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Gabriele Kuby setzt sich gegen Schaubühne gerichtlich durch

19. Juli 2018 in Deutschland, 14 Lesermeinungen
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Niederlage von Schaubühne und Falk Richter ("Fear") in Berufung: Kammergericht Berlin entscheidet in wesentlichen Punkten zugunsten von Publizistin Gabriele Kuby


Berlin (kath.net/ots) Die bekannte Publizistin und Soziologin Gabriele Kuby (Buch "Die globale sexuelle Revolution - Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit") setzte sich am gestrigen Mittwoch nach insgesamt eineinhalb Jahren Rechtsstreit in einer Berufungsverhandlung vor dem Berliner Kammergericht in entscheidenden Punkten gegen die Berliner Schaubühne und Regisseur Falk Richter durch. Der Senat erkannte in dem von Oktober 2015 bis Mai 2017 an dem Theater aufgeführten Stück "Fear" besonders schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzungen und Schmähungen zu Lasten der Klägerin. Kuby war dort neben anderen Intellektuellen als "Untote" und "Zombie" beschimpft worden, als "Wiedergänger aus der Vergangenheit", behaftet mit einer Rhetorik und einem Vokabular "aus Zeiten des Nationalsozialismus". Zudem wurde ihr dort unterstellt, "gegen Juden zu hetzen" und nach einem totalitären Staat sowie nach "Faschisten und Faschistinnen" zu rufen. Hierfür waren ihr im Stück manipulierte und sinnentstellte Zitate in den Mund gelegt und mit ihrer eigenen Stimme dem Publikum präsentiert worden. Kuby und die Kanzlei Rechtsanwälte Steinhöfel mahnten daraufhin die Persönlichkeitsrechtsverletzungen ab. Nachdem die Schaubühne und Falk Richter die Abgabe einer Unterlassungserklärung verweigert hatten, klagte Kuby vor dem Landgericht Berlin, unterlag in erster Instanz und ging dann in Berufung. Mit Erfolg.


So wurde den Beklagten mit gestrigem Urteil u.a. verboten, folgende Äußerung wiederzugeben: "Ich bin Gabriele Kuby... und hetze gegen Juden." Der anwesende und mitverklagte Regisseur Richter musste sich vom Vorsitzenden Richter erläutern lassen, dass es sich dabei um eine vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte in besonderem Maße "schwerwiegende Schmähung" handele, für die es "keine Grundlage" gebe. Auch weitere Verunglimpfungen, wonach Frau Kuby ein "vertrocknetes Stück Holz... eine verknitterte, ausgetrocknete, düstere Seele" sei, wurden als schwerwiegende Schmähung verboten. Ebenso die manipulierten Sätze, wonach Frau Kuby nach einem totalitären Staat oder nach "Faschistinnen und Faschisten", rufe, dürfen, soweit das Urteil rechtskräftig wird, bei Vermeidung von Ordnungsgeld bis EUR 250.000 oder Ordnungshaft von Richter und der Schaubühne nicht wiederholt werden. Der Senat hat die Revision nicht zugelassen, die Beklagten können Nichtzulassungsbeschwerde einlegen.

"Demokratie lebt von freier Rede und künstlerischer Freiheit", sagt Kuby. "Bedauerlicherweise haben Regisseur Falk Richter und die Schaubühne diese Freiheit missbraucht, um politisch Andersdenkende zu diffamieren und gesellschaftlich zu zerstören. Dem hat ein deutsches Gericht nun einen Riegel vorgeschoben."

Über Gabriele Kuby

Gabriele Kuby hat in Berlin und Konstanz Soziologie studiert und mit dem Magisterexamen abgeschlossen. Als Publizistin und internationale Vortragsrednerin (USA, Asien, Australien/Neuseeland, Südamerika) zeigt Kuby die Sackgassen der modernen Gesellschaft auf und den Ausweg durch eine Neubesinnung auf christliche Werte. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. nennt sie "eine tapfere Kämpferin gegen Ideologien, die letztlich auf eine Zerstörung des Menschen hinauslaufen." Kuby hat 14 Bücher veröffentlicht. Ihr Standardwerk "Die globale sexuelle Revolution - Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit" wurde bisher in vierzehn Sprachen übersetzt. Mehr unter www.gabriele-kuby.de

Archivfoto Gabriele Kuby


Foto oben (c) Gabriele Kuby


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Lesermeinungen

 JP2B16 23. Juli 2018 
 

Frau Kuby wird einst eine Heilige

Ich bin ein großer Verehrer dieser Frau - bringt sie das genuin Katholische so prägnant und sprachgewandt stets auf den Punkt. Für alle Regierende und für die in Gesellschaft in Verantwortung Stehenden müssten ihre Aufsätze und Abhandlungen Pflichtlektüre sein!
Ich bin mir sicher, Frau Kuby wird einst im offiziellen Heiligenverzeichnis der Katholischen Kirche zu finden sein - zumal sie inzwischen weltweit die Gott-gewollte Schöpfungsordnung verteidigt und wie dieser Fall allzu anschaulich zeigt dafür bereit ist, ins Martyrium zu gehen. Nebennote: die FAZ schreibt heute in ihrem Feuilleton über den Fall, leider etwas differenzierter als hier. In dem Artikel heisst es, dass sie mehr als 2/3 der Prozesskosten zu tragen hat, dagegen müssen sich Schaubühne und Regisseur Falk Richter das knapp verbleibende Drittel lediglich teilen. Und mehr noch: zu tiefst schmähende Inhalte bleiben im Rahmen der Kunstfreiheit erlaubt! Wie wäre das Urteil wohl ausgefallen, wenn sie Muslima wäre? Endzeit!