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Bayrische Bischöfe und Bistümer über CSU-Kreuz-Initiative

27. April 2018 in Deutschland, 57 Lesermeinungen
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In Bayern werden in staatlichen Gebäuden wieder Kreuze aufgehängt. kath.net fragte alle bayrischen Bistümer und die Evangelische Landeskirche in Bayern um ihre Einschätzung. Von Petra Lorleberg


München-Stuttgart (kath.net/pl) Unterschiedliche Reaktionen kamen aus den einzelnen Bistümern auf die kath.net-Presseanfrage, wie sie die CSU-Entscheidung einschätzen, wieder Kreuze in den staatlichen Gebäuden aufzuhängen.

Erzbistum Bamberg:
Erzbischof Schick: „Das Kreuz aufzuhängen und als Zeichen der Einheit, Versöhnung, des Friedens, der Geschwisterlichkeit, der Solidarität deutlich zu machen, das ist natürlich gut. Das Kreuz ist ja das Kreuz der Kultur Gottes, und das ist immer eine Kultur der Liebe, der Zivilisation der Liebe. Wenn man das Kreuz in dieser Richtung deutet und allen Menschen in Bayern, in der Bundesrepublik und der ganzen Welt deutlich macht, dann kann es wirklich zu einer Gesellschaft der Versöhnung, des Friedens und der Gerechtigkeit hinführen.

Wenn wir auf das Kreuz blicken, können wir auch nicht einfach sagen: Das Kreuz ist Zeichen unserer Kultur, sondern das Kreuz ist Zeichen der Kultur Gottes. Das müssen wir verstärkt ins Bewusstsein bringen. Dann kann das Kreuz auch wirklich alle Menschen verbinden. Auch unabhängig von Religion.

Alle Menschen, die das Kreuz anschauen, verpflichten sich, das zu leben und voranzubringen, was das Kreuz bedeutet. Und die Werte, die es beinhaltet, habe ich eben genannt, und die gelten für alle Menschen.“


Diözese Würzburg
Auf die kath.net-Anfrage antwortete die Pressestelle mit einem Zitat von Diözesanadministrator Weihbischof Ulrich Boom: „Das Aufhängen von Kreuzen in staatlichen Gebäuden ist zunächst eine Angelegenheit des Staates. Wo es hängt, ist es für Christen kein Kampfzeichen in der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Religionen. Vielmehr soll es ermutigen zum Engagement für Gerechtigkeit, zum Einsatz für Menschen in Not - auch und vor allem für Geflüchtete. Denn das Kreuz ist ein Zeichen der Nähe und Demut Gottes, ein Zeichen des Dienstes, der Liebe und der Nächstenliebe. Es ist das Liebeszeichen Gottes schlechthin - ein Pluszeichen, auf das ganz viele Menschen warten, weil in ihrem Leben ein Minus steht. Von der CSU erhoffe ich mir, dass ihre Mitglieder das Kreuz in dieser christlichen Bedeutung sehen und nicht zuerst als Bekenntnis zur Identität und zur kulturellen Prägung in Bayern. Ich hoffe vor alle, dass das Kreuz nicht für den Wahlkampf verzweckt und für politische Interessen instrumentalisiert wird.“

Bistum Passau
Auf kath.net-Anfrage antwortete die Pressestelle mit den Worten von Domdekan und Seelsorgeamtsleiter Dr. Hans Bauernfeind: „Das Kreuz ist unser urchristlichstes Symbol und es freut mich grundsätzlich, wenn Menschen Zugang zu diesem Kreuz finden, weil für jeden Menschen eine Botschaft darin steckt. Die Botschaft von Tod und Auferstehung, von Nächstenliebe, von Barmherzigkeit und dass wir alle auf Erlösung hoffen dürfen. Darum freue ich mich, wenn ich in einem Raum, an einem Haus und in unseren Kirchen auf ein Kreuz blicken darf. Das Kreuz hat seine eigene Botschaft, die sich nicht für andere Zwecke, seien sie politisch, gesellschaftlich oder kulturell, einspannen lässt. Das Kreuz steht für die Botschaft Jesu Christi und es erhebt den Anspruch, dass den Menschen gedient wird.“

Bistum Augsburg
Antwort der Pressestelle: „Bei der Entscheidung, in staatlichen Gebäuden Kreuze aufzuhängen, handelt es sich um eine parteipolitische Entscheidung. Ein solche kommentiert Bischof Konrad Zdarsa grundsätzlich nicht.“

Bistum Eichstätt
Hier antwortete die Pressestelle: „Da unser Herr Bischof Gregor Maria Hanke auf Terminen unterwegs ist, steht er für eine Antwort derzeit leider nicht zur Verfügung.“

Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Die Pressestelle zitierte auf die kath.net-Anfrage das Statement von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm: „Ich freue mich, wenn auch in der Öffentlichkeit Kreuze sichtbar sind. Religion lässt sich nicht in die Privatssphäre verbannen. Kreuze sind eine Art öffentlicher Selbstverpflichtung auf das, was den Inhalt des Kreuzes ausmacht: Humanität, Nächstenliebe, Menschenwürde. Wir Christen glauben, dass Gott uns als Mensch in dem begegnet, der als Folteropfer am Kreuz gestorben ist. Darin liegt der tiefste Grund für unseren Einsatz für die Schwachen. Es ist genau das Kreuz, dass es immer wieder notwendig macht, die Politik kritisch zu hinterfragen, wenn es um die Überwindung von Armut, den Einsatz für eine humane Flüchtlingspolitik oder die Überwindung von Krieg und Gewalt geht.“

Auf die kath.net-Presseanfrage kam bisher keine Antwort vom Erzbistum München/Freising und vom Bistum Regensburg.

Symbolbild: Kruzifix



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