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Das Schisma ist in greifbarer Nähe

9. Juli 2018 in Kommentar, 81 Lesermeinungen
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Es darf folglich gefragt werden, ob der Bischof von Würzburg insgesamt überhaupt in der Einheit mit den Bischöfen weltweit und insbesondere mit dem Bischof von Rom steht. Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Wer in den vergangenen Tagen die Webseite der Diözese Würzburg aufrief, fand unter diesem Link folgendes: »In den kommenden Monaten werde in den diözesanen Gremien intensiv über die Empfehlung der Deutschen Bischofskonferenz diskutiert werden. (sagte der Bischof in seiner Predigt. Anm. PW) „Aber heute ergeht die herzliche Einladung an alle gemischtkonfessionellen Paare, zum Tisch des Herrn hinzuzutreten.“«

Das ist nicht etwa von einem vorlauten Volontär der Pressestelle in die Welt gesetzt und schleunigst wieder entfernt worden. Im Gegenteil! Das ist der offizielle Bericht der Pressestelle des Bistums Würzburg über Messen, zu denen besonders Ehepaare zu ihren 50-,60, und höheren Jubiläen eingeladen waren. Der Bischof von Würzburg hatte in den Messen langjährige gemischtkonfessionelle Paare ohne jegliche Vorbedingung zur Kommunion eingeladen.


Hier war die Kommunion also eine Belohnung zu einem besonderen Anlass, nämlich einer lange währenden Ehe. Das ist insofern befremdlich, da das Kirchenrecht immer noch sehr klar regelt, dass katholische Spender die Sakramente gültig nur katholischen Empfängern spenden. Selbst die hochumstrittene Orientierungshilfe der DBK zieht keine bedingungslose Interkommunion als Belohnung als Möglichkeit in Betracht. Vielmehr geht es dort um die Abhilfe bei einer geistlichen Notlage. Auch dieser Aspekt ist keinesfalls so klar umrissen, wie es uns die derzeitige Interkommunionpropaganda einiger deutscher Bischöfe einreden will.

Noch immer steht ein valides Urteil aus Rom aus, ob ein Bischof im Falle einer gemischtkonfessionellen Ehe eine solche Notlage überhaupt feststellen kann. Da gibt es Klärungsbedarf. Insofern befremdet nicht nur die ertrotzte Veröffentlichung der sogenannten Orientierungshilfe, sondern auch das unreflektierte Vorpreschen einiger Bischöfe. Ein Faszinosum erster Güte ist, dass der Bischof von Würzburg nach seinen eigenen Worten gar nicht mehr vor hat, in der Causa überhaupt noch mit den zuständigen Stellen (z.B. dem Rat für die Auslegung der Gesetzestexte) in Rom zu sprechen. Er will nur noch mit den Gremien in seinem Bistum sprechen. Es darf folglich gefragt werden, ob der Bischof von Würzburg insgesamt überhaupt in der Einheit mit den Bischöfen weltweit und insbesondere mit dem Bischof von Rom steht. Ergänzend darf gefragt werden, ob er angesichts dieser platten Einladung überhaupt das Eucharistieverständnis der Kirche (noch) teilt.

Diese Fragen gilt es unbedingt um der Wahrheit willen zu beantworten. Es geht nicht darum, den Skandal um des Skandales willen zu suchen. Es darf an dieser Stelle auch nicht zugelassen werden, dass die in der Sache durchaus verständlichen Emotionen – gleich ob pro oder kontra - den Diskurs überlagern.

Das vorliegende Skandalon ist ein Ärgernis aus sich heraus. Es geht hier nicht um eine Kleinigkeit. Es geht nicht einfach um eine „pastorale Lösung“. Es geht um den Glauben an die Eucharistie und damit um den Kern unseres katholischen Glaubens.

Die Frage, die zu beantworten ist, ist mit einem Wort gesagt: ob ein Schisma schon vorliegt.



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Lesermeinungen

 hape 14. Juli 2018 

@lesa und @IMEK

Sie zitieren zurecht 2 Thess 3,2: "Betet auch darum, dass wir vor den bösen und schlechten Menschen gerettet werden; denn nicht alle nehmen den Glauben an. Aber der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren." -

Ist das nicht wunderbar? Auch angesichts aller Bosheit, durch die die Kirche auf so furchtbare Weise entstellt wird, dürfen wir trotzdem auf die Treue des Herrn vertrauen! Die Bosheit aber kommt vom Fürsten der Welt.

Deshalb ist es richtig, vom Herrn die Rettung vor Welt zu erbitten und an der apost. Tradition festzuhalten. Das schließt eine Weiterentwicklung nicht aus. Diese darf aber doch kein Bruch mit der Tradition sein, wie Kard. Ratzinger ausgeführt hat (danke an @IMEK).

Es ist v.a. diese Idee vom Bruch, die nach dem II. Vatik. die Schleusen für die Verweltlichung geöffnet hat. Welch ein Segen, dass Ratzinger als Papst den überlieferten Ritus rehabilitiert hat. Die Welt rettet die Kirche nicht. Vielmehr rettet die Kirche die Welt.


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  13. Juli 2018 
 

Rede K. Ratzinger vom 13.Juli 1988

Der zweite Aspekt b) Der nicht der Willkür unterliegende Glaube und seine Fortdauer.

Viele Ausführungen (zum II.V.)vermitteln den Eindruck, daß nach dem Vatikanum II jetzt alles anders ist und das Frühere alles keine Gültigkeit mehr haben kann, oder, in den meisten Fällen, diese nur noch im Lichte des Vatikanum II hat. Das Zweite Vatikanische Konzil behandelt man nicht als Teil der lebendigen Tradition der Kirche, sondern direkt als Ende der Tradition und so, als fange man ganz bei Null an. Die Wahrheit ist, daß das Konzil selbst kein Dogma definiert hat und sich bewußt in einem niedrigeren Rang als reines Pastoralkonzil ausdrücken wollte; trotzdem interpretieren es viele, als wäre es fast das Superdogma, das allen anderen die Bedeutung nimmt...
Was früher als das Heiligste galt - die überlieferte Form der Liturgie - scheint plötzlich als das Verbotenste und das Einzige, was man mit Sicherheit ablehnen muß. Man duldet keine Kritik an den Maßnahmen der nachkonziliaren Zeit;


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  13. Juli 2018 
 

Rede vom 13. Juli 1988

K. Ratzinger zog folgende Schlußfolgerung: Wir müssen die Dimension des Heiligen in der Liturgie zurückerobern. Die Liturgie ist kein Festspiel, kein gemütliches Zusammensein. Es ist vollkommen unwichtig, ob es dem Priester gelingt, seine eindrucksvollen Ideen oder phantasievollen Nachtgedanken zu verwirklichen.
. Die Liturgie bedeutet, den dreimal heiligen Gott unter uns zu vergegenwärtigen, sie ist der brennende Dornbusch und die Verbindung Gottes mit dem Menschen in Jesus Christus, dem Toten und dem Auferstandenen. Die Größe der Liturgie besteht nicht darin, eine interessante Unterhaltung zu bieten, sondern darin, daß uns der Völlig-Andere berührt, den wir nicht herbeiholen könnten. Er kommt, weil Er will. Mit anderen Worten, das Wesentliche der Liturgie ist das Geheimnis, das im gemeinsamen Ritus der Kirche begangen wird; alles andere ist Nebensache. ...


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  13. Juli 2018 
 

Rede vom 13.07.1988 K. Ratzinger vor chilenischen Bischöfen

K. Ratzinger nannte 3 Aspekte, die seiner Meinung nach in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen.

a) Das Heilige und das Profane

Nach dem Konzil hätten viele absichtlich die "Entsakralisierung" zum Programm erhoben, indem sie erklärten, daß das Neue Testament den Tempelkult abgeschafft habe: Der Vorhang des Tempels, der im Augenblick des Kreuztodes Christi zerriß, bedeute - ihrer Meinung nach - das Ende des Heiligen.

Der Tod Jesu außerhalb der Mauern, d.h. vor aller Augen, ist nun der wahre Kult. Der Kult, wenn er überhaupt existiert, besteht in der Nicht-Sakralität des täglichen Lebens, in der gelebten Liebe. Von diesen Überlegungen getrieben, hat man die priesterlichen Gewänder beiseite gelegt; man befreite die Kirchen weitestgehend vom Glanz, der an das Heilige erinnert; und wo dies möglich war, reduzierte man die Liturgie durch Grüße, gemeinsame Zeichen der Freundschaft und ähnliche Dinge auf die Sprache und Gesten des normalen Lebens.
...


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  13. Juli 2018 
 

Rede K. Ratzinger vor 30 Jahren am 13. Juli 1988 vor den Bischöfen Chiles

K. Ratzinger hat vor exakt 30 Jahren am 13. Juli 1988 vor den Bischöfen Chiles nur zwei Wochen nach der unerlaubten Bischofsweihe von Mgr. Lefebvre, mit der sich dieser die Exkommunikation zuzog in seiner Rede festgehalten:
Eine der fundamentalen Entdeckungen der ökumenischen Theologie ist, daß Schismen nur dann entstehen können, wenn in der Kirche einige Wahrheiten und einige Werte des christlichen Glaubens nicht mehr gelebt und geliebt werden....
Aus allen diesen Gründen sollten wir diese Situation vor allem als einen Anlaß zur Gewissensprüfung betrachten. Wir müssen uns ernsthaft zu den Mängeln in unserer Seelsorge befragen lassen, auf die alle diese Ereignisse hinweisen. So werden wir denen einen Platz bieten können, die innerhalb der Kirche fragen und suchen, und so wird es uns gelingen, das Schisma aus dem Innern der Kirche selbst heraus überflüssig zu machen.


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 lesa 13. Juli 2018 

Der kleine Weg und das große Ziel

@Fatima: Und dann war da noch die Kleine Heilige Therese von Lisieux. Die wollte partout heilig werden. Sie kam dann aber zur Erkenntnis, dass "diese Treppe für sie zu steil ist" - und zu dem befreienden Vertrauen: "Gottes Arme sind der Aufzug, der mich hinaufträgt". Das Bild könnte missverstanden werden. Das Gehen bleibt uns nicht erspart. Aber Gott selber gibt die Kraft zum Wollen und zum Vollbringen. (Hl. Paulus)
"Ich gebe euch ein neues Herz und bewirke, dass ihr nach meinen Geboten handelt (Ezechiel 36, Lesung b. d. Taufspendung.) Das Ziel bleibt dasselbe.


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 Fatima 1713 13. Juli 2018 
 

@Dave C. an bernhard_k

Normale Hochspringer ("zufällige Nichtkatholiken") sind nicht für den Stabhochsprung ausgebildet (was sich natürlich ändern lässt). Sie würden mit dem Stab (der "gottgewollten Gnade") nicht zurecht kommen, schlimmer noch, sich höchstwahrscheinlich verletzen.


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 lesa 13. Juli 2018 

Subjektive Träumereien und llusionen entsprechen nicht dem christlichen Glauben

@Dave C. "Mit welchem Recht ein Absolutheitsanspruch?" Es geht nicht um die Durchsetzung eines Absolutheitsanspruchs, sondern um den GLAUBEN an die Person des Gottessohnes, der von sich sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Diese Offenbarung wurde in der Kirche lebendig weitergegeben und geschützt. Der Glaube an ihn, ER selber, hat einen Inhalt und ist an eine Gemeinschaft gebunden, die wiederum vom Wort Gottes und objektiven Regeln zusammengehalten werden muss, damit der Glaube Salz und Kraft bleibt. Illusionen, subjektive Vorstellungen, Gedankengebilde reichen nicht aus, um einer Gemeinschaft Bestand zu geben.
Es muss ja niemand diesen Glauben annehmen, aber die Kirche hat die Aufgabe, ihn zu schützen und lebendig zu erhalten, damit das Wort Gottes, Er selber erlösend wirksam sein kann.
Es geht nicht um einen "Anspruch", sondern um eine Hoffnung für jeden Menschen und die ganze Welt. Aber das war und ist ein Faktum: "Nicht alle nehmen den Glauben an" (Hl. Paulus)


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 phillip 13. Juli 2018 
 

Selektive Wahrnehmung

Ad lakota [email protected] C. Ich denke, wir beide kennen die selektiven Wahrnehmungen von Modernisten, bei denen vorwiegend der Wunsch der Vater des Gedanken ist.


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 lakota 13. Juli 2018 
 

@Dave C.

Also ich weiß ja nicht, wo in Afrika Sie waren, aber ich bin mit einem Priester aus Tansania befreundet, der dort eine ganze Reihe von Gemeinden zu betreuen hat und ganz gewiß keine Nichtkatholiken zur Hl.Kommunion einlädt.
Übrigens muß man nicht "zufälliger Nichtkatholik" bleiben!


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 hape 13. Juli 2018 

Weltweite Zulassung zur Hl. Kommunion

Diese Beobachtung von @Dave C. zeigt klar, wie berechtigt der Einwand der Sieben zur DBK-Handreichung war.

Wenn heute also eine katholische Mehrheit meint, das göttliche Recht mit all seinen objektiven, ewigen und weltweit gültigen Normen, verwirklicht im lebendigen Lehramt der Kirche, sei neuerdings dynamisch und relativ auszulegen (Kard. Kasper), so muss diese Mehrheit gut begründen, wieso das kein Bruch mit dem Lehramt ist, sondern tatsächlich die behauptete Weiterentwicklung in Kontinuität sein soll.

In der öffentlichen Diskussion höre und lese ich davon aber wenig. Handelt es sich denn um ein Sonderwissen, das nur einem geheimen Zirkel von Eingeweihten vorbehalten ist? Wieso muss ich mir Beschimpfungen von Bhf. Feige anhören?

Ist die Sache denn so klar und eindeutig, dass es keiner inhaltlichen Diskussion mehr bedarf, sondern dass es nur noch darauf ankommt, die relativierenden neuen Regeln auf Biegen und Brechen umzusetzen?


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 hape 13. Juli 2018 

@Dave C.

Das weltweit "Gäste ohne jegliche Fragen nach Konfession oder Lebensführung aktiv und vorbehaltslos zur Teilnahme an der hl. Kommunion eingeladen" werden, glaube ich Ihnen gerne. Auch das ist sicher ein Grund, weshalb sich viele dieser "Lebenswirklichkeit" R. Kard. Marx schnellst möglich anpassen möchten.

Und natürlich sind Katholiken in Europa nicht besser oder schlechter als die in Afrika und Lateinamerika.

Die Frage ist aber doch eine ganz andere: ist es richtig, den Missbrauch einer Norm, – hier den weltweiten Missbrauch von Dogmatik und Liturgie –, zur neuen Norm zu erheben? Womöglich mit der Begründung, dass die Gläubigen es sowieso nicht schaffen, die von Gott gewollte Ordnung zu erfüllen?

Wäre das nicht Kleinglaube und würde das nicht bedeuten, Gott zu unterstellen, dass er moralische und liturgische Normen aufstellt, ohne dem Menschen zugleich die Fähigkeit zu schenken, diese göttlichen Normen auch einhalten zu können?


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 phillip 13. Juli 2018 
 

Welches ist der Maßstab zur Prüfung

Und ich frage mich ernsthaft, ob der viel bereiste Dave C weiß, dass die göttliche Offenbarung, die die Liebe und den Willen Gottes und da vor allem seine Gebote und Sakramente - und zwar unveränderbar und zeitlos, dh ewig - abbildet, und nicht der Tellerrand oder der Wandel der Zeit, den der ist einmal zu Ende, den Maßstab für uns Menschen darstellt? Überall dort, wie die Offenbarung authentisch gepredigt und gelebt wird, da ist Gott und das ewige Heil für uns Menschen; alles andere ist vom Teufel, dem Widersacher Gottes, der auch als der Zeitgeist erkannt und genannt werden kann!


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 Dave C. 13. Juli 2018 
 

noch ein Gedanke

Ich bereise aus beruflichen Gründen alle Kontinente und kenne christliche Kirchen auf allen Erdteilen aus eigenem Erleben, kann insofern über signifikante Unterschiede in der Liturgie, Auslegungen und Praktizierung von Riten und nicht zuletzt auch über das 'ganz normale tägliche Leben' z.B. in katholischen Pfarr- und Bischofhäusern berichten.

In vielen lateinamerikanischen und noch ausgeprägter in afrikanischen katholischen Kirchen werden Gäste ohne jegliche Fragen nach Konfession oder Lebensführung aktiv und vorbehaltslos zur Teilnahme an der hl. Kommunion eingeladen.

Ich frage mich ernsthaft, ob hierzulande die besseren und in Afrika, Lateinamerika und anderen Breitengraden die schlechteren Katholiken leben?

Die Welt ändert sich nicht nur im Wandel der Zeit und der Generationen (so auch die katholische Kirche), sie war und ist immer schon zu jedem beliebigen Zeitpunkt in unterschlichen Ländern und Kulturen 'anders' gewesen. Es hilft immer, über Telleränder hinaus zu blicken.


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 Dave C. 13. Juli 2018 
 

@bernhard-k (Stabhochspringer)

Ihr Gleichnis vom Hochspringer, der ohne Stab sozusagen unrettbar verloren scheint, ist ja irgendwie reizend aber zur Auszeichnung der katholischen Kirche als für alle Anders- und Nichtgläubigen unerreichbare Moral-/Führungs- oder allein seligmachende Institution denkbar ungeeignet - und mit Verlaub tendenziell auch mit arrogantem Zungenschlag gewürzt.

Ich möchte solche wie auch andere zu diesem Thema gepostete Beiträge nicht kritisieren und schon garnicht verächtlich kommentieren. Was mich viel mehr beschäftigt ist die immer wiederkehrende Frage nach der Berechtigung jeglicher Art und Ausprägung von Alleinvertretungsansprüchen von Kirchen gleich welcher Konfession und Ausrichtung, oder deren Anspruch auf den Besitz der alleinigen Wahrheit.

Es ist kein Privileg, katholisch, evangelisch, jüdisch, islamisch oder als Nichtchrist geboren zu werden, sondern in aller Regel Zufall. Wie kann man 'zufälligen Nichtkatholiken' aber eine zweifellos gottgewollte Gnade verweigern wollen...?


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 Elija-Paul 12. Juli 2018 
 

Apostasie nicht Schisma!

Danke, so ist es! Ich war nie glücklich mit dem Begriff Schisma für die gegenwärtige kirchliche Situation! Unser heiliger Glaube wird Schritt für Schritt verlassen und durch eigene Vorstellungen ersetzt mit dämonischer Hintergrundmusik!
Die Apologeten dieses Weges verlassen den Pfad der Kirche und es scheint sich ein eine Art neues Gebilde zu formen, wie man es auch nennen mag: Afterkirche, ökumenische Vereinigung, neue Weltordnungsgemeinde! Ich würde sagen; ein antichristliches Gebilde, welches das Kommen eines Antichristen vorbereitet!
Leider sitzt der Papst um falschen Boot und hat wohl auch nicht vor es zu verlassen! So wird der Herr eingreifen auf den Wegen, die ihm offen stehen, auch wenn die Hierarchie das Problem dieses Pontifikats leider nicht in den Griff bekommt und bis auf wenige lobenswerte, fast heldenhafte, Ausnahmen ihrer Verpflichtung zum Schutz der Herde nicht nachkommt und die Augen vor den Wölfen offenbar verschließt oder sie gar nicht erkennt!


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 st.michael 12. Juli 2018 
 

Trennung von Christus

Als der Absolutsheitsanspruch fiel hat man sich getrennt - von Christus, als Alleinseligmachendem.
Was wir heute beklagen sind nur Folgen aus diesem einmaligen Verrat.


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 Rolando 12. Juli 2018 
 

hape

Kurz gefasst, sie leugnen die echten Dogmen und setzen ihre Dogmen, die keine sind, absolut.


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 phillip 12. Juli 2018 
 

Kein Schisma sonder Apostasie

Ad Hadrianus Antonius/2. Die Apologeten einer Subjektivierung und Relativierung wissen genau, dass sie keine solchen Handlungen setzen dürfen, die eine Apostasie oder Häresie offenkundig und klar erkennen lassen; alles muss daher schleichend und über Umwege geschehen - ein gutes Beispiel ist amoris laetitia und neuestens die Ergebnisse der vom Papst eingesetzten "Geheimkommission" zur "Neuinterpretation" - in Wahrheit: Änderung - von humane vitae. Zusätzlich legt der Papst eine Nebelgranate, die darin besteht, zu sagen, dass er sei der Papst, der in die Geschichte als der Papst eingehen werde, der die Katholische Kirche gespalten habe. Damit suggeriert er, genaugenommen, dass es einen teilweisen Weiterbestand der una sancta ecclesia nach seinen Maßstäben Schismatiker geben werde, die an der bisherigen ewiggestrigen Tradition und - seiner Meinung nach - irrigen Lehrmeinungen festhalten. Aus diesem Verständnis heraus wird er auch einen (pro Modernisten)Eid einführen wollen.


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 hape 12. Juli 2018 

@Hadrianus Antonius

Das Verwirrende ist, dass die modernen Apostaten nun behaupten, sie seinen die einzig wahren Katholiken. Sie sind angetreten, nicht um auszutreten, sondern um die Kirche von innen her umzugestalten. Das Recht dazu entnehmen sie dem II. Vaticanum.

Sie berufen sich liebend gerne auf den sog. "Geist des Konzils", auf die Würzburger Synode und auf die Königsteiner Erklärung. Deren Ergebnisse werden wie Dogmen verstanden, obwohl das II. Vatic. doch gar kein Dogma verkündet hatte und sich selbst als pastorales Konzil verstand (also etwa dem tridentinischen Konzil untergeordnet).

Die modernen Apostaten verkündigen nun also Dogmen, die keine sind. Aber sie verlangen, dass diese falschen Dogmen von niemandem hinterfragt werden dürfen. Mehr noch, sie wollen diese apostatischen Lehren unumkehrbar machen und strukturell festzurren. Dem dient heute der Großteil des kirchlichen Apparates.

Wenn man darauf hinweist, muss man froh sein, nicht selbst der Häresie beschuldigt zu werden.


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 Mariat 12. Juli 2018 

Denn, "sie verstehen es nicht"...

@Rolando,Ihre Tante war eine kluge Frau, die innerlich diese "Mauer" bei anderen gespürt hat,an der manches abprallt,was man aus Liebe zu Gott, zum Nächsten - und aus Glaubens - Überzeugung in ihr Herz legen möchte.
Zu mir sagte man auch bereits:" Sie verstehen es nicht. Können es irgendwie nicht". Warum? frage ich mich.


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 Hadrianus Antonius 12. Juli 2018 
 

Kein Schisma sonder Apostasie

Ein Schisma ist eine Abspaltung IM Glauben.
Was wir hier sehen und erleben, ist etwas Anderes:
Hier wird versucht etwas Neues in die Kirche hineinzubringen (so erstmals wörtlich gesagt betr. den postkonziliären Zustand in "De Ecclesia Adflicta")- etwas Neues und offensichtlich Unchristliches.
Mit diesen Aktionen versagt die "Kirche" an ihrer Pflicht, die Sakramente richtig zu verwalten und gibt sie ihre ureigenste Aufgabe preis.
(so ausdrücklich gesehen von den vier Kardinälen der 5 Dubia- explizit dazu nch: SE Kard. Brandmüller)
Das ist nichts schismatisches, sondern das ist Apostasie- das Verlassen des Bodens des katholischen Glaubens.
Es ist die Pflicht jedes Katholiken dies nicht nur festzustellen sondrn auch zu bekämpfen (sic SE Kard. Burke).
"No hay otras interpretaciones": richtig.
Zizania ad comburrendum


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 Rolando 11. Juli 2018 
 

Holunder

Bin in der gleichen Situation wie Sie, über die Hälfte evangelisch und freikirchlich. Interessant meine mittlerweile verstorbene kath. Tante, bei Diskussionen sagte sie mir nachher immer unter vier Augen, „sei ruhig, sie verstehen es nicht“. Es ist in der Tat so, den es fehlt ihnen die Firmung. Ich stelle auch eine gewisse Argumentationsresistenz fest, falsche, festgefahrenen Vorurteilen gegenüber der kath. Kirche. Sie haben nur Probleme damit, was sie fälschlicherweise für katholisch halten. Es ist wie Mutter Teresa sagte, „am Anfang dachte ich, ich müsste die Menschen bekehren, doch ich muss sie nur annehmen und lieben, denn bekehrt sie der Herr“.


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 Federico R. 11. Juli 2018 
 

@Montfort – Danke für Ihre weiterführenden ...

... Gedanken zu meinem letzten Posting. Ich meine schon seit langem, eine gewisse Wesens-/Geistesverwandtschaft zwischen Luther und p.Franziskus zu erkennen, u.a. auch bezüglich Marienverehrung. Bei beiden sind Teufelsglaube und Marienverehrung, so mein Eindruck, weitgehend undifferenziert und irgendwie eigenbezogen wirkend.

Sicher aufsehenerregend, vielleicht sogar „revolutionär", wäre eine eigene pF-Exhortation zum Thema „Teufel – Dämonologie“. Luther hatte bekanntlich die Kirche gespalten; bei Franziskus sind spalterische Folgen – ob gewollt oder ungewollt – mittlerweile stark zu befürchten.


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  11. Juli 2018 
 

@SpatzInDerHand

Wenn ein zutiefst gläubiger evangelischer Christ sich nach der katholischen Kommunion, dem Leib des Herrn, sehnt, aber weiterhin in seiner evangelischen Kirche beim Abendmahl lediglich Brot empfangen will - das ist mir völlig unverständlich. Hier muss aus meiner Sicht zwingend die Konversion erfolgen.


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 Montfort 10. Juli 2018 

@Habakuk - Hoffentlich können Sie Ihr schönes Bild vom Papst ...

... noch lange bewahren
...


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 Habakuk 10. Juli 2018 
 

Schisma nichts Neues

Der Glaubensabfall geht längst quer durch die deutschen Würdenträger. Ein Papst hatte die Frage der Loyalität einst mit dem Antimodernismus- Eid zu lösen versucht, was aber dann wieder abgeschafft wurde. Ein Film über Papst Franziskus im argentinischen TV zeigt drei Säulen seines Glaubens: 1. Die wirkliche und lebendige Gegenwart Gottes in der Eucharistie, 2. die Muttergottes und 3. der Hl. Josef. Was haben unsere Bischöfe aus diesem Glauben gemacht! Sie haben den Papst aus populistischen Gründen missbraucht, der sich nicht vorstellen kann, dass hier bereits seit Jahren jeder - ob evangelisch oder katholisch- und ohne Prüfung die Kommunion erhält. Die Prüfung- sprich Beichte- ist längst abgeschafft, da es keine Sünden mehr gibt. Die Bilder vom Papst im Beichtstuhl werden hierzulande ausblendet.


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 Holunder 10. Juli 2018 
 

@Ulrich Motte

Ja, Landeskirchler.


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 phillip 10. Juli 2018 
 

Was ist von jemanden zu halten, der regelmäßig vom Teufel spricht?

Ist nicht der, der regelmäßig vom Teufel spricht, genauso unglaubwürdig wie der, der uns einzuflüstern versucht, dass es ihn gar nicht gibt? Und was ist von einem "gläubigen Protestanten" und seinem Glauben zu halten, der ein Recht auf Empfang der Katholischen Kommunion - immerhin des wahren Leibes und Blutes Christi - darauf stützt, dass es auch Katholiken gäbe, die auch nicht zur Kommunion gehen dürften, weil sie den katholischen Glauben auch nicht leben und dennoch zur Kommunion gehen würden? Essen sich nicht beide, der Häretiker und Schismatiker sowie der Katholik, der die Realpräsenz Christi in der Hostie sowie die Gebote und Sakramente Gottes leugnet oder abändert, das Gericht? Ich denke, Protestanten sollten sich nicht auf die Früchte des gegenwärtigen Papstes verlassen und ein gemeinsames Abendmahl anstreben, denn Gott wird diesem Treiben bestimmt nicht mehr lange zusehen und die Katholische Kirche tatsächlich reformieren und sie wieder nach seinem Willen zurückführen.


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 Montfort 10. Juli 2018 

@Federico R. - Danke, sehr fein beobachtet!

Tatsächlich scheint sich die Verwendung des Teufelsbegriffes durch PF weniger an der biblischen Offenbarung und viel mehr an der von Luther einst praktizierten strategischen Verwendung des Teufelsbegriffs zu orientieren.

Beide sehen verbissen den Teufel immer in ihren "Gegnern" am Werk und haben anscheinend zugleich "höllische Angst" vor ihm. Deshalb die stereotype "Verteufelung" und die Unfähigkeit zu vernünftigem Dialog.

Luther und lateinamerikanischer Spiritismus bzw. Peronismus gepaart - beide Persönlichkeitstypen kommen im tiefsten Grunde mit Schuld in der eigenen Vergangenheit nicht klar, versuchen den Bösen im anderen zu bekämpfen und eine eigene ideale Welt (Kirche /Gottesreich) nach eigenem Gutdünken zu "errichten/bauen", die nur angeblich das "Wohl des Volkes" zm Ziel hat.

Mit der "Königsherrschaft Gottes" in unserem Leben, in unserem Herzen hat das nichts zu tun.

Und die "höllische Gaudi" daran hat nur der "Vater der Lüge".

Heilger Erzengel Michael, verteidige uns ...!


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 Selene 10. Juli 2018 
 

Ja nun

der Papst hat Bischof Jung erst kürzlich zum Bischof ernannt und wird sich etwas dabei gedacht haben.

Dass Bischof Jung nach seiner Ernennung aber noch vor der Bischofsweihe bei einer Demo in Kandel verbal die Antifa unterstützt hat, gab mir damals schon sehr zu denken.

Keine Empathie, die Angst um das Leben ihrer Töchter haben, kein Mitgefühl mit den Eltern der ermordeten Mia.


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 Ulrich Motte 10. Juli 2018 
 

Holunder : Frage

Wen meinen Sie- so pauschal- mit evangelisch? Landeskirchler? Ich kenne unzählige Evangelische, die entweder nie die geringste Absicht haben, zur katholischen Kommunion zu gehen, oder Konfessionen angehören, die nur eigenen Konfessionsangehörigen das Abendmahl reichen.


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 Ebuber 10. Juli 2018 
 

Viele gute Gedanken, Fragen und Denkanstöße

wurden bisher in diesem Forum beschrieben. Danke allen, die unsere kath. Lehre beachtet sehen wollen.Der Hinweis von @Beda46, dass traditionelle Katholiken hier heimatlos sind, mag weitgehend stimmen. Eine Möglichkeit - außer kath.net - wäre, sich dem Forum Deutscher Katholiken anzuschließen und z.B. sich jetzt noch für den Kongress "Freude am Glauben" in Fulda anzumelden. Hier trifft man mit Sicherheit Gleichgesinnte, z.B. auch den Stand der Petrusbruderschaft mit wunderbaren Priestern. Das Forum ist seit fast 20 Jahren nicht nur eine Kraftquelle, sondern auch ein Sammelbecken für alle, die sich in der immer moderner werdenden Kirche heimatlos fühlen. Problematisch scheint lediglich, die versprochene Papsttreue zu einer Zeit, da noch keiner ahnen konnte, dass es einmal einen Papst Franziskus gibt. Aber auch hier spricht das Forum m.E. eine klare Sprache.


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 ecclesiam 10. Juli 2018 
 

@Fides Mariae

Kein "gutes Händchen" bei der Wahl der Personen seines Vertrauens ist nur Ihre Sicht.

Aus seiner Sicht hat der Papst ein sehr gutes Händchen, seine Adlaten machen genau was er selbst vorhat und somit auch will.

Reine Vermutung:
Ich bin mir nicht so sicher, wie alleine Kard. Marx gehandelt hat. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die ganze Aktion schon vorher mit dem Papst abgesprochen wurde ("Prozesse anstossen"). Marx hat immer die volle Unterstützung vom Papst erhalten, nur formelle Anpassungen (Ebene Bischofskonferenz) liessen das Ganze ein wenig stocken.


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 Fides Mariae 10. Juli 2018 
 

Kein Schisma

Wie @Sonne1980 vor 19 Stunden schrieb:
"Ein Schisma ist laut CIC Can 751 eine Verweigerung der Unterordnung unter den Papst und den diesem untergebenen Gliedern der Kirche."
Der Jammer ist doch, dass Bischof Jung sich hier quasi ein wenig auf den Papst berufen kann, der das Statement der Glaubenskongregation abgeschwächt hat - wie ich denke aufgrund des päpstlichen (meiner Meinung nach fatalen) Vertrauens in Kardinal Marx.
Beides - dass der Heilige Vater bei so vielen "heißen Eisen" keine klaren Worte sagen mag und dass er generell kein gutes Händchen bei der Wahl der Personen seines Vertrauens hat - ist die (unnötige) Ursache sehr vieler Probleme. Beten wir für ihn.


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 lesa 10. Juli 2018 

Communio oder Schisma

@Holunder: Es gibt tief gläubige evangel. Christen. Sie haben aber m.E. realistisch geschildert, warum die meisten von denen, die Eucharistie "FORDERN", dies tun. Und "die meisten machen sich nicht viele Gedanken." Das muss man leider auch von diesen vorpreschenden Bischöfen sagen. Wir befinden uns in einer Verflachung, in der ungehorsame Aktionen wie die von Bischof Jung einen Flächenbrand auslösen kann.
Wer nicht viel Zeit und Lust hat, sich mit Luther zu befassen, könnte die Kapitel im Buch v. Kard. Cordes "Dein Angesicht Gott, suche ich", lesen.(S.117-132). Der unvoreingenommene Leser, der nach Wahrheit sucht, kann erkennen, in welches Fahrwasser auch die Katholische Kirche geraten ist, derzeit eine geradezu reißende Strömung. "Luthers dezidierter Individualismus bestimmt die heutige Mentalität. In seiner Ichzentrierung wird der Reformator zum erstrebenswerten Prototyp für das Christsein." Communio aber ist Frucht d. Hörens auf Gott in seinem überlieferten Wort. Sonst: Schisma


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 Holunder 10. Juli 2018 
 

Bedingungen für den Kommunionempfang

Es besteht sowohl bei evangelischen, als auch katholischen Christen ein großes Unverständnis, warum es kann interkommunion geben kann. Aber die Lösung des Problems kann nicht sein, dass man dann eben einfach alle zu Kommunion gehen lässt. Vielmehr müsste man den katholischen Christen wieder bewusst machen, dass es Bedingungen gibt die zu erfüllen sind, bevor man die Kommunion empfangen kann. Natürlich kann niemand in den anderen hinein schauen. Aber man weiß einfach manches über andere, z.b. wenn sie in "wilder Ehe" leben. Ich bin davon überzeugt, dass viele Katholiken eigentlich auch nicht zur Kommunion gehen dürften.


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 hape 10. Juli 2018 

@SpatzInDerHand

Sorry, meinen Sie hinsichtlich des Stichwortes "Unterstellung mangelnder Gottesfurcht" evtl. @Alt?tting?

Auch Ihnen, liebe/r @SpatzinderHand unterstelle ich nicht, dass Sie Interkommunion gut finden. Sollte ich mich da missverständlich ausgedrückt haben, bitte ich um Nachsicht.

Mir liegt es auch fern, einem evang. Christen mangelnde Gottesfurcht zu unterstellen. Das Problem liegt wohl eher im protestantischen Kirchenverständnis, das sich für Katholiken aber nun mal in die Hl. Eucharistie ausdrückt.


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 hape 10. Juli 2018 

@ThomasR

Danke für diese Einordnung. Es ist vielsagend, wenn sich selbst Bischöfe nicht an die Verfahrensvorschriften halten.

Erschwerend kommt hier noch hinzu, dass die Einladung zur Interkommunion vom Bhf. selbst in die Öffentlichkeit getragen wurde. Das zielt weit über die Diözesangrenze hinaus und richtet vermutlich sogar sich an die Weltkirche.

Es geht hier also nicht nur um Seelsorge, sondern auch um die medienwirksame Proklamation einer „Neureformierten katholischen Kirche“.

Wie will man das wieder aus der Welt schaffen? Will man das überhaupt wieder aus der Welt schaffen? Greift der CIC hier überhaupt noch?


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 Federico R. 10. Juli 2018 
 

@wedlerg – Referenz an Luther?

Dass Luther die hl. Messe, deren Mitte und Höhepunkt immer die eucharistische Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi ist – Geheimnis des Glaubens -, als „Teufelswerk“ bezeichnet hat, war mir bekannt. Dass p.Franziskus, der sich in den vergangenen Jahren schon mehrfach als Luther-Versteher geoutet hatte, beinahe regelmäßig vom Teufel spricht und vor dessen Versuchungen warnt, könnte man mittlerweile - in verstecktem Sinn - auch als eine Reverenz an den „Reformator“ und großen Schismatiker wahrnehmen. Oder ist dieser Gedanke zu gewagt? Er sei in den Raum gestellt. War Luthers Werk am Ende nicht selbst Teufeslswerk? Segensreich jedenfalls war es nicht.


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 SpatzInDerHand 10. Juli 2018 

@hape: mich hat nur gestört, dass Sie für diesen Fall den evangelischen Christen generell mangelnde

Gottesfurcht unterstellten. Dazu habe ich nun mal aus eigenem Erleben ein Gegenbeispiel. Grundsätzlich bin ich aber in keiner Weise ein Freund von Interkommunion (und war sie auch in diesem Falle nicht).


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 Holunder 10. Juli 2018 
 

Sehnsucht nach def Eucharistie?

Die Hälfte meiner Familie ist evangelisch. Daher habe ich schon viele Diskussionen mit evangelischen Christen über den gemeinsamen Kommunionempfang geführt. Meiner Erfahrung nach ist der Grund, warum die evangelischen Christen unbedingt die Eucharistie empfangen möchten, nicht, dass sie so eine große Sehnsucht gerade nach der Eucharistie haben. Sondern es geht um folgendes: heutzutage ist es üblich, dass alle Gottesdienst Teilnehmer zur Kommunion gehen. Wenn dann die evangelischen Christen in der Bank sitzen bleiben sollen, fühlen sie sich als Menschen zweiter Klasse. Und darum geht es. Sie möchten das Gleiche bekommen wie die anderen. Die meisten evangelischen sowie katholischen Christen machen sich eigentlich nicht viele Gedanken über theologische Fragen . Daher verstehen Sie auch nicht, warum es nicht möglich ist, ein gemeinsames Abendmahl zu feiern.


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 hape 10. Juli 2018 

@Montfort

„Verschwiegenes Schisma“, vielleicht ist das ja ein neuer Sachverhalt, mit dem „+F.“ gerade Kirchengeschichte schreibt und der zukünftige Generationen von Kirchenjuristen vor eine ganz neue Herausforderung stellt.

Soviel ich weiß, wurden die beiden letzten Schismen von Pius XII. und von JPII ausgesprochen. In beiden Fällen ging es um unerlaubte Bischofsweihen. Bei Pius XII. ging es um China. Dabei wurde sogar die Berufung auf eine besondere Notlage zurück gewiesen. Bei JPII ging es um Bhf. Marcel Lefèbvre. Es waren also jeweils Päpste, die ein Schisma offiziell festgestellt und verkündet haben.

Was wir jetzt erleben, hat aber eine andere, womöglich noch untergeordnete Qualität (im Vgl. zu unerlaubten Bischofsweihen). Heute ist es ja „+F.“ selbst, der die (schismatische ?) Abweichung von der Lehre erzwingen will.

Von „+F.“ erwarte ich mir daher keine klare Regelung, zumal er die Glaubenskongregation geradezu als Papiertiger herabgewürdigt hat.


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 SpatzInDerHand 10. Juli 2018 

@Alt?tting: Bei allem Respekt, aber dass es beim Kommunionempfang

durch evangelische Christen an Gottesfurcht mangle, das können Sie in dieser Generalität nicht sagen. Da braucht es schon bessere Argumente, denn was machen Sie, wenn (wie ich das schon erlebt habe) ein wirklich zutiefst gläubiger evangelischer Christ um die katholische Kommunion bittet? Hier brauchen Sie wirklich andere Argumente.


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 Holunder 10. Juli 2018 
 

Enttäuscht

Ich bin so enttäuscht von unserem neuen Bischof. Obwohl - wenn er den Protestanten gegenüber so tolerant ist, vielleicht ist er dann den traditionsverbundenen Katholiken gegenüber auch tolerant?


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 benedetto05 10. Juli 2018 
 

Bekanntmachen, Vernetzen, Sammeln - Fortsetzg.

@Herbstlich
Besonders bemerkenswert ist, dass die beiden bekennenden Pfarrer, auf
welche Sie durch Nennung der homepage hinweisen,sich auf der offiziellen Internetseite ihrer Pfarrei äußern und vor allem, dass diese Pfarrei zum Bistum Magdeburg gehört, also zum Bistum des ökumenistischen "Bischofs" Feige, der die "Orientierungshilfe" mitverfasst hat und als einer der ersten in Deutschland seine Priester angewiesen hat, diese zu beachten.

Dreifaltiger Gott, gib diesen 2 Priestern die Kraft ihren katho-
lischen Weg unbeirrt weiterzugehen u. sich von Anfeindungen und
Bedrohungen, auch von Seiten des "Bischofs" nicht verängstigen zu lassen.


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 benedetto05 10. Juli 2018 
 

Bekanntmachen, Vernetzen, Sammeln

@Herbstlicht
Danke für den Hinweis auf diese mutigen Priester. Hoffen
wir, dass noch weitere Priester sich klar u. öffentlich zur Eucharistie bekennen. Wenn kath.net von solchen Statements
hört, ist es wichtig dies der gesamten katholischen Szene
im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen, als Zwischen-
schritt für eine Vernetzung. Ich habe ja in meinen Kommen-
taren schon des öfteren gefordert, dass sich der katholi-
sche Rest spätestens jetzt, nach der "Orientierungshilfe"
u. deren päpstlicher Approbation per "F." sammeln u. orga-
nisieren MUSS, wenn er nicht im breiten Strom des Glaubens-
abfalls mitgerissen werden will. kath.net kommt dabei, wie
gesagt, eine wichtige Aufgabe zu. Der katholische Rest wird
nicht groß sein: Klerus u. Laien zusammengenommen wird er
10% aller Katholiken nicht überschreiten, wahrscheinlich
sind es kaum 5%. Aber egal, die Zahlen sind nicht das ent-
scheidende: entscheidend ist das breite Offenbarwerden der-
jenigen, die katholisch bleiben wollen.


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 ThomasR 9. Juli 2018 
 

Eigentlich ist es ein Fall für die Bischofskongregation und Disziplinärverfahren zwecks Klärung

Auch Bischof hat sich an kirhenrechtliche Verfahrensvorschriften zu halten.
1) Edictum, inkl. Bestimmung von vacatio legis
2) Publizierung im Amtsblatt der Diözese
3) Umsetzung

Erst dann haben auch sowohl Gläubigen bzw selbst jeder Priester das Recht Rekurs nach Rom mit der Bitte um eine eindeutige bindende Klärung des ganzen Sachverhaltes einzulegen.
Es ist schon sehr traurig, wenn selbst Bischöfe sich nur nach eigenem Ermessen an die Verfahrensvorschriften halten.
Es geht also eher nicht um eine eindeutige bindende Klärung des ganzen Sachverhaltes


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  9. Juli 2018 
 

Heiligkeit Gottes - wahre Gottesfurcht

Menschen können nicht die Größe der Heiligkeit Gottes erfassen,wie unendlich entfernt Er von jeder Sünde ist.Ihn empfangen zu dürfen,ist nur möglich im Stande der Heiligmachenden Gnade,als lebende Rebe am Weinstock Christi.Wie weit uns die Sünde von Gott entfernt,erkennen wir aber an der Vertreibung aus dem Paradies,am Zustand der gefallenen Welt,der gefallenen Menschheit und der Notwendigkeit des Erlösungstodes Christi.Gott hat nur Seinen geweihten Priestern die Macht geschenkt,Ihn auf den Altar herabrufen zu können,damit katholische Gläubige als lebende Rebe am Weinstock Christi leben können.Fehlende Gottesfurcht(das Erkennen,wie nichtig wir sündige Menschen vor der großen Heiligkeit Gottes sind)führt zum Glaubensabfall.

Wir leben in der Zeit eines großen Glaubensabfalls.Beide Ehepartner einer konfessionsverschiedenen Ehe,die wollen,dass der nicht-katholische Teil den Leib des Herrn empfängt, haben keine Gottesfurcht. Ohne Heiligmachende Gnade dürfen wir uns Gott nicht aufzwängen.


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 Montfort 9. Juli 2018 

@hape - Weitergedacht ...

Wenn ein Schisma die "eine, heilige, katholische und apostolische Kirche" betrifft, so geht es notwendig um "Abwege" - eines oder beider Teile, egal welchen quantitativen Anteil sie haben. Und ein "verschwiegenes" Schisma kann nur eines bedeuten: Die Gläubigen werden von einem oder beiden Teilen im Unklaren gelassen - mit der Gefahr, dass sie durch die Spaltung in den Abgrund (mit-)gerissen werden. :-(


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 Rosenzweig 9. Juli 2018 

“Das lässt doch hoffen..”

-
Danke– werte @Sonne1980– für Ihren schönen "Schluss"-Gedanken hier:
“BETEN wir den Rosenkranz – MARIA wird (...) zur Hifle kommen!”-

Wir wissen`s auch eigentlich! DAS ist u. bleibt in allen Anliegen- immer das Sicherste- DAS! ist uns zugesagt!
So dankb. verbunden..
--
Ps:
Und hier noch Besondern DANK– Ihnen, werter @Philipp Neri-
für Ihre wertvolle Anfrage– deren Beantwortung wäre ganz sicher
DIE LÖSUNG!-
und zugleich die schlicht einfachste und ich meine– die auch GOTT! gewollte..!
-
So dankend u. dennoch hoffend verbunden..


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 hape 9. Juli 2018 

@Herbstlicht

Danke für diesen Link. Ja, es ist in der Tat schön und ermutigend, dass gerade auch Pfarrer sich in dieser Weise eindeutig positionieren … Mehr davon, liebe Pfarrer! Es ist Zeit, aufzuwachen, aufzustehen und zu kämpfen! Die Kirche braucht Euch!


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 siebenschlaefer 9. Juli 2018 
 

Das Schisma in der RKK ist längst da - man muss es nur wahrnehmen wollen

Es bestürzt mich, aber nur wenn ich es wahrnehme, kann ich Christus treu bleiben!


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 myschkin 9. Juli 2018 
 

Es darf nicht das geringste Verständnis

für schismatische Verirrungen geben. Rom hat bereits jetzt eine klare Line vorgezeichnet. Daran mögen sich bitte alle hohen Würdenträger halten - auch in Deutschland.


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 lesa 9. Juli 2018 

Tapfer

@P. Baldauf: Ihr Gedicht lässt das Bedürfnis nach einer Entgegnung gewisser Personen erkennen. Die tapferen Hirten brauchen vielleicht auch ein wenig Zeit. Es ist heiß und das Arbeitsjahr war lang und hat ihnen nicht wenig abverlangt.
Dank an Peter Winnemöller und andere Publizisten, auch den Postern hier, die wach und engagiert der Kirche in dieser riesigen Gefährdung beistehen, indem sie die Dinge aufzeigen.


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 Herbstlicht 9. Juli 2018 
 

Das macht Freude und lässt hoffen!

Hier ein erfreuliches Gegenbeispiel zum Bistum Würzburg:
Information zum Empfang der Hl. Kommunion, herausgegeben von einer couragierten Pfarrgemeinde.

https://kathleben.de/klarstellung-zum-empfang-der-heiligen-kommunion/


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 Federico R. 9. Juli 2018 
 

Mit Riesenschritten

Die jüngste Bischofsweihe im Würzburger Dom am 10. Juni habe ich am Bildschirm mitverfolgt. Ein beeindruckendes Ereignis. Zweifelsohne? Inzwischen denke ich: War das am Ende doch nur Theater – auf gut Fränkisch gesagt: Kasperlestheater. Was sollen all die feierlichen Handlungen, gegebenen Versprechen, Zeremonien, Handauflegungen usw., wenn dann nach kürzester Zeit diese Ernüchterung folgt?
Ein Bischof, der die kirchenrechtlichen Bestimmungen missachtet? Eigenartig: Ich hatte es – auch in meinen damals kaum beachteten sehr persönlichen Postings hier – irgendwie vorausgeahnt. Die Banalisierung der Kirche schreitet voran – inzwischen mit Riesenschritten. Und die Spaltung.


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 bernhard_k 9. Juli 2018 
 

Warum können normale Hochspringer nicht beim Stabhochspringen dabei sein?

Weil ihnen der Stab fehlt, sie können also diese Flughöhen nicht erreichen. Und zwar auch dann nicht, wenn sie vom Wettkampfleiter dazu "eingeladen" wären ...


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 Katholik 9. Juli 2018 

Es wird kein Verfahren geben, aber vielleicht doch eine Zurechtweisung?

Ein Verfahren gegen Bischof Jung wird es sicher nicht geben, denn es steht wohl nicht konkret und zweifelsfrei fest, ob er tatsächlich jemandem die Eucharistie unerlaubt gespendet hat.

Zu einer brüderlichen Zurechtweisung sollte es aber unter normalen Umständen doch reichen. Wer weiß.


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 Katholik 9. Juli 2018 

Kleine Korrektur zum Artikel...

Es geht nicht um die "gültige/ungültige", sondern um die "erlaubte/unerlaubte" Spendung der Sakramente. Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn natürlich war die die Messe in Würzburg gültig, aber die Spendung der Eucharistie an Nicht-Katholiken eben unerlaubt.


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 encense 9. Juli 2018 

Ein Vergleich...

Hat man jemals schon gehört, dass ein Polizist zu jemandem der einen Mopedführerschein besitzt, gesagt hat: "Du darfst auch Auto fahren"?
So einen Polizisten mit so einer "Einladung" kenne ich nicht.
Warum macht ein Polizist so eine Einladung nicht? der Mopedfahrer kennt sich doch im Straßenverkehr aus, denn schließlich hat er ja einen Führerschein...

Ja, das glaube ich auch, dass sich die kath. Kirche wieder spaltet. Ist es nicht so, dass versucht wird, sogar die Ökumene zu zerstören?


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 borromeo 9. Juli 2018 

Kirchenstrafe

Wie im Fall Hasenhüttl, der unten schon erwähnt wurde, droht bei der Verletzung kirchlicher Strafgesetze jedem Kirchenmitglied eine entsprechende Strafe, sofern sie vorgesehen ist.

Zunächst aber soll durch Ermahnung, Verweis oder andere Wege pastoralen Bemühens das Ärgernis behoben und die Gerechtigkeit wiederhergestellt werden (c. 1341 CIC).

Im vorliegenden Fall könnte eine Straftat gegen die Einheit der Kirche vorliegen (z.B. cc.1364,1365 CIC) i.V.m. c. 844. Da bei Straftaten eines Bischofs nur der Papst selbst zuständig ist, wäre es vielleicht sinnvoll, wenn er über das Handeln Bischof Jungs informiert würde. Was er dann daraus macht, bliebe abzuwarten.

Der klare Verstoß Bischof Jungs ist m.E. so schwerwiegend, daß er nicht einfach schweigend übergangen werden sollte. Es geht tatsächlich um die Einheit der Kirche, um die Sakramente und um das gesamte katholische Kirchenverständnis. Am liebsten wäre mir jedoch, ein bischöflicher Mitbruder würde ihn zur Umkehr bewegen können.


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 Beda46 9. Juli 2018 

Schisma?

Haben bei einem Schisma nicht beide Seiten je eine Struktur, zu der man gehört und eine "Adresse", an die man sich wenden kann?

Zur Zeit sind deutsche, der Tradition ergebene, Katholiken schlicht heimatlos. (Noch!) 😥


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 Herbstlicht 9. Juli 2018 
 

Wo bleibt die Reaktion des Papstes?

Wie ist es möglich, dass bis jetzt noch keine Reaktion von Rom zu beobachten ist?

Stimmt, die Bischöfe sollten ja lt. Franziskus über den Kommunionempfang für Protestanten bezügl. seelischer Notlage selbst entscheiden.
Doch da stellt sich mir die Frage:
Bedeutet ein konfessionsverschiedenes Ehejubiläum eine "seelische Notlage?


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 Herbstlicht 9. Juli 2018 
 

Maria_Jesus

Sexueller Missbrauch ist ein schockierendes Fehlverhalten seitens einzelner kichlicher Würdenträger.
Er entwürdigt ihre Opfer auf schlimmste Weise und zerstört darüberhinaus das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Kirche.
Doch sexueller Missbrauch ist ein individuell begangenes, persönlich zu verantwortendes schweres Vergehen an der kindlichen Seele.

Ein Schisma hingegen spaltet.
Es trennt, was doch eigentlich zusammengehört und betrifft deshalb alle Gläubigen.

Marcel Lefebvre wirft man Spaltung vor, weil er tatsächlich unerlaubt vier Bischöfe geweiht hat.
Die Lehre jedoch hat er damit nicht angetastet.

Den Kommunionempfang "freizugeben" ist aber eine bewusst vorgenommene Änderung der Lehre und wird billigend in Kauf genommen.
Sie verändert das Gefüge und Selbstverständnis der katholischen Kirche weltweit.
Diese Verantwortung würde ich als Bischof nicht auf mich nehmen wollen.


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 Ebuber 9. Juli 2018 
 

@PBaldauf

Dem Schreiber Dank für diese Zeilen,
will auch noch selber hier verweilen!
Ja - die Verwirrung wird zu groß,
wer hilft uns da heraus jetzt bloß?

Uns wurde dies voraus gesagt,
doch Bischof Jung danach nicht fragt!
Maria, hilf uns, es ist Zeit,
verlasse nicht die Christenheit.


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 wedlerg 9. Juli 2018 
 

logisches Vorgehen?! PR!

Das Gesetz ändern ist nicht erlaubt. Zu tun, was gegen das Gesetz ist schon. Ich denke, das ist die Logik des Papstes und die Bischöfe testen das jetzt aus.

Letztlich signalisiert der Papst damit: der Glaube wie er tradiert ist, interessiert mich nicht. Macht, was ihr wollt! Ich denke, das ist die eigentliche Katastrophe.

Am Ende wird sich das alles allerdings nicht durchsetzen - denn die Leute werden durch solche PR Maßnahmen weder angezogen, noch gläubig werden.

In der Geschichte wären solche Tiraden wie jetzt allerdings undenkbar gewesen.

Die Protestanten haben nach der sog. "Reformation" das Abhalten der Messe mit Todesstrafe bedroht - Luther hatte die Messe schließlich als Teufelswerk bezeichnet. Warum man nun ausgerechnet an die Lutheraner ein Anbiederungssignal sendet? Keiner echter Lutheraner wird sich nach der Eucharistie sehnen - und pseudo-Lutheraner könnten leicht katholisch werden oder der Kommunion einfach fernbleiben.


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 PBaldauf 9. Juli 2018 
 

War etwa «Demut» hier zu schmächtig
Der Wille allzu Eigen-mächtig?
Hat Jung, den ich bisher geschätzt
Sich allzu forsch hinweggesetzt?

Ein Urteil maß‘ ich mir nicht an
Ich bin kein Theologen-Mann

Doch breitet sich im großen Haus
Der Kirche schon Verwirrung aus
Wie lange scheint dies nun schon her:
Ein «Meisner»: Ach, er fehlt uns sehr

Derweil ich zeitlich rückwärts blick:
Was sagt zum Vorgang «Bischof Schick»?
Und «Marx», der schon mal angeeckt
Hält er, in München, sich bedeckt?

Greit «Woelki», Kardinal am Rhein
Bald wortgewaltig, hörbar ein?
Was denkt wohl fern, der Papst, in Rom
Beim Stichwort „Jung“ und „Würzburgs Dom“?

Ob er mit «Gänswein» dies bespricht?
Man wüsst‘ es gern, doch weiß es nicht
Was denkt ein «Hanke», «Wiesemann»
Was fängt ein «Oster» damit an?

Wer sorgt für Klarheit und für Licht
Wird Zeit, dass wer «mit Vollmacht» spricht


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 Elija-Paul 9. Juli 2018 
 

Unterscheiden!

Maria Jesus,

zwei Dinge in Ihren Postings müssen wohl genauer angeschaut werden! Die Dinge nach Rom zu melden waren in vorherigen Pontifikaten möglich und wurden in der Regel entsprechend geordnet! Diese Sicherheit gibt es so gut wie nicht mehr in diesem Pontifikat!
Der sexuelle Mißbrauch von Kindern ist eine schwere Sünde, aber nicht ein Schisma!
Ein Schisma entsteht dann, wenn z.B. öffentlich zu einer die Wahrheit der Kirche verletzenden Handlung aufgerufen wird oder man entsprechend lehrt und in dieser Haltung verharrt!
Insofern darf man moralische Verfehlungen nicht mit Begriffen kennzeichnen, die einen anderen Inhalt haben!


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 karued92 9. Juli 2018 
 

germanisches schisma

Die deutschen neigten schon relativ lange zur Häresie, Schisma und Modernismus-siehe Luther (Häresie) oder Alt-Katholiken. Und seit dem Abgang von benedikt wurde es mehr und mehr sichtbar. Aber spätestens seitdem der Rhein in de Tiber fließt ist das Schisma latent da. Denken wir nur an die Einführung der Handkommunion, die Würzburger Synode und das liberal-modernistische Etablishment (Verbände, theolog. Fakultäten, ZdK).Den Anti römischen Affekt gab es wohl von Anfang an: da kamen von Rom Gesandte Apostel in das germanische Land und brachten Kultur, Schriftsprache, Philosphie. Ich glaube die Deutschen haben das bis heute nicht verkraftet. Und vergessen wir nicht: die großen Übel kamen immer aus deutschen Landen: Luther, Kant, Nietzsche, Feuerbach, Marx, Illuminaten, Hitler


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 Ebuber 9. Juli 2018 
 

@Maria_Jesus

Da kann man wirklich nur noch Jesus Christus, seine Mutter (und alle Heiligen dazu) um Fürbitte anrufen, angesichts so großer Verwirrung. Es mag ja stimmen, dass sexueller Missbrauch schlimmer ist, als ein Bischof der sich "modern geben möchte", wie hier gepostet wird. Aber hier werden zwei Themen miteinander verglichen, die nicht vergleichbar sind.
1.) Der Missbrauch wurde von der kath. Kirche von höchster Stelle immer wieder beklagt, aufgearbeitet und die Betroffenen um wurden um Entschuldigung gebeten. Die entsprechenden Priester (oder auch nur Verdachtsfälle) wurden aus den Gemeinden entfernt. Da herrschte in der gesamten Kirche Einigkeit.
2)Der unangemessene Kommunionempfang hingegen stiftet Verwirrung, da hier unterschiedliche Regelungen - je nach Bistum - bestehen können. Dabei wäre es doch so einfach, nur in den KKK (Katechismus der kath. Kirche) zu sehen und nachzulesen. Wie ernst nehmen SIE denn die heilige Kommunion? Diese Frage muss angesichts ihrer Zeilen erlaubt sein.


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 MONIKA! 9. Juli 2018 
 

Interkommunion

Bereits in den 90er Jahren lud ein Priester in einer Nachbargemeinde, sehr großer Ökumeniker, die evangelischen Kirchenbesucher wie folgt zur Kommunion ein:
Wie haltet Ihr es wenn Sie einen lieben Gast haben, lassen Sie ihn auf dem Sofa sitzen wenn Sie Mahl halten?
In diesem Sinne ging das dort weiter so!
Das Ordinariat wußte Bescheid!


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 Herbstlicht 9. Juli 2018 
 

Ist sich

Gebe ich meinem nagenden Gefühl in mir nach, so muss ich sagen:
Das Schisma ist bereits da, es wurde nur noch nicht offiziell ausgesprochen.
Wie gesagt - es ist nur ein Gefühl, mein rein subjektiver Eindruck.

Ist sich der Bischof von Würzburg der weitreichenden Bedeutung seiner Entscheidung überhaupt bewusst?
Hat er die sich daraus evtl. ergebenden Konsequenzen bedacht?


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 Ulrich Motte 9. Juli 2018 
 

Frage, nicht Behauptung

Bei aller Bedeutung der Frage der Zulassung zur Eucharistie, könnte man sich doch vielleicht auch einmal fragen, ob nicht die Spaltung bis ins Kardinalskollegium hinein, ob denn nun alle Menschen in den Himmel kommen oder wenigstens einige nun doch nicht, eher noch hätte Anlaß sein können für ein Schisma,oder?


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 bernhard_k 9. Juli 2018 
 

Ausverkauf des einmalig Katholischen ...

Alles muss scheinbar raus, wie beim Schlussverkauf, die Lager werden geräumt, was kommt als nächstes?

Stattdessen sollten die katholischen Bischöfe und Priester riesengroße Transparente an die Kirchen hängen: "Heute kommt Jesus Christus live zu uns!"

Was in der hl. Eucharistie geschieht, überragt jedes weltliche Event unendlich: Jesus Christus ist real, live anwesend!

Also: sagt das endlich den Protestanten damit sie katholisch werden! Sie sehnen sich danach ...


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 hape 9. Juli 2018 

Wie ist das eigentlich mit dem Schisma?

Wird ein Schisma durch den Papst oder durch die Glaubenskongregation offiziell festgestellt?

Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit man von einem Schisma sprechen darf?


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 Philipp Neri 9. Juli 2018 

Frage

Warum lädt der Bischof denn die Jubilare nicht zunächst einmal zu einer besonders gestalteten Eucharistischen Anbetung ein, um sie dann anschließend evtl. mit dem Eucharistischen Segen zu beschenken?

Das könnte man auch mit einer Katechese verbinden, in der den Menschen die Bedeutung der Eucharistie für die Katholische Kirche aufgezeigt und erklärt wird?


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 Maria_Jesus 9. Juli 2018 
 

Ein wirkliches Schisma ist in meinen Augen

der sexuelle Missbrauch von Kindern der in weiten Teilen der Kirche passiert ist.
Das ist ein viel viel schlimmeres Schisma als ein Bischof der sich modern geben möchte damit er Applaus erhält.

PS: Ja, ich weiß, in der Kirche ist nicht mehr Missbrauch passiert als in anderen Einrichtungen. Aber ich erwarte nun mal von der Kirche mehr als von anderen Einrichtungen.


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 Bernhard Joseph 9. Juli 2018 
 

Verheerungen des Glaubens

Der Würzburger Bischof handelt sicher mit Zustimmung von Kardinal Marx.

Man glaubt in der DBK durch Faktenschaffung die Lehre der Kirche unterminieren zu können, um die Lehre dann durch ein zeitgeistiges Sammelsurium weltbezogener Ideologien zu ersetzen. Auf längere Sicht wird das notwendig zu einer völligen Erosion des Glaubens führen.

Was der Würzburger Bischof da inszeniert, hat ja mit Eucharistie im eigentlichen Sinne nichts mehr zu tun. Er lädt daher auch nicht zur Kommunion sondern zu einem bistumseignen Happening. Daran kann man teilnehmen, muss es nicht und schon gar nicht hat ein solches Happening etwas mit dem Ernst des Glaubens zu tun.

Die Trivialisierung des Glaubens in der Kirche nimmt heute Ausmaße an, was die Frage aufwirft, ob ihre Protagonisten noch ernsthaft einen katholischen Glauben zu verkünden suchen oder ob sie nicht längst vom Glauben abgefallen sind.


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 Maria_Jesus 9. Juli 2018 
 

Einfach nach Rom melden ...

Ich denke die Worte vom Papst sind deutlich gewesen und in der Glaubenskongregation wird man darüber nicht erfreut sein.


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 JuergenPb 9. Juli 2018 

Mich würde die Begründung dafür interessieren, warum die gleichen evangelischen Leute, die der Bischof in dem Pontifikalamt zur Eucharistie eingeladen hat, am darauffolgenden Sonntag nicht zur Kom­muni­on ge­hen dürfen.

Es sei übrigens daran erinnert, ein gewisser Professor Hasenhüttl auf den Kirchentag in Berlin ebenfalls evangelische Christen zur Eucharistie eingeladen hatte. Er wurde daraufhin suspendiert. – Quod licet Iovi, non licet bovi?


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