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Priester sterben bei Brandanschlägen auf Kirchen in Somalia

10. August 2018 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Äthiopisch-orthodoxe Kirche ist von der Spirale der Gewalt besonders betroffen: Nach Angaben der lokalen Medien wurden mindestens sieben orthodoxe Kirchen angegriffen und in Brand gesteckt.


Addis Abeba (kath.net/Fides) Patriarch Matthias I. und die Heilige Synode der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo Kirche haben beschlossen, die 16 Tage des Fastens und des Gebets vor und nach dem Fest der Entschafung Mariens dem Frieden und der Versöhnung in der somalischen Region Jijiga in Äthiopien zu widmen, wo es in den vergangenen Tagen zu ethnischen Konflikten kam, bei denen rund 30 Menschen starben. Die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist von der Spirale der Gewalt besonders betroffen: Nach Angaben der lokalen Medien wurden mindestens sieben orthodoxe Kirchen angegriffen und in Brand gesteckt. Lokale Quellen sprechen von mindestens sechs ermordeten Priestern und mehreren getöteten Gläubigen. Die Auseinandersetzungen begannen gegen Ende der vergangenen Woche, als Kämpfer der somalischen Liyu-Milizen unter Leitung von Abdi Illey (Präsident der somalischen Region) ein Treffen zwischen den Mitgliedern des regionalen Parlaments und der Bevölkerung Stadt Dire Daua, stören wollten, bei dem die Menschenrechtsverstöße in der Region angeprangert werden sollte.


Auf die Gewalt reagierte die äthiopischen Armee mit der Positionierung der Truppen rund um die institutionellen Gebäude, einschließlich der Gebäude des Regionalparlaments und des Präsidentenpalastes, in dem Abdi Illey residiert. Daraufhin wurden auf Initiative der Mitglieder der Liyu-Milizen Ziele angegriffen, die in Verbindung mit ethnischen Minderheiten stehen. Die Spirale der Gewalt hat auch zu einer Zuspitzung der Kontraste zwischen der regionalen Verwaltung und der Regierung von Addis Abeba geführt, was schließlich den Rücktritt von Abdi Illey mit sich brachte, der- wie von lokalen Medien berichteten - wurde von den Behörden in Addis Abeba in Gewahrsam genommen wurde.

Die somalische Region ist seit einiger Zeit instabil. Der äthiopische Premierminister Abyi Ahmed stattete dieser Region Anfang April seinen ersten Besuch nach Amtsantritt ab. Im Moment, so die offiziellen Quellen der orthodoxen Tewahedo-Kirche, werden über 20.000 äthiopische Binnenflüchtlinge in den orthodoxen Pfarreien in Jijiga betreut.

Die äthiopisch-orthodoxe Tewahedo-Kirche wird von Abuna Matthias I. geleitet und ist die einzige autochthone Kirche in der Region südlich der Sahara. "Der Schlüssel zur Einheit unter den Kirchen", sagte er dem äthiopischen Patriarchen nach einem Treffen mit Papst Franziskus 29. Februar 2016, "ist heute in der Ökumene der Märtyrer".


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Lesermeinungen

 JuM+ 10. August 2018 
 

Cui bono?

Wer liefert hier die Waffen bzw. Geld?


0
 

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