Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus nimmt Rücktritt vom Erzbischof von Paris an!
  2. Hinkende Vergleiche mit tödlicher Wirkung
  3. Die Heerschau der Rosenkranzbeter hat begonnen!
  4. Kardinal Marx spricht sich für Impfpflicht aus - Glaubenskongregation dagegen!
  5. Erzbischof Gänswein übt scharfe Kritik am Synodalen Weg in Deutschland
  6. „Die Erscheinungen von Sievernich: Jesus spricht zur Kirche in Deutschland und zur ganzen Welt“
  7. Jutta Ditfurth: „Bitte aber keine Lebensschützer-Begriffe verwenden, es war ein Fötus, kein Baby“
  8. Generalvikar: Corona-Trennung in „Geimpfte“ und „Nicht-Geimpfte“ darf keinen Einzug in Kirche halten
  9. 'Gott steht auf unserer Seite! Man könne nicht Dauer gegen das Volk regieren!'
  10. Papst als „Häretiker“ beschimpft – Der Vorfall von Athen als ökumenisches Lehrstück?
  11. Bei Flüchtlingen auf Lesbos
  12. Mediennetzwerk Pontifex fordert: Impfpflicht verhindern
  13. Symbolbild löst Fragezeichen aus: Evangelische Gemeinde Bad Gandersheim sucht Pfarrer*in
  14. Angriff auf das Kreuz! - Schwerer Vandalismus in der Regensburger Pfarrkirche Heiliger Geist
  15. Umstrittene Impfpropaganda am höchsten Marienfeiertag in der Erzdiözese Salzburg

Wird Kardinal Ezzati die chilenische Staatsbürgerschaft aberkannt?

21. August 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Staatliche Kommission sucht nach Wegen, dem wegen Vertuschungsverdacht massiv unter Druck geratenen Kardinal die Staatsbürgerschaft abzuerkennen – Ezzati hatte bei Familien-Bischofssynoden sogar eine herausgehobene Aufgabe. Von Petra Lorleberg


Santiago de Chile (kath.net/pl) Chile sondiert, ob Kardinal Ricardo Ezzati Andrello (Foto) wegen des Vorwurfs der Missbrauchsvertuschung die chilenische Staatsbürgerschaft entzogen wird. Dem italienischen Salesianerpater und früheren Vorsitzenden der Katholischen Bischofskonferenz von Chile (2010 bis 2016) war die chilenische Staatsbürgerschaft im Jahr 2006 wegen seiner Verdienste im Bildungsbereich verliehen worden. Die mit dem Vorgang befasste Kommission des chilenischen Senates zitiert in einer Presseaussendung eine Kongressabgeordnete wörtlich: Sie möchte klarstellen, „dass laut Papst Franziskus jeder Priester leidenschaftlich alle Verstöße anzuzeigen, doch dies ist in diesem Fall nicht erfüllt. Er [Ezzati] hat die Kinder und die einfachsten Leute nicht beschützt. Wir glauben, dass er nicht die Voraussetzungen erfüllt, um die Staatbürgerschaft ehrenhalber zu erhalten, was für Ausländer eine hohe Ehre ist.“ Die Presseaussendung erinnerte daran, dass Ezzati von Rancaguas Generalstaatsanwaltschaft eine Vorladung zum Verhör erhalten hat. Die Kommission prüft nun, welche gesetzlichen Möglichkeiten bestehen, dem Kardinal die Staatsbürgerschaft abzuerkennen, dafür liegt bereits auch ein neuer Gesetzentwurf vor. Ezzati ist nur einer von vielen kirchlichen Amtsträgern Chiles, die im Zuge eines ungewöhnlich großen Missbrauchs- und Vertuschungsskandals durch chilenische Kleriker im Fokus von Vorwürfen und Untersuchungen stehen.


Ezzati war Teilnehmer der beiden Vatikan-Bischofssynoden zur Familie 2014 und 2015, er war einer von vier kirchlichen Leitern, die 2014 das Abschlussdokument (die Relatio) der Öffentlichkeit vorstellten.

Zu Überlegungen, ob Ezzati das Kardinalat aberkannt wird oder er wenigstens kirchlich gemaßregelt wird und ihm öffentlichen Auftritte verboten werden, drangen bisher kaum Nachrichten an die Öffentlichkeit. Der nichtsuspendierte 76-Jährige ist weiterhin der Erzbischof des Erzbistums Santiago de Chile, ihm steht auch kein Koadjutor zur Seite. Die Gelegenheit, ihm beim kirchenrechtlich vorgeschriebenen Rücktrittsangebot mit 75 Jahren noch in Ehren in den Ruhestand zu schicken, hatte Papst Franziskus ungenutzt verstreichen lassen.

Papst Franziskus hat seine den chilenischen Klerus beschützenden Positionen, die er noch Mitte Januar im Rahmen seines Chilebesuches getätigt hatte, inzwischen ändern müssen, kath.net hat berichtet. Mitte August hatte die chilenische Polizei eine Durchsuchung der Büros der chilenischen Bischofskonferenz vorgenommen.

Link zur Pressemeldung des chilenischen Senates: Comisión de Derechos Humanos estudia quitar la nacionalidad chilena a monseñor Ricardo Ezzati.

Rome Reports - Interview mit Kardinal Ezzati im Jahr 2015 zur Eröffnung der Familienbischofssyode


Pressefoto Kardinal Ezzati (c) Erzbistum Santiago de Chile


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 21. August 2018 
 

@Petra Lorleberg: Und nicht nur Ezzati

https://ciperchile.cl/radar/un-caso-de-pedofilia-en-argentina-salpica-al-papa-francisco/


1

0
 
 Hadrianus Antonius 21. August 2018 
 

Tora Tora


2

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Bischof Bonnemain: ‚Aufarbeitung und Prävention sind schmerzhaft’
  2. Kirche in Polen kritisiert staatliche Missbrauchskommission
  3. Ehemaliger Bundesrichter Thomas Fischer kritisiert ‚Dämonisierung’ von Kardinal Woelki
  4. Je mehr man die Sünde verschweigt
  5. Viganò: "Für den McCarrick-Report hat mich der Vatikan nicht als Zeugen geladen"
  6. Drei Päpste und ein korrupter Kardinal
  7. „Standpunkt der US-Bischöfe zur Kommunion/Pro-Abtreibungs-Politiker kam von Ex-Kardinal McCarrick“
  8. "Was soll ein ‚gesunder Generalverdacht gegen Priester‘?"
  9. BDKJ richtet Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt ein
  10. USA: Gegen Ex-Kardinal McCarrick werden neue ungeheuerliche Vorwürfe erhoben








Top-15

meist-gelesen

  1. Die Heerschau der Rosenkranzbeter hat begonnen!
  2. Papst Franziskus nimmt Rücktritt vom Erzbischof von Paris an!
  3. Erzbischof Gänswein: Benedikt XVI. ist 'aus Überzeugung' geimpft
  4. „Die Erscheinungen von Sievernich: Jesus spricht zur Kirche in Deutschland und zur ganzen Welt“
  5. Hinkende Vergleiche mit tödlicher Wirkung
  6. Erzbischof Gänswein übt scharfe Kritik am Synodalen Weg in Deutschland
  7. Kardinal Marx spricht sich für Impfpflicht aus - Glaubenskongregation dagegen!
  8. Mediennetzwerk Pontifex fordert: Impfpflicht verhindern
  9. Papst: Rücktritt von Erzbischof Aupetit war Ungerechtigkeit
  10. Vorfall in Athen: Orthodoxer Priester beschimpft Papst als "Häretiker"
  11. Ein entscheidender Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie wäre: Aufrufe zur Umkehr, Gebet und Buße!
  12. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  13. Kardinal Müller: Bischöfe und Priester dürfen keine Höflinge der Herrschenden sein
  14. Jutta Ditfurth: „Bitte aber keine Lebensschützer-Begriffe verwenden, es war ein Fötus, kein Baby“
  15. Generalvikar: Corona-Trennung in „Geimpfte“ und „Nicht-Geimpfte“ darf keinen Einzug in Kirche halten

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz