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Ex-Kardinal McCarrick auf Bistumsliste beschuldigter Priester!

14. Februar 2019 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
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Erzbistum Newark: McCarrick ist „dauerhaft aus dem Amt entfernt“ - Außerdem hat Erzbistum Washington inzwischen den Link auf die ausschließlich ehrenvolle Biographie ihres Alt-Erzbischofs gelöscht. Von Petra Lorleberg


Newark (kath.net/pl) Das Erzbistum Newark (US-Bundesstaat New Jersey) veröffentlichte am Mittwoch eine Liste jener Priester, die glaubhaft des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurden. Der Name des Ex-Kardinals Theodore McCarrick steht auf dieser Liste mit der Bemerkung „dauerhaft aus dem Amt entfernt“ (Liste siehe hier). Das Ergebnis des kanonischen Prozesses gegen McCarrick steht noch aus. McCarrick war von 1986 bis 2000 Erzbischof von Newark gewesen und war von dort aus zum Erzbischof von Washington D.C. berufen worden.

Das Erzbistum Washington hat inzwischen den Link auf die ausschließlich ehrenvolle Biographie ihres Alt-Erzbischofs gelöscht, siehe hier (Foto zur Dokumentation siehe unten). Noch am 12.2.2019 war der Link aufrufbar gewesen. Papst Franziskus hatte Ende Juli 2018 McCarricks Angebot angenommen, dass er künftig auf Titel und Privilegien eines Kardinals verzichten werde. Trotzdem hatte das Erzbistum auf seiner Homepage in der Vita McCarricks eine einseitige Laudatio auf diese umstrittene Persönlichkeit veröffentlicht, was kath.net in einem Kommentar kritisiert hatte. Das Erzbistum hat nun eine neue Seite eingerichtet, dort scheint nur noch das Kardinalswappen McCarricks auf, aber weder ein Foto noch eine eigentliche Vita. Die kurzen Bemerkungen erläutern, dass McCarrick sich vom Kardinalsamt und dem öffentlichen Leben zurückgezogen hat in Gebet und Buße, wo er „die kanonische Entscheidung über mutmaßliche Verfehlungen in seiner Zeit, bevor er Erzbischof von Washington wurde, abwarte“, Link siehe hier.


Eine steigende Zahl von US-Katholiken sowie nationalen und internationalen Medien äußert aktuell die Überzeugung, dass die Laisierung McCarrick unmittelbar bevorstehe. Gleichzeitig entstehen aber Fragen nach der kirchlichen und weltlichen Bestrafung des früheren Kardinals, dessen jahrzehntelanges sexuelles Fehlverhalten gegenüber Burschen und gegenüber Priesteramtskandidaten die katholische Kirche in den USA in eine beispiellose Krise geworfen hat. Außerdem entstehen Fragen nach jenen Bischöfen und möglicherweise Kardinälen, die als Protegés McCarricks in der kirchlichen Hierarchie eine steile Karriere hingelegt haben, möglicherweise mit starker Mithilfe McCarricks, der möglicherweise sexuelles Entgegenkommen und/oder Vertuschen bekanntgewordener Vorfälle mit Karrierehilfen „entlohnt“ haben könnte.

Archivfoto Ex-Kardinal McCarrick


Erzbistum Newark veröffentlicht Namensliste ´glaubwürdig´ des Missbrauchs beschuldigter Priester, darunter Ex-Kardinal Theodore McCarrick


Zur Dokumentation - Erzbistum Washington DC. - Vollständige Vorstellung des ´früheren Erzbischofs Theodore McCarrick´ auf der Bistumshomepage - Stand 5.9.2018



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Lesermeinungen

 hape 15. Februar 2019 

@Pamir

Wie ein Bekenntnis aussehen soll? Das erste wäre eine umfassende Lebensbeichte. Die gehört natürlich nicht in die mediale Öffentlichkeit.

Der nächste Schritt wäre, dass der Beichtvater, wegen der Schwere der Schuld, dem Pönitenten die Absolution verweigert. Und zwar solange, bis der Pönitent seinen Umkehrwillen eindeutig nachweist. Ein solcher Nachweis könnte darin bestehen, das McCarrick sein Netzwerk gegenüber Kirche und Staatsanwaltschaft vollumfänglich offenlegt. Auch das gehört nicht in die mediale Öffentlichkeit.

Mit diesen Informationen könnte man dann eine staatlich-medizinisch-kirchliche Taskforce bilden, die sich zum einen diskret um die Opfer kümmert und die zum anderen das Netzwerk zerschlägt. – 

Ich hoffe, dass der Papst an einem ähnlichen Konzept arbeitet. Sicher bin ich aber nicht. Die Sache mit dem neuen Camerlengo macht mich skeptisch. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.


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 Aegidius 15. Februar 2019 
 

Pamir, ein öffentliches Geständnis, ausdrücklich mit Nennung der Namen anderer hochrangiger oder ambitionierter Homonetzwerker, Ganoven, Prädatoren, Vertuscher, Lügner und Opportunisten trüge zur Klärung und Reinigung der Kirche entscheidend bei, da der Hl. Vater unter den Umständen nicht mehr an ihnen festhalten könnte bzw. sie, da kompromittierbar, in seinen engeren Kreis berufen könnte. Sicherlich wird der Herr eine Mitwirkung des nach Seinen eigenen Worten einen Mühlstein um den Hals verdienenden Herrn McCarrick an der Beseitigung des selbstverursachten Schadens in der Kirche wohlwollend im nahenden Gericht berücksichtigen. Das sind zwei zwingende Gründe, die Herrn McCarrick zum "Auspacken" veranlassen würden, sofern noch ein Rest Glaube in ihm verschüttet vorhanden sein sollte. Menschlicher Anstand in seiner rudimentärsten Form verlangte dies ohnehin.


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 Hadrianus Antonius 14. Februar 2019 
 

Feuer in der Munitionskammer

Es kommt mir vor als ob bei einem schwer bombardieten Flugzeugträger das Feuer jetzt innenschiffs bis an die Munitionskammern vorgedrungen ist und immer neue Explosionen stattfinden.
In früheren mehr religiösen Zeiten hieß es dann SOS (Save our souls - Rette unsere Seelen).
Das wurde später dann recht atheistisch-neutral durch "Mayday" ersetzt.
@Rolando: in den wenigen Stunden und Tagen die McCarrick noch übrigbleiben:
beten wir das Stoßgebet ( auf Niederländisch "Schietgebed" ;-) ):
JMJ (Jesus Maria Joseph).
Und natürlich das seit 40 Jahren aus dem Evangelischen Gesangbuch entfernte "Gebet für einen schnellen und gnädigen Tod".


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 Maxim 14. Februar 2019 
 

Wunderer

"McCarrick sollte auspacken."
Dient es der Kirche und uns Gläubigen wirklich, wenn McCarrick in der Öffentlichkeit "auspackt" ? Wem dient es denn? Es würde m.E. reichen, wenn er öffentlich eine grundsätzliche Reue aussprechen und damit ein eindeutiges und umfassendes Schuldbekenntnis ablegen würde. Ein öffentliches Auspacken in allen Details halte ich für nicht sinnvoll.
Wie sollte ein Bekenntnis von einer solch riesigen Last aussehen? Am Schluss würden auch noch viele Opfer, die bis jetzt noch nicht bekannt sind, gegen ihren Willen der Öffentlichkeit ausgeliefert.
Wir brauchen keinen neuen "Bestseller" für Kirchenfeinde.
McCarrick soll in die "Wüste" gehen und dort als Buße von "Wasser und Heuschrecken" leben.


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 SpatzInDerHand 14. Februar 2019 

@Rolando: nun... die Opfer brauchen ja keine Reue und Umkehr, oder?

Also jetzt wird es besser bei Ihnen, aber meine große Bitte ist schon: vergessen Sie nicht die Opfer und ihr immenses Leid!


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 Rolando 14. Februar 2019 
 

Opfer und Täter

brauchen Gebet, Erbarmen, Reue und Umkehr. Die Opfer brauchen die Gnade Vergeben zu können, die Täter brauchender Gnade der Reue.
Das Erbarmen Gottes braucht jeder.
Ich habe kein Opfer ausgeschlossen, sondern nur um Gebet gebeten.


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 SpatzInDerHand 14. Februar 2019 

@hape: Ihr Zitat: "Unser Gebet sollte auch den Tätern gelten"

Richtig! "AUCH" den Tätern. Aber eben AUCH den Opfern... das unterschlagen SIE hier leider ebenso wie Rolando. Sie wissen, dass Missbrauchsopfer nicht ganz selten Suizid begehen, oder? Würden Sie diese Gefahr bitte ebenso mit Ihrem Gebet begleiten? Und für vielleicht durch Suizid verstorbene Opfer beten, dass sie das ewige Seelenheil erlangen...


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 hape 14. Februar 2019 

@SpatzInDerHand und @Rolando

Werte @SpatzInDerHand, hier möchte ich @Rolando ausdrücklich zustimmen. Unser Gebet sollte auch den Tätern gelten. Wer sich auch nur etwas mit Fegefeuer und Hölle beschäftigt, bekommt schnell eine Ahnung davon, auf welchen schrecklichen Abweg gerade Täter geraten sind, die womöglich in Todsünde sterben werden. Selbstverständlich sollten sie zu Lebzeiten nach weltlichen Kriterien streng verurteilt werden und den Opfern Genugtuung leisten müssen. Aber unser Gebet dürfen wir auch Missbrauchstätern nicht vorenthalten. In Todsünde zu sterben wäre ganz und gar schrecklich. Beten wir lieber, dass Missbrauchstäter rechtzeitig umkehren. Allein Reue und Umkehr muss für sie schon schrecklich sein. Die Erkenntnis der eigenen Verbrechen, grauenhaft. Vertrauen wir doch etwas mehr auf die Gerechtigkeit Gottes, der das letzte Wort hat. Spätestens im Gericht wird vom Herrn selbst jene Gerechtigkeit hergestellt werden, die wir in unserem irdischen Leben so sehr vermissen. Das ist gewiss und sicher.


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 Wunderer 14. Februar 2019 
 

Mc Carrick sollte auspacken

und zwar aus eigenem Interesse, denn es steht ja auch sein ewiges Seelenheil auf der Kippe wie es Erzbischof Viganò ihm brüderlich nahelegte.
Mc Carrick könnte der Kirche einen großen Dienst erweisen, auch wenn er Mittäter und Strukturen entlarven würde. Er könnte die Angaben von Erzbischof Viganò bestätigen, weil offenkundig wahr, auch um dem jetzigen Papst zu helfen, daß auch dieser aus dem eigenen Schlamassel aussteigen könnte- zu seinem ewigen Seelenheil nicht zuletzt.


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 SpatzInDerHand 14. Februar 2019 

@Rolando: könnte es eventuell sein, dass Sie gerade die OPFER vergessen haben?

Beispielsweise unschuldige, gutmeinende Priesteramtskandidaten, die sich Christus weihen wollten und deren Berufung in der Wurzel beschädigt wurde???????

Es gibt eine falsche Barmherzigkeit, Rolando...

Und Sie vergessen noch etwas: Bitte beten Sie darum, dass "Herr McCarrick" vor Gericht kommt und eine saftige Strafe erhält. Es darf gern auch Gefängnis sein!


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 Rolando 14. Februar 2019 
 

Beten wir um das Erbarmen Gottes, um Reue und Umkehr


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