Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  7. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  8. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  9. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  14. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  15. Der Realismus der Barmherzigkeit

Freiheit heißt aushalten – nur eine Diktatur erträgt nicht

16. Juli 2018 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auch die Kirche trifft eine Verantwortung. Es gilt die Freiheit zu verteidigen und nicht im Mainstream zu schwimmen. Man ist gerade auf dem linken Auge etwas blind im Episkopat - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Mal ist es ein kirchenpolitischer Sprecher, dann ein Europaabgeordneter der AfD. Ein andermal steht ein Apotheker im Kreuzfeuer, der bestimmte Chemikalien aus Gewissensgründen nicht verkaufen will. Bei all den genannten Beispielen ist Gewalt gegen Sachen im Spiel und Gewalt gegen Personen liegt in der Luft.
Die Gewalt ist das Problem. Eine Demokratie ist nur so gut, wie der Grad der Freiheit, den sie erlaubt. Die zu schützende Freiheit ist nicht auf Kosten des anderen auszuleben. Darum hat ein freiheitlicher Staat das Gewaltmonopol von den Bürgern übertragen bekommen. Diese Staatsgewalt dient nur einem Zweck: Die öffentliche Ordnung und die Sicherheit der Bürger aufrecht zu erhalten. Gewalt ist nur dann erlaubt, wenn diese beiden bedroht sind. Sie ist notfalls anzuwenden, wenn Straftaten zu verfolgen sind oder der Staat angegriffen wird.
Eine hohe Verantwortung für das Bewusstsein, wie wertvoll diese Freiheit ist, haben die Medien. Es gibt in einer freiheitlichen Gesellschaft keine „verbotene Meinung“ und sei sie noch so widerlich. Wir hatten auf deutschem Boden zwei aufeinanderfolgende Diktaturen, die verbotene Meinungen mit Gewalt gegen den Bürger ahndeten. Eine freiheitliche Gesellschaft verfährt genau anders herum und schützt den Bürger, der seine Meinung öffentlich vertritt, vor Gewalt dritter.


Exakt hier gerät in letzter Zeit etwas aus dem Lot. Zwar sind wir noch lange nicht so weit, dass der Staat gar die Gewaltausübung Dritter gegen Andersdenkende dulden müsste oder würde. Zum Glück! In den Medien jedoch liest man immer wieder eine unterschwellige und zum Teil sogar unverhohlene Schadenfreude, wenn es einen einer unliebsamen Meinung getroffen hat.
Hier liegt ein Defizit vor. Validen Untersuchungen zu Folge, wie der Umfrage von FOCUS aus dem Jahr 2013 oder einem Chart, den Statista im vergangenen Jahr verbreitete, ist nicht zu bezweifeln, dass sich die meisten Journalisten politisch links verorten. Ein Vergleich zwischen derartigen Charts und dem Ergebnis der Bundestagswahl zeigt überdeutlich, wie wenig die Presse die Bevölkerung unseres Landes abbildet.

Es ist keine Frage, ein gewisser Anteil politisch Radikaler, mithin potentiell gewaltbereiter, gibt es sowohl bei den extrem Linken als auch bei den extrem Rechten. Zahlenmäßig und nach Anzahl der begangenen Straftaten überwiegen die Linken bei weitem. Liest man in seltenen Fällen von Linker Gewalt, dann folgt der Bericht einer Agenda. Es schwingt besonders viel Verständnis mit, wenn es einen vermeintlich oder wirklich Rechten getroffen hat. Das ist übel! Ansonsten wird linke Gewalt gerne verschwiegen oder als gewöhnliche Straftat kaschiert.

So wundert es nur wenig, wenn die Verärgerung besonders in bürgerlichen Kreisen wächst. Diese sind dem Grunde nach zwar gar nicht betroffen. Nicht selten fühlen sie sich jedoch mit vermeintlichen oder wirklichen Rechtspopulisten oder Rechtsradikalen in einen Topf geworfen. Zudem ist ja durchaus alles was nicht links ist, von linker Gewalt bedroht, also auch das Bürgertum. Machen wir uns nichts vor, die freiheitlich gesinnten politischen Kräfte im Land geraten von beiden Extrempolen unter Druck. Gerät nun die Medienlandschaft noch weiter in eine linkslastige Schieflage, so stärkt das beileibe nicht etwa linke Kräfte. Es stärkt die, denen man eigentlich den Kampf angesagt hat. Das Bürgertum fühlt sich angegriffen, weil es fürchtet – zu Recht oder Unrecht, die Frage gilt es zu beantworten – der Staat gebe sein Gewaltmonopol zu Gunsten radikaler Kräfte auf.

Alle historischen Vergleiche sind unsinnig, weil sich Geschichte nicht wiederholt. Äquivalenzen gibt sehr wohl. Wenn es ein Äquivalent zu unserer Zeit gibt, dann die Situation Ende der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Zu dieser Zeit wurden die freiheitlichen Kräfte zwischen rechten und linken Extremen zerrieben und hatten am Ende nicht mehr die Kraft, der Gewaltherrschaft zu widerstehen. Das ist die Gefahr!

Auch die Kirche trifft eine Verantwortung. Es gilt die Freiheit zu verteidigen und nicht im Mainstream zu schwimmen. Man ist gerade auf dem linken Auge etwas blind im Episkopat. Wer die Freiheit schützen will, muß dem Extremen von allen Seiten widerstehen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Die Krise des Bischofsamtes
  2. Der Bischof und der Denunziant
  3. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  6. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  7. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  8. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  9. ZDF hasst Katholiken
  10. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  3. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  4. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  5. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  6. Haltet das Fenster zur Unendlichkeit offen! Eine Gemeinschaft, die aus dem Evangelium lebt
  7. Christus ist der Fels, der uns trägt
  8. Ökumenischer "Marsch für Jesus" zieht am 19. September durch Wien
  9. Der Realismus der Barmherzigkeit
  10. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  11. Libertas als Auftrag für Mensch und Frieden
  12. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  13. Babyboom auf einer US-Entbindungsstation: 17 Krankenschwestern erwarten zeitgleich Nachwuchs
  14. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  15. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz