Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

Die Kraft des 'unerhörten' Gebets

16. Oktober 2019 in Jugend, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es gibt keine unerhörten Gebete. Dass etwas nicht passiert, worum wir Gott gebeten haben, heißt nicht, dass Gott unser Gebet ignoriert - Die Jugendkolumne von Viktoria Samp


Linz (kath.net)
Wir beten morgens, mittags, abends, alleine, in der Familie oder Gemeinschaft, zu Hause oder in der Kirche, manchmal auch zwischendurch, unterwegs, in Massen oder im stillen Kämmerlein. Jeder Gottesdienst, an dem wir teilnehmen, ist auch ein Gebet. Aber obwohl wir so viel beten, passiert in unserem Leben nicht viel mehr Gutes als bei anderen, die das Gebet vernachlässigen oder gar nicht erst auf die Idee kommen, Gott um Hilfe zu bitten. Wie oft beten wir, ohne dass wir irgendwelche Früchte sehen?
Und wir geben nach, unser Gebet wird immer nachlässiger, unkonzentrierter, immer weniger muten wir Gott zu, Er könne oder wolle uns überhaupt noch helfen, wir sagen schon ganz ohne irgendeinem Hoffnungsschimmer, möge es doch kommen, wie es kommen soll, wir geben einfach auf. Das Gebet wird zur Routine, manchmal kommt es uns vor wie eine Pflicht, etwas, das erledigt werden muss, bevor wir schlafen, denn so war es ja schon immer.


Und dann kommt auch manchmal ein Gedanke, eine Versuchung, die uns leise zuflüstert: heute kannst du es mal sein lassen, heute bist du viel zu müde, hast viel um die Ohren, Gott wird schon wissen, was du brauchst und wird dir wohl vergeben, dass du mal in diesem ganzen Haufen von Pflichten und Aufgaben das ein oder andere Gebet auf morgen verschiebst.

Doch ein anderer Gedanke warnt mich davor, diese Momente des Gebets nicht aufzugeben, das Gebet nicht als Zauberformel zu betrachten, sondern als eine der wohl wichtigsten Gespräche, die ich über den Tag hinweg führe. Ich finde eine schöne Bezeichnung des Gebetes ist das „Gespräch mit Gott“.
Das Evangelium vom letzten Sonntag mit den zehn Geheilten, von denen nur einer dankbar zu Jesus zurückkehrte, zeigt für mich auf wunderbare Weise wie sehr uns im Gebet die Demut fehlt, wie sehr wir im Gebet nur uns sehen und nicht Gott, wie sehr unser Gebet oft zu einem egoistischen, einseitigem Aufzählen von Bitten ist, während wir so oft vergessen, was wir bereits erhalten haben und für wie viele Dinge wir dankbar sein sollten. Würden wir all dies jeden Tag aufzählen, so müssten wir wohl den ganzen Tag im Gebet verweilen.

Beten zu können, ist ein wunderbares Geschenk, das uns hilft, unsere Beziehung zu Gott jeden Tag zu erneuern, Ihm von unseren Sorgen und Nöten zu erzählen, aber vor allem auch von unseren Freuden und Glücksmomenten. Wie einem guten Vater, von dem wir wissen, dass er unser Bestes wünscht, können wir Ihm alles erzählen, im vollen Vertrauen, dass Er jedes Wort hört und auch erhört.

Es gibt keine unerhörten Gebete. Dass etwas nicht passiert, worum wir Gott gebeten haben, heißt nicht, dass Gott unser Gebet ignoriert, uns vergisst oder gar uns zum Trotz unser Bitten und Beten ohne Antwort lässt. Vielleicht ist es einfach nicht an der Zeit, uns den nächsten Wunsch zu erfüllen, vielleicht ist es einfach nicht das Beste für uns, worum wir bitten.

Das, was uns ein unerhörten Gebet zu sein scheint, ist in Wirklichkeit eine Chance, um unseren wahren Glauben, unser Vertrauen und unsere Demut unter Probe zu stellen. Dass wir trotz äußerlich nicht sichtbarer Früchte bei Gott bleiben und das Gebet nicht aufgeben, zeigt, dass wir ehrlichen Herzens an Gott als unseren Vater glauben, dass wir nicht an Gott als einen Weihnachtsmann glauben, der uns wie ein Zauberer am Laufband unsere Wünsche erfüllt.

Lernen wir so wie Jesus mit vollem Vertrauen zu sagen „Dein Wille geschehe“, und auf diese Weise Gott als unseren allmächtigen Vater voll Vertrauen anzunehmen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  3. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  4. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  5. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  6. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  7. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  8. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  9. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  10. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  13. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  14. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  15. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz