Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Weiterer Angriff auf die Freiheit in Deutschland: Hessen erlaubt 2G-Supermärkte
  2. Wenn die Kinder des Lichts auf die Kultur des Todes treffen
  3. Der sonntägliche Messbesuch ist kein Hobby
  4. Norwegen-Killer trat vor der Tat zum Islam über
  5. Love Is In The Air? - Bätzing lobt das 'christlich geprägte Wertefundament' von Merkel
  6. Katholischer Priester wollte seelsorgerlichen Zugang zum sterbendem David Amess, Polizei sagte NEIN
  7. 'Der würde sagen: Betet so, dass ihr keinem anderen schadet!'
  8. Australischer Bischof ruft zur Covid-Impfung auf
  9. Umstrittene Ex-Ordensfrau möchte, dass sich Bischöfe vom ‚Marsch fürs Leben’ distanzieren
  10. "Liebe Freunde des vorgeburtlichen Kindertötens…"
  11. ‚Climate change’ – unterwegs zu COP26
  12. Aufregung in badischer Landeskirche wegen Sprechverbots über biblische Lehre
  13. Johannes Paul I. wird seliggesprochen
  14. Der Teufel und die Linken
  15. Linksradikale greifen Münchner Pro-Life-Arzt an!

"Welche Kräfte hier im Hintergrund am Werk sind"

22. Mai 2019 in Österreich, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Österreichischer Bischof Zsifkovics kritisiert beim "Ibiza-Video" beide Seiten: Zum einen das Verhalten eines Spitzenpolitikers, das völlig inakzeptabel und voll abzulehnen ist, zum anderen die Umstände, wie hier jemand (hinein)gelegt wurde


Wien (kath.net)
Der österreichische Bischof Ägidius Zsifkovics (Diözese Eisenstadt) hat die Umstände des Regierungsbruchs in Österreich als „nicht förderlich für Europa“ bezeichnet. Im Gespräch mit "VaticanNews" sprach der Bischof von einem völlig unethischen Verhalten des abgetretenen Vize-Premiers Heinz-Christian Strache (FPÖ). Dies sei „völlig inakzeptabel“. Der Bischof fordert aber auch volle Aufklärung über die Hintergründe des verdeckt aufgenommenen Videos, welches Strache & Co. ihre politischen Ämter kostete. Der Bischof bezeichnete den Vorgang als "österreichisches Watergate" und meinte wörtlich: "Was da passiert ist, ist sehr komplex. Zum einen ist es das Verhalten eines Spitzenpolitikers, das völlig inakzeptabel und voll abzulehnen ist. Das andere sind die Umstände, wie hier jemand (hinein)gelegt wurde, und ich würde auch sagen, welche Kräfte hier im Hintergrund am Werk sind. Diese Kräfte, das ist etwas Grausames. Das ist auch abzulehnen. Ich möchte es nicht übertreiben, aber diese Affäre ist für mich ein österreichisches Watergate. Mit dem Unterschied, dass es noch immer eine unsichtbare Kraft gibt im Hintergrund, die voll aufgeklärt werden muss. Diese volle Aufklärung ist im Interesse der ganzen Bevölkerung, und da müssen alle Kräfte im Staat zusammenwirken."


Der Bischof erklärte dann, dass beide Seiten nicht moralisch einwandfrei agieren. "Weder die vor der Kamera, noch die hinter der Kamera. Aber ich muss auch ehrlich sagen, ich vertraue darauf, dass in Österreich die Demokratie und die Institutionen so stark sind und auch funktionieren, dass wieder Licht in diese moralische Sonnenfinsternis kommt. Papst Paul VI. hat von Österreich einmal als von der Insel der Seligen gesprochen. Ich weiß, er hat es positiv gemeint, aber auch diese Insel kennt ihre Sümpfe und hat auch wieder Arbeit, diese Sümpfe auszutrocknen und aufzuarbeiten, um wieder ins positive Licht in Europa und in der Welt gerückt zu werden", so der Bischof, der dann auch sagte, dass der Wähler viel konservativer sei, als wir annehmen. "Vor allem, wenn es um Geld, um Lüge und um Sex geht. Da fordern die Menschen auch immer diese alten zehn Gebote, den Dekalog ein. Und die strafen dann auch die Politiker und die Politik ab, wenn man sich nicht an diese Dinge hält.“

Foto Bischof Zsifkovics (c) Diözese Eisenstadt


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 myschkin 23. Mai 2019 
 

@Ehrmann

"Jetzt gibt es jedenfalls nur Verlierer - inclusive der Drahtzieher - und es wird allen nützen, wenn diese komplett aufgedeckt werden", das ist eine wichtige Erkenntnis. Ich stimme mit Ihnen überein und sage: Wer ein anständiges Leben führt, kann auf solch entlarvende Weise nicht hereingelegt werden.


3

0
 
 Ehrmann 23. Mai 2019 

@Wunderer u.a.: Die Untersuchungen gegen die Drahtzieher laufen

-und sie haben bereits Teilerfolge gebracht. Kurz mußte das Einschreiten des Bundespräsidenten fürchten, dem die "Rechten" seit jeher nicht paßten und der die Möglichkeit gehabt hätte, die Regierung zu entlassen. Die Kooperation mit ihm war nötig. Jetzt gibt es jedenfalls nur Verlierer - inclusive der Drahtzieher - und es wird allen nützen, wenn diese komplett aufgedeckt werden. Hinweise auf Spionage aus Deutschland gegen Österreich gab es ja bereits. Einen moralischen Nutzen haben wir aber alle - nach Eugen Roth : "o Mensch bedenk - ein Auge ist, das alles sieht, selbst, was in finst'rer Nacht geschieht" - VIELLEICHT denken wir selbst auch bei kleineren Dingen an dieses Auge und an unsere Verantwortung IHM gegenüber.


3

0
 
 Wunderer 22. Mai 2019 
 

Aufgabe der österreichischen Regierung

wäre es doch vordringlich zu klären, von wem das Video den beiden Zeitungen zugespielt wurde so kurz vor dieser Euro-Wahl. Es geht nicht um die Person Strache, der reingelegt wurde; es geht um Prinzipien.
Und auch Spiegel und Süddeutsche Zeitung sind hierbei nicht aus dem Schneider, sondern müssen knallhart gefragt werden, warum sie willentlich diese brisante Sache veröffentlichten und zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten. Das war Mist: sie haben der Demokratie sehr geschadet. Aber vielleicht wollten sie das auch, und dann stellt sich die Frage nach ihrer beider Staatsverständnis. Stehen sie auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung? - Es sieht nicht danach aus.
Hier müßte m.Er. die österreichische Generalstaatsanwaltschaft aktiv werden, denn es handelt sich um einen Anschlag auf die Demokratie wie auch den Staat Österreich- und um einen Anschlag auf Europa und die Europawahl. Und da kann man von außerhalb Österreichs nicht unbeteiligt zuschauen. Das geht alle an.


4

0
 
 maxjosef 22. Mai 2019 
 

Das eigentlich Ungeheuerliche ist doch, dass hier eine österreichische Regierung nicht vom Souverän, dem österreichischen Volk, abgewählt wurde, sondern, offensichtlich aus Deutschland heraus, mit illegalen Mitteln in die Luft gejagt wurde! Das sollte in Österreich mal eingehend thematisiert werden!
Mit dem Strache hat es wohl nicht den Falschen getroffen, das Video offenbart ein erhebliches Maß an Dummheit und moralischer Verkommenheit. Wenn euer Bundeskanzler Kurz etwas standfester gewesen wäre, hätte er erklären sollen, dass er sich nicht seine Regierung von Deutschland aus zerlegen lasse und hätte an der Koalition nach personeller Erneuerung festgehalten. Er hat es nicht getan und ist so selber zum Gejagten geworden. Er steht seit der von ihm maßgeblich mitinitiierten Schließung der Balkanroute selber auf der Abschußliste der Linken.


11

0
 
 H.v.KK 22. Mai 2019 
 

H.v.KK

Im Großen und Ganzen d`accord Herr Bischof!Strache und Gudenus sind weg vom Fenster und das ist gut so und auch da pflichte ich Ihnen bei.Aber: cui bono?Allen jetzigen Verschwörungstheorien zum Trotz,nicht "die FPÖ"hat die Regierung gesprengt,sondern Kurz!Er und die EVP sind die einzigen Nutznießer dieser beispiellosen Niedertracht!Christlich-Sozial ist bei den derzeitigen ÖVP-Akteuren leider nur Makulatur!


6

0
 
 mirjamvonabelin 22. Mai 2019 
 

Sonst bin ich dafür

das sich Bischöfe nicht mit der Politik beschäftigen aber in diesem Fall danke ich Bischof Zsifkovics für seine klaren Worte.

Es ist gut wenn man Vortäuschung einer Freundschaft, zum Verrat benützt, an den Pranger stellt.
Judas hat sich als Freund ausgegeben.


13

0
 
 Ehrmann 22. Mai 2019 

@Wunderer :Ich stimme Ihnen zu, nur nicht Ihrer Wahlverweigerung

- auch ungültig oder weiß ist besser als Nichtwählen: denn das ist eines der Ziele der Zertörer, wer immer sie sind - sie selbst bleiben über, setzen Zeichen, die wir nicht wollen - auch wenn es nur Zeichen sind, sind sie gerade jetzt wichtig. Ich halte deshalb die ausführliche Berichterstattung für wichtig - auch bezüglich dessen, was nicht gesagt wird...


9

0
 
 Wunderer 22. Mai 2019 
 

Angriff gegen Österreich

Diese dunklen Mächte hatten ein Interesse daran, der FPÖ vorzugsweise und allen anderen Parteien in Europa, im unmittelbaren zeitlichen Vorfeld dieser "Europawahl" (an der ich mich nicht beteiligen werde), die sie als "rechts" sehen und zu diffamieren versuchen, ans Schienbein zu treten. Hoffentlich geht diese Rechnung nicht auf.
Spiegel und Süddeutsche Zeitung hatten über die Sache sicherlich wohlwollend "informiert". Es ist ein abgekartetes "Spiel". Man wollte ein Exempel; man wollte Österreich und diese Regierung zu Fall bringen. Da sollten alle Parteien in Österreich aufstehen, mal nicht an die Macht denken, im eigenen Interesse, und den Freimaurern oder wem auch immer eine klare Absage erteilen.


18

0
 
 Kernel Data 22. Mai 2019 
 

Leider

wird absolut nichts über die Identität der "Hintermännern" an die Öffentlichkeit dringen. Nach einiger Zeit versandet die Causa im Nichts. Das Ziel die Regierung zu stürzen ist erreicht, jetzt kann man sich dem nächsten "Problem" zuwenden. Politik ist eben ein schmutziges Geschäft, das zeigt sich wenn einmal etwas öffentlich wird, was sicher in allen Parteien vorkommt und in allen Ländern. Die mediale Berichterstattung ist aber für mich schon ein wenig übertrieben, Sondersendungen den ganzen Tag, so als ob irgendwo ein Krieg ausgebrochen wäre.


16

0
 
 lesa 22. Mai 2019 

Man erntet, was man sät

Danke für das weise, richtunggebende, treffende Hirtenwort.
Gottes Mühlen mahlen langsam ... Aus Lukas 2: Es ist aber nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und verborgen, was nicht erkannt werden wird;
deswegen wird alles, was ihr in der Finsternis gesprochen haben werdet, im Licht gehört werden, und was ihr ins Ohr gesprochen haben werdet in den Kammern, wird auf den Dächern ausgerufen werden."
Im Glashaus haben wir gute Vorübungen für den Tag, an dem ALLES offenkundig wird. Spätestens an diesem werden auch alle unrechtmäßigen Abhöraktionen offenbar u. ihren Lohn erhalten.

Der Bischof erinnert daran, dass auch die Politik, ja gerade sie, im Kräftefeld einer riesigen geistigen Auseinandersetzung zwischen Himmel und Erde steht. Nicht umsonst ermahnt uns der Hl. Paulus: "Als erstes fordere ich euch auf, für die Regierenden zu beten."
"Glaube und Gebet sind Mächte, die in die Geschichte eingreifen können und sind am Ende stärker als Patronen und Divisionen." (J. Ratzinger)


16

0
 
 Chris2 22. Mai 2019 
 

Danke Exzellenz für diese ausgewogene Stellungnahme.

Mich würde auch brennend interessieren, welche Mittel man jemandem gegen könnte, um ihn zu entnehmen und was damals bei Jörg Haider passiert ist, der lt. einer TV-Doku / Obduktionsergebnis in nur einer Stunde 5 Bier getrunken haben müsste, obwohl er sonst höchstens ein Piccolo Bier getrunken haben soll.


13

0
 
 Ginsterbusch 22. Mai 2019 

Als deutsche Mitbürgerin möchte ich das Verhalten

nicht bewerten, wir sind selbst gestraft genug. Nur soviel: „die Kräfte im Hintergrund“, ....zwei oder drei müssen rausgeworfen werden und durch unsere Leute ersetzt....., diese Kräfte gibt es nicht nur in Ibiza. Vielleicht wissen Sie, was ich meine. Und öffentliche Stellungnahmen von Bischöfen hört man im Moment fast nur bei politischen Themen. Vielleicht liegt das auch an „irgendwelchen Kräften.“
:)


21

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Österreich

  1. Ratzinger-Preis 2021 für zwei in Österreich lehrende Theologen
  2. Wien: 40 Tage Gebet gegen Abtreibung und für das Leben
  3. Österreich: Singen bei den Messen wieder erlaubt - Erleichterungen für Taufen und Trauungen
  4. Bischöfe sehen "unbedingtes Ja zum Leben in Frage gestellt"
  5. Lackner: "Ostern wird heuer sicher mit dem Volk gefeiert"
  6. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  7. Erstes Treffen von Schönborn und Kurz nach Regierungsbildung
  8. Rockfestival "Key2Life": Suche nach "Schlüssel zum Leben"
  9. „Wann sagen wir endlich wieder Ja zu unserer Zukunft statt nein?“
  10. Noch nie so erfüllt…







Top-15

meist-gelesen

  1. Wenn die Kinder des Lichts auf die Kultur des Todes treffen
  2. "Covid-19 ist gefährlich, aber die Todsünde ist viel gefährlicher."
  3. Der Teufel und die Linken
  4. Weiterer Angriff auf die Freiheit in Deutschland: Hessen erlaubt 2G-Supermärkte
  5. Benedikt XVI.: „Nun ist er im Jenseits angelangt… Ich hoffe, daß ich mich bald hinzugesellen kann“
  6. Priester der Petrusbruderschaft stürmen mit Weihnachtsalbum die US-Charts
  7. Love Is In The Air? - Bätzing lobt das 'christlich geprägte Wertefundament' von Merkel
  8. Aufregung in badischer Landeskirche wegen Sprechverbots über biblische Lehre
  9. Der sonntägliche Messbesuch ist kein Hobby
  10. Norwegen-Killer trat vor der Tat zum Islam über
  11. Katholischer Priester wollte seelsorgerlichen Zugang zum sterbendem David Amess, Polizei sagte NEIN
  12. Linksradikale greifen Münchner Pro-Life-Arzt an!
  13. Lyon: Kapuzinermönche zündeten 5G-Masten an
  14. "Liebe Freunde des vorgeburtlichen Kindertötens…"
  15. Anglikanischer Bischof wird katholisch: „Die Anglikaner scheinen sich als Institution zu verirren“

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz