Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  11. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  12. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘
  13. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  14. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

Mexikanischer Priester: Der wahre Glaube kam mit den Spaniern

17. April 2019 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein ‚historischer Manichäismus’, der in den indigenen Völkern Lateinamerikas nur Gutes und in den Spaniern nur böse Eroberer sehe, sei nicht angebracht.


Mexiko-Stadt (kath.net/LSN/jg)
Die Mexikaner würden den spanischen Missionaren das wichtigste verdanken, das sie hätten: den wahren Glauben, schrieb Hugo Valdemar, ein Priester des Erzbistums Mexiko-Stadt.

In einem Gastbeitrag für das Magazin Contra Replica nahm Valdemar zu zwei Briefen des linksgerichteten mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador Stellung. Der Politiker hatte Papst Franziskus und den spanischen König Felipe VI. dazu aufgefordert, sich für die Misshandlungen der indigenen Bevölkerung Mexikos durch die spanischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert zu entschuldigen.


Valdemar warnte davor, in einen „historischen Manichäismus“ zu verfallen, der in den indigenen Völkern Mexikos die Guten sehen wolle, die fast noch im Stand der ursprünglichen, paradiesischen Gnade gelebt hätten, während die bösen spanischen Eroberer gekommen seien, um die großartigen Kulturen zu zerstören.

Ohne die Tragödie der Eroberung zu verniedlichen betonte Valdemar, dass die Geschichte sehr komplex sei. Die Spanier hätten Mexiko nicht alleine erobert, sondern mit Hilfe indigener Völker, die vorher vom aztekischen Imperium unterdrückt und ausgebeutet worden seien. Alleine hätten die 200 Spanier das Aztekenreich niemals erobern können, schrieb der Priester.

Bei der Verbreitung des christlichen Glaubens sei es immer wieder zu „Exzessen“ gekommen, räumte er ein. Die Missionare seien aber die großen Beschützer der indigenen Völker gewesen. Sie hätten deren Würde als menschliche Personen verteidigt, sie aus der Sklaverei befreit und ihre Kultur geschützt. Ihr größtes Geschenk sei der Glaube an Jesus Christus gewesen, „des einzigen Erlösers des Menschen“. Bald nach der Ankunft der Missionare sei die Jungfrau von Guadalupe erschienen und habe die Mission Lateinamerikas unterstützt.

Der christliche Glaube habe die „Barbarei der Menschenopfer“ und die „Dunkelheit des Götzendienstes“ beendet. Gleichzeitig hätten die Mexikaner Werte der indigenen Welt bewahrt, wie die Gastfreundschaft, einen starken Sinn für das Soziale und den Sinn für die Zusammengehörigkeit, schrieb Valdemar.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Mexiko

  1. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  2. 30 Priesterweihen in der mexikanischen Erzdiözese Guadalajara
  3. Mexikos Bischöfe verurteilen Massaker an pfarrlicher Jugendgruppe
  4. "Mein Kampf ist für das Leben. Mein Kampf ist für die Freiheit"
  5. Mexikos Bischöfe stellen Abtreibungs-Urteil infrage
  6. Mexikanische Feministin räumt ein: Zahl der Opfer illegaler Abtreibungen übertrieben
  7. Mexikanische Diözese: keine Kommunion an Pro-Abtreibungs-Politiker
  8. Mexiko: Oberster Gerichtshof bestätigt Abtreibungsverbot
  9. "Figur der Pachamama ist eine Figur des Antichristen"
  10. Angst vor Kindsentführungen






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  8. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  9. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  10. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  11. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  12. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  13. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  14. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
  15. Unternehmer Guido Quelle: „Ich bin aus der evangelischen Kirchengemeinschaft ausgetreten“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz