Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. Besser keine Laienpredigt
  4. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  5. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  8. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  14. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  15. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf

Wird Kardinal Ezzati die chilenische Staatsbürgerschaft aberkannt?

21. August 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Staatliche Kommission sucht nach Wegen, dem wegen Vertuschungsverdacht massiv unter Druck geratenen Kardinal die Staatsbürgerschaft abzuerkennen – Ezzati hatte bei Familien-Bischofssynoden sogar eine herausgehobene Aufgabe. Von Petra Lorleberg


Santiago de Chile (kath.net/pl) Chile sondiert, ob Kardinal Ricardo Ezzati Andrello (Foto) wegen des Vorwurfs der Missbrauchsvertuschung die chilenische Staatsbürgerschaft entzogen wird. Dem italienischen Salesianerpater und früheren Vorsitzenden der Katholischen Bischofskonferenz von Chile (2010 bis 2016) war die chilenische Staatsbürgerschaft im Jahr 2006 wegen seiner Verdienste im Bildungsbereich verliehen worden. Die mit dem Vorgang befasste Kommission des chilenischen Senates zitiert in einer Presseaussendung eine Kongressabgeordnete wörtlich: Sie möchte klarstellen, „dass laut Papst Franziskus jeder Priester leidenschaftlich alle Verstöße anzuzeigen, doch dies ist in diesem Fall nicht erfüllt. Er [Ezzati] hat die Kinder und die einfachsten Leute nicht beschützt. Wir glauben, dass er nicht die Voraussetzungen erfüllt, um die Staatbürgerschaft ehrenhalber zu erhalten, was für Ausländer eine hohe Ehre ist.“ Die Presseaussendung erinnerte daran, dass Ezzati von Rancaguas Generalstaatsanwaltschaft eine Vorladung zum Verhör erhalten hat. Die Kommission prüft nun, welche gesetzlichen Möglichkeiten bestehen, dem Kardinal die Staatsbürgerschaft abzuerkennen, dafür liegt bereits auch ein neuer Gesetzentwurf vor. Ezzati ist nur einer von vielen kirchlichen Amtsträgern Chiles, die im Zuge eines ungewöhnlich großen Missbrauchs- und Vertuschungsskandals durch chilenische Kleriker im Fokus von Vorwürfen und Untersuchungen stehen.


Ezzati war Teilnehmer der beiden Vatikan-Bischofssynoden zur Familie 2014 und 2015, er war einer von vier kirchlichen Leitern, die 2014 das Abschlussdokument (die Relatio) der Öffentlichkeit vorstellten.

Zu Überlegungen, ob Ezzati das Kardinalat aberkannt wird oder er wenigstens kirchlich gemaßregelt wird und ihm öffentlichen Auftritte verboten werden, drangen bisher kaum Nachrichten an die Öffentlichkeit. Der nichtsuspendierte 76-Jährige ist weiterhin der Erzbischof des Erzbistums Santiago de Chile, ihm steht auch kein Koadjutor zur Seite. Die Gelegenheit, ihm beim kirchenrechtlich vorgeschriebenen Rücktrittsangebot mit 75 Jahren noch in Ehren in den Ruhestand zu schicken, hatte Papst Franziskus ungenutzt verstreichen lassen.

Papst Franziskus hat seine den chilenischen Klerus beschützenden Positionen, die er noch Mitte Januar im Rahmen seines Chilebesuches getätigt hatte, inzwischen ändern müssen, kath.net hat berichtet. Mitte August hatte die chilenische Polizei eine Durchsuchung der Büros der chilenischen Bischofskonferenz vorgenommen.

Link zur Pressemeldung des chilenischen Senates: Comisión de Derechos Humanos estudia quitar la nacionalidad chilena a monseñor Ricardo Ezzati.

Rome Reports - Interview mit Kardinal Ezzati im Jahr 2015 zur Eröffnung der Familienbischofssyode


Pressefoto Kardinal Ezzati (c) Erzbistum Santiago de Chile


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  2. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  3. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  4. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  5. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  6. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  7. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  8. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  9. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche
  10. Bistum Basel: Bischof Gmür räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Besser keine Laienpredigt
  6. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  7. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  8. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  9. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  10. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  11. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  12. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  13. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Der Kreuzweg mit Papst Leo

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz