Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  14. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Der große Kampf gegen den Teufel, Vater der Lüge und Verführer

8. Mai 2018 in Aktuelles, 40 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: mit Satan spricht man nicht. Er ist wie ein angeketteter sterbender Hund, dem man nicht näher treten darf. Im Schutz des Mantels der Gottesmutter. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Wenn er kommt, wird er die Welt der Sünde überführen und der Gerechtigkeit und des Gerichts; der Sünde, weil sie nicht an mich glauben; der Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; des Gerichts, weil der Herrscher dieser Welt gerichtet ist“ (Joh 16 8-11).

Sich nie dem Teufel annähern oder mit ihm gar in einen Dialog treten. Er ist einer, der besiegt wurde. Doch er ist gefährlich, weil er verführt und beißt wie ein tollwütiger Kettenhund, wenn man versucht, ihn zu streicheln. So lautete die Mahnung von Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe im vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“ am Dienstag der sechsten Woche im Osterkreis. Franziskus richtete seine ganze Aufmerksamkeit auf die Gestalt des Teufels, der nicht tot sei, auch wenn er bereits verurteilt worden sei, wie es im Evangelium vom Tag heiße (Joh 16,5-11).

Der Teufel sei ein Todgeweihter, der besiegt worden sei. Es sei jedoch nicht leicht, davon überzeugt zu sein, denn: „der Teufel ist ein Verführer“, „er weiß, welche Worte er uns sagen muss“, und uns gefalle es, verführt zu werden:

„Und er besitzt diese Fähigkeit. Diese Fähigkeit der Verführung. Aus diesem Grund ist es so schwer, zu verstehen, dass er ein Besiegter ist, denn er präsentiert sich mit großer Macht, er verspricht dir viele Dinge, er bringt dir Geschenke – schöne, gut eingepackte Geschenke – ‚Ach wie schön!’ – aber du weißt nicht, was in der Packung ist – ‚Nun, das Geschenkpapier ist schön’. Er verführt uns mit dem Päckchen, ohne uns sehen zu lassen, was drin ist. Er versteht es, unserer Eitelkeit, unserer Neugier seine Vorschläge zu präsentieren“.


Die Jäger sagten, dass man einem Krokodil, das im Sterben liege, nicht näher treten dürfe, da es mit einem Schlag des Schwanzes immer noch zu töten vermöge. So auch beim Teufel, der „extrem gefährlich ist“. Er präsentiere sich mit all seiner Macht, „alle seine Vorschläge sind Lügen“. Und „wir Dummköpfe glauben das“. Der Teufel nämlich „ist der große Lügner, der Vater der Lüge“. Er wisse gut zu sprechen, „er kann singen, um einen zu betören“: „er ist der Besiegte, doch er bewegt sich wie eine Sieger“. Sein Licht „ist blendend wie ein Feuerwerk“, doch es sei nicht von Dauer, es vergehe, während das Licht des Herrn mild, aber beständig sei.

Der Teufel, so der Papst eindringlich, „verführt uns, er versteht es, an unsere Eitelkeit, an unsere Neugier zu rühren, und wir kaufen alles und verfallen der Versuchung“. Somit sei Satan ein „gefährlicher Besiegter“. „Wir müssen uns vor dem Teufel hüten“, so Franziskus, der dazu aufforderte, wachsam zu sein, zu beten und zu fasten, wie dies Jesus gesagt habe. Auf diese Weise werde die Versuchung besiegt.

Grundlegend sei es dann, sich dem Teufel nie zu nähern, denn er sei nach den Worten eines Kirchenvaters wie ein wütender, tobender, angeketteter Hund, den man nicht streicheln dürfe, da er beiße:

„Wenn ich das geistlich weiß, wenn ich jenem Gedanken näher trete, wenn ich mich jener Lust nähere, wenn ich dahin oder dorthin gehe: dann nähere ich mich einem wütenden und angeketteten Hund. Bitte, tut das nicht. ‚Ich habe eine schwere Verletzung...’ – ‚Wer hat sie dir zugefügt?’ – ‚Der Hund’ – ‚Aber der war doch angekettet?’ – ‚Ja, schon, aber ich bin hingegangen, um ihn zu streicheln’ – ‚Nun, dann hattest du es ja darauf abgesehen’. So ist das: nie so einem nahetreten, weil er angekettet ist. Lassen wir ihn dort angekettet sein“.

Schließlich sei es notwendig, darauf zu achten, mit dem Teufel in keinen Dialog zu treten, wie dies dagegen Eva getan habe. Sie „hat gemeint, die große Theologin zu sein, und sie ist gefallen“. Jesus tue dies nicht. In der Wüste antworte er Satan mit dem Wort Gottes. Er treibe die Dämonen aus, einige Male frage er sie nach ihrem Namen, dies aber nicht, um mit ihnen in ein Gespräch zu treten.

Die abschließende Mahnung des Papstes war also ganz klar: „Mit dem Teufel redet man nicht, denn er besiegt uns, er ist intelligenter als wir“. Satan verkleide sich als „Engel des Lichts“, doch er sei „ein Engel der Schatten, ein Engel des Todes“:

„Er ist ein Verurteilter, er ist ein Besiegter, er ist ein Angeketteter, der im Sterben liegt, doch imstande ist, Gemetzel anzurichten. Und wir müssen beten, Buße tun, nicht näher treten, nicht mit ihm in ein Gespräch treten. Und am Ende: zur Mutter gehen, wie die Kinder. Wenn die Kinder Angst haben, dann gehen sie zur Mutter: ‚Mama, Mama... ich habe Angst!’, wenn sie Alpträume haben... dann gehen sie zur Mama. Zur Gottesmutter gehen. Sie behütet uns. Und die Kirchenväter, vor allem die russischen Mystiker, sagen: flüchtet euch in der Zeit geistlicher Wirrnis unter den Mantel der großen Mutter Gottes. Zur Mutter gehen. Sie möge uns in diesem Kampf gegen den Besiegten, gegen den angeketteten Hund helfen, um ihn zu besiegen“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  6. Grösse
  7. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  8. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti
  9. „Warum ich katholisch bin“
  10. William Donohue: Bürgermeister Mamdani soll nicht an Gedenkveranstaltung zu 9/11 teilnehmen
  11. „Nicht der Sturm hat das letzte Wort – Christus hat das letzte Wort. Amen.“
  12. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  13. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  14. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  15. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz