenführer sind schon abgefallen

Die deutschen Kirchenführer - Kleriker wie Laien - sind innerlich bereits vom traditionellen Glauben abgefallen. vergleiche die Zehn Gebote und die Sieben Sakramente mit den Forderungen der sogenannten Synode. Die Frage ist noch: Wie viele unwissende Laien werden sie noch mitnehmen bzw. in ihrer verfälschten Kirche behalten?


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 Erzkatholisch 21. Jänner 2020 

Arbeitgeber Kirche

Danke für den Artikel. Traurig aber wahr. Mir wird immer klarer das diese Enwicklung notwendig ist. Ab und zu muss ein Baum beschnitten werden damit die Früchte prächtig werden.
"Wessen Brot ich Ess, dessen Lied ich sing". Kirche als Arbeitgeber aber ohne Gläubige? Kirchensteuerzahlung darf nicht Bedingung sein.


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 Dismas 21. Jänner 2020 

Der polnische Kommentator hat leider

sehr, sehr recht.
Der Glaube zählt kaum noch in der "Körperschaft des öffentlichen Rechts Katholische Kirche in Deutschland".
Hauptsache die Kasse stimmt. Kirchensteuergelder werden für viele glaubensferne oder gar -feindliche Dinge verwandt. Die DBK missachtete die Feststellung des päpstlichen Rates für Gesetzestexte 2006, dass eine Erklärung vor einer staatlichen Stelle des Austritts nicht automatisch eine glaubensferne Haltung inkludiert! Im Gegenteil wurde in der Erklärung der DBK jeder als Abtrünniger, als Schismatiker gesehen, der den Austritt aus der Steuerzahlergemeinschaft erklärt und demjenigen jedes Anrecht auf Sakramentenempfang genommen. Also zum Kommunionempfang ist die Steuerzahlung nötig, nicht etwa z.B.im Stand der Gnade zu sein. Das enthält m.E. simonistische Züge und ist sündhaft. DAS Vergehen der DBK!! Beten wir für diese Bischöfe, dass sie sich vom Glauben an den Mammon bekehren mögen!!


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 Mariat 21. Jänner 2020 

In Polen gibt es keine Kirchensteuer

stattdessen wird mitunter auch an der Haustüre gesammelt, sagte mir eine Katholikin aus Polen.
Ist das besser?


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 Bernhard Joseph 21. Jänner 2020 
 

@antony - Ihre Argumentation ist billig

Die Umtriebe der synodalen Amokläufer haben ja nicht nur Auswirkungen in Deutschland sondern auf die Kirche und damit Katholizität im Ganzen. Daher ist es völlig legitim, wenn in Polen Katholiken, die noch im Glauben verwurzelt sind und nicht nur am einträglichen Mammon interessiert sind, ihr Befremden über die Exkommunikationspraxis der Kirche in D äußern.

Mit dem Kleben am Mammon verbindet sich ein eklatanter Machtmissbrauch der DBK, das ist doch unbestreitbar. Warum soll das ein Pole nicht ansprechen dürfen, nur weil es in der Kirche in Polen an der ein oder anderen Stelle dunkle Flecken geben kann?

Und ist es etwa nicht richtig, dass die DBK Funktionäre nach altbewährt ideologischem Muster "am deutschen Wesen soll die Welt genesen" eine Synode in Lateinamerika missbrauchten? Ermöglicht allein durch eine monetäre Zwangsabgabe?!

In einem irrt der Autor: man wird in D auch exkommuniziert, wenn man Geld zahlen will, nur eben nicht an glaubenzersetzende Zirkel der DBK!


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 elisabetta 21. Jänner 2020 
 

Der Artikel


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 antony 21. Jänner 2020 

Ich kann es auch anders ausdrücken:

Gibt es in Polen so wenig Schmutz, dass die Kirchenberichterstatter vor unserer Türe kehren müssen?


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 antony 21. Jänner 2020 

So sehr die polnische Zeitung auch recht haben mag:

Was ich mir bei den kritischen Berichterstattungen in polnischen und ungarischen Medien über die katholische Kirche in Deutschland denke:

Ich wäre auch gerne so heilig, dass ich, wenn ich mich mit dem Thema Sünde beschäftigen wöllte, immer zu den anderen schauen müsste, weil es bei mir keine mehr gäbe...


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 griasdigott 21. Jänner 2020 

Opfergabe

Ja, werter dulcedo, das "Vergnügen" ist schal und hohl. Wenn die Party vorbei ist, der Rausch vorbei und man der Realität nüchtern ins Auge sehen müssen, wird gar mancher erschrecken.
Echte Gläubige könnten doch niemals an einer Faschingsmesse teilnehmen. Unmöglich!
Und was ist von solchen Priestern zu halten, die zu soetwas einladen?! Wem dienen sie?!
Die Gläubigen gelten als Spassverderber, Spielverderber.
Zu einer Party zahlt man Eintritt.
Christus Jesus nachzufolgen kostet Ganzhingabe und Opfer. Das ist etwas ganz anderes. Und auch der Unterhalt für die Priester und Kirchen soll eine Opfergabe sein, jeder, wie er kann.


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 Diadochus 21. Jänner 2020 
 

@HildegardW

Als eine überflüssige Polemik sehe ich das nicht an. An dem Artikel können Sie sehen, wie das selbstzufriedene Bild der deutsch-katholischen Kirche von dem Bild abweicht, das andere, in diesem Fall die Polen, von uns haben.


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 antonius25 21. Jänner 2020 
 

Am Sonntag Ökumenischer Gottesdienst statt Hl. Messe

Das hat mir den Rest gegeben. Jetzt werde ich mich aktiv nach einer anderen Pfarrei in der Umgebung umsehen oder doch die eine Stunde Fahrt zur Alten Messe auf mich nehmen.


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 Quirinusdecem 21. Jänner 2020 
 

Möglichkeit des kirchlichen Exils in Polen

....das wäre doch mal was, wenn die katholische Kirche die Gläubigen aufnehmen würde, die in Deutschland austreten und dieser NGO "katholische Kirche Deutschlands" damit den so wichtigen Nährboden, nähmlich das Geld entziehen. Dieser Bertag kann donn der katholischen Kirche in Polen überwiesen werden


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 dulcedo 21. Jänner 2020 
 

Unbarmherzige Geldgier

der deutschen Amtskirche!

Hauptsache das Geld fließt.
Alles andere (Seelenheil, Evangelisierung, Treue zu Christus und seinem Wort) ist diesen "Hirten" doch egal...

Die Leute werden ABSICHTLICH in die Verwirrung geführt, Glaubenswissen ABSICHTLICH nicht gelehrt, ja sogar verzerrt, verdreht, hingebogen, missachtet, der Lächerlichkeit preis gegeben.

Die in Deutschland tonangebenden Modernisten glauben selbst die wichtigsten Glaubenswahrheiten nicht.
Ihr Handeln folgt stattdessen dem banalen Motto:

Nur Bares ist Wahres

Die Frage ist nicht: Wie können wir Seelen retten?
Die Frage ist: Wie können wir unsere Pfründe retten?

@griassdigott:
Ja, das ist eine Vergnügungssteuer,
doch das "Vergnügen" ist schal und hohl.

Keinen Cent mehr für Salz, das seinen Geschmack verloren hat und deshalb kein Salz der Erde mehr ist!


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 Kostadinov 21. Jänner 2020 

@HildegardW - kann schon sein

aber hätten Sie vielleicht auch ein Argument für Ihre Behauptung?


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 doda 21. Jänner 2020 

Das stimmt

"Die begabteren Kleriker aus Lateinamerika zum Beispiel erhalten oft Stipendien an den theologischen Fakultäten deutscher Universitäten und kehren später, getränkt mit modernistischen Neuheiten aus Deutschland nach Hause zurück."
Und es gilt auch für Kleriker aus Afrik


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 Bessi 21. Jänner 2020 
 

So sehe ich das auch nicht nur erst jetzt sondern schon seit jahren. Ich stame aus Oberschlesien mit der familie sind wir die Familie anfangs der 70ger nach Deutschland als Spätaussiedler gekommen weil wir deutsche sind. Die ersten jahre waren schlim mir haben die Gottesdienste sehr gefählt obwohl fast gleich aber diese besinlichkeit ist hier nicht zu finden


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 HildegardW 21. Jänner 2020 
 

Hauptbindemittel das Geld??? Das ist überflüssige Polemik!


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 griasdigott 21. Jänner 2020 

Vergnügungssteuer?

Die Kritik der polnischen Wochenzeitung trifft ins Schwarze!

Vielleicht sollte man die Kirchensteuer umbenennen in Vergnügungssteuer. Wer zahlt, kann sich vergnügen wie es ihm beliebt, z. B. auch erst dieser Tage in besonderer Weise in der Faschingsmesse in München mit Schiessler (wer sonst auch?!)! Da wird geschunkelt und gesungen, die Narrenkappen aufgesetzt.

Damit man dann doch noch gut rüberkommt, ging eine Spende an die Haunsche Kinderklinik.


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